Frei.Wild - Diskussion

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Chense
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Frei.Wild - Diskussion

Beitrag von Chense »

Nachdem ich hier doch bisher den Eindruck habe, dass die meisten hier egal welcher Meinung sie sein mögen reflektiert denken und diskutieren können würde mich mal eure Meinung zur Konzertabsage der SPÖ regierten Stadt Wels sowie den von Grünen und Mauthausen-Komittee geforderten Konzertabsagen in Graz der Frei.Wild-Konzerte interessieren... Vllt. finde ich hier endlich die Argumente, die ich bisher nur als blosse Phrasen lesen durfte die für diese Absagen sprechen:

Denn meine Meinung dazu ist folgende:

Ob die Texte nun jugendgefährdernd sind, wie als eines der Argumente angeführt wird ist streitbar ... nur frage ich mich dann ob nicht ebenso die Texte der Ärzte (Schrei nach Liebe), diverser Rapper (Arschficksong, Staatsfeind Nr.1 etc.) als ebenso jugendgefährdend zu sehen sind? Müsste dann nicht auch dort ein Aufschrei bei geplanten Auftritten kommen? Müsste man als politisch und moralisch korrekter Mensch nicht sogar The Cure (Killing an Arab) boykottieren?

Und was mich wirklich interessiert sind folgende 2 Punkte:

Dieses dauernde in die rechte Ecke rücken von Frei.Wild - Woher kommt das? Werd mich in diese Diskussion erst einschalten, wenn ich ein paar Meinungen höre - Nur soviel ... als ich die Texte das erste mal hörte kam mir viel in den Sinn ... Aber Rechtsradikales Gedankengut war nie dabei

Und zweitens: Wenn man jetzt mal davon ausgeht, dass die Konzerte nicht per se aus rechtlichen Gründen abgesagt werden müssten - Dürfen die das? Oder verstossen die damit nicht auch wieder gegen Grundrechte?

Eure Meinungen bitte! ;-)
Zuletzt geändert von maba04 am 08.03.2020 - 01:21, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Betreff angepasst.
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OliK
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von OliK »

Interessierts keinen auf Facebook :lach: ?
War es nicht so, dass man den Sänger der rechtsextremen Szene zuordnet, oder er füher dieser sogar angehörte?!
Finde die Musik bzw. Texte schon grenzwertig, liegt aber bestimmt an meiner grundsätzlich abgrundtiefen Abneigung gegen braun wie rot :ja:
Ich behaupte mal einfach, dass viele Kiddies gerade aus dem Grunde des rechten Beigeschmacks diese besch...*hüstel*eidene Mukke anhören, weils
scheinbar cool ist.
Ich persönlich kann jedenfalls bestens auf Freiwild verzichten...und "schrei nach Liebe mit" damit zu vergleichen ist wohl etwas...naja...
Es grüsst der Oli
Chense
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Chense »

OliK hat geschrieben:Interessierts keinen auf Facebook :lach: ?
War es nicht so, dass man den Sänger der rechtsextremen Szene zuordnet, oder er füher dieser sogar angehörte?!
Finde die Musik bzw. Texte schon grenzwertig, liegt aber bestimmt an meiner grundsätzlich abgrundtiefen Abneigung gegen braun wie rot :ja:
Ich behaupte mal einfach, dass viele Kiddies gerade aus dem Grunde des rechten Beigeschmacks diese besch...*hüstel*eidene Mukke anhören, weils
scheinbar cool ist.
Ich persönlich kann jedenfalls bestens auf Freiwild verzichten...und "schrei nach Liebe mit" damit zu vergleichen ist wohl etwas...naja...
Er war in den frühen 90ern Sänger einer Band die man mit rechten Kreisen in Verbindung brachte ja.

