Die große Klima-Diskussion

Diskussionen zu Wetter und Klima in den Alpen: Analysen zur aktuellen Wetterlage, Prognosen, Klimawandel und Gletscherschmelze.
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3303
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von 3303 »

Nachdem gewisse Organe der Regierung ja die Deutungshoheit für sich beanspruchen und bekanntermaßen nicht gerade gerne Fehler zugeben, wundert mich diese Vorgehensweise kaum mehr.
3303 hat geschrieben:^^Das macht Hoffnung, dass die Politik sich wieder mehr mit den wirklich wichtigen Themen beschäftigen wird.
Da habe ich mich wohl getäuscht.

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Pistencruiser
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pistencruiser »

3303 hat geschrieben:Nachdem gewisse Organe der Regierung ja die Deutungshoheit für sich beanspruchen und bekanntermaßen nicht gerade gerne Fehler zugeben, wundert mich diese Vorgehensweise kaum mehr.
...oder - was ja in letzter Zeit auf Politikerseite auch in Mode gekommen ist; die Debatte wird nach Gutsherrenart kurzerhand mal wieder für "beendet" erklärt. :lach:
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Petz
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Petz »

Der Versuch, von politischer Seite Einfluß auf die Wissenschaftler zu nehmen wundert mich angesichts meiner Beobachtungen politischen Handelns überhaupt nicht. Menschen mit Rückgrat die auch problemlos mal Fehler eingestehen können muß man meiner Meinung nach unter Politikern ohnehin fast suchen wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen...:ja:
Solche Charaktäre engagieren sich meiner Meinung nach aus Abscheu vor den üblichen parteipolitischen Abläufen z. B. bei NGO´s aber nicht im politischen Establishment.

Vernünftiger wäre es von Beginn an gewesen die Klimawandelgeschichte solange außen vor zu lassen bis man hieb - und stichhaltige Nachweise über den Zusammenhang von CO2 - Ausstoß und Klimaerwärmung hat.
Wenn sich nämlich Mutter Erde mal einbildete, Temperaturschwankungen größeren Ausmasses zu lancieren ist jeder menschliche Einfluß darauf ohnehin nur Makulatur; niemals wäre es z. B. möglich durch exorbitanten Anstieg des CO2 - Ausstosses beispielsweise ne Eiszeit zu verhindern oder auch nur spürbar abzumildern.

Wobei der Grundgedanke der Energie - und Ressourceneinsparung (z. B. wegen geringerer Abhängigkeit vom Ausland) sicher wichtig wäre aber dafür muß man das Pferd beim Kopf und nicht beim Schwanz aufzäumen was für mich in erster Linie mal bedeutete mit wesentlich langlebigeren Produkten unsere Konsumgesellschaft generell gravierend umzustellen denn dieses würde viel deutlicher und nachhaltig wirken als jede Glühbirnenverordnung, CO2 - Ausstoßbegrenzung bei Kraftfahrzeugen oder Ähnliches. Und nicht umsonst gibt es offensichtlich bis heute keine offiziellen statistischen Erkenntnisse welche Ressourcen und CO2 Belastung die Erzeugung von definierten Produkten konkret an Beispielen bedeutete; sprich es wär hochinteressant zu wissen welchen Einfluß es beispielsweise hätte wenn Verbrauchsgüter z. B. das Doppelte der heutigen durchschnittlichen Lebensdauer hätten...
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D »

Rüganer hat geschrieben:
Weiter gehts- war unser ganzer schöner Klimawahn völlig nutzlos ?

http://www.welt.de/wirtschaft/article12 ... dlage.html
Lies dir doch mal den gesamten Artikel aufmerksam durch und nicht nur die Einleitung:

Folgende Aussagen sich in dem Artikel:

(1) "Die Erwärmungsrate lag in den vergangenen 15 Jahren (1998 bis 2012) bei 0,05 Grad pro Dekade und damit unter dem Trend von 1951 bis 2012 mit einem Anstieg von 0,12 Grad" (pro Jahrzehnt) *)

(2) Der Weltklimarat geht für die Zukunft von einer durchschnittlichen Temperaturerhöhung 0,2 Grad pro Dekade aus. (Für welchen Zeitraum diese Prognose gilt, wird im Artikel nicht erwähnt.

