Vom Job am Meer in den WinterWenn an Italiens Adriaküsten die Sonnenschirme eingepackt werden und die Hotels sich leeren, dann denkt man in Nord- und Südtirol schon längst an den kommenden Winter. Gastronomen und Hoteliers begeben sich auf die Suche nach Fachkräften, um den Wintergast zu verwöhnen. Heuer wurden dazu erstmals neue Wege beschritten – und zwar über die Grenzen des Brenners hinweg.
Vom Job am Meer in den Winter
- snowflat
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Vom Job am Meer in den Winter
Der winterliche Fachkräftemangel:
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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freerider13
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Re: Vom Job am Meer in den Winter
Gar keine blöde Idee. Zudem ist der Italiener wie ich finde doch eher offener, freundlicher und serviceorientierter als der sächsische Oberkellner letztes Jahr, der mir erklärt hat warum mein Tiroler Gröstl für 14€ traditionell aus altem gewürfeltem Suppenfleisch bestehen muss das in Öl rausgebraten wurde zusammen mit den Kartoffeln: Nämlich weil er hier schon seit 2 Jahren arbeitet...
Jan
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Mister_kutti
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Re: Vom Job am Meer in den Winter
Gröstl wird aus gekochten/gekartem Rindfleisch hergestellt. Meist wird Suppenfleisch dazu genutzt. Und ich gehe davon aus das ein Oberkellner die Zubereitung der angebotenen Speisen inne hat. Er steht ja auch immer mal am Pass mit dem Küchenchef. Ob der nun aus XY oder YX kommt, ist in erster Linie wurscht.freerider13 hat geschrieben:Gar keine blöde Idee. Zudem ist der Italiener wie ich finde doch eher offener, freundlicher und serviceorientierter als der sächsische Oberkellner letztes Jahr, der mir erklärt hat warum mein Tiroler Gröstl für 14€ traditionell aus altem gewürfeltem Suppenfleisch bestehen muss das in Öl rausgebraten wurde zusammen mit den Kartoffeln: Nämlich weil er hier schon seit 2 Jahren arbeitet...![]()
Jan
Gröstl ist traditionell ein Gericht, in dem eigentlich übrig gebliebene Reste verwertet werden. Beim Bauernfrühstück wird ja auch meist Reste (wie Fleisch, Kartoffeln) zusamm in die Pfanne geworfen.
Und das ein Gröstl 14EUR kostet liegt vielleicht daran, dass Sie sich das erstbeste Restaurant an der Touri-Meile ausgesucht haben.
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Re: Vom Job am Meer in den Winter
Die Gröstl, die ich meist Esse kosten so um 10 €.
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Rüganer
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Re: Vom Job am Meer in den Winter
oha, den Preis sieht man meistens aber schon VOR dem Essen.freerider13 hat geschrieben:Gar keine blöde Idee. Zudem ist der Italiener wie ich finde doch eher offener, freundlicher und serviceorientierter als der sächsische Oberkellner letztes Jahr, der mir erklärt hat warum mein Tiroler Gröstl für 14€ traditionell aus altem gewürfeltem Suppenfleisch bestehen muss das in Öl rausgebraten wurde zusammen mit den Kartoffeln: Nämlich weil er hier schon seit 2 Jahren arbeitet...![]()
Jan
Wenn das Essen nicht gut ist, lass ich es zurückgehen.
Es gibt ja auch Leute, die den Teller fast leer essen und denen dann einfällt, dass es nicht geschmeckt hat.
Und - o Wunder, ich wurde schon von österreichischen, schweizer , deutschen, südtiroler und italienischen Mitarbeitern schlecht bedient.
Danke Schweiz und Bulgarien !
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freerider13
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Re: Vom Job am Meer in den Winter
Servus!
Nun, ich nehm mal den erten Kommentar:
Auch sicher ist, dass es nicht aus gewürfeltem Suppenfleisch des Vortags besteht, welches so lange in billigem Pflanzenöl herausgebraten wird dass es kross (AKA zäh) wird und dann zum "ablöschen" ein paar Kartoffeln hinzugegeben wurden von welchen nachher auf dem Teller das Öl tropft. Oder besser gesagt: Man fischt die einzelnen Zutaten aus dem Öl aufm Teller.
Der Preis erklärt sich genauso wie die hochnäsige Reaktion des Personals:
Ich befand mich in einer der bekanntesten "High-Society - Treffs" im Umland von Kitzbühel. Beim Namen erwartet man eigentlich eine gewisse Qualität und ist auch bereit (mal) den Preis zu zahlen.