Schrei nach Liebe vergleiche ich deswegen damit, weil der Text für mich genauso aggresiv wirkt wie die Frei.Wild-Texte - daher auch genauso das HipHopbeispiel und eben sogar uralter Punk (oder als was man TheCure sehen mag ...) ... das ist ja nochmal ein anderer Kontext als der Extremismusvorwurf den ich wie gesagt erstmal einfach so stehen lassen möchte bis ich hier einige andere Meinungen gehört habe.

Ausserdem möchte ich das ganze ja auch zum Anlass nehmen um eine allgemeine Diskussion darüber zu führen, ob man Konzerte von Bands quasi willkürlich verbieten kann ohne, dass ein verfassungsrechtlicher Grund wie z.B. einst bei Landser vorliegt oder ob man damit nicht die künstlerische Freiheit in einem empfindlichen Maße einschränkt.

PS: Der Post hier kam vor Facebook zustande :P
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chianti
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von chianti »

@ Jugendgefährdung: von Bushido z.B. sind einige Alben indiziert und dürfen nicht an Jugendliche verkauft werden, den Ärzten erging es ebenso - auch was Konzerte angeht.

Es lassen sich schon Liedtexte von Frei.Wild finden, die man als gewaltverherrlichend auffassen kann (was ebenfalls eine Indizierung rechtfertigen würde).

Dass dies die Attraktivität für manche erst recht steigert, steht auf einem anderen Blatt - aber der Eindruck, andere dürften etwas, was Frei.Wild nicht gestattet wird, ist falsch. Manchmal ist es gar nicht so falsch, Google und Wikipedia zu bemühen ...

Wenn die Konzertagentur erst einen Vertragsentwurf in Händen hat und trotzdem bereits plakatiert und Tickets verkauft, tut sie das auf eigenes Risiko. Du gibst eine Adressänderung ja auch erst bekannt, wenn du den Mietvertrag mit der Unterschrift des Vermieters hast.

Wenn die Stadt als Halleneigentümer den Vertrag nicht unterzeichnet, kann sie das ohne weitere Begründung tun. Es gibt kein Grundrecht auf die Miete einer Halle, die einer Stadt gehört (abgesehen davon gehört sie vermutlich einer stadteigenen GmbH - privatrechtliche Vertragsfreiheit). Falls die Agentur woanders eine Halle findet, kann sie das Konzert dort stattfinden lassen und niemand kann es verbieten.
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Chense »

chianti hat geschrieben:@ Jugendgefährdung: von Bushido z.B. sind einige Alben indiziert und dürfen nicht an Jugendliche verkauft werden, den Ärzten erging es ebenso - auch was Konzerte angeht.

Es lassen sich schon Liedtexte von Frei.Wild finden, die man als gewaltverherrlichend auffassen kann (was ebenfalls eine Indizierung rechtfertigen würde).

Dass dies die Attraktivität für manche erst recht steigert, steht auf einem anderen Blatt - aber der Eindruck, andere dürften etwas, was Frei.Wild nicht gestattet wird, ist falsch. Manchmal ist es gar nicht so falsch, Google und Wikipedia zu bemühen ...

Wenn die Konzertagentur erst einen Vertragsentwurf in Händen hat und trotzdem bereits plakatiert und Tickets verkauft, tut sie das auf eigenes Risiko. Du gibst eine Adressänderung ja auch erst bekannt, wenn du den Mietvertrag mit der Unterschrift des Vermieters hast.

Wenn die Stadt als Halleneigentümer den Vertrag nicht unterzeichnet, kann sie das ohne weitere Begründung tun. Es gibt kein Grundrecht auf die Miete einer Halle, die einer Stadt gehört (abgesehen davon gehört sie vermutlich einer stadteigenen GmbH - privatrechtliche Vertragsfreiheit). Falls die Agentur woanders eine Halle findet, kann sie das Konzert dort stattfinden lassen und niemand kann es verbieten.
Okay den Artikel hatte ich dann etwas falsch verstanden - (Kleine Zeitung und Standard) dort kam es mir so vor, als hätte die SPÖ in Wels grundsätzlich die Durchführung des Konzertes in einer bereits gebuchten Halle verboten. Dennoch finde ich das Thema grundsätzlich interessant - Was wäre wenn?

