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Bremsarten bei Seilbahnen

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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von markus » 13.09.2013 - 17:50

So wie das aussieht sind die mit voller Motorleistung gegen die Bremse gefahren. Das ist absolut nicht normal wie die bremst. Die Bremse hat scheinbar den Motor hergewürgt.


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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von Petz » 13.09.2013 - 18:13

markus hat geschrieben:Die Bremse hat scheinbar den Motor hergewürgt.
Meiner Meinung nach nicht nur den Motor sondern die ganze Bahn selbst zusätzlich auch noch. Für so einen Fall ist es aber normal das die Beläge komplett verkokeln; der Spezialstahl der Bremsscheiben hält im Extremfalle Temperaturen bis an die 900 °C (Rotglut) einmalig aus ist dann aber logischerweise anschließend ein Fall für den Schrottcontainer.
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von markus » 13.09.2013 - 22:49

Die müssen da irgendwas versucht haben. Wäre interessant was. Ist auf alle fälle eine elektrische Leitner Betriebsbremse.

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Re: AW: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von whiteout » 13.09.2013 - 23:05

Gibt es eigentlich auch Bahnen die nicht über die Motorbremse verfügen und in so einem Fall einfach der Motorstrom genommen wird und die Energie über die BB abgebremst wird? Bzw. Gibt es Bahnen bei denen zum Schutz von Motor (und Getriebe) diese ausgekuppelt werden können?

Was die da gemacht haben ist ja krass.Ich glaube auch das gegen Last&Motor gefahren wurde.Obwo ich mal bei einem Galileobeitrag über die Grasjoch im Montafon die Bremsproben bei Vollast (Maximale Gewichtszuladung in allen Gondeln) gesehen hab.Da hats auch ordentlich gefunkt und danach geglüht.
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von markus » 13.09.2013 - 23:21

Das kommt immer auf die Anlage an.
Bei unserer neuen Bahn bremst bei einem Nothalt der Direkt Antrieb gleichmäßig mit der vorgeschriebenen Verzögerung bis zur Mindestgeschwindigkeit von 0,3 m/s und dann fällt die betriebsfremde ein.
Bei der alten Bahn bremst beim Nothalt die betriebsbremse die Anlage ab.
Beim betätigen der Nothalt Taste wird der Motor sofort stromlos.

Zum Thema Bremsen gibt es aber schon genug Details im Forum....

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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von Petz » 14.09.2013 - 03:44

markus hat geschrieben:Die müssen da irgendwas versucht haben.
Auf alle Fälle und der Extremfall ist sicher auch insoferne praxisrelevant als beispielsweise eine Nothaltsituation auftritt wo aufgrund zufällig gleichzeitig auftretenden Steuerungsdefekts der Antrieb schlicht nicht abschaltet; dann muß die Bremse die Anlage trotzdem noch stillsetzen können.
Allerdings hätt ich an Leitner´s Stelle die Bremse sicher größer dimensioniert denn abgesehen von der Wärmeentwicklung ist vor allem auch die Zeit bis zum Anlagenstillstand für einen Nothalt meiner Ansicht nach zu lang.
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von Theo » 14.09.2013 - 09:03

Zufällig gibt es das Video sicherlich nicht, garantiert wurde hier eine ausserordentliche Betriebssituation simuliert. Hört mal den Stimmen im Hintergrund zu sobald die Anlage still steht, für mich tönt das so als ob da mindestens einer ziemlich begeistert ist ob der glühenden Bremsscheibe.
Bautagebuch 3S Bahn Klein Matterhorn
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von markus » 14.09.2013 - 09:11

Das Denk ich ich.
@theo, glaubst du auch dass die Bahn abgewürgt wurde, oder was denkst du?

