Streit der Schweizer Luftretter um die Pistenretter

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Chlosterdörfler
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Streit der Schweizer Luftretter um die Pistenretter

Beitrag von Chlosterdörfler »

Die verschiedene Luftretter hauhen auf die Werbetrommel für ihre mögliche Aufträge im "Wintergeschäft :biggrin: ". Die nächste Runde ist somit eröffnet, mal schauhen wie es weiter geht um die Luftrettung.
Wen das Schweizer Unfallopfer noch ansprechbar wird mal villeicht noch nachfragen müssen mit welchen Unternehmen geborgen werden möchte (Kostendeckung :verweis: ).
Pistenretter entscheiden

Neben den Miliz-Rettern der ARBE gehören auch die Pistenretter der Bergbahnen zu den Partnern der Helikopterfirmen. Wenn sich auf der Piste ein Schneesportler verletzt, gehören die Pistenretter oft zu den ersten Personen am Unfallort. In der Schweiz verletzen sich pro Winter rund 7000 Schneesportler. Bei circa 20 Prozent der Unfälle kommt ein Helikopter zum Einsatz. Wenn ein Pistenretter an einen Unfallort kommt, muss er entscheiden, ob ein Helikopter nötig ist. Im Berner Oberland muss er zusätzlich die Entscheidung zwischen der Rega und der Air-Glaciers treffen. Mit dem Hintergrund des Streits zwischen den zwei Parteien ein durchaus brisanter Entscheid. Schliesslich bedeutet jeder Einsatz auch Einnahmen für die Rettungsorganisationen. Doch nach welchen Kriterien entscheiden die Retter?
Quelle: Zeitungberich der Jungfrauzeitung http://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/126246/
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Oscar
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Re: Streit der Schweizer Luftretter um die Pistenretter

Beitrag von Oscar »

Du wirst keinen emehr ansprechen können der geborgen werden muss, maximal einen der gerettet werden muss. Alles was geborgen wird ist tot oder ein Sachwert! Auch wenn das bergen in Österreich im normalen Sprachgebrauch oft gebraucht wird.

Aber mal im Ernst, ich weiss nicht genau wie es in der Schweiz ist, aber auch da geht es über Rettungsleitstellen. Es wird kein Sanitäter oder Ersthelfer direkt bei den Heliports anrufen. Der Normale Ablauf ist doch der, dass der Ersthelfer eine Lage der Leitstelle übermittelt und die das Rettungsmittel disponiert. Auch wenn es in der Zeitung anders steht, wird das auch in der Schweiz so sein.
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ATV
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Re: Streit der Schweizer Luftretter um die Pistenretter

Beitrag von ATV »

Da liegst Du leider daneben. Notruf ist sache des Kantons und das ist von Kanton zu Kanton verschieden. Wer dann welchen Heli aufgeboten wird ist dann eine Frage der Lobbyarbeit.
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/25433829
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/30602393

Mit der Nummer 1414 kannst Du direkt den Heli ordern.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Oscar
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Re: Streit der Schweizer Luftretter um die Pistenretter

Beitrag von Oscar »

ok dann ist es in der Schweiz tatsächlich anders, was mich wirklich wundert. :-) Mal wieder was gelernt :-)


Aber immerhin arbeiten sie dran, dass es über die Rettungeleitstelle koordiniert wird. ;-) (Bericht aus 2.Link)
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ATV
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Re: Streit der Schweizer Luftretter um die Pistenretter

Beitrag von ATV »

Um dem «Helikrieg» Einhalt zu gebieten schlägt SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner eine nationale Alarmzentrale vor, in der Heli-Rettungseinsätze koordiniert werden sollen.
http://www.1815.ch/wallis/aktuell/patie ... 11458.html

Das ist historisch so gewachsen. Denn die Rega finanziert sich durch Gönnerbeiträge, welche dazu berechtigen kostenlos geborgen zu werden. Diese rufen dann über 1414 die Rega.
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Re: Streit der Schweizer Luftretter um die Pistenretter

Beitrag von gfm49 »