Die Indizierung fände ich auch nicht falsch - Im Gegenteil vllt. würde man damit die mediale Aufmerksamkeit nach einer kurzen Hochphase etwas eindämmen und die Debatte in geordnetere Bahnen lenken ...
Darum ging es mir aber auch garnicht - sondern eher darum, dass ich oft das Gefühl habe, wenn HipHopper, Punkrocker o.ä. gewaltverherrlichende Texte schreiben wird es halt (wenn überhaupt) indiziert und dann totgeschwiegen - Wenn das eine Band macht die mit ihrem Deutschrock aneckt, dann wird das breitgetreten und die Band nebenher auch noch ins rechte Spektrum gedrückt, was für mich so nicht wirklich zutrifft (um doch mal ein bisschen meiner Meinung dazu kundzutun).
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Pistencruiser »

Zum Thema gabs mal diesen Artikel auf SPON im Zusammenhang mit der Ausladung bei der Echo-Verleihung.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/frei ... tsBoxPager

Der Artikel schwankt zwischen Bemühung um Ausgeglichenheit und gewollter Tendenz in der Botschaft - ganz interessant finde ich jedoch einzelne Kommentare im Anhang welche ganz interessante Sichtweisen aufzeigen, die derArtikel eher nicht berücksichtigt Z.B den Südtiroler Kontext der Gruppe

Auftrittsverbote für Grölkombos aus der neonazistischen Ecke und die damit verbundene Einschränkung der Kunstfreiheit finde ich ansonsten gerechtfertigt, da es dabei lediglich unverblümt um Volksverhetzung geht.

Bei Frei.Wild würde ich soweit nicht gehen.
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Chense »

Pistencruiser hat geschrieben:Zum Thema gabs mal diesen Artikel auf SPON im Zusammenhang mit der Ausladung bei der Echo-Verleihung.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/frei ... tsBoxPager

Der Artikel schwankt zwischen Bemühung um Ausgeglichenheit und gewollter Tendenz in der Botschaft - ganz interessant finde ich jedoch einzelne Kommentare im Anhang welche ganz interessante Sichtweisen aufzeigen, die derArtikel eher nicht berücksichtigt Z.B den Südtiroler Kontext der Gruppe

Auftrittsverbote für Grölkombos aus der neonazistischen Ecke und die damit verbundene Einschränkung der Kunstfreiheit finde ich ansonsten gerechtfertigt, da es dabei lediglich unverblümt um Volksverhetzung geht.

Bei Frei.Wild würde ich soweit nicht gehen.
Ob man's nun mögen muss oder nicht steht auf einem anderen Blatt.
Bei Sachen die verfassungsrechtlich auf zweifelhaften Untergrund stehen unterstütze ich das natürlich wie gesagt voll!

Der Artikel ist auf den ersten Blick recht Interessant - Muss ich mir nochmal in Ruhe durchlesen - Danke dafür!

http://www.jusos-odenwald.de/index.php? ... 958&menu=9
^ Weiterführend dazu auch noch dieser Link - Gerade bei SPON gefunden ^
Zuletzt geändert von Chense am 07.05.2013 - 20:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Pistencruiser »

Chense hat geschrieben: Der Artikel ist auf den ersten Blick recht Interessant - Muss ich mir nochmal in Ruhe durchlesen - Danke dafür!
Interessant finde ich eher einzelne Kommentare. Natürlich viel Dummschwatz, aber auch einige lesenswerte Aspekte.
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Chense »