AAAAAAAAAAAAAAber:
Fällt es offensichtlich einer ostdeutschen Aushilfskraft (mehr Fachkompetenz gabs da nicht) durchaus leicht, der aus (beispielsweise) Kölle stammenden Möchtegernprominenz, die gerade Ihren 911er auf Sommerschlappen dort rauftgewuchtet hat das so schmackhaft zu machen dass sie sagen: "Ach jott, nee, wir waren bei der ... und das schröstel war ja sooooo orischinaaaal, dat glauuuubst du ja nischt!!!"
Die zahlen das, die kommen wieder und die merkens nicht. Da kannst du auch den Küchenchef antanzen lassen, da siehst du genau wenn er wieder geht denkt er:
"Leck mich doch, kommen morgen wieder 200 Deppen die den Fraß kaufen."
Aber eins stimmt zumindest halbwegs:
Das falsch ausgesuchte Restaurant! Die "Promistube" ist meist der weit größere Abzockladen als der Touriladen.
Es ändert aber letztlich nichts an der Quintessenz meiner Aussage, welche ich in eine nette Anekdote verpacken wollte:
Die Überheblichkeit der werten Mitbürger aus Ostdeutschland sobald Sie eine Weile In den Bergen sind. "Wir wissen das jetzt besser, da wir hier ja schon 2 oder 3 Jahre arbeiten!"
Das ist natürlich subjektiv und klischeehaft, ich empfinde es aber zunehmend so - und ich mag so eine Einstellung nicht!!!
Italiener sind hier in meinen Augen einfach serviceorientierter, freundlicher und haben einfach mehr Flair.
Ist natürlich auch subjektiv. eh klar.
Aber man könnte (boshaft) sagen: Wenn dich der Italiener bescheisst tut er es zumindest mit einem Lächeln im Gesicht dass du Ihm auch abkaufst!
Schöne Grüße,
Jan
Nun, ich nehm mal den erten Kommentar:
Wie man Gröstl macht weiß ich mein Freund. Ganz sicher sogar.Mister_kutti hat geschrieben:
Gröstl wird aus gekochten/gekartem Rindfleisch hergestellt. Meist wird Suppenfleisch dazu genutzt. Und ich gehe davon aus das ein Oberkellner die Zubereitung der angebotenen Speisen inne hat. Er steht ja auch immer mal am Pass mit dem Küchenchef. Ob der nun aus XY oder YX kommt, ist in erster Linie wurscht.
Gröstl ist traditionell ein Gericht, in dem eigentlich übrig gebliebene Reste verwertet werden. Beim Bauernfrühstück wird ja auch meist Reste (wie Fleisch, Kartoffeln) zusamm in die Pfanne geworfen.
Und das ein Gröstl 14EUR kostet liegt vielleicht daran, dass Sie sich das erstbeste Restaurant an der Touri-Meile ausgesucht haben.
Auch sicher ist, dass es nicht aus gewürfeltem Suppenfleisch des Vortags besteht, welches so lange in billigem Pflanzenöl herausgebraten wird dass es kross (AKA zäh) wird und dann zum "ablöschen" ein paar Kartoffeln hinzugegeben wurden von welchen nachher auf dem Teller das Öl tropft. Oder besser gesagt: Man fischt die einzelnen Zutaten aus dem Öl aufm Teller.
Der Preis erklärt sich genauso wie die hochnäsige Reaktion des Personals:
Ich befand mich in einer der bekanntesten "High-Society - Treffs" im Umland von Kitzbühel. Beim Namen erwartet man eigentlich eine gewisse Qualität und ist auch bereit (mal) den Preis zu zahlen.
AAAAAAAAAAAAAAber:
Fällt es offensichtlich einer ostdeutschen Aushilfskraft (mehr Fachkompetenz gabs da nicht) durchaus leicht, der aus (beispielsweise) Kölle stammenden Möchtegernprominenz, die gerade Ihren 911er auf Sommerschlappen dort rauftgewuchtet hat das so schmackhaft zu machen dass sie sagen: "Ach jott, nee, wir waren bei der ... und das schröstel war ja sooooo orischinaaaal, dat glauuuubst du ja nischt!!!"
Die zahlen das, die kommen wieder und die merkens nicht. Da kannst du auch den Küchenchef antanzen lassen, da siehst du genau wenn er wieder geht denkt er:
"Leck mich doch, kommen morgen wieder 200 Deppen die den Fraß kaufen."
Aber eins stimmt zumindest halbwegs:
Das falsch ausgesuchte Restaurant! Die "Promistube" ist meist der weit größere Abzockladen als der Touriladen.
Es ändert aber letztlich nichts an der Quintessenz meiner Aussage, welche ich in eine nette Anekdote verpacken wollte:
Die Überheblichkeit der werten Mitbürger aus Ostdeutschland sobald Sie eine Weile In den Bergen sind. "Wir wissen das jetzt besser, da wir hier ja schon 2 oder 3 Jahre arbeiten!"