Der ganzen wertenden Aussagen in diesem Artikel beruhen auf der Annahme, dass sich (1) und (2) widersprechen würden. Dazu gehört insbesondere die Überschrift und die Einleitung.

Zitat aus dem verlinkten Artikel der Welt hat geschrieben:Forscher entziehen Klimaregulierern die Grundlage

Vom Emissionshandel bis zum Glühbirnenverbot: Die EU-Klimapolitik fußt auf der Annahme, die Erde erwärme sich immer schneller. Nun rudert der Weltklimarat zurück – und hinterlässt ratlose Regulierer.

Die entscheidende Frage ist jetzt folgende: Gibt es zwischen den gemessenen Fakten in Aussage (1) und der Prognose des Weltklimarats in Aussage (2) überhaupt einen Widerspruch ?

Einfache Antwort: Nein
Den in der Prognose ist ja nur von einer durchschnittlichen Erwähmung von 0,2°C pro Jahrzehnt die Rede. Die tatsächliche Erwärmungsrate kann davon nach oben oder nach unten abweichen. Schaue dir mal folgende auf wikipedia veröffentlichte Grafik an !

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... o_Nasa.svg

Die Grafik zeigt die Veränderung der globalen Durchschnittstemperatur seit 1880. Die rote Kurve beschreibt wohl die Entwicklung des Zehnjahresmittels. Die Kurve macht hat schon immer in der Vergangenheit Schlenker nach oben oder nach unten gemacht. Die Klimamodelle haben nie den Anspruch erhoben, dass sie diese Schlenker erklären kann. Die Klimamodelle, auf deren Grundlage die Prognose trifft, erklärt den langfristigen Verlauf der Kurve, aber nicht die kurzfristigen Schlenker. Wenn man sich die Kurve anschaut, dann muss doch jeder vernünftige Mensch eigentlich eingestehen, dass der aktuelle Schlenker, um den sich die Diskussion derzeit dreht, keineswegs als Beleg dafür taugt, dass diese Klimamodelle nichts taugen. Zwischen 1940 und 1950 gibt es einen viel größeren Schlenker nach unten.

Stell dir vor, eine Zeitung befragt 10 Leute zu ihrer Wahlabsicht bei der bevorstehenden Bundestagswahl und genau 2 davon wollen CDU wählen. Auf dieser Grundlage bringt die Zeitung die Schlagzeile: "CDU nur noch bei 20%" Ähnlich seriös ist der Artikel in der Welt.


@Rüganer:
Das hier ist ein Diskussionsforum. Zu einer konstruktiven Diskussion gehört für mich mehr als nur lauter verschiedene Links in den Thread schmeißen und dabei immer die gleichen Floskeln schreiben, ohne auf sachliche Beiträge anderer User mehr als nur oberflächlich einzugehen.




*) das "pro Jahrzehnt" habe ich hinzugefügt, damit der Satz überhaupt einen Sinn ergibt. Im verlinkten Artikel fehlt diese Ergänzung
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D »

Petz hat geschrieben: Vernünftiger wäre es von Beginn an gewesen die Klimawandelgeschichte solange außen vor zu lassen bis man hieb - und stichhaltige Nachweise über den Zusammenhang von CO2 - Ausstoß und Klimaerwärmung hat.
Ich bring mal einen hieb- und stichfesten Nachweis.

Lässt man den Einfluss der Atmosphäre unberücksichtigt, dann kann man über folgenden Ansatz die Durchschnittstemperatur der Erde ausrechnen.

