Hauptthema dieses etwas hybriden Berichts eines merkwürdig hybriden Skiwochenendes an der Oberlandhütte, gelegen in Aschau im Tiroler Spertental südlich von Kirchberg, sind die Erfahrungen eines DAV-Tiefschneetrainings im Kitzbüheler Skigebiet, das sehr deutlich von den teilweise massiven Neuschneefällen in der ersten Februar-Hälfte profitierte und die vielen Vorzüge des Kitzbüheler Skigebiets für Tiefschneevarianten eindrucksvoll aufzeigen konnte – viel eindrucksvoller für mich war allerdings die Geschwindigkeit, in der auch breiteste Variantenhänge innerhalb eines Tages vollständig verspurt werden – eine Erfahrung, die sich etwas mehr als einen Monat später in Tignes dann bestätigt hat. Verrückt! Als reinen Tiefschneejunkie würde mich das wohl ziemlich frustieren, denn man wird dadurch zu immer abstruseren, abgelegeneren und wohl auch tendenziell gefährlicheren Routen gezwungen. Oder es muss jede Nacht mindestens 15, 20 cm frisch schneien... Hoffentlich ebbt dieser Free Ride-Trend bald wieder ab und jeder will wieder à la Hermann Maier mit 250 km/h die präparierten Pisten hinunterjagen...
Am dritten Tag sind wir dann über die Ki-West-Bahn eher gemütlich „Pisteln“ nach Westendorf gefahren, da wir das Gebiet noch nicht kannten, das Wetter deutlich weniger schön und – siehe oben – fast jeder sinnvoll erreichbare Tiefschnee zerfahren war. Dabei zeigte sich (nicht bei mir), dass reine Tiefschneeskier ja schön und gut sind, aber auf den harten Kunstschneepisten unserer Zeit ziemlich unbrauchbar sind. Da lobe ich mir meine Allround-Tourencarver: ich kann ohnehin weder mit den Pistenrasern, noch den Tiefschneecracks oder den Skitourenprofis an Kondition und Geschwindigkeit mithalten, also fahre überall eben hinterher…
Die Photos aus Westendorf sind wetterbedingt eher unspektakulär, aber einige instruktive Einsichten in die Struktur des dortigen Skigebietes meine ich mitgenommen zu haben.
Samstag, 09.02.2013
Die Oberlandhütte ist nicht nur für Wanderer und Tourengeher ein geeigneter Stützpunkt, sondern auch für Liftbenutzer, denn dank des in fünf Minuten Fußmarsch erreichbaren Skibusses zur Pengelstein-Gondelbahn ist man sehr zeitig an der Talstation und hat den Vorteil, die abends noch leerere schwarze Aschauer-Talabfahrt (56) fast direkt zur Hütte (wiederum fünf Minuten Fußmarsch und Schieben) im Abendlicht genießen zu können.
Oberlandhütte, DAV Oberland, Aschau im Spertental
Das Wetter war sehr wechselhaft: sonnige Partien wechselten mit stärkeren Schneefällen ab, die Sicht war in den bewaldeten Partien zumeist gut, in größeren, freieren Bereichen bisweilen kritisch. Deshalb sind die wenigen Photos recht selektiv und decken weite Partien des Tages nicht ab.
Hauptattraktion in punkto Tiefschneefahren am Pengelstein ist natürlich der Hochsaukaserhang. Ein Jammer, dass man aufgrund der Bodenbewegungen (?) die untere Partie des Hanges amputieren musste.
4-SB Hochsaukaser und Tiefschneeabfahrt
Tiefschnee am Hochsaukaserhang
Breite Variantenhänge links der 4-SB Hochsaukaser
Tiefschnee am Hochsaukaser mit Blick Richtung Talsen
4-SB Hochsaukaser Trasse und Tiefschneehänge
Tiefschneeabfahrt links der Piste 55 Hochsaukaser (bergwärts gesehen)
Piste 55 und Variantenhänge am Hochsaukaser
Auch die schwarze Talabfahrt nach Aschau (Nr. 56) ist ihrem guten Ruf gerecht geworden. Als „Hintenrum“-Abfahrt im großen Stil verläuft sie vom südlichen Pengelsteinkamm aus völlig entfernt von jeglichen Liftanlagen und weist mehrere gute, große steilere Hänge auf (richtig schwarz ist aus meiner Sicht allerdings keiner), dazwischen zwei längere, aber wenig störende, da gut laufende Ziehwegpassagen.