Das ist natürlich subjektiv und klischeehaft, ich empfinde es aber zunehmend so - und ich mag so eine Einstellung nicht!!!
Italiener sind hier in meinen Augen einfach serviceorientierter, freundlicher und haben einfach mehr Flair.
Ist natürlich auch subjektiv. eh klar.
Aber man könnte (boshaft) sagen: Wenn dich der Italiener bescheisst tut er es zumindest mit einem Lächeln im Gesicht dass du Ihm auch abkaufst!
Schöne Grüße,
Jan
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Re: Vom Job am Meer in den Winter
Naa Gottseidank machen sowas nur die Ossis - dann bin ich ja beruhigt.Die Überheblichkeit der werten Mitbürger aus Ostdeutschland sobald Sie eine Weile In den Bergen sind. "Wir wissen das jetzt besser, da wir hier ja schon 2 oder 3 Jahre arbeiten!"
Und in Rom, Florenz, Venedig biste noch nie gewesen ? Nee, die Italiener sind die Meister im Touristen abzocken.
Mein teuerstes Bier auf dem Markusplatz - 19 €.
Aber ich mecker nicht - ich wusste es vorher, hatte klassische Musik von einem Kammerquartett , einen eigenen Kellner und eine sehr angenehme Tischnachbarin .
Danke Schweiz und Bulgarien !
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Wombat
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Re: Vom Job am Meer in den Winter
Darum sag ich schon seit einer weile: Besser Ossis.freerider13 hat geschrieben: Es ändert aber letztlich nichts an der Quintessenz meiner Aussage, welche ich in eine nette Anekdote verpacken wollte:
Die Überheblichkeit der werten Mitbürger aus Ostdeutschland sobald Sie eine Weile In den Bergen sind. "Wir wissen das jetzt besser, da wir hier ja schon 2 oder 3 Jahre arbeiten!"
Das ist natürlich subjektiv und klischeehaft, ich empfinde es aber zunehmend so - und ich mag so eine Einstellung nicht!!!
Vor ein paar Jahren hatten wir mal einen Leiharbeiter aus Ostdeutschland in der Firma. Der musste nach einigen Tagen irgendwelche Alu-Rahmen zum Verschrotten auseinander nehmen. Als ihn der Werkstattleiter das sagte, kam als Antwort: Ich bin nicht in die Schweiz gekommen um so einen Scheiss zu machen. Der Typ war keine Stunde mehr in der Firma. So was ist Arbeitsverweigerung.
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Re: Vom Job am Meer in den Winter
Ich erkenne den Neuigkeitswert der Meldung nicht:
Ich fahre seit Jahrzehnten nach Bibione; die gesamte Crew des Hotels ist in den Wintermonaten in Südtirol aktiv.
Ich fahre seit Jahrzehnten nach Bibione; die gesamte Crew des Hotels ist in den Wintermonaten in Südtirol aktiv.
Darf ich die Gelegenheit nutzen, allen Usern dieses Forums bereits jetzt ein gesegnetes Weihnachtsfest und Alles Gute für 2027 zu wünschen!
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Re: Vom Job am Meer in den Winter
Alles Klar Herr Wombat! Sehr repräsentativ....Wombat hat geschrieben: mal einen Leiharbeiter aus Ostdeutschland
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Re: Vom Job am Meer in den Winter
War ja nur ein Beispiel. Es gab andere, die waren nicht mehr als 3 Monate da und das war immer ein Zeichen, dass der Werkstattleiter nicht überzeugt war von Ihnen. Aber das war generell so, gleich welcher Nation.
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Re: Vom Job am Meer in den Winter
Immer schön cool bleiben!!! Deppen und "Besserossis,Besserwessis,Besserössis und Besserschwyzis" findet man immer und überall. Gerade im Gastronomiebereich hat man als Gast doch eine scharfe Waffe,das Trinkgeld!!!!Kommt der mir klugscheisserisch daher,gibts nix.Das tut weh.
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Re: Vom Job am Meer in den Winter
Es ist doch sinnvoll für die Saisonkräfte da zu arbeiten wo gerade Saison ist. Ob das jetzt ein paar Monate in Afrika sind dann ein paar Monate in Skandinavien und dann ein paar Monate in den Alpen ist doch völlig egal. Hauptsache sie machen ihre Arbeit gut egal wo sie sind und egal für welchen Arbeitgeber.
Wer das nicht haben kann darf halt kein Tourist mehr sein denn im normalen Tourismus ist das heute standard.
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Der beste Skifahrer am Berg ist der, der den meisten Spaß hat.
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