Aufgenommene Strahlungsleistung = Abgegebene Strahlungsleistung

Querschnittsfläche der Erde * Solarkonstante * (1 - Albedo) = Boltzmannkonstante * Erdoberfläche * Temperatur^4

Die Albedo ist der Anteil des Sonnenlichts, der von der Erde reflektiert wird.
Die rechte Seite der Gleichung beruht auf dem Stephan-Boltzmann-Gesetz

Die Temperatur kann jetzt jeder selber ausrechnen. (Achtung ! Das Ergebnis erhält man zunächst einmal in Kelvin und muss man dann noch umrechnen). Ich habe keine Lust dazu. Nach meiner Erinnerung liegt das Ergebnis bei -10°C oder -15°C.

Die tatsächliche Durchschnittstemperatur ist deutlich höher. Also muss ist irgendein wesentlicher Effekt in diesem Ansatz oben nicht berücksichtigt worden.

Die ankommende Strahlungsleistung ist hauptsächtlich Strahlung im sichtbaren Bereich (Sonnenlicht). Dieses Strahlung geht mehr oder weniger ungehindert durch die Atmosphäre durch. Die abgegebene Strahlungsleistung liegt dagegen im Infrarotbereich. Infrarotstrahlung wird aber zumindest teilweise absorbiert. Dafür sind Gase wie Wasserdampf, Methan oder auch CO2 zuständig. Diesen Effekt nennt man Treibhauseffekt.

Dass CO2 zum Treibhauseffekt beiträgt, können Theoretiker erklären und Experimentalphysiker im Labor nachweisen. Wird das von dir als "hieb- und stichhaltiger Nachweis" akzeptiert ?

(Eigentlich wollte ich ja irgendwann mal mit dem Schreiben von Berichten von meinem Sommerurlaub im Val di Sole anfangen. Leider verzögert sich das jetzt ein bisschen. Deswegen ich dankbar, wenn nicht mehr ganz so viel unreflektierter Unfug in diesen Thread reingeschrieben wird.)
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Rüganer »

Martin - niemand, nicht mal Hardcore-Skeptiker, zweifelt daran, dass das CO2 einen Einfluss auf den Wärmehaushalt der Atmosphäre hat.
Der Einfluss der anderen Faktoren (Sonne, Wasserdampf etc.) wurde ja lange Jahre nicht behandelt.
Sicher gab es eine Erwärmung in den letzten Jahrzehnten.
Der Streit geht darum, den Anteil des Menschen am Klimawandel zu beziffern.
Und da gibt es eben sehr unterschiedliche Ansichten.

Die Klimawissenschaft hat eben fast allen Kredit verspielt, weil mit den Skeptikern skandalös umgegangen wurde.
Kann man ja sogar hier im Thread sehen, siehe gernot, chianti, piano, noisi usw.

Und die Auswirkungen der Hysterie spürt JEDER auch im Geldbeutel.

Dieses Statement hab ich aber auch schon gefühlt 10mal abgegeben. :)
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Petz »

@Martin_D, sorry - hatte meinen Post insoferne mißverständlich formuliert als das ich den Nachweis der Wirkung jenes CO2 - Ausstoßanteiles meinte der dem Menschen zugeordnet werden kann. Wobei sich im Zuge dessen auch die Frage stellt, inwieweit man Kohle als fossilem Energieträger der im Gegensatz zu Erdöl und Erdgas ja pflanzlicher Herkunft ist, fairerweise nicht auch als regenerativen Energieträger bezeichnen müsste da diese Pflanzen die im Lauf der Erdgeschichte zu Kohle wurden zu ihren Lebzeiten ebenfalls CO2 in Sauerstoff umwandelten; dieses aber eben zeitversetzt geschah. Insoferne wird Kohle meiner Ansicht nach in Bezug auf die CO2 - Bilanz zu Unrecht als klimaschädlich gebrandmarkt.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pistencruiser »

