Skilift Peretseck in Sankt Johann am Walde - Der einzige Schlepplift im Bezirk Braunau -
Nach der vormittäglichen Exkursion im Niederbayrischen Wurmannsquick (siehe meinen letzten Bericht, die Station 16 der FkSS 2012/2013) fuhr ich noch ein Stückchen weiter gen Osten über die Österreichische Grenze. Denn einzig für den Schlossberglift wollte ich nicht bis ins tiefste Südostbayern fahren und so vielen mir bei weiteren Recherchen in den Tagen zuvor, ein paar Lifte im "Oberöstereichischen Hügelland" dem Innviertel an der Grenze der Bezirke Braunau und Ried auf. Im Internet war die Rede von jeweils einem Lift in Maria Schmolln, einem regional bekannten Wahlfahrtsort und -Kirche mit Franziskanerkloster und dem Skilift in Sankt Johann am Walde. Ich muss zugeben, mir waren beide Orte vor meiner Recherche im Großraum Mattighofen bisher auch völlig unbekannt und so steuerte ich zuerst kleine Geminