Alpi hat geschrieben:
Es gibt oft Leute die auf das Seil schauen und dann sagen das muß weg weils beschädigt ist, obwohl sie nur den Spleiß gesehen haben!
Hab mich wohl falsch ausgedrückt! Ich hab die Wintergäste gemeint die den Spleiß sehen und das Seil für kaputt halten.
Alpi hat geschrieben:Nee das auf dem Bild von Starli ist ein Knoten von einem Spleiß! Laßt euch das von einem sagen der heuer schon drei! Seile mitgespleißt hat!
Also wenn du mit der Nase auf das Spleissen drauf bist, könntest du dann nicht mal eine schöne Foto reportage machen von wie so ein Seil gespleisst wird? Mit viele viele (Hoch aufgelösten) bilder. Mit een bissl text dazu sodass auch wir "dummies" es verstehen. Theoretisch habe ich es ja verstanden, aber um es mal praktisch zu sehen würde mich interessieren. Leider kann ich nicht mal schnell verbei kommen Also wie währs?
Das ist schade, wir haben erst vor vier Wochen auf einen Schlepper ein 24 er Seil aufgelegt und 2 Spleisse gemacht, da ein Seil zu kurz ´war haben wir noch eins Dazugespleisst. Beim nächsten mal mache ich euch eine Fotoserie, das wär dann bei der EX Steinmäder das ist dann ein 41er.
LJL_Houben hat geschrieben:
Also wenn du mit der Nase auf das Spleissen drauf bist, könntest du dann nicht mal eine schöne Foto reportage machen von wie so ein Seil gespleisst wird? Mit viele viele (Hoch aufgelösten) bilder. Mit een bissl text dazu sodass auch wir "dummies" es verstehen. Theoretisch habe ich es ja verstanden, aber um es mal praktisch zu sehen würde mich interessieren. Leider kann ich nicht mal schnell verbei kommen Also wie währs?
Gruss
Ludo
Ja wnn ich das vorher gewußt hätte!
Für diese Saison ists leider schon gelaufen!
Sehr deutlich sieht man auch den Spleiß bei dem Einer-Sessellift am Geißkopf in der Nähe von Bischofsmais (D). Der Spleiß befindet sich entweder vor oder nach dem Sessel Nr. 1, weiß es nicht mehr so genau. Jedenfalls ist in der Nähe von dem sichtbaren Spleißknoten der Abstand der Sessel wesentlich größer als zwischen den anderen Sesseln. Sieht so aus, daß auf dem gesamten Spleißstück kein Sessel montiert ist.
Früher würde übrigens dieser Lift im Winter als Schlepplift, im Sommer als Sessellift betrieben (kann man noch auf dem Schild der Talstation erkennen, die Buchstaben sind nicht richtig entfernt/übermalt). Inzwischen befindet sich parallel dazu ein Schlepplift, so daß das ganze Jahr Sesselliftbetrieb stattfindet. Hersteller des Einer-Sessellifts ist mir nicht bekannt, vielleicht weiß es jemand anderes.
Ganz toll sieht man die Spleißstellen beim Schlepplift "Gandegg" in Zermatt, da dieser verlängert worden ist, und das neue Seilstück natürlich noch heller ist als das alte Seil.
Ebenfalls schön habe ich den Spleiß bei beim 4er-Sessel Furgg-Sand. Boden (ebenfalls Zermatt) gesehen, hatte Glück, daß der Sessel, mit dem ich fuhr, auf oder neben dem Spleiß gekuppelt wurde.
Eins hab ich dabei immer noch nicht kapiert: Bevor das Seil gespleisst werden kann muss es doch schon über alle Stützen und Umlenkscheiben "eingefädelt" sein oder? Wie kann man denn dann nach dem Spleissen das Seil noch spannen??? zB bei nem ganz normalen Schlepplift???
Ja schon, aber da hat man doch nicht so viele Meter Spielraum oder? Wenn ich da an manche fixen Sessellifte denke; die haben doch nur max. 5 Meter würd ich sagen. Das genügt?
Das Seil wird am Boden abgelegt, das bringt ein paar Meter, der Spannwagen wird ganz nachgelassen, und wenn das noch nicht langt, dann hat der Spleißer irgendwo einen Fehler gemacht (3mal abgeschnitten und immer noch zu kurz)!!
