Basejumper stirbt am PordoijochDer Kanadier wollte kurz nach 10 Uhr zwischen zwei Türmen am Sass Pordoi (2950 Meter) ca. 1000 Meter in die Tiefe springen. Dabei prallte der 47-jährige jedoch gegen die Felsen. Er stürzte 100 Meter ab und war auf der Stelle tot.
Basejumper stirbt am Pordoijoch
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Basejumper stirbt am Pordoijoch
Nüchtern betrachtet: Wer dieses Risiko eingeht, muss auch damit rechnen, dass es mal so endet ...
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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valdebagnes
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Re: Basejumper stirbt am Pordoijoch
Mein Beileid den Männer der Bergrettung, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Team des Rettungshubschraubers Aiut Alpin Dolomites, die sich das ansehen mussten.
Der Betroffenen hat ja sicherlich sein Ziel, den ultimativen Adrenalinkick zu erleben, in seiner höchstmöglichen Form erreicht.
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Re: AW: Basejumper stirbt am Pordoijoch
Da hält sich mein Mitleid in Grenzen
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Re: Basejumper stirbt am Pordoijoch
Ist halt eine Sache der Perspektive. Hier mal zwei extreme:
* Man kann Basejumpen bzw. Wingsuitfliegen vielleicht als eine der intensivsten Auseinandersetzungen mit sich selbst und den Elementen der Natur bezeichnen. Eine extreme Form eines vollumfänglich gespürten Seins, mit entfesseltem Geist und allen Sinnen im Hier und Jetzt. Mit Risiko.
* Auf der extrem anderen Seite der Skala menschlicher Unbegreiflichkeiten sehe ich zB. die tiefe Immersion in Computerspiele. Im abgedunkelten Raum dutzende Stunden in virtuellen 3D-Welten verbringen, eingetaucht für Stunden ganz weg vom eigenen Geist bei degenerierendem Körperbau. Auch mit Risiko.
--> Es sind beides formen menschlicher Existenz.
Conclusio:
Aus der Sicht eines Kindes, welches sagen wir mal in Kenia im Busch den ganzen Tag draussen verbringt, und mit anderen Kindern allerlei Abenteuer spielend erlebt, sind beide oben genannten Tätigkeiten wohl unbegreiflich und müssten beispielsweise durch inverse Entwicklungshilfe zu einer gesunden Normalität geführt werden...
* Man kann Basejumpen bzw. Wingsuitfliegen vielleicht als eine der intensivsten Auseinandersetzungen mit sich selbst und den Elementen der Natur bezeichnen. Eine extreme Form eines vollumfänglich gespürten Seins, mit entfesseltem Geist und allen Sinnen im Hier und Jetzt. Mit Risiko.
* Auf der extrem anderen Seite der Skala menschlicher Unbegreiflichkeiten sehe ich zB. die tiefe Immersion in Computerspiele. Im abgedunkelten Raum dutzende Stunden in virtuellen 3D-Welten verbringen, eingetaucht für Stunden ganz weg vom eigenen Geist bei degenerierendem Körperbau. Auch mit Risiko.
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Conclusio:
Aus der Sicht eines Kindes, welches sagen wir mal in Kenia im Busch den ganzen Tag draussen verbringt, und mit anderen Kindern allerlei Abenteuer spielend erlebt, sind beide oben genannten Tätigkeiten wohl unbegreiflich und müssten beispielsweise durch inverse Entwicklungshilfe zu einer gesunden Normalität geführt werden...
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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Re: Basejumper stirbt am Pordoijoch
Da gibts nen Satz bei "Am Limit" mit den Huberbuam:
Wenn du im Leben nie etwas riskierst, dann wirst du zwar lange Leben, aber das Leben wird nichts wert sein (oder so ähnlich)
Ich find das auf jeden Fall nen "schöneren" Tod, wie als Alterspflegefall alleine im Spital zu sterben mit allerlei Schläuchen die aus einem rauskommen.
Und Mitleid mit dem Verstorbenen ist in so einem Fall ja nicht notwendig/angebracht, er wusste ja worauf er sich einläßt.
Wenn du im Leben nie etwas riskierst, dann wirst du zwar lange Leben, aber das Leben wird nichts wert sein (oder so ähnlich)
Ich find das auf jeden Fall nen "schöneren" Tod, wie als Alterspflegefall alleine im Spital zu sterben mit allerlei Schläuchen die aus einem rauskommen.
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Re: Basejumper stirbt am Pordoijoch
Das war wohl der Fehler. Vom Sass Pordoi kannst nur ca. 600 HM in die Tiefe springen, bis du im Schuttkar landest. Hätte sich wohl besser zuerst für 7.95 die Tabacco Wanderkarte geholt der gute Mann.snowflat hat geschrieben:Der Kanadier wollte kurz nach 10 Uhr zwischen zwei Türmen am Sass Pordoi (2950 Meter) ca. 1000 Meter in die Tiefe springen.
Dove vai senza sci?
Wege entstehen, indem man sie geht.
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siri
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Re: Basejumper stirbt am Pordoijoch
naja, lustig muss man sich ja nicht unbedingt über ihn machen, der wird schon Profi gewesen sein
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Re: Basejumper stirbt am Pordoijoch
Ich denke der wird sich gut vorbereitet haben auf den Sprung und nicht mal so nebenbei einen basejump machen. Risiko ist überall dabei, kannst genauso beim Skifahrern auf der Piste übern Haufen gefahren werden.
Und 1000 m, warum nicht! Wingsuit macht's möglich!
Außerdem machen Bergretter ihren Job freiwillig und Jugend/ Nachwuchs werden zu solchen Einsätzen gar nicht mitgenommen, für die ist sowas Alltag, ein abgestürzter Wanderer wird ev auch nicht besser aussehen.
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Re: Basejumper stirbt am Pordoijoch
Naja, ich sehe da aber schon Abstufungen in der Gefährlichkeit. Skifahren ist auf jeden Fall deutlich weniger gefährlich als nen Basejump... ich kenne die Statistiken nicht, aber vermutlich ist Skifahren sogar sicherer als Autofahren. Seilbahnen mitgerechnet, denn es gibt ja sehr wenige schwere Seilbahnunglücke.
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Re: Basejumper stirbt am Pordoijoch
Mir ist eigentlich egal wieviel Leute beim Basejumpen sterben.
Wie vorher schon geschreiben wurde sind die Leidtragenden die Rettungskräfte/Ärzte/Nothelfer/Landwirte/Wanderer die das ganze mitansehen müssen oder die Leichen bergen. Wie im Lauterbrunnental wo der Landwirt meint es sei nicht so prickelnd wenn er morgens die Kuhweiden kontrolliert und dann liegt wieder einer tot in der Wiese ....
Wie vorher schon geschreiben wurde sind die Leidtragenden die Rettungskräfte/Ärzte/Nothelfer/Landwirte/Wanderer die das ganze mitansehen müssen oder die Leichen bergen. Wie im Lauterbrunnental wo der Landwirt meint es sei nicht so prickelnd wenn er morgens die Kuhweiden kontrolliert und dann liegt wieder einer tot in der Wiese ....
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Re: Basejumper stirbt am Pordoijoch
mal abwarten, wann bei sowas einer in die Menge kracht
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