Petz hat geschrieben:Wobei sich im Zuge dessen auch die Frage stellt, inwieweit man Kohle als fossilem Energieträger der im Gegensatz zu Erdöl und Erdgas ja pflanzlicher Herkunft ist, fairerweise nicht auch als regenerativen Energieträger bezeichnen müsste da diese Pflanzen die im Lauf der Erdgeschichte zu Kohle wurden zu ihren Lebzeiten ebenfalls CO2 in Sauerstoff umwandelten; dieses aber eben zeitversetzt geschah.
Erdöl/Erdgas sind ebenfalls pflanzlichen Ursprungs und sind den fossilen Energieträgern zuzuordnen.
Sie wären damit hinsichtlich der "CO2-Neutralität" , wie du sie beschreibst, prinzipiell der Kohle gleichzusetzen.
Das Problem der Freisetzung von CO2 durch den Verbrauch dieser Energieträger liegt, wie schon bemerkt, im zeitlichen Versatz. Viel mehr spielt aber der Zeitraum der Freisetzung die entscheidende Rolle und da liegt eben der Haken an dieser ansonsten ja richtigen Überlegung: CO2 was über die Dauer von Dutzenden/Hunderten von Millionen Jahren eingelagert wurde, wird nun innerhalb weniger Jahrhunderte konzentriert wieder freigesetzt.
Das dies gänzlich ohne Effekt bleibt glaube ich nicht und wird ja eigentlich auch nicht bestritten. Die Gewichtung dieses Effektes ist jedoch die große Unbekannte.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Petz »

Ich lernte jedenfalls mal in der Schule das die Entstehung von Erdöl auf toten Lebewesen tierischen Ursprungs basiert und deshalb man dort aufgrund mangelnder CO2 - Umwandlung zu Lebzeiten generell keine CO2 - Neutralität anwenden könnte.
Das Argument eines zeitlichen Versatzes der Emmissionsaufhebung bei Kohle müsste dann eigentlich aber theoretisch auch bei Holz angewendet werden wenn auch in einem kurzfristigeren Zeitraum...:wink:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D »

@Petz
Formal hast du recht. Aber die Zeiträume, die nötig wären, dass Kohle, Öl und Erdgas sich wieder im gleichen Ausmaß bilden wie wir es verbrauchen, sind riesengroß und deshalb besitzt dein Einwand keine praktische Relevanz.

Genauso gut kann man darüber diskutieren, ob für "regenerative Energie" eine korrekte Bezeichnung für Solarenergie ist. Schließlich sinkt bei der Energieerzeugung in der Sonne durch Kernfusion zwangsläufig der Wasserstoffanteil in der Sonne. Regenerieren tut sich da gar nichts. Die Sonne wird deshalb nicht ewig als Energiequelle zur Verfügung stehen, nur noch ein paar Milliarden Jahre.

Eigentlich ist der Begriff "Energieerzeugung" schon falsch: Energie kann nur umgewandelt werden, nicht jedoch erzeugt werden. Dabei steigt die Entropie (Energieentwertung) und das ist das eigentliche Problem.
Zuletzt geändert von Martin_D am 23.09.2013 - 00:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab »

Es gibt eine kuriosen Bericht aus Russland.

Aus Forschungsgründen wurden an einer erschöpften Ölquelle (Anm.: erschöpft im Sinne sinnvoller Nutzung) Untersuchungen durchgeführt. Völlig paff entdeckte man das die "erschöpfte" Quelle wieder quasi randvoll war.

Untersuchungen ob durch Randklüfte o Spalten Erdöl aus evtl. benachbarten Quellen das Reservoir aufgefüllt konnten ausgeschlossen werden.
Jetzt gibt es einen Disput ob Erdöl auch aus nichtorganischen Kohlenwasserstoffen im Boden gebildet werden kann.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab »

Hier kann man gut erkennen warum ich "Politiknähe" der Wissenschaft mit Argusaugen betrachte :D

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 23828.html
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Rüganer »

:lach: ich fang schon an , zu spammen.
Aber ich betrachte das hier als Blog, kann ich meiner Tochter zeigen.....