Oscar hat geschrieben:Du wirst keinen mehr ansprechen können der geborgen werden muss, maximal einen der gerettet werden muss.
na ja, kann ja sein, daß er im Moment noch ansprechbar ist, und seinen letzten willen kundtut, mit wem er später geborgen werden soll.
sorry für ot, aber wenn schon Haare spalten ... :oops:

Im übrigen ist der Begriff "Bergung" in der deutschen Sprache nicht so eindeutig letal:

"Die Bergung bezeichnet in Deutschland laut Wörterbuch der Ständigen Konferenz für Katastrophenvorsorge und Katastrophenschutz (SKK) eine Befreiung von Lebewesen (Mensch und Tier) aus einer nicht lebensbedrohlichen Lage, die jedoch ihre Bewegungsfreiheit einschränkt." Wikipedia

allerdings: "Unabhängig davon existiert im Sprachgebrauch der Feuerwehr und des Rettungsdienstes eine andere Definition."
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Re: Streit der Schweizer Luftretter um die Pistenretter

Beitrag von TPD »

Da liegst Du leider daneben. Notruf ist sache des Kantons und das ist von Kanton zu Kanton verschieden.
Oder noch schlimmer. z.B. die Nummer 117 wurde im Kanton Bern in Abhängigkeit vom Telefonanschluss mit der Einsatzzentrale der Kantonspolizei oder Stadtpolizei verbunden.
Jedoch ein Handyanruf ging unabhängig vom Standort immer zur Kapo. Habe deswegen mal im Stadtzentrum über 20 Minuten auf einen Streifenwagen gewartet, weil die KAPO der STAPO den falschen Standort mitgeteilt hatte...
Ok, Problem hat sich seit der Fusion der beiden Polizeikoprs von selbst gelöst.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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ATV
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Re: Streit der Schweizer Luftretter um die Pistenretter

Beitrag von ATV »

Bis heute laufen sich Luftrettungen im Kanton Bern ungefähr so ab: Die Sanitätspolizei Bern nimmt Notrufe über die Rettungsnummer 144 entgegen. Ist ein Helikopter notwendig, leitet sie den Anruf standardmässig zur Einsatzzentrale der Rega in Zürich weiter. Diese entscheidet dann, welcher Hubschrauber mit welchem Rettungsmaterial und welchem Team aufgeboten wird.
http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/Das ... y/25482397
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Chlosterdörfler
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Re: Streit der Schweizer Luftretter um die Pistenretter

Beitrag von Chlosterdörfler »

Rettungs-Kartell macht die Flüge ca. 50 % teurer auf das Jahr 2014 für Schweizer
Jetzt haben die Rettungsheli-Unternehmen die jedes Jahr automatisch verlängerten Verträge mit den Versicherungen per Ende 2013 gekündigt. Auch die Rega. Sie wirkt als Partner von Air Zermatt und Air-Glaciers beim Ringen um höhere Abgeltungen solidarisch mit, wenn auch verhalten. «Wir geben keine Verhandlungsziele bekannt», sagt Rega-Sprecher Sascha Hardegger.

Die Forderungen der Walliser sind massiv: Der Flugminutenpreis soll von heute 87.20 auf 150 bis 200 Franken erhöht werden. Begründung: Seit 1998 blieben die Tarife unverändert. «Allein aufgrund der Teuerung bei Helis und Ausrüstungen müssten wir 50 Prozent und mehr haben», sagt Philipp Perren, Verwaltungsrat der Air Zermatt.
Bei den Unfallversicherung ist die Grunddeckung schon jetzt höher, im Krankheitsfall könnte der Lufttransport je nach Versicherungspolice ziemlich teuer werden was man zusätzlich bezahlen muss.

Quelle: http://www.blick.ch/news/wirtschaft/reg ... 17398.html
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Chlosterdörfler
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Re: Streit der Schweizer Luftretter um die Pistenretter

Beitrag von Chlosterdörfler »

ÖAMTC will Vereinbarung mit Land Tirol auflösen

Auch im Tirol geht es bei den Luftretter hefitig zu und her wenn ein neuer im Luftraum auftaucht.

Quelle: http://derstandard.at/1385172312962/Str ... -eskaliert
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