Abfahrt 56 Blickrichtung Schwarzkogel
Zudem ist nachmittags zu Betriebsschluss wenig los und wenn man wie wir in Aschau logiert benötigt man auch keinen Bus zur Rückkehr mehr.
Abfahrt 56 Blickrichtung Aschau und Hinteres Spertental
Aber auch die eigentlich meist nur als Verbindungsbahnen genutzten Silberstube und Kasereck-Lifte haben bei den tollen Schneeverhältnissen einige wirklich gute Tiefschneefahrten erlaubt. Zumal unterhalb der 4-SB Silberstube war außer uns kaum jemand unterwegs.
Nach wie vor nicht überzeugt bin ich von der Hieslegg-Bahn und ihren Abfahrten. Warum in aller Welt nimmt die rote 32 den großen freien Hang in ihrer Mitte nicht in Falllinie sondern fährt weiter in großen Partien als Ziehweg? Fairerweise muss man sagen, dass wir hier sicherlich nicht alle sinnvoll möglichen Varianten ausprobiert haben.
Variantenhänge südlich des Restaurants "Usterwies" in Richtung Hieslegg-Bahn
Piste 32 und 4-KSB Hieslegg
1. 8-EUB Pengelstein I: 612 Hm. Der Neuschnee von gestern ist sehr schön präpariert worden.
Piste 30 und 4-KSB Pengelstein II bei Neuschnee
2. 4-KSB Pengelstein II: 534 Hm: insgesamt 6 Mal heute!
3. 8-KSB Kasereck: 220 Hm: 2x
4. 4-SB Silberstube: 184 Hm: 2x
5. 4-KSB Hieslegg: 477 Hm: 2x
6. 4-SB Hochsaukaser: 305 Hm: 3x
Summe: 6493 Hm, 16 Fahrten
Blick von der "Usterwies" in Richtung Aschau und Rettensteinmassiv
Sonntag, 10.02.2013
Blick aus dem Spertental in Richtung Brechhorn
Wie vorhergesagt: Kaiserwetter, allerdings sehr kaltes (-14°C morgens am Pengelstein Gipfel!), der erste wirklich schöne Tag nach tagelangem Schneefall und Schlechtwetter, dazu der erste Skitag für die gestern zahlreich im Stau gestandenen Faschingsurlauber, d.h. es würde wohl deutlich voller werden als gestern.
Wir nehmen wie gestern den Skibus in Aschau um 8.25 zur Pengelsteinbahn.
1. 8-EUB Pengelstein I: 612 Hm. Der Neuschnee von gestern und heute Nacht ist sehr schön präpariert worden.
2. 4-KSB Pengelstein II: 534 Hm
Blick auf Kirchberg i. Tirol und den Wilden Kaiser vom Pengelstein
Brechhorn, 2037 m mit Skitourenspuren vom Pengelstein gesehen
Warmfahren auf der Piste mitsamt Übung: beim Schwungauslösen die Skispitzen vorne unten lassen, aber die Skienden hochbekommen, was zu einem sauberen Gewichtverlagern und v.a. Schwungauslösen durch Hoch-Tief-Entlastung führen soll und ordentlich warm macht.
3. 4-KSB Pengelstein II: 534 Hm
Abfahrt 34 „Pengelstein-Süd“ nach Jochberg. Eine der schönsten Kitzbüheler Abfahrten wie ich finde. Zum ersten vor fast 10 Jahren Anfang März 2003 gefahren, damals noch ohne den möglichen Rückbringer der 3-S. Offensichtlich machen viele andere Gäste einen weiten Bogen um diese Abfahrt. Unverständlich, denn der Fußweg zum SL Hausleiten in Jochberg ist nicht lang, der Ziehweg durch den Saukasergraben flott und landschaftlich malerisch. Zudem haben die Betreiber einen schönen Kompromiss zwischen Tiefschnee und Präparierung gefunden und nicht mehr als nötig in der Breite gewalzt nach dem Neuschnee. Sehr gut!