Die fünf großen Klima-Irrtümer des Herrn Rahmstorf

http://www.kaltesonne.de/?p=13023
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab »

Hermann Ott, Umweltwissenschaftler und Umweltpolitischer Sprecher der Grünen:

Zitat "Die Klimapolitik benötigt das Element der Furcht" !
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D »

@Rüganer:

In deinem Welt-Artikel wird von einer Erwärmung von 0,05 Grad pro Jahrzehnt in den letzten 15 Jahren.

In deinem kalte-Sonne-Artikel wird behauptet, in den letzten 15 Jahren hätte es gar keine Erwärmung gegeben.


Was stimmt den nun ? Der Welt-Artikel oder der kalte-Sonne-Artikel ?
Es wäre nett, wenn du die Frage erst einmal klären würdest, bevor du deinen nächsten Link reinschmeißt, ohne auf die wesentliche Argumente eingehst, mit denen eine andere Meinung untermauert wird. Ich behaupte Mal, wer viele Links braucht und sie nicht selbstständig bewerten kann, hat wenig verstanden.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gfm49 »

Martin_D hat geschrieben:einer Erwärmung von 0,05 Grad pro Jahrzehnt in den letzten 15 Jahren.
also 0,075 Grad im gesamten Zeitraum oder 0,005 Grad p.a. - gigantisch! :roll:

Das liegt imho im Rahmen der normalen Meß- und Auswertungsfehler (erst recht, wenn wie bei derartigen Statistiken üblich auch noch rundungseffekte enthalten sind).
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D »

gfm49 hat geschrieben:
Martin_D hat geschrieben:einer Erwärmung von 0,05 Grad pro Jahrzehnt in den letzten 15 Jahren.
also 0,075 Grad im gesamten Zeitraum oder 0,005 Grad p.a. - gigantisch! :roll:

Das liegt imho im Rahmen der normalen Meß- und Auswertungsfehler (erst recht, wenn wie bei derartigen Statistiken üblich auch noch rundungseffekte enthalten sind).
Wenn es normale Meß- und Auswertungsfehler wären, dann könnten die aber genauso gut in die andere Richtung passiert sein und die tatsächliche Erwärmung wäre 0,1° pro Jahrzehnt gewesen.

Aber natürlich hat das nichts mit normalen Meß- und Auswertungsfehlern zu tun: Denn bei diesem Wert handelt es sich ja nicht um eine einzelne Messung, sondern um einen Mittelwert von ganz vielen Messungen. Jede einzelne Messung hat ihren normalen Meßfehler, doch die heben sich ja bei der Mittelwertbildung auf.

Was meinst du eigentlich mit "bei derartigen Statistiken üblichen Rundungseffekte" ? Das leuchtet nicht auf Anhieb ein und solltest du präzisieren.

Denn Rundungseffekte gibt es bei einzelnen Messungen und Mittelwerten bei wenigen Messungen. Aber schon wenn du 1000 auf 1 Grad gerundete Einzelmessungen hast und daraus den Mittelwert bildest, kannst du den Mittelwert auf 0,01 Grad Genauigkeit angeben, da ja Abweichungen durch Aufrundung und Abweichungen durch Abrunden sich bei zunehmender Anzahl von Einzelwerten sich immer besser aufheben.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von 3303 »

