In der bisherigen Wintersaison 2012/13 (November 2012 bis März 2013) nahm laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria die Zahl der Nächtigungen um 5,3% auf 59,86 Mio. zu, jene der Ankünfte stieg um 3,6% auf 14,85 Mio. Das positive Nächtigungsergebnis ist vorwiegend auf die Zunahme der Nächtigungszahl von ausländischen Gästen zurückzuführen (46,65 Mio.; +6,7%); die Zahl der inländischen Gästenächtigungen stieg leicht um 0,7% auf 13,21 Mio. Damit liegen neuerlich Höchstwerte vor ...
In Tirol sind von Zeitraum November 2012 bis März 2013, der mehr als 90 Prozent an Übernachtungen der Wintersaison umfasst, rund 24,6 Mio. Nächtigungen (plus 5,4 %) und knapp fünf Mio. Ankünfte (plus 4 %) verzeichnet worden. Damit dürfte Tirols Tourismus den Winter-Nächtigungsrekord von 25,7 Millionen knacken.
Das korreliert ja mit dem Schweizer Beitrag (kein Geld für Neustart).
Ich war in jüngerer Zeit in der Schweiz nur in Gstaad unterwegs und das auch nur weil es über einen Veranstalter ein kaum zu schlagendes Angebot für ein vier Sterne Haus vor Ort gab.
Bei den Skipaßpreis bekam ich zwar kurz Atemnot, aber gut, es nütze ja nichts.
Die Anlagen sind aber in keiner Weise mit den Österreichischen zu vergleichen, sind eigentlich in der Schweiz nur teurer, von besser kann keine Rede sein.
Meine Ziele in Österreich sind Ausserfern, Hintertux und Hochgurgl.
Gerade die beiden letzt genannten investieren unfassbar in Infrastruktur.
Hochgurgl ist nun wirklich nicht gerade billig, ABER es ist auch wirklich etwas geboten.
Auch die österreichischen Hotels sind um Längen besser, nicht nur als die Schweizer.
Auch in Deutschland muß man sich mitunter wundern was da noch unter 4 Sterne firmiert.
Macht der Vergleich der Monate November bis März wirklich Sinn ?
2012 waren die Osterferien im April, 2013 teilweise im März. Von daher kann es eine Verschiebung von April in den März gegeben haben, was zu einer Verzerrung führt.
Vielleicht mal zuerst die verlinkten Texte lesen? Da steht nämlich:
Damit liegen neuerlich Höchstwerte vor, wenngleich eine Gesamteinschätzung der laufenden Wintersaison erst mit Vorliegen des Aprilergebnisses möglich ist, da diesjährig die gesamte Karwoche in den März, im Vorjahr aber in den April fiel.
Mich würde vor allem auch ein Vergleich mit der 2010/11er-Saison interessieren, da der Naturschnee im Winter 11/12 erst Mitte Dezember kam - drei Wochen später als 12/13.
Wer erfreut sich denn über 4% mehr Gästenächtigungen? Ein Jahr, na fein.
Längerfristig wirkt jedoch banale Zinseszinsrechnung, im negativen Sinn: Über 10 Jahre hinweg führen 4% jährliche Steigerung der Nächtigungszahlen zu etwa 50% mehr Leute, die in den Skiraum (+Hotels, Parkplätze, Anlagen, Restaurants...) gepackt werden wollen...
Um es kurz zu sagen: Ich empfinde das gewohnte mediale Abnicken oder gar Herbeisehen von "Noch-Mehr-Noch-Mehr" Zahlen im Tourismus widernatürlich. Das sollte mehr hinterfragt werden...
Kris hat geschrieben:
Um es kurz zu sagen: Ich empfinde das gewohnte mediale Abnicken oder gar Herbeisehen von "Noch-Mehr-Noch-Mehr" Zahlen im Tourismus widernatürlich. Das sollte mehr hinterfragt werden...
Wobei der Tourismus hier natürlich keinen Sonderfall darstellt, sondern sich lediglich nahtlos ins Gefüge eines nach stetigem Wachstum gierenden Wirtschaftsystems einfügt. Alles andere wäre eher verwunderlich...
Ich sehe das weniger kritisch: an den Hochsaisonswochen ist es sowieso voll. Wenn es die Gebiete geschafft haben, die Delle im Januarloch kleiner zu halten (was z.B. daran liegen kann, dass die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge jetzt ihren Urlaub flexibler planen können, weil die Kinder aus dem Haus sind), dann passt es doch. Gibt ja genügend Bericte hier die zeigen, wie kurz die Wartezeiten außerhalb von Jahreswechsel und Faschings-/Krokuswochen selbst am WE sind.
Und ich habe nicht den Eindruck, dass die Anzahl der Unterkünfte wesentlich ausgebaut wird, das würde außerhalb der Hochsaison nur teure Überkapzitäten bedeuten: die durchschnittliche Auslastung der Hotels liegt etwa zwischen 50 und 65%, die der Privatunterkünfte noch geringer ...
dem letzten Satz muss ich (leider) widersprechen. Fahr im Frühjahr Sommer mal mit dem Rad z.B. durchs Zillertal. Da wirst du viele Kräne an Hotels sehen.