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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von Petz » 14.09.2013 - 18:47

Theo hat geschrieben:für mich tönt das so als ob da mindestens einer ziemlich begeistert ist ob der glühenden Bremsscheibe.
Glaub das ist eher die Begeisterung darüber das die Bremse den "Mordversuch" überhaupt überlebt hatte... :lol:
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von ATV » 14.09.2013 - 19:03

Weis jemand was für eine Bahn das in dem Video ist? Die BB ist eine elektrsche von Leitner. Baujahr so um die 2000er rum. Das Antriebsrad dahinter sieht älter aus. Pendelbahn umgebaut von Leitner. So viele gibt es da nicht. :lach: Normal ist es definitiv nicht, der Motor würgt ja noch weiter auch wenn die Bremse eingefallen ist.
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von Theo » 14.09.2013 - 19:27

Tja markus, was soll ich dir da antworten. Ausschauen tut es schon wie wenn man die ganze Anlage mit der Bremse alleine abgewürgt hat obwohl der Motor weiter mit Volllast lief. Was den Motor dann schlussendlich zur Kapitulation überredet hat kann man nur raten.
Man sieht leider nicht ob das an einer fahrbereiten Anlage gemacht wurde oder ob es nur der Antrieb alleine war wo da so malträtiert wurde. Auf alle Fälle sind da aber so ziemlich alle Sicherheitssysteme vorher ausgeschaltet worden damit der Test auch wirklich gut gelingt.
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von ATV » 14.09.2013 - 19:55

Theo hat geschrieben:Auf alle Fälle sind da aber so ziemlich alle Sicherheitssysteme vorher ausgeschaltet worden damit der Test auch wirklich gut gelingt.
Naja das ist keine Kunst. 24V auf den Bereit Eingang des Stromrichters und am Sollwert Eingang die 8.33V und am beht die Post. Rate mal wie die Brandfallsteuerung bei eurer SSB funktioniert. Da könntest Du auch mal sowas machen. ;-)

Skier3000 meint ob es Bahnen gibt die im Betriebsfall die BB zum Bremsen bei Tallast verwenden. Nein, eine BB und eine SB dient nur zum stillsetzen der Anlage nicht für den Dauerbetrieb.
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von GMD » 17.09.2013 - 14:35

Was soll man den sonst nehmen? Backenbremsen sind bei Seilscheiben nicht anwendbar und Trommelbremsen thermisch noch anfälliger als Scheiben.
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von ATV » 17.09.2013 - 15:05

Naja der Mensch ist Erfinderisch, von Bremsgenerator über Flügelbremse bis hin zu Wirbelstromsysteme und Hydrostatische Anlagen gibt oder gab es alles. :lach:
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Re: AW: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von whiteout » 17.09.2013 - 17:39

Wirbelstromsysteme? WO gabs/gibts sowas?
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von sven.ths » 18.09.2013 - 09:33

skier3000 hat geschrieben:Wirbelstromsysteme? WO gabs/gibts sowas?
Naja, eine Wirbelstrombremse ist nichts anderes als ein kurzgeschlossener Motor; Durch die Bewegung des Rotors wird Strom induziert, welcher wiederum ein magnetisches Feld Induziert, das Bremst zwar nicht so effizient, aber es Bremst. Das funktioniert aber nur, wenn der Ankerstrom aufrecht gehalten wird, sonst hätte man ja keinen Magnetisches Feld, welches die Wirbelströme induziert.

Das ganze was sich im Motor abspielt ist zwar etwas komplexer wie beim der klassischen Wirbelstrombremse, ist aber damit gut in relation zu setzten, zumindest verwendet man (laut meinem "Grundlagen der Elektrischen Mechanik"-Buch) die gleichen Berechnungsweisen für Gegenkraft ect.

Ob so etwas jemals bewusst als Bremse bei Seilbahnen deklariert wurde glaub ich allerdings nicht, es ist wesentlich effizienter, dem Motor einfach den "Befehl" zum Gegenlauf zu geben, das bremst deutlich besser.

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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von ATV » 18.09.2013 - 10:02

sven.ths hat geschrieben:dem Motor einfach den "Befehl" zum Gegenlauf zu geben, das bremst deutlich besser.
Naja das musst du mir jetzt erklären, wie man dem Motor den Befehl zum Gegenlauf geben kann.

Wie gesagt es gibt alle Variationen.

Vor allem wenn man nicht oder noch nicht auf Leistungshalbleiter oder ein aufnahmefähiges Netz setzen konnte. Die alten Seilbahnen mit Schleiffring oder DNK Antrieben. Da hat man vielfach Bremsgeneratoren oder Drehflügelbremsen eingebaut welche bei Tallast eingekoppelt werden konnten. Vor allem aus Kostengründen anstatt 3 Motoren und 3 Gleichstromgeneratoren für einen WL Satz inkl. Erreger WL und Anwurfmotor.