Pistencruiser hat geschrieben:
Chense hat geschrieben: Der Artikel ist auf den ersten Blick recht Interessant - Muss ich mir nochmal in Ruhe durchlesen - Danke dafür!
Interessant finde ich eher einzelne Kommentare. Natürlich viel Dummschwatz, aber auch einige lesenswerte Aspekte.
Hab mich da jetzt mal eingelesen ... Sind wirklich interessante Aspekte von beiden Seiten dabei die durchaus Tiefgang haben ... so für heute aber genug davon ... ich geh jetzt ganz demokratisch "Rechtsrock" (Frei.Wild) hören und lese dazu ein "linksextremes" Nachrichtenmagazin (Spiegel) ... und dazu esse ich ganz volkstümelnd DEUTSCHEN Bergkäse ;-) In diesem Sinne
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von chianti »

Kannst ja zum Ausgleich "Kein Gerede" von WIZO hören (Achtung, indiziert) und die "Welt am Sonntag" lesen ;D
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Martin_D »

Ich mag das Land Südtirol sehr gerne, aber ein nicht gerade kleiner Anteil der Menschen dort hat mit ihrem übertriebenen Heimat-Gedöns schon einen an der Waffel (gut: Es gibt natürlich historische Begründungen für diese Haltung). Man muss dazu nur die Leserbriefe in den Dolomiten lesen ... . Freiwild ist für mich eine mäßige Rock-Band, deren Haltung zur Heimat genauso ist wie beim durchschnittlichen Dolomiten-Leserbriefschreiber. In eine Nazi-Ecke gehören die definitiv nicht, auch wenn ich ein bisschen verstehen kann, dass jemand ohne Ahnung über die Mentalität vieler Südtiroler den Eindruck hat, sie hätten eine gewisse Nähe zu stark rechtslastigem Gedankengut.

Auftritte verbieten ist völliger Schwachsinn. Auch schlechte Künstler müssen die Erlaubnis haben, ihre Werke aufführen zu dürfen. Wer Auftritte einer solchen Band verhindern will oder ähnliches vorhat, der leistet ganz bestimmt keinen Beitrag zur Prävention gegen rechts, sondern treibt im Gegenteil die Fans (bzw. präzieser: einen Teil der Fans) den rechtsextremen Parteien und Gruppierungen in die Arme und ist damit noch dümmer als Freiwild selber.
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Wiede »

Zuletzt geändert von Wiede am 07.05.2013 - 23:33, insgesamt 1-mal geändert.
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chianti
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von chianti »

Martin_D hat geschrieben:Ich mag das Land Südtirol sehr gerne, aber ein nicht gerade kleiner Anteil der Menschen dort hat mit ihrem übertriebenen Heimat-Gedöns schon einen an der Waffel (gut: Es gibt natürlich historische Begründungen für diese Haltung). Man muss dazu nur die Leserbriefe in den Dolomiten lesen ... . Freiwild ist für mich eine mäßige Rock-Band, deren Haltung zur Heimat genauso ist wie beim durchschnittlichen Dolomiten-Leserbriefschreiber. In eine Nazi-Ecke gehören die definitiv nicht, auch wenn ich ein bisschen verstehen kann, dass jemand ohne Ahnung über die Mentalität vieler Südtiroler den Eindruck hat, sie hätten eine gewisse Nähe zu stark rechtslastigem Gedankengut.

Auftritte verbieten ist völliger Schwachsinn. Auch schlechte Künstler müssen die Erlaubnis haben, ihre Werke aufführen zu dürfen. Wer Auftritte einer solchen Band verhindern will oder ähnliches vorhat, der leistet ganz bestimmt keinen Beitrag zur Prävention gegen rechts, sondern treibt im Gegenteil die Fans (bzw. präzieser: einen Teil der Fans) den rechtsextremen Parteien und Gruppierungen in die Arme und ist damit noch dümmer als Freiwild selber.
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Delirium »

http://www.dietiwag.org/index.php?id=4150

Er hats gut zusammengefasst imo. Und nein, solchen Bands würde ich in meiner Location auch nicht haben wollen.
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Chense »