3-Seilbahn "3-S" vom Startkamm der Skiroute 34 „Pengelstein-Süd“ aus gesehen
Kasereggalm - eine der Hütten entlang der Skiroute 34 „Pengelstein-Süd“
Tiefschnee auf der Skiroute 34 „Pengelstein-Süd“
Gute Lösung: Tiefschneehänge von präparierten Ziehwegen unterbrochen auf der Skiroute 34 „Pengelstein-Süd“
Tiefschneehänge auf der Skiroute 34 „Pengelstein-Süd“ unterer Abschnitt
Relativ zerfahren: Skiroute 34 „Pengelstein-Süd“ unterer Abschnitt
Skiroute 34 „Pengelstein-Süd“ letzter Hang bevor der lange Waldziehweg im Saukaserbachgraben hinaus nach Jochberg beginnt (Blick nach oben)
Skiroute 34 „Pengelstein-Süd“ letzter Hang vor Beginn des Waldziehwegs (Blick nach unten)
3-Seilbahn "3-S" aus dem Saukaserbachgraben
4. SL Hausleiten: 89 Hm: ca. 5 bis 10 min Wartezeit, v.a. wegen chronischem Alleinefahren vieler Anfänger, Snowboarder und sonstiger Zeitgenossen.
SL Hausleiten in Jochberg. Was für ein schöner Übungshang! Wenn nicht die Wartezeiten wären…
Kurze Querfahrt zur
5. DSB Wagstätt: 390 Hm: hier eine große Menschentraube; ca. 7-10 min Wartezeit, aber sehr gemütlich-idyllische Bergfahrt in der herrlich tief verschneiten Winterlandschaft. Insbesondere drastischer Kontrast zum schneearmen Winter 2006/07, als wir hier Anfang Januar mit der Letsgeo Exkursion die Skitour auf dem beschneiten Schneeband gemacht haben!
6. SL Wurzhöhe: 420 Hm: hier kaum mehr Wartezeit. Die Abfahrten in diesem Bereich sehen sehr verlockend aus, die Wartezeiten im Tal schrecken jedoch ab. Abfahrt in den Talsengraben, teils auf, meist jedoch neben der Piste. Hier schon sehr viel bis fast alles zerfahren.
7. 4-KSB Talsen: 533 Hm: Queren von der Bergstation den Talsenkamm entlang nach Süden, wo wir noch etliche unverspurte Passagen finden, die im unteren Teil des Hanges immer steiler und wegen der prallen Südexposition immer schwerer zu fahren werden. Unten dann per Ziehweg nach vorne laufen lassen und rasch zur Talstation
Weg vom Trubel: Einstieg zu Talsen-Varianten direkt rechts der Bergstation der 4-KSB und der Piste 61 (Blickrichtung Norden)
Variantenziehweg entlang des Talsenkamms (Blickrichtung Süden)
Traumhafte Winterlandschaft am oberen Talsenkamm
Südseitige Abfahrt vom Talsenkamm. In Bildmitte Bärenbadkogel I
Gigantisch großes Variantengebiet am südseitigen Talsenkamm
Südseitige Variantenabfahrt am Talsenkamm
Schönes Skigelände am oberen Talsenkamm
Flachere Querung am Talsenkamm, hinten der Bärenbadkogel von Norden
Variantenhänge Talsenkamm von unten, bereits fast alles verspurt
Aubachgraben von der Bruggeralm, rechts Talsenkamm, hinten Gauxjoch
8. 4-KSB Talsen: 533 Hm: da wir uns auf der Bruggeralm (?) zur Mittagspause verabredet haben. Hierzu fahren wir leicht südlich der Lifttrasse im mittelstark zerfahrenen Gelände, das ähnlich wie vorhin recht kräftezehrend ist. Mittagspause: Frankfurter mit Pommes.
Gut geneigte, freie Variantenhänge: Talsenkamm von unten
„Leider nicht von uns“ Part One. Gipfelbereich Talsenkamm, nur durch Aufstieg erreichbar
Abfahrt von der Hütte zur
9. 6-KSB Bärenbadkogel I: 342 Hm: Premiere für mich mit diesem Lift, kalter, schattiger, steiler Nordhang. Querfahrt zur
10. 6-KSB Bärenbadkogel II: 375 Hm: hier wieder etwas mehr los. Blick auf die vielen schönen Pistenvarianten dieser Bahn. Aussichtsreiche Bummerl-Abfahrt das Gauxjoch hinunter und dann rasch in den Trattenbachgraben.
11. 8-KSB Zweitausender: 474 Hm: Brandneue Anlage für diese Saison, die einen ungemeinen Komfortsprung bedeutet, v.a. angesichts des heute kalt-schattigen Nordhangs.
Kleiner Rettenstein, 2216 m. Selbst durch die steilen Wandrinnen wird abgefahren, Wahnsinn...