Oder Beispielsweise die in Amerika weit verbreiteten dieselmechanischen Sesselliftantriebe. Ratet mal wie die bei Tallast bremsen. :ja:
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von sven.ths » 18.09.2013 - 10:19

ATV hat geschrieben:
sven.ths hat geschrieben:dem Motor einfach den "Befehl" zum Gegenlauf zu geben, das bremst deutlich besser.
Naja das musst du mir jetzt erklären, wie man dem Motor den Befehl zum Gegenlauf geben kann.
War n bisschen seltsam ausgedrückt, eigentlich muss man natürlich der Motorsteuerung den gegenlaufbefahl geben :wink: ; die macht dann folgendes:

Ausgehend von einem Nachlauf-Motor mit drei jeweils im 120° Winkel angeordneten Elektro-Magneten um den Rotor:
Durch jede Spule wird ein Sinus-Förmiger Strom geschickt, bei jeder Spule um 120° versetzt, die "Spitze" des Sinus dreht sich folglich auf einer Imaginären Kreisbahn um den Rotor. Diese drehbewegung sorgt dafür, das der entsprechend Magnetische Rotor dieser Spitze folgen möchte und sich in die gleiche Richtung wie das Sinussignal dreht. Dreht man die Abfolge der Spitzendurchläufe in den Spulen um so ändert sich auch die Drehrichtung des Rotors, zumindest wirkt eine entsprechenden Kraft auf diesen, welche bei entgegengesetzter Drehung bremst.

Rotation der Sinusspitze durch die Spulen:
S1-S2-S3-S1-S2-S3 Rotation in Laufrichtung - Bahn erfährt eine Kraft in Fahrtrichtung
S1-S3-S2-S1-S3-S2 Rotation gegen Laufrichtung - Bahn erfährt eine Kraft gegen die Fahrtrichtung: Abbremsen

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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von ATV » 18.09.2013 - 11:02

Das gibt einen Knall und dann ist Entweder die Welle Hinüber üder das Motorchassis, denn folgende Dinge sind gegeben:
-Drehrichtung des Motors
-Drehrichtung und Frequenz des Netzes

So einfach ist es nicht.

Die heute angewendeten Antriebe sind Drehstrom Asynchron Motoren mit Kurzschlussläufer. Gespiesen werden diese über einen 4-Quadrant Frequenzumrichter, das sine genaugenommen 2 Hintereinander geschaltete Frequenzumrichter welche je nach Lastfall als Gleichrichter oder als Wechselrichter fungieren. Die Spannung wird bei Motorischem Betrieb zuerst gleichgerichtet und über den Zwischenkreis dem zweiten Wechselrichter übergeben, welcher dann wiederum dem Asynchronmotor welcher ja eine Frequenzabhängige Drehzahl hat wieder eine Wechselspannung zuführt welche je nach Wunsch variirt werden kann der Frequenzumrichter ermöglichen es, stufenlos Drehzahlen von null bis zur Nenndrehzahl.

Wenn nun der Antrieb durch die Tallast schneller dreht als die Motordrehzahl ergibt das ein Gegenwirkendes Drehmoment, der Motor müsste eigendlich immer schneller drehen. Um dem entgegen zu wirken wird der Motorseitige FU zum Gleichrichter und der Netzseitige zum Wechselrichter. Dadurch kann die so erzeugte Spannung in den Zwischenkreis zu Gleichspannung Der Netzseitige FU erzeugt nun aus der Gleispannung wieder eine 50Hz Wechselspannung.

Falls kein weiterer Verbraucher Netzseitig angeschlossen ist, Steigt die Zwischenkreisspannung ins unendliche da ja kein Strom fliesst und der Motor bremst nicht. Um die Energie abzuführen ist es daher unabdingbar, dass im Netz auch Verbraucher sind, welche diese Energie wieder umwandeln können (Energie kann man nicht zerstören nur umwandeln)

Und jetzt hat man kein Netz. Dann kann man die Energie aus dem Zwischenkreis über Widerständer verheizen. Das geht ja auch noch.

Diese Technik gibt es aber erst seit 2000 in der entsprechenden Grösse.

Ward Leonard funktioniert Ähnlich einfach Mechanisch und mit einem Gleichstrommotor anstelle des Drehstrommotors. Selbiges für Antriebe mit Stromrichter.

