Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

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Wombat
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Wombat »

intermezzo hat geschrieben:Grins...hat was, definitiv, auch wenn ich nicht beurteilen kann, wie "voll" es in AT wirklich ist, vor allem wo genau.
Musst dich nur im Forum umschauen. Gibt viele hier die nach Ruhigen Skigebieten in Österreich fragen. Ich persönlich sage da nur: Sölden zu Ostern kein 2tes mal.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von mightyjust »

matterhorn48 hat geschrieben: Mir kann es nur recht sein,wenn nicht ZU viele Leute in der Schweiz ihren Urlaub verbringen, dann ist es weiterhin wenigstens nicht so unerträglich voll wie z.B. in Österreich.
Da gibt man sich in der Schweiz ja eh große Mühe das das nicht so schnell passieren wird, nur ob das die Seilbahner auch so sehen und wieviele der Skigebiete es in 15 Jahren noch geben wird? Ewig kann man sich mit der eher exklusiven Zielgruppe wohl nicht über Wasser halten - die fehlenden Investitionen zeigen das ja schon jetzt...
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von intermezzo »

Wombat hat geschrieben:
intermezzo hat geschrieben:Grins...hat was, definitiv, auch wenn ich nicht beurteilen kann, wie "voll" es in AT wirklich ist, vor allem wo genau.
Musst dich nur im Forum umschauen. Gibt viele hier die nach Ruhigen Skigebieten in Österreich fragen. Ich persönlich sage da nur: Sölden zu Ostern kein 2tes mal.
Nun, ich schau mich schon im AT-Winterberichtetopic hier im Forum um, und das nicht zu knapp. Ich meinte einfach, dass ich das nicht beurteilen kann, weil ich österreichische Skigebiete persönlich viel zu wenig gut kenne. Und natürlich, in AT gibts offenbar durchaus ein paar ruhige und sehr schöne Gebiete, wie aus den Berichten hier immer wieder bestens ersichtlich ist.
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BigB
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von BigB »

eMGee hat geschrieben:@baeckerbursch: Damit hast du schon recht.
Aber meinem subjektiven Empfinden nach, wenn ich mal eher schlechter oder unfreundlicher bedient wurde, dann nicht von einem Schweizer.
Natürlich, ein Großteil der Servicekräfte stammt überwiegend aus dem Ausland aber es gibt genügend Hütten, die noch von Einheimischen betrieben werden und darüber kann ich durchweg nur positives berichten. Wer in ein SB geht und sich ein schlecht schmeckendes Rösti für 23CHF auf den Teller klatschen lässt, ist da in meinen Augen selber schuld.
Aber genau das ist der Punkt. In Österreich habe ich meist in SB Restaurants gutes Essen zum fairen Preis bekommen. Und diese SB Restaurants sind eben die Versorgungsstationen der Masse. Und die Masse möchte schon auch Qualität zum fairen Preis. In der Schweiz zahlt man übertrieben viel Geld für schlechtere Qualität. In der Schweiz stimmt eben die Qualität für die Masse nicht.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Petz »

Soviel besser sind wir Österreicher bei Gott auch nicht, allerdings werden die meisten Restaurants in den Schigebieten von den Bergbahnbetreibern selbst geführt und deshalb auf ne akzeptable Qualiät geachtet. Meiner Erfahrung nach hapert´s bei uns eher in den Lokalen die zentral in Touristenorten gelegen sind weil einige von denen denken sie könnten nach wie vor mit überteuertem Conviniencefraß die Gäste abzocken.
Außerhalb der Schigebiete gilt außerdem immer noch die alte Weisheit dort einzukehren wo auch die Brummifahrer Rast machen denn die wissen genau wo es gut und günstig ist...:ja:
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Foto-Irrer »

eMGee hat geschrieben:...aber es gibt genügend Hütten, die noch von Einheimischen betrieben werden und darüber kann ich durchweg nur positives berichten. Wer in ein SB geht und sich ein schlecht schmeckendes Rösti für 23CHF auf den Teller klatschen lässt, ist da in meinen Augen selber schuld.
und was ist die Alternative? 40 CHF für eines beim Einheimischen??? :lach:
und wieso bekommen die Italiener und Ösis gute SBs hin??? ja sogar beim Hochpreisklassiker Lech??? und verlangen nur die Hälfte???
dann lieber ins SB an die Sella Ronda und 7,- € Nudeln :ja:
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von eMGee »