Delirium hat geschrieben:http://www.dietiwag.org/index.php?id=4150

Er hats gut zusammengefasst imo. Und nein, solchen Bands würde ich in meiner Location auch nicht haben wollen.
Über die Zusammenfassung kann man imo streiten - Da sind durchaus Sachen dabei die ich als Argumente anerkenne (unter anderem die beiden Aussagen der Politikwissenschaftler) - Was das ganze für mich ins unseriöse rückt sind einerseits die Aussagen des meines Ermessens sensationsgeilen Herrn Kuban der imo extrem unsauber recherchiert hat und damit seine eigentlich guten Ziele in den Dreck zieht...
Ausserdem finde ich es zweifelhaft nur eine Seite der Medaille sehen zu wollen (Stichwort Fans) ... Würde ich danach gehen wollen fände ich mit Leichtigkeit beweise dafür, dass alle Hiphopper Schwul sind ("Isch fick disch in Arsch altaaah") alle Metaller sind ungebildete Proleten (Lange Haare und Bier?) Alle Volksmusiker machen Laientheater für Grenzdebile (sh. Musikantenstadl) usw.

Was ich aber alles in allem an diesem Artikel (wie übrigens genauso dem positiv eingestellten Artikel der SPD) problematisch finde, dass ich bisher noch nicht einen Artikel oder eine Diskussion finden konnte, die sich vorurteilsfrei mit dem Thema auseinandersetzt ... Kann das so schwer sein?

Klar Rechtsradikalismus und damit auch Rechtsrock polarisiert ... wieso ist es bei diesem Thema scheinbar allgemein nicht möglich eine seriöse Debatte zu führen?

Was ich ausserdem unverständlich finde ist, dass da oft Journalisten die Themen aufgreifen, die sich nicht mit dem Thema beschäftigen ... ja nichtmal die Texte kennen sondern sich wohl nur die "Gustostückerln" rauspicken die Ihnen in den Kram passen ... Als Beispiel sei das Lied "Schlauer als der Rest" genannt (das mir übrigens auch nicht wirklich gefällt rein vom musikalischen her), dass ich jetzt mal extra nehme, weil es in keinem der Artikel genannt wird die ich gelesen habe ... wieso eigentlich?

Die ersten Zeilen lauten: Ich scheisse auf den deutschen Staat will zurück zur Diktatur ... So und genau da hört der geneigte Journalist wohl schon auf sich auf den Text zu konzentrieren denn er hat ja das was er will ... Uff ein böser Nazi - Nur den Rest vom Text kriegt er so natürlich nichtmehr mit ... der unter anderem so lautet:

Adolf Hitler Ehrenmann war ein Teil vom A****lochclan - Neger Neger Schornsteinfeger - Du bekloppter Türkenjäger ...

Und da kommen wir vllt. auch zu einem Problem das Frei.Wild hat und nie loswerden wird ... Man kann sich noch so oft distanzieren nur wenn man es auf meist ironische Art tut wird es das Gros der Journaille garnicht verstehen, weil die großteils keinerlei Sinn für Ironie haben ... Und leider verstehen es auch manche sogenannte Fans nicht ...
Womit wir schon fast bei Kant wären was aber nun zu weit führt ...
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Arlbergfan »

Schwere Thematik und wie du auch schon richtig erkannt hast, ist es hier schwierig das ganze sachlich zu führen. Die Gruppe Frei.Wild polarisiert und jeder der eine Aussage in die eine oder andere Richtung machen will, findet im Liedgut der Band eine passende Songzeile. Für mich gilt immer grundsätzlich das, was die Band bzw. der Künstler über sich selbst sagt und wie sie sich verhalten. Die Fans sind einfach wieder eine ganz andere Geschichte. Denn geht man von der Fanseite aus, so müsste so manche Fußballmannschaft indiziert werden, schließlich gibt es genug fremdenfeindliche Chorgesänge unter den Fans von so vielen Vereinen.