Um kosten zu sparen, setzte man früher anstelle von WL auf billige Schleiffringankermaschinen welche zwar bei Nenndrehzahl generatorisch 50Hz erzeugen, aber die Drehzahlveränderung durch Herabsetzen des Drehmoments mit Widerstände welche über Schleiffringe in die Anzewicklung geschaltet werden. Damit setzt dann die Bremsleistung herab oder ganz aus. Bei einspurigen Pendelbahnen ziemlich der dümmste Fall. Und da musste man sich was überlegen und wurde kreativ.

-Drehflügelbremsen mit welcher der Antrieb mit dem Luftwiderstand bremst
-Bremsgeneratoren welche Widerstände heizen
-Wirbelstrombremse, Metallscheibe und Magnet
-Hydrostatische Bremse, Öl Pumpen und über ein Servoventil regeln
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von Lagorce » 18.09.2013 - 13:47

Hier noch ein paar Zusatzinfos:

Bei Notnetzbetrieb mit Dieselaggregat kann nur sehr beschränkt rückgespiesen werden, da sonst der Dieselmotor beschàdigt werden kann. Rückleistungsrelais (entweder getrennte Elektronikodule oder softwarefunktion der Aggregatsteuerung od. evtl. des elektronischen Auslösers des Generatorschalters) schützen das Aggregat damit der Dieselmotor nicht unzulässigerweise vom Generator angetrieben wird, Einstellung der Grenzwerte und Verzögreungen haben so zu erfolgen, dass Fehlauslösungen möglichst verhindert werden.
In solchen Anwendungen muss man entweder das elektrische Bremsen inhibieren (z.B. Befehl and den FU, damit er bei Notnetz nur sehr beschränkt oder gar nicht rückspeisen kann (z.B. sperren des ISU Modulation) oder die Bremsleistung muss mittels Widerständen in Wärme umgewandelt werden. Dies kann sowohl notnetzseitig mittels elektromechanisch stufengeschalteten Widerstandsbänke wie auch, bei FU-Antrieb, gleichstrom-zwischenkreisseitig über Chopper (pulsbreitenmoduliert geschaltene IGBTs) und Bremswiderstände geschehen.
Früher war z.B. Col des Gentianes und Mont Fort mit netzseitigen Widerständen ausgestattet, weiss aber nicht, ob dies nach dem Umbau der Antriebe geändert wurde (damals waren in der Zwischenstation 3 Stück Notstromdiesel a je 450 kVA installiert, siehe Bilder hier: http://www.remontees-mecaniques.net/bdd ... ge-95.html).

Wann genau für FU grosse Bremschopper eingeführt wurden, weiss ich nicht mehr. Vorgänger vom ABB ACS 600 (IIRC war der ACS 600 der erste grosse FU Antrieb im Seilbahnbereich in der Schweiz) war glaub der Sami Star, kenne den Sami aber nicht gut genug. Grosse ACS 600 und ACS 800 sind z.T. ziemlich ähnlich. Die ABB ACS 800 werden jetzt progressiv durch die ACS 880 ersetzt, mit denen habe ich allerdings noch zuwenig Erfahrung.
Für kleine Bremsleistungen werden gewöhnliche einstrangige Bremschopper eingesetzt, für grosse Bremsleistungen (bis ca. 2800 kW ab Katalog lieferbar) werden 3-phasige (sprich 3-strangige, da sie ja gleichstromseitig arbeiten) Bremschoppermodule eingesetzt, die hardwaremässig eigentlich gewöhnliche IGBT Einheiten sind, die sowohl netzseitig (LSU, Line Side Unit, auch ISU, IGBT Supply Unit genannt) als auch motorseitig (DSU, Drive Side Unit, auch INU, Inverter Unit genannt) eingesetzt werden. Dabei werden 3 Widerstände (oder 3 kombinationen von Widerständen) eingesetzt während dem in kleinen Bremschoppern nur ein Widerstand (oder eine Widerstandskombination) angeschlossen wird. Die Ansteuerungshardware ist grundsätzlich identisch mit deren der LSU oder DSU, es wird jedoch eine spezielle Bremsfirmware eingesetzt.
Je nach konfiguration können zwischenkreisseitige Bremschopper völlig autark arbeiten, d.h. man könnte unter gewissen Voraussetzungen auch Bremchopper von Fremdherstellern in einen bestehenden FU einbinden.

Hochleistungsbremschopper sind wohl selten bei Seilbahnen, da man meist davon ausgeht, dass man bei Normalbetrieb beim elektrischen Bremsen ins Netz rückspeisen kann, dies insbes., da IGBT Rückspeiseeinheiten wesentlich toleranter bzgl. Netzprobleme sind als z.B. 4Q Stromrichter von DC Antrieben.
Bei Netzausfall könnte man zwar theoretisch den Antrieb regenerativ fahren solange die Zwischenkreisspannung ausreichend bleibt und ein Bremschoppper die Bremsenergie in den Bremswiderstände verbraten kann, in der Praxis ist dies nicht ganz so einfach da u.a. die 230/400 V AC Hilfsbetriebe (ausser der kleinen 230 V USV für die Informatik) ausfallen.
Demzufolge lohnt sich der Einsatz von Bremschoppern bei regenerativen Seilbahnantriebe meist nicht (in der Industrie kann man allerdings eine Kombination von Regenerativ-LSU und Bremschopper antreffen, da man je nach Anwendungsfall nur einen Teil der Nennleistung des motorseitigen Inverters rückspeisen oder auch mit dem Chopper abbremsen muss. Was im Zwischenkreis und netzzeitig geschieht ist dem Inverter eingentlich egal solange die Zwischenkreisspannung innerhalb der Toleranzen liegt (mal vereinfacht ausgedrückt, je nach Konfiguration kommuniziert der Inverter mit der netzseitigen Einspeise- oder Einspeise/Rückspeiseeinheit, oder eben nicht).

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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von ATV » 18.09.2013 - 14:07

Lagorce hat geschrieben: In solchen Anwendungen muss man entweder das elektrische Bremsen inhibieren (z.B. Befehl and den FU, damit er bei Notnetz nur sehr beschränkt oder gar nicht rückspeisen kann (z.B. sperren des ISU Modulation)
Das geht bei einer Seilbahn nicht, da die Anlage in einem solchen Fall bei Tallast einfach verreist da keine generatorische Bremsleistung . 110% NHBB Fertig. wo wir wieder bei der mechanischen Bremse währen....
Lagorce hat geschrieben: oder die Bremsleistung muss mittels Widerständen in Wärme umgewandelt werden. Dies kann sowohl notnetzseitig mittels elektromechanisch stufengeschalteten Widerstandsbänke wie auch, bei FU-Antrieb, gleichstrom-zwischenkreisseitig über Chopper (pulsbreitenmoduliert geschaltene IGBTs) und Bremswiderstände geschehen.
Das wird vor allem bei Anlagen gemacht bei welchen eine Redundanz erforderlich ist. Gibt ein paar solcher Anlagen. Beispielsweise Disentis die grosse Pendelbahn, Katoomba die neue Standseilbahn oder dann die Pendelbahnanlagen mit elektrischen Notantrieben. (Ennenda, Alp Sigel, usw.)
Lagorce hat geschrieben: Früher war z.B. Col des Gentianes und Mont Fort mit netzseitigen Widerständen ausgestattet, weiss aber nicht, ob dies nach dem Umbau der Antriebe geändert wurde (damals waren in der Zwischenstation 3 Stück Notstromdiesel a je 450 kVA installiert, siehe Bilder hier: http://www.remontees-mecaniques.net/bdd ... ge-95.html).
Ist nachwievor so. Das Notnetz wurde nicht ersetzt. Die Heizung des Gebäudes dient als Widerstand im Notfall. Die 3 450kVA Ditroid Kompressor Turbodiesel speisen in dieses Netz ein aus welchem die Bahn auch ihren Strom bezieht, bzw Rückspeist. Eine Regelung nützt dann die elektrischen Heizung des Gebäude als "Verbraucher"
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von GMD » 18.09.2013 - 23:14

Wirbelstrombremsen haben zudem noch den Nachteil, dass die Bremsleistung abnimmt je langsamer sich das zu bremsende Objekt bewegt. Daraus folgt in logischer Konsequenz: Eine Wirbelstrombremse kann nicht stoppen. Um das Bremsobjekt definitiv anzuhalten braucht es immer noch eine mechanische Bremse. Womit wir wieder bei der Frage wären, welche.
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von ATV » 19.09.2013 - 07:00

GMD hat geschrieben:Wirbelstrombremsen haben zudem noch den Nachteil, dass die Bremsleistung abnimmt je langsamer sich das zu bremsende Objekt bewegt. Daraus folgt in logischer Konsequenz: Eine Wirbelstrombremse kann nicht stoppen. Um das Bremsobjekt definitiv anzuhalten braucht es immer noch eine mechanische Bremse. Womit wir wieder bei der Frage wären, welche.
Du hast das Thema nicht ganz verstanden. Es geht darum die Anlage im Betriebsfall zu bremsen und nicht stillzusetzten sondern lediglich zu verhindern, dass sie bei Tallast zu schnell wird!!
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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von Lagorce » 19.09.2013 - 13:05

Stimmt, bei Ausfall der elektrischen Bremsung kann man nur noch mechanisch bremsen (inkl. hydraulisch usw.).

Übrigens kann man Asynchronmotoren nicht mehr regenerativ abbremsen wenn mangels Zwischenkreisspannung der Motor nicht mehr magnetisiert werden kann, d.h. man kann nach Netzausfall aus dem Stillstand auch bei Tallast nicht in den regenerativen Bremsbetrieb anfahren (sowas wäre bei permanentmagneterregten Synchronmotoren möglich, die sind bei Seilbahnen jedoch recht selten und meist als Direktantrieb ausgeführt).

Die Aufgaben von Bremsen sind unterschiedlich:

Andauernde Bremsung der Last (d.h. bei anheltender Fahrgeschwindigkeit), kontinuirliche z.T. hohe Bremsleistung. Meist entweder elektrisch regeneratives Bremsen (oder mit Bremswiderstand) oder nicht elektrisch wie hydrodynamisch, hydrostatisch usw.
Da oft kontaktlos ausgeführt sind solche Bremsen nicht als Haltebremse geeignet.
Kontaktbehaftete Bremsen sind nicht gut geeignet wegen der Abnüzung der Reibflächen bzw. -beläge.

Kurzzeitiges Bremsen beim Anhalten, dient oft auch als Haltebremse.

Reines Stillstandsbremsen, wobei solche Haltebremsen z.T. bedingt auch dynamisch z.B. bei Not-Aus belastet werden können, allerdings meist nur für eine stark eingeschränkte Anzahl von Stops.

Das Beispiel vom Video ist ziemlich extrem. In der Praxis ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Antrieb bei einem Nothalt nicht ausschaltet extrem gering.


Soviel ich weiss, werden Wirbelstrombremsen selten bei Seilbahnen eingesetzt, einzige Anwendung die ich gesehen habe, waren Industriewinden für Materialseilbahnen bzw. Seilkrane. Wirbelstrom-Bremsgeräte ähnlich wie man sie bei LKW und Buse antrifft findet man serienmässig in gewissen Baukräne (Hub- oder Drehwerk) wobei moderne Ausführungen eher mittels FU bremsen (ggf. mit gemeinsamem Zwischenkreis und gemeinsamem Bremschopper, netz-rückspeisende Krane sind selten, da rückspeisefähige FU leider übermässig teuer verkauft werden obwohl regeneratives Bremsen ökologisch sinnvoll wäre).

Dynamische Luftbremsen sind eigentlich sowas wie Ventilatorflügelräder, die schnell drehen und damit die Luft erwärmen (siehe z.B. Wyssen Winden). Etwas unerwartet, funktioniert aber zuverlässig (siehe auch das witzige Helipoma Rettungs-Seilfahrgerät mit dem Propeller).
Besser Regulierbar sind hydrostatische Bremsen wo man lediglich über den Antriebshydromotor bremst und entsprechend das Öl rückkühlt. Dabei sind sehr hohe Dauerbremsleistungen möglich.

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Re: Bremsarten bei Seilbahnen

Beitrag von ATV » 14.10.2013 - 21:44

Hier eine 120% Übergeschwindigkeitsauslösung einer Kleinpendelbahn. Die SB wird nur über den Fliehkraftschalter auf dem Antriebsrad ausgelöst.

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Beschleunigung erfolgt Antriebslos durch öffnen der Betriebsbremse.
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