Nein, ein sehr gut schmeckendes zum gleichen Preis oder für 1-2 sFr mehr. Du warst doch selber z.B. in Zermatt?!?!
Es gibt auch in der Schweiz gute SB´s mit einem akzeptablem Preis-/Leistungsverhältnis. Es war, zumindest bei mir, nirgends davon die Rede, dass per se jedes SB dort schlecht ist.
Dass in Italien Essen günstiger ist als in der Schweiz ist ja nichts neues.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Foto-Irrer »

ja klar war ich in Zermatt. Ich fand den Rösti Trockener Steg auch super, das Schnitzel hingegen nicht.
Aber ich verstehe Dich nicht, wie soll man denn im Vorfeld wissen, ob ein SB gut ist oder nicht?
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von eMGee »

Das versteh ich jetzt wiederum nicht. Das weiß ich doch vorher nirgends, außer ich hol mir Infos ein.
Ich weiß nicht, ob die große Masse an SBs in Österreich, Italien etc. qualitativ deutlich besser sind als in der Schweiz?! Günstiger werden sie sein, da sind wir dann wieder bei der alten Preisdiskussion. Was natürlich nicht sein darf ist, dass man in der Schweiz einen hohen Preis für schlechte Qualität verlangt. Das mag evtl. vereinzelt vorkommen aber sicherlich auch nicht in der Mehrheit.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Foto-Irrer »

also worüber wir uns nicht streiten müssen ist, dass das Essen in der Schweiz teurer ist. Dass der Wirt in der Schweiz dadurch nicht teurer sondern eher ärmer wird als in den EuroAlpen, dürfte relativ klar, wenn auch nicht ganz diskussionsunwürdig sein.
Was konkret keiner von uns beweisen kann ist, dass zum einen die Freundlichkeit in der Schweiz nicht so hoch sein soll und zum anderen die Qualität des Essens. Aber es ist ja schon auffällig, dass viele hier, sei es Tagestouri oder Wochengast aus der Ferne, diese Erfahrung gemacht haben.

Ich z.B. wüsste jetzt kein SB-Restaurant in Italien, bei der mir das Essen billig und minderwertig vorkam.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von gfm49 »

Foto-Irrer hat geschrieben:Ich z.B. wüsste jetzt kein SB-Restaurant in Italien, bei der mir das Essen billig und minderwertig vorkam.
Im SB-Teil von Bontadini habe ich die miserabelsten Crespelle meines Lebens gegessen - ein ungenießbarer Schlunz.
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Fab
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Fab »

Die Qualität von SB-Restaurant Ländern zuzuordnen halte ich für verfehlt. Da ist schon individuell der Betreiber zuständig. Der jeweilige Gast hat dann auch noch seine regional geprägten Vorstellungen.
Ein Bavaro-Austriake wie ich hat es gern ordentlich gewürzt - wer an der Waterkant eher gewürzfrei aufwächst (gell Moritz :lach: ) hat andere Vorlieben.

Wenn ich keine Lust auf längere Mittagspause habe, geh ich auch in den Self. Ich schau immer ob mir der Tagesteller zusagt. Der ist meist gut. Hab speziell in Z am Tr. Steg schon öfters bereut reingegangen zu sein.
In Cervinia war ich irgendwo in einem SB-Bereich, das war geschmacksneutral. Wolfram Siebeck hätte geschrieben " Die Sauce schmeckte braun. Mehr lässt sich dazu nicht sagen"

Aber auch in österr. Selfs hatte ich noch kein kulinarisches Aha-Erlebnis. Die sind einfach adäquat zu Firmenkantinen oder Casinos. wie man heutzutage heuchlerisch sagt.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Foto-Irrer »

Fab hat geschrieben:Ein Bavaro-Austriake wie ich hat es gern ordentlich gewürzt - wer an der Waterkant eher gewürzfrei aufwächst (gell Moritz :lach: ) hat andere Vorlieben.
Echt? Ist das so bzw. denkt man das so, dass man hier oben weniger würzt??? Ich dachte eher immer an den Unterschied deftig(=fettig, ölig, viel Fleisch) im Süden, während im Norden mehr Fisch und Gemüse auf den Teller kommt. Aber halt unabhängig vom Würzen.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Dachstein »

Fab hat geschrieben:
Aber auch in österr. Selfs hatte ich noch kein kulinarisches Aha-Erlebnis.
Prinzipiell unterschreibe ich das. Dennoch gibt es ein paar SB Restos die heraus stechen. Heuer hatte ich ein absolutes AHA Erlebnis in der Zillertalarena. Und zwar am Gerlosstein. An der Bergstation vom ESL Ramsberg gibt es einen Gasthof namens Schlittenstadl, der SB hat. Dort haben wir exzellent gegessen (Jägerschnitzel und eine warme Sacherschnitte, wobei die so warm war, dass die Glasur ganz leicht flüssig war - perfekt!). Das absolute No Go hatten wir auch in der Arena, und zwar in Gerlos, wobei man uns dort vor 3 Jahren eine Gulaschsuppe vorgesetzt hat, die nach einer mit Wasser gestreckten Tomatensuppe geschmeckt hat. Das Gröstl bestand zu 99,9% aus Erdäpfel. Und billig war es auch nicht. Die haben uns dort nicht mehr gesehen.

Aber auch in den Bedienrestos mancher Skigebiete kann man gehörig einfahren. Nämlich dann, wenn man einen Kaiserschmarrn ordert, der nach 3 Minuten da ist, und dann aufgrund der hohen Temperatur unessbar, nach 2 Minuten aber eiskalt ist. Also nix frisch gemacht, sondern Mikrowellenaufwärmung, von der der Koch nebenbei nichts versteht. So was gibt es in Leogang am Asitz, in einer nicht geraden kleinen Hütte. Und sie sehen mich daher auch nicht, und das wäre ein Bedienresto gewesen. Bei den Touris ist der Schuppen aber beliebt wie sonst nichts... Ich habe manchmal das Gefühl, dass im Urlaub bei manchen auch der Geschmack auf Urlaub geht...

Aufgrund der Menge an Skitagen könnte ich hier vermutlich seitenlang schreiben, wenn ich mehr Zeit habe tue ich es vielleicht.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Foto-Irrer »

Hatte ich nicht mal irgendwo einen Thread aufgemacht, wo jeder Restaurationen posten sollte, die er oder sie empfiehlt bzw. von abrät???
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von eMGee »

Interessant mal unterschiedliche Eindrücke auch aus Österreich zu hören. Danke Dachstein :wink:
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Foto-Irrer »

die Frage ist, kann man die von Dachstein genannten Restaurants wirklich alle in die Tonne treten? Zermatt Trockener Steg war das Rösti wahnsinnig lecker, das Schnitzel aber unter alles Sau.
Man bräuchte eine Restaurantinfoplattform, weitergehend als z.B. Qpye, wo man sich informieren könnte, bevor man in den Urlaub fährt. z.B. einen Unterbereich im Forum, wo man gezielte Infos reinschreiben muss und nicht einfach nur Restaurants bewerten. Z.B. in La Plagne bekommt man eine riesen Pommes Schüssel für nur xxx€, in 3V bekommt man für stolze 7€ nur einen kleinen Mikrowellenburger, in Sölden gibts keinen Platz im Restaurant, in Hintertux sind die Teller dreckig.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Dachstein »

Foto-Irrer hat geschrieben:die Frage ist, kann man die von Dachstein genannten Restaurants wirklich alle in die Tonne treten?
Natürlich Stichproben. Aber es stellt sich die Frage: wenn es ein Gastrobetrieb nicht schafft, eine Dosengulaschsuppe von Inzersdorfer (oft genug im Feld gegessen) nicht zu toppen (sondern in Sachen Geschmack, Konsistenz und Aussehen weit zu unterbieten), oder es nicht schafft, die Mikrowelle richtig zu bedienen (und das lasse ich mal unter Lehrjahr 1 laufen, weil das angehende Köche nach dem ersten Lehrjahr können sollten), wie sollen diese "Köche" komplexere Dinge schaffen?! Weil hier sind definitiv nicht komplexe Dinge schief gegangen, sondern Basics. Und das darf nicht schiefgehen! Ich meine, diese Fehler werden bewusst gemacht, um möglichst viele Leute "versorgen" zu können, was reine Gewinnmaximierung bedeutet. Und nachdem der Durchschnittsurlaubsgast meist dieses Essen gewöhnt zu sein scheint, geht er auch wieder hin.

In Leogang am Asitz lebt dieses Resto beispielsweise nicht von von der Qualität des Essens, sondern von der Masse an Touristen, die dank günstiger Lage und urigem Ambiente dort zukehren. Die Einheimischen, die ich da drinnen kenne, gehen dort auch nicht hin, sondern auf die Stöcklalm an der Mittelstation. Und das hat auch was zu bedeuten.

Es soll sogar Skigebiete geben, wo man sich lieber eine Jause mitnimmt, um nicht das Essen zu müssen, was man vorgesetzt bekommt.

Zwei Beispiele hätte ich noch, und zwar welche aus dem Lehrbuch:

St. Johann in Tirol - Granderschupf: sicher nicht das billigste Resto, aber das weitaus beste von der Qualität - egal, was ich dort gegessen habe, es hat gepasst.
Gurgl: In einem sich selbst als Premiumrestaurant bezeichneten Lokalität haben wir den Kaiserschmarrntest gemacht. Nach 3 Minuten war ein schön angerichteter Schmarrn da, aber von der Konsitenz her aus dem Packerl und aus der Mikrowelle. Anrichtung war dem Preis entsprechend, Rest auf Schnellimbisniveau; um nicht wenig Geld. Also zum Vergessen.

Der Kaiserschmarrntest ist sowieso der Test, bei dem sich die Spreu vom Weizen trennt. Wer es nicht schafft, einen ordentlichen Kaiserschmarrn hinzubekommen, hat in einer Österreichischen Küche nichts verloren (und das sagen auch manche Gastwirte).

Erster Hinweis, ob ein Kaiserschmarrn aus dem Packerl kommt oder aufgewärmt wird ist die Frage; gibt es ihn auch ohne Rosinen (oder mit)? Wenn nein, ist das Zeug schon fertig. Wenn ja, kommt die direkte Frage: frisch gemacht, oder aus der Mikrowelle und Packerl? Wenn ja - danke, nein. Wenn ich schon zahle, will ich ordentliche Qualität, vor allem weil die Zutaten nicht besonders teuer sind und das Zubereiten ist auch nicht unbedingt das schwierigste.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von starli »

Foto-Irrer hat geschrieben:Man bräuchte eine Restaurantinfoplattform, weitergehend als z.B. Qpye, wo man sich informieren könnte, bevor man in den Urlaub fährt.
Na endlich mal eine Killer-Applikation für Smartphone + WLan-Nutzung in der Gondel ;)
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Fab »

@Dachstein

In der "Hütte" :lach: am Asitz war ich letztes Jahr mit den Lausezwergen auch. Die wollten Kaiserschmarrn und waren begeistert.
Ich kann mich nicht mehr erinnern was ich hatte (vermutlich relativ risikoarme Bratwust o. Sp. Bolognese) - aber ich habe überlebt.

Gefühlt hat es dort 1000 Sitzplätze. Einige hundert sind es auf jeden Fall.
Man darf aber auch nicht ungerecht sein. Ein solches, für viele Leute vorgesehenes Lokal, kann man nur mit Fertiggerichten (bzw. vorgekochten) betreiben. Am Asitz geht in mm. 4 Schichten locker eine vierstellige Anzahl von Gerichten über die Theke.

Ein Traditiongericht wie Gulasch könnte man gut gewürzt vorkochen. Das sollte kein Problem sein.

@Foto-Irrer

Traditionell gilt die norddeutsche Küche als würzarm. Aber mittlerweile hat sich, durch den Zuzug von Österreichern, Italiener etc., der Rückstand der Esskultur im Norden von ca. 1000 Jahren deutlich verkürzt. ;D . Auf 900 Jahre, oder so.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Dachstein »

Fab hat geschrieben: In der "Hütte" :lach: am Asitz war ich letztes Jahr mit den Lausezwergen auch. Die wollten Kaiserschmarrn und waren begeistert.
Dann fahr mal auf die Reiteralmhütte mit ihnen. Nur dann sind sie vermutlich nicht begeistert, weil sie ja 20 Minuten warten müssten. ;) Es gibt aber auch in Tirol durchaus SBs, wo der Kaiserschmarrn frisch gemacht wird. Die Frage ist, ob man sich als Gast 20 Minuten Wartezeit nehmen will. Nur - ich denke, dass viele einfach nur schnell abgefertigt werden wollen - von Kulinarik ist dann aber mMn. nicht mehr viel über. Und vielen fällt es nicht auf, weil sie teilweise gar nichts mehr anderes kennen. Hatte das mal mit Burgern erlebt - ein paar Jugendliche hatten in England ihr "Erlebnis" der besonderen Art. Sie zogen tatsächlich den Schachtelwirtburger dem frisch gemachten Burger aus dem Pub vor... Sind halt auf Mc Do und Co. geeicht.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Rüganer »

Fab hat geschrieben: Ein Bavaro-Austriake wie ich hat es gern ordentlich gewürzt - wer an der Waterkant eher gewürzfrei aufwächst (gell Moritz :lach: ) hat andere Vorlieben.
Ja logisch, halb vergammeltes Zeug wird traditionell in der Gastronomie stark gewürzt :lach: irgendwie muss man ja den säuerlichen Geschmack überdecken.
Man vergleiche mit den wunderbaren Tankstellen-Discounter-Grillsteaks, die wahrscheinlich Jahrhunderte in dieser Gewürzlake haltbar sind .
Wir hier im Norden lieben den frischen authentischen Geschmack des natürlichen Produkts, etwas Salz dazu - reicht. :D

Und jetzt mal im Ernst - ein gutes Steak braucht nur einen Hauch von Salz und Pfeffer, ein Gulasch mit gutem Fleisch auch nicht viel mehr an Gewürzen.
Ne gaude Tüffel dortau - nauch.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von McMaf »

Meine Erfahrungen die ich innerhalb meines skifahrerischer Horizonts, der von Graubünden, über die Ostschweiz, Vorarlberg, das Allgäu und bis nach Westtirol reicht, gemacht habe, waren meist die, dass die gastronomische Qualität und die Preise in den österreichischen Skigebiete meist am besten war. Durch die Streuung meiner Besuche in den Ländern, bin ich der Meinung dass ich das ganz gut vergleichen kann.
Meist mache ich mir vorher keine großen Gedanken wo ich zu Mittag esse. In Österreich hat man mit dieser Herangehensweise subjektiv einfach die größte Chance als Gebietsunkundiger (der ich bei meinen Besuchen ja meist bin) an ein gutes Restaurant zu geraten, weil die Qualität im Durchschnitt einfach etwas höher ist.
In der Schweiz gibt es noch so viele Lokalitäten die Ausstattungsmäßig wie in den 70er 80er Jahren hängengeblieben scheinen. Zumindest scheint man dort nicht so investitionsfreudig wie in Österreich zu sein. Wenn man aber in der Schweiz gezielt ein Restaurant ansteuert, kann man auch dort sehr gute Qualität mit gutem Service zu fairen (schweizer) Preisen bekommen.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von BigB »

Es gibt in der Diskussion zwei Linien. Die erste legt Wert auf gute Gastronomie, frisch zubereitete Gerichte, möglichst bedient und mit schönem Ambiente. Diese steuert man gezielt an und ist bereit, mehr Zeit mitzubringen. Die zweite Linie legt Wert auf eine ordentliche Mahlzeit, die zügig eingenommen wird, meist in SB Restaurants. Der Schwerpunkt liegt weniger auf dem kulinarischen Genuss sondern mehr darauf, satt zu werden zu einem fairen Preis und sich evt. aufzuwärmen oder ein Bier in der Sonne zu trinken.

Die Erwartungen sind andere und die Ansprüche auch. Ersteres findet man in der Schweiz natürlich garantiert. Man mag Zweiteres als "Massenabfertigung" ansehen. Aber es ist genau die (System)Gastronomie, die die Wünsche des "normalen" Skifahrers (evt. mit Familie) befriedigt. Wenn man als Skigebiet auf die Masse ausgerichtet ist in Sachen Liftinfrastruktur und Pistengestaltung muss man es auch in Sachen Massenrestaurant sein. Und da hab ich ein Nauders mit Schöneben, SFL oder Sölden besser gegessen als in der Lenzerheide, in Laax oder Savognin.

Außer Konkurrenz ist natürlich Frankreich (3V), das geht gar nicht.

Und bitte nicht falsch verstehen, ich liebe die Schweiz und ziehe sie Skiegebietstechnisch Österreich vor.

MfG
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von baeckerbursch »

Was ich zur Gastronomie noch anmerken möchte:

Restaurants können auch in "Würde" altern, d.h. es braucht IMHO nicht immer einen frisch renovierten Alpen- Öhi SB Restaurant komplex.

Aber es gehört halt auch etwas Liebe in eine solche Gastwirtschaft investiert. Sauberkeit, Freundlichkeit, etwas Deko und gute Speisen machen schon mal die halbe Miete. Und genau das geht oft ab.

Positives Beispiel: An der Diavolezza Talstation gibt es ja ein Restaurant (war letztes mal vor 2-3 Jahren drin; keine Ahnung ob es seitdem renoviert worden ist). Drinnen extrem bunter 70er Jahre Stil. Aber es ist sauber, Bedienung freundlich und vor allem das Essen (Pizza) sehr gut. Dort gehe (ging) ich lieber hin als auf dem Gipfel wo du beim Essen Angst um deinen Geldbeutel bekommst (und der Cappuccino grausam schmeckt)

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