Wie ich erfahren habe, arbeite ich am Wochenende auf einen Konzert von Frei.Wild. Werde mir sowohl die Band als auch die Fans genauer ansehen und dann berichten!
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Ihr könnt gerne auf Instagram vorbeischauen: https://www.instagram.com/powderhuntr
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Che »

Problem sind doch nicht die Texte von Frei.Wild, sondern die Gruppierungen, denen sie angehörten in Verbindung mit den Texten!
Wenn bei uns ein ehem. Mitglied der NPD in ner Band rum kreischen würde, würde man die Texte ihm doch auch so auslegen, dass sie rechtsextrem zu verstehen sind, oder etwa nicht?
Allerdings muss ich zugeben, dass ich mich mit der Parteienstruktur in Südtirol nicht wirklich auskenne und somit nicht bestätigen kann, dass die besagte Partei tatsächlich so extrem ausgelegt ist. Da weiß ich auch nur, was ich aus den Medien aufgeschnappt habe.

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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Chense »

Also rechten Kreisen angehört hat ja definitiv der Sänger Phillipp Burger - Der ja unter anderem auch bei Kaiserjäger aktiv war, allerdings dann nach eigenem Bekunden ausgestiegen ist, weil sich seine rechte Gesinnung "in Luft aufgelöst hat".

Grundsätzlich ist auch er derjenige der polarisiert, denn über die anderen Bandmitglieder weiss man eher wenig.

Bei besagter Partei dürfte es um die Freiheitlichen gehen? Die waren Anfang der 90er unter Mitwirkung eines gewissen Herrn Haider als rechtspopulistische Alternative zur Südtiroler Volkspartei gegründet worden - Hatten die gleiche Rhetorik etc.

Im Laufe der Jahre sind sie aber immer mehr in die Mitte gerutscht und verstehen sich inzwischen selbst als liberale Partei mit stellenweise christlich-konservativem Einschlag, wobei dieser bei weitem nicht so ausgeprägt ist wie bei unseren konservativen Parteien, da man sich ja in klare Abgrenzung zur SVP begeben will.

Der Herr Burger war bis zum Jahre 2008 dort Mitglied und trat dann auf medialen Druck aus, da man gerade in Österreich natürlich Freiheitlich mit rechts assoziiert und er da schon vorbelastet war. Wie rechts oder nichtmehr rechts die Partei da noch war kann ich nicht sagen kann nur aus Ihrem heutigen Grundsatzprogramm zitieren:
Für einen demokratischen Aufbruch in Südtirol

Zukunftschance Freiheit

Die Freiheitlichen vertreten eine Politik, die der Bevölkerung Südtirols die Wahrung ihrer Lebensrechte und die Entfaltung ihrer kulturellen und sprachlichen Eigenart mit Hilfe einer freiheitlichen Politik auf demokratische Weise und aus dem Verständnis eines christlichen Menschenbildes heraus ermöglicht.

Gestaltungsprinzip Föderalismus

Für uns ist der Föderalismus das geeignetste Gestaltungsprinzip für eine Neuordnung Europas. Er bedeutet eine Stärkung der Eigenart historisch gewachsener Regionen, ein größeres Maß an Demokratie, stärkere Kontrolle der Macht und in Folge ein entschiedenes Gegengewicht gegen alle zentralistischen Tendenzen.

Neue politische Kultur schaffen

Die Freiheitlichen wenden sich mit ihren Zielsetzungen überzeugt gegen jegliche politische Monokultur. Die politische Lage Südtirols verlangt einen demokratischen Aufbruch, der zu einer neuen politischen Kultur, einem ausgeprägten Demokratiebewußtsein und zu aktiver Zivilcourage jedes einzelnen Bürgers führt.
Das gesamte Programm ist abzurufen unter: http://www.die-freiheitlichen.com/index ... tzprogramm

*edith* Übrigens komisch, dass die Revival-Show von Kevin Russell bei weitem nicht diese mediale Aufmerksamkeit bekommt obwohl er ja wirklich viel scheisse gebaut hat und die Onkelz genauso als rechts und gewalttätig bezeichnet wurden früher. Ist die Zeit so schnelllebig, dass man nach nichtmal 8 Jahren schon wieder alles vergessen hat?
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chianti
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von chianti »