Wenn man mal ehrlich ist, ist das Ganze kaum eine wissenschaftliche, sondern einfach eine politische Angelegenheit.
Die Politik instrumentalisiert die Wissenschaft zur Durchsetzung ihrer Vorstellungen (Wirtschaftsförderung, Wachstum etc.)
Schaut man sich die Kurven an, dann kann ich als Laie sofort ableiten, dass die gar nichts aussagen, außer dann es in den letzten ca. 100 Jahren wärmer geworden ist. Die derzeitige Stagnation sagt auch gar nichts aus.
Es kann so bleiben, kühler werden oder bald - zB nach einer "Delle" wieder wärmer, so wie es sich bislang entwickelt hat.
Die Modelle sind fehlerhaft.
Die Politik will die Bürger verängstigen, schürt Panik und versucht, das Volk für dumm zu verkaufen.
Klimaskeptiker oder klimaskeptische bzw. realistische Wissenschaftler werden an den Pranger gestellt.
Manche Skeptiker sind verbohrt und erschweren so eine vernünftige Diskussion ebenso wie die Politik.
Die Risiken einer weiteren Erwärmung werden mE stark überschätzt, ebenso wie die Nachteile eines kühleren Klimas unterschätzt werden.
Die Diskussion wird in weiten Teilen ideologisch geführt.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab »

3303 hat geschrieben:......Die Politik instrumentalisiert die Wissenschaft zur Durchsetzung ihrer Vorstellungen .....
und umgekehrt. Die Institute haben auch schon mal Ideen wie man sich, bei großer Konkurrenz, Forschungsgelder organisiert.

Ansonsten, I agree :D
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gfm49 »

Martin_D hat geschrieben:Jede einzelne Messung hat ihren normalen Meßfehler, doch die heben sich ja bei der Mittelwertbildung auf.
Das ist eine Unterstellung, die zutreffen kann, aber nicht muß. Die können sich genauso kumulieren.
Martin_D hat geschrieben:Aber schon wenn du 1000 auf 1 Grad gerundete Einzelmessungen hast und daraus den Mittelwert bildest, kannst du den Mittelwert auf 0,01 Grad Genauigkeit angeben...
Genau das ist imho ein absoluter Unsinn. Wenn ich auf ein Grad gerundete Werte nehme, dann kann der Mittelwert nicht auf 0,01 Grad genau sein. Wer sagt mir denn, daß nicht 850 der 1000 Werte von 0,53 auf 1,0 gerundet sind und 150 von 2,08 auf 2,0? Dann ein Ergebnis mit zwei Nachkommastellen als exakt auszuwerfen ist völliger Quatsch - selbst eine Nachkommastelle führt total in die Irre: das wäre nach Deiner Methode 1,15 - richtig ist aber 0,76.

Das erlebt man auch in der Finanzwirtschaft immer wieder - da werden für Risikomodelle o.ä. auf Millionen gerundete Werte zugrundegelegt, durch Formeln gejagt und am Schluß wird ein Steuerungswert mit einer Scheingenauigkeit auf 3 Nachkommastellen ausgeworfen. Die Aussagekraft ist gleich 0.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D »

gfm49 hat geschrieben:
Martin_D hat geschrieben:Jede einzelne Messung hat ihren normalen Meßfehler, doch die heben sich ja bei der Mittelwertbildung auf.
Das ist eine Unterstellung, die zutreffen kann, aber nicht muß. Die können sich genauso kumulieren.
Bei Messfehlern muss man unterscheiden zwischen zufälligen Messfehlern und systematischen Messfehlern. Die zufälligen Messfehler heben sich bei einer hinreichend großen Anzahl an Einzelmessungen nahezu auf, systematische Messfehler nicht. Eine Relevanz hat das für dem Temperaturvergleich 2012 mit 1997 aber nur dann, wenn jetzt plötzlich massenhaft systematische Messfehler auftreten, die es 1997 noch nicht gab. (In einem Einzelfall kann es das durchaus geben, z.b. wenn eine Messtation, die 1997 noch auf der grünen Wiese war, jetzt plötzlich mitten in einem neu gebauten Gewerbegebiet liegt.)

gfm49 hat geschrieben:Genau das ist imho ein absoluter Unsinn. Wenn ich auf ein Grad gerundete Werte nehme, dann kann der Mittelwert nicht auf 0,01 Grad genau sein. Wer sagt mir denn, daß nicht 850 der 1000 Werte von 0,53 auf 1,0 gerundet sind und 150 von 2,08 auf 2,0? Dann ein Ergebnis mit zwei Nachkommastellen als exakt auszuwerfen ist völliger Quatsch - selbst eine Nachkommastelle führt total in die Irre: das wäre nach Deiner Methode 1,15 - richtig ist aber 0,76.
Wir reden hier von Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik. Da geht es nicht um "irgendetwas ausschließen", sondern um etwas anderes:
Ich sage dir mal ein Beispiel: Eine Münze wird 1000 Mal geworfen. Die Wahrscheinlichkeit für Zahl oder Kopf sei jeweils 0,5.