Zur Überraschung der Gebietskenner fahren wir nicht zur Hintenrumabfahrt, sondern fahren straight unterhalb der Lifttrasse erst einige schöne Tiefschneeschwünge (hier wirklich steil!). Dann Querung der Hauptpiste (unten deutlich verbreitert worden, gut zu sehen) und den ziemlich komplett ausgefahrenen Hang unterhalb des Liftes als anstrengendes Buckelpistentraining.
Kleiner Rettenstein, 2216 m und großflächig zerfahrenes Variantengelände
3-SB Trattenbach und Abfahrt 69 (schwarz)
12. 3-SB Trattenbach: 315 Hm: Spektakuläre Ansichten des Kleinen Rettensteins, dessen Wände einige Skifahrer selbstmörderisch befahren habe, verrückt!
„Leider nicht von uns“ Part Two. Oberhalb der Bergstation 3-SB Trattenbach in Richtung Kleiner Rettenstein
13. SL Gauxjoch: 126 Hm: ca. 10 min Warten, Schlepperfahrt selbst wegen der flachen Trasse sehr angenehm.
SL Gauxjoch und 10 min Warteschlange
Rasche Fahrt über die 65 in den Talsengraben und dabei schöne Aussicht auf die jetzt sämtlich verspurten riesigen freien Hängen des Talsen! Wahnsinn, jeder Quadratmeter wird heutzutage befahren!
4-KSB Talsen in der Totale mit Piste 61 und riesigem, komplett zerfahrenem Variantengelände
14. 4-KSB Talsen: 533 Hm: ca. 10-12 min Warten
4-KSB Talsen Talstation. Ca. 10 bis 12 min Warten
15. 3-S 3S-Bahn: 137 Hm: Die Königin der Seilbahnen, dieser Typ! Rasche Pistenabfahrt zur
16. 4-KSB Hieslegg (479 Hm), die wir weniger als 5 min vor der letzten Fahrt erreichen und uns alleine auf die 56er nach Aschau machen, die um diese Zeit noch recht gut präpariert und sich wenig zerfahren präsentiert. Dazu schöne Ausblicke auf die Rettensteine und den Wilder Kaiser im Abendlicht.
Wilder Kaiser vom Pengelstein
Großer Rettenstein (2366 m) und Spertental von der Querung zur Abfahrt 56
Erster Steilhang der Abfahrt 56 nach Aschau
Abfahrt 56 nach Aschau. Blick auf das Ende des ersten großen Hangs
Die unteren Querfahrten leider sehr glatt und rutschig, liegt wohl an der Beschneiung.
16 Lifte, Summe Höhenmeter: 6426 Hm
Montag, 11.2.2013: „I bleib am Montag aa no do” (W. Ambros, “Schifoan”)
1. 8-EUB KiWest (800 Hm) => Abfahrt 120 zurück ins Tal. Wir spüren die 13.000 Hm Tiefschnee der letzten beiden Tage und die diffuse Bodensicht bremst das Tempo. Die Abfahrt ist noch komplett leer und läuft bis auf den Startziehweg durchweg gut mit schönen Hängen, etwas steileren Passagen, einer (am Nachmittag sehr eisigen) hängenden Querung und einem flachen, aber flott-furiosen Finale zur Talstation.
2. 8-EUB KiWest (800 Hm)
3. 4-SB Gampenkogel (230 Hm): sehr schöne, perfekt präparierte Almwiesenabfahrt mit netten Wellen und Kompressionen, wäre eine Wiederholung Wert gewesen.