Man braucht ja nur die Fertige Seillänge
Übrigens, bei Teufelberger gibtz nen netten Film darüber, vielleicht kann irgendwer, der einer höflichen Ausdrucksform mächtig ist und Breitband hat, dort mal Emaillieren??
Hallo Jens, es gibt zwar einen Film über die Teufelberger Gruppe,
über den Spleiß an sich ist mir nix bekannt - ich werde mich da mal schlau machen, müsste aber dann ein älterer Film auf VHS sein. Ich fürchte auch, dass man einen solchen Film nicht rausgeben will, weil Teufelberger eine einzigartige, patentierte Spleißtechnologie hat und deshalb höchstens ganz allgemeine Infos nach außen gibt. Vermutlich wird es ein Fatzer ähnlich handhaben ...
ganz so einfach ist es nicht - Teufelberger verwendet z.B. als einziger sogenannte Trensen, also Stützlitzen aus Kunststoff, die zwischen den eigentlichen Stahllitzen liegen. Das und andere Besonderheiten müssen natürlich beim Spleißen berücksichtigt werden. Deshalb gibt es auch immer wieder Schulungen, bei denen "Drittspleißern" (etwa in Amerika) die Besonderheiten nähergebracht werden, wenn sie es mit Teufelberger-Seilen zu tun haben. Ohne diese Schulungen käme es zu massiven Problemen beim Spleiß!
Zuletzt geändert von Salzprinz am 11.09.2005 - 19:00, insgesamt 1-mal geändert.
Sorry dieses doch etwas ältere Thema wieder aufwärem zu müssen, aber ich will kein neues Thema deswegen aufmachen
In letzter Zeit habe ich ich den Bau von größeren Pendelbahnen beobachtet. Bei einem Abend mit Freunden sind wir auf das Gesprächsthema Tragseile gekommen. Dabei wurde rein rechnerisch festgestellt, dass es nie und nimmer möglich ist, ein Tragseil von Kilometerlänge auf eine Trommel zu bringen, geschweige denn dieses dann zu transportieren. Da aber einige Bahnen weit länger sind, kam irgendwie der Gedanke des Spleißens von Tragseilen auf. Dagegen steht aber, dass dies nirgendwo in der mir bekannte Literatur erwähnt wird. Auch stelle ich mir das Spleißen eines vollverschlossenen Seiles nicht so einfach vor. Kann mir irgendwer sagen, wie das gemacht wird? Alleine die Vorstellung, ein dickens Tragseil auf das 600 fache (laut DM Buch, Wert gilt für Umlaufseilen) ausmachen zu müssen, ist ein komischer Gedanke.
Dachstein hat geschrieben:Dabei wurde rein rechnerisch festgestellt, dass es nie und nimmer möglich ist, ein Tragseil von Kilometerlänge auf eine Trommel zu bringen, geschweige denn dieses dann zu transportieren.
Kannst du das näher erläutern?
Mir wäre zumindest "ab Werk" keine andere Transportmöglichkeit bekannt, manchmal wird das Seil auf mehrere Trommeln verteilt aber meines Wissens kommt es immer am Stück. In schwierigem Gelände wird es manchmal ausgerollt, per Seilzug hochgezogen und am Bestimmungsort (z.B. Talstation) wieder aufgerollt.
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
...bin zwar nicht vom Fach. Aber das man z.B. solche Tragseile, wie in Mayrhofen, speist ist sicher ausgeschlossen.
Bei Seilzugbericht der 3S war bei den Tragseilen auch keine Rede von spleisen.
Mal schauen was die Experten dazu sagen!!
Bild:Kaldini
Vier Rollen! So sieht das in Mayrhofen aus.
Transport der Seile: Tragseil-Durchmesser beträgt 70mm, Zugseil- Durchmesser 47mm
Bilder: Bergbahn Mayrhofen
Seilgewichte: Zugseil 27,6 t (3.200 m lang) • Gegenseil 10,2 t (3200 m lang) • Tragseile 97,4 t (3430 m lang) – insgesamt also 140 t Eigengewicht der Seile
Wenn mich nicht alles täuscht habe ich gelesen, das es in Italien eine Bahn gibt, wo man das Seil an der Stütze gewechselt hat. Also die Seile gehen nach unten weg. Die Lücke zwischen den beiden Seilben (ist ja auf dem Sattel der Stütze) kann man dann mit einem zwischenstück stopfen.