Ich behaupte: Die Anzahl der Würfe mit Kopf liegt bei 1000 Würfen in der Nähe von 500

Du kannst jetzt natürlich fragen. "Wer sagt denn, dass nicht zufällig mindestens 800 Mal Kopf rauskommt ?"
Die richtige Antwort ist natürlich: "Niemand kann das ausschließen. Aber das ist extrem unwahrscheinlich. In der Schule lernt man, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man mehr als 600 Mal Kopf erhält, bereits nur noch 0,07% ist.

Wenn man die Anzahl der Würfe erhöht, dann ist die relative Abweichung noch einmal kleiner.

Wenn deine Thesen zur Fehlerabweichung stimmen würde, könnte man die Fehlerrechnung, die jeder Physikstudent (und ich vermute auch: jeder Student von anderen Naturwissenschaften) lernen muss, in die Mülltonne werfen. Und die Meinungsforschungsinstitute bräuchten für ihre 18.00 Uhr Prognose eine Glaskugel und keine Nachwahlbefragung von 10000 Menschen.
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Martin_D
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D »

3303 hat geschrieben:Wenn man mal ehrlich ist, ist das Ganze kaum eine wissenschaftliche, sondern einfach eine politische Angelegenheit.
Die Politik instrumentalisiert die Wissenschaft zur Durchsetzung ihrer Vorstellungen (Wirtschaftsförderung, Wachstum etc.)
Schaut man sich die Kurven an, dann kann ich als Laie sofort ableiten, dass die gar nichts aussagen, außer dann es in den letzten ca. 100 Jahren wärmer geworden ist. Die derzeitige Stagnation sagt auch gar nichts aus.
Es kann so bleiben, kühler werden oder bald - zB nach einer "Delle" wieder wärmer, so wie es sich bislang entwickelt hat.
Die Modelle sind fehlerhaft.
Die Politik will die Bürger verängstigen, schürt Panik und versucht, das Volk für dumm zu verkaufen.
Klimaskeptiker oder klimaskeptische bzw. realistische Wissenschaftler werden an den Pranger gestellt.
Manche Skeptiker sind verbohrt und erschweren so eine vernünftige Diskussion ebenso wie die Politik.
Die Risiken einer weiteren Erwärmung werden mE stark überschätzt, ebenso wie die Nachteile eines kühleren Klimas unterschätzt werden.
Die Diskussion wird in weiten Teilen ideologisch geführt.
Das ist natürlich zunächst mal eine wissenschaftliche Angelegenheit, die natürlich eine politische Diskussion nach sich zieht, die nicht immer sachlich geführt wird.

Es gibt Klimamodelle, die den Verlauf in der Vergangenheit seit Beginn der systematischen Temperaturmessung im Wesentlichen erklären und eben eine weitere Erwärmung in der Zukunft voraussagen. Die müssen natürlich kritisch überprüft werden, den jedes Modell ist eine Vereinfachung der Wirklichkeit.
Es gibt aber kein seriöses Modell, dass die Entwicklung der Vergangenheit ähnlich gut erklären kann und vorhersagt, dass die Temperatur erst einmal stationär bleibt oder gar schon bald wieder sinken wird.