4. 4-SB Windauberg (220 Hm) => Abfahrt 117 in weitem Bogen mit vielen Ziehwegpassagen, weiter unten teilweise recht glatt (Lanzenbeschneiung!) zur
5. 8-EUB Choralm (890 Hm): v.a. in der oberen Hälfte wirklich ordentlich steile Bahn; man erkennt die „Ameisenstraße“ des langen Ziehwegs in Richtung Fleiding und zur blauen Abfahrt 118 zur Gondel Choralmbahn
Blick von der 112 auf Westendorf und die Hohe Salve
Schwarze 112 von der Choralpe
=> „Diritissima“ schwarz (wirklich sakrisch steil!) dann nur normal steil an der Mittelstation der Alpenrosenbahn vorbei auf die Talfahrt zur derselben (die direkte, rot: leer, schöne schnelle Abfahrt), leider an der
6. 6-EUB Alpenrosenbahn I (520 Hm): mind. 10 min Wartezeit, Schlange startet noch vor der Treppe ins Gebäude hinein
7. 6-EUB Alpenrosenbahn II (450 Hm): Stellen fest, dass wir von hier ja gar nicht nach Brixen abfahren können, typischer Gebietsanfängerfehler, würde ich sagen. Über die ziehwegartige Hauptabfahrt „nach vorne“ und nun direkter, auf einer nicht direkt ausgewiesenen, aber präparierten Abfahrt in Richtung Choralmbahn. Hier eindeutig Naturschnee, dafür etwas „Dreck“ und Pflanzenspuren, jedoch deutlich griffiger und mir mehr taugend; ab der Mittelstation der Bahn dann die blaue Hauptabfahrt, schön flach und gut laufend, mir jedoch zu glatt
8. 8-EUB Choralm (890 Hm): Über die Kandleralmabfahrt nach Brixen. Auch hier eine Premiere für mich. Eine sehr schöne Piste: erst am Kamm mittelsteil entlang, dann zunehmend steil mit zwei ordentlichen, auch als schwarz ausgewiesenen Steilhängen, unten heraus dann flacher werdend, wo man es gut laufen lassen kann. Leider sind die Steilhänge sehr glatt und eisig, die beiden Benutzer von expliziten Tiefschneeski fluchen
9. Förderband Sonnenband (3 Hm)
10. SL Sonnenlift (6 Hm):
11. 8-EUB Skiweltbahn (1010 Hm): ähnlich wie Choralm- und KiWest-Bahn eine gewaltige, neue 8-EUB mit über 1000 Hm in einer Sektion, was ziemlich selten ist.
Hohe Salve-Gipfelhang von Süden im Zoom von Westendorf
Mittagessen im Bedienungsrestaurant am Gipfel der Choralpe: sehr gute Kasspatzn, auf die wir allerdings relativ lange warten. Ziehweg zur Bergstation der Alpenrosenbahn und kurzer, aber flotter Hang zur
12. 4-SB Talkaser (160 Hm): zum Verdauuen zweimal kleine Geländefahrten unterhalb des SL Laubkogels bzw. Schönfahrübungen auf den schönen, mittelsteilen, breiten Übungswiesen am 4-SB. Solche direkten Hänge weist das Westendorfer Gebiet ja nicht im Übermaß auf
13. 4-SB Talkaser (160 Hm)
14. 4-SB Talkaser (160 Hm)
15. SL Laubkogel (15 Hm): Langer Ziehweg in Richtung Fleiding und zu dessen Talstation: ab der Verzweigung eigentlich schöne, recht steile und v.a. nicht wirklich massentaugliche Abfahrt, weshalb ich einen Ersatz durch eine Hochkapazitätsbahn dort kritisch sehe.
16. 3-SB Fleiding (440 Hm): V.a. ab der außer Betrieb befindlichen Mittelstation extrem steiler Sessellift. Kein wirklich massentauglicher Skiberg, was auch die zahlreichen, teilweise ordentlich ins Gelände modellierten Ziehwege zeigen. Vom Fleiding sehr schöne, weil so gut wie unzerfahrene Abfahrt zu den beiden 4-SBs.
4-SB Windauberg und südseitige Schneeschüssel vom Fleiding aus gesehen
17. 4-SB Gampenkogel (230 Hm): Finale Talabfahrt auf der noch gut laufenden KiWest-Abfahrt, ein definitives Highlight der Skiwelt. Beendenden angesichts der längeren Heimfahrt den Skitag noch vor Liftschluss.
Gesamt: 17 Lifte, 6984 Hm
Fazit Westendorf: trotz Faschingsmontag (Rosenmontag) und Höchstsaison bis auf die Talstation der 6-EUB keine nennenswerten Wartezeiten. Vier lange, höhenmeterintensive EUBs, dazu drei kürzere 4-SBs mit ansprechenden Wiederholungsabfahrten; weniger gut hat mir der Ziehwegcharakter einiger Abfahrten, insbesondere im Bereich Fleiding und zur Choralmbahn gefallen, sowie der glatt-eisige Zustand einiger Abfahrten trotz exzellenter Naturschneelage. In Kombination mit den angrenzenden Skiweltpartien jedoch eine gelungene und attraktive Skischaukel. Die Ki-West ist auch eine der gelungeneren Neuerschließungen der letzten Jahre mit einer wirklich schönen, langen Talabfahrt, die trotz Massentauglichkeit skifahrerisch attraktiv ist.