@ Chense - zum "Schlauer als der Rest" ganz allgemein:

Ironie setzt Intelligenz beim Empfänger voraus

Wie schwierig das mit der Ironie in Songtexten ist, kannst du leicht feststellen, indem du mal "Junge" von den Ärzten hörst und zum Vergleich Heinos Version. Das, was bei den Ärzten durch die Musik bzw. den flötenden "Chor" ironisch gebrochen wird ("und wie du wieder aussiehst, Löcher in der Hose, und ständig dieser Lärm" bzw. "Warum gehst du nicht zu Onkel Werner in die Werkstatt? Der gibt dir 'ne Festanstellung, wenn du ihn darum bittest"), das reduziert Heinos "Enzian"-Wandertag-Duktus durch seine Ernsthaftigkeit wieder zur "Grundaussage": den spießigen Kern der Sorge um bürgerliche Existenz und das Ansehen der Nachbarn.

Ich vermute, dass Frei.Wild bewusst damit spielt, dass ihre Texte auch ohne Ironie verstanden werden können - die wären ja auch blöd, wenn sie ihre treue Stammkundschaft nicht bei der Stange halten würden. Man kann schließlich auch stolz sein, zu einem "Arsch10chclan" zu gehören und nicht zur ach so angepassten Masse - soll ja auch unter Rappern gängig sein oder, um beim Frei.Wild-Umfeld zu bleiben, gemäß Görings Ausspruch "Wenigstens 12 Jahre anständig gelebt". Und ich denke, dass das vom typischen Frei.Wild-Publikum nur zu gerne auch so verstanden wird, mit einer "nudge nudge wink wink"-Attitüde. Klar kann man behaupten, dass Frei.Wild sich seine Fans nicht aussuchen kann und argumentieren, dass die Band auf Konzerten die Zuschauer brav "Nazis raus" skandieren lässt. Ich halte das für einen Marketinggag bzw. Imagepflege und Besänftigung nach dem Motto "was sollen wir denn noch tun".
Jay
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Jay »

Oli Schulz spricht zwar über BO, aber mehr bleibt eigentlich nicht zu sagen:

http://www.youtube.com/watch?v=i_KO1h3bRKs

jakob
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Chense »

jwahl hat geschrieben:Oli Schulz spricht zwar über BO, aber mehr bleibt eigentlich nicht zu sagen:

http://www.youtube.com/watch?v=i_KO1h3bRKs

jakob
Also Herr Schulz sie sind ja wirklich also ... ach verdammt sie sagen ja einfach nur, dass sie die Musik scheisse finden :) Und das sei jedem selbst überlassen ... ich finde zum Beispiel volkstümliche Musik großteils einfach nur grauenhaft ... trotzdem habe ich nicht vor in näherer Zukunft meiner Mutter den Stecker zu ziehen, wenn sie sowas im Fernsehen schaut ... Kopfhörer auf und ignorieren :)

Übrigens sehr gute Sendung im Allgemeinen ... ich mag die Musikkritik!
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Chense »

Übrigens noch kurz ein Denkanstoss:

Es gab ja auch das Projekt "Wilde Flamme" unter Federführung von Phillipp Burger, Föhre (Drums), Jonas Notdurfter (Gitarre), Gonzo Röhr (Ex-Onkelz Gitarre) und RookiesnKings für das Südtiroler Kinderdorf ... aber man sollte man anschauen wer da unter anderem so alles mitgemacht hat:

Axel Wesselsky (Eisbrecher)
Delroy Rennalls (Mr.President)
Norbert Rier (Spatzen)
Stefano Fiori (Graveworm)
Fiddlers Green

... irgendwie auch alle eher als unpolitisch bis links bekannt ... würden die mit angeblich ja bekannterweise Rechtsextremen arbeiten? Ich möchts bezweifeln ...

Da kommt mir auch noch ne Episode vom Konzert in München in den Sinn ... Schon vor dem Konzert war eine etwas nervige Situation weil der Einlass besch... geregelt war ... Plötzlich tauchen ca. 10 Rechtsradikale angetrunken und mit Hitlergruss an der Schlange auf ... Ihr glaubt garnicht wie schnell aber gleichzeitig freundlich die da wegkomplimentiert wurden ...
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von chianti »

@ Chense: s.o. - Imagepflege

Und wie Martin oben schon ausgeführt hat, ist das politische Koordinatensystem in Südtirol nicht mit dem in Deutschland vergleichbar - dort gibt es durchaus Musiker, die nicht zusammen mit Frei.Wild auf einer Bühne stehen wollen.

Vor Konzert in Kufstein: Scharfe Kontrollen bei Frei.Wild (TT)
Auch BM Martin Krumschnabel, der persönlich keine Freude mit dem Konzert hat, fand keinen Grund, die Veranstaltung zu untersagen.
Für Thomas Rammers­torfer, Vorstandsmitglied der Welser Initiative gegen Faschismus, ist die Distanzierung der Rocker von Neonazismus zwar glaubwürdig, aber Frei.Wild habe „rechtskonservative, deutschnationale, mitunter gewaltverherrlichende Texte“, wie er betont.
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von Chense »

chianti hat geschrieben:@ Chense: s.o. - Imagepflege

Und wie Martin oben schon ausgeführt hat, ist das politische Koordinatensystem in Südtirol nicht mit dem in Deutschland vergleichbar - dort gibt es durchaus Musiker, die nicht zusammen mit Frei.Wild auf einer Bühne stehen wollen.

Vor Konzert in Kufstein: Scharfe Kontrollen bei Frei.Wild (TT)
Auch BM Martin Krumschnabel, der persönlich keine Freude mit dem Konzert hat, fand keinen Grund, die Veranstaltung zu untersagen.
Für Thomas Rammers­torfer, Vorstandsmitglied der Welser Initiative gegen Faschismus, ist die Distanzierung der Rocker von Neonazismus zwar glaubwürdig, aber Frei.Wild habe „rechtskonservative, deutschnationale, mitunter gewaltverherrlichende Texte“, wie er betont.
Imagepflege ja - Nur was ich ja meinte - Warum treten dann Musiker die sich betont ANTI-rechts geben zusammen mit Frei.Wild auf?

Den Satz von Herrn Rammerstorfer finde ich übrigens nicht schlecht nur DEUTSCHnational? Bei Südtirolern? Auch jemand der die Geschichte von Südtirol nicht kennt?
Rechtskonservativ durchaus - Aber das ist auch die CSU oder auch große Teile der ÖVP - Ist das jetzt verwerflich? Ruft das zu Menschenhass auf? Oder ist es einfach eine politische Strömung die einem nicht gefallen muss, aber die durchaus auf dem Grundstock der Demokratie und Verfassung steht?

Herrje wird immer mehr zum Diskutieren - Ich werde jetzt auf jeden Fall ins Bett gehen ... denn morgen werde ich in Graz auf dem Konzert sein und euch ein bisschen (versucht objektiv) berichten was da so los war ...
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Re: Frei.Wild - Konzertabsage Wels und Proteste:

Beitrag von chianti »

Chense hat geschrieben:nur DEUTSCHnational? Bei Südtirolern?
Vielleicht solltest Du dich mal damit befassen, was "deutschnational" und Deutschnationalismus bedeutet, gerade Österreich hat da eine reiche Geschichte bis hin zu Jörg Haiders Interview 1988 ...
Chense hat geschrieben:Ist das jetzt verwerflich? Ruft das zu Menschenhass auf?
Für die Kombination Nationalismus bzw. völkisches Denken (ist zwar ein Begriff aus der Nazizeit, trifft aber die verbreitete bzw. propagierte Haltung "Wir sind (Süd)tiroler und keine Italiener" ziemlich gut) plus Gewaltverherrlichung kann man das durchaus bejahen.

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