Komischerweise käme keiner der Klimaskeptiker auf die Idee, zu sagen, wenn ein Unternehmen mehrere Jahre hinterinander eine Kostensteigerung von 0,2 % hat, die Einnahmen jedoch konstant bleiben, das wäre kein Grund zur Panik, man müsse einfach nur abwarten, bis sich das wieder ändert.
Wenn man bei einem Unternehmen rechtzeitige Maßnahmen zur Stabilisierung des Unternehmens verpasst hat, bleibt immer noch die Möglichkeit, es mit einem Kraftakt (Sanierung) vor dem Kollaps zu bewahren. Beim Klima ist das nicht möglich. Das Klima kann man nämlich nicht sanieren.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Sauerland_6_CLD »

Stimmt, das Klima kann man nicht sanieren.
Man kann es sowieso nicht beeinflussen.
Dan konnten weder die Dinosaurier, Gott habe sie selig, noch kann das der Mensch.
Wenn unsere Bevölkerungsexplosion, unsere Tierhaltung und unser Energieverbrauch Einfluß auf das Klima haben, so werden wir es nicht ändern können.
Sollen wir noch ein paar Kriege mehr führen um Bevölkerung zu reduzieren, vielleicht gar ein atomarer Winter?
Den Blödsinn das man mit einem Liter weniger Verbrauch an Öl irgendetwas retten könnte habe ich noch nie glaubt.
Die weltweiten Ölreserven (die ja nach Auskunft linker Gutmenschen wie Club of Rome längst erschöpft sein müssten) werden verbraucht werde, oder zweifelt da ernsthaft jemand daran?
Also sollten wir uns vorbereiten auf die Nach Erdöl Ära, ruhig, mit Verstand und ohne Weltuntergangshype.
Sollte der Weltuntergang nämlich kommen, in Form von Himmelskörpern die mit der Erde kollidieren, Ausbruch von Supervulkanen oder what ever, dann können wir dagegen exakt genauso viel unternehmen wie gegen das Schwanken des Klimas:

NICHTS!
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D »

Sauerland_6_CLD hat geschrieben: Man kann es sowieso nicht beeinflussen.
Selbstverständlich können wir es prinzipiell beeinflussen.
Beleg: Der Temperaturanstieg seit der industriellen Revolution, der im Einklang mit der Theorie des Treibhauseffekts steht. Und diese Theorie ist ein alter Hut und nicht umstritten.


Sauerland_6_CLD hat geschrieben:Den Blödsinn das man mit einem Liter weniger Verbrauch an Öl irgendetwas retten könnte habe ich noch nie glaubt.
Mit diesem Satz outest du dich als Ideologe, weil nur Ideologen können Wissenschaft und Glauben nicht voneinander abgrenzen.

In der Wissenschaft ist es jederzeit möglich, durch ein Experimente Theorien zu wiederlegen (während ein Glaube auf prinzipiell nicht widerlegbaren Grundsätzen beruht). Die Theorien, die die Grundlage für die Klimamodelle liefern, die einen weiteren Temperaturanstieg vorhersagen, hat bisher noch kein Mensch wiederlegen können.

Zum Glück haben wir eine Bundeskanzlerin mit wissenschaftlicher Ausbildung, die deshalb in der Lage ist, wissenschaftlich kompetente Beratung von dummen Zeug abgrenzen zu können.


Ach ja:
Es ist natürlich Zeit geworden, dass endlich der Begriff "Gutmensch" in die Diskussion hineingeworfen wurde.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Sauerland_6_CLD »

An das naturwissenschaftliche Talent unserer Kanzlerin mag ich auch nicht zweifeln, wohl aber an der Begründung die Klimaveränderung (es ist ja nichtmal sicher ob es überhaupt eine gibt) sei Menschen gemacht.
Weiter geht auch die Bevölkerungsexplosion parallel einher mit der Industriealisierung , folglich kann der Schuldige der angeblichen Klimaerwärmung nicht so einfach Dingfest gemacht werden, die Menschen erdreisten sich ja geschlossen auszuatmen.
Und wenn Co2 so böse ist, dann ist die Lösung schon über 50 Jahre alt, Kernenergie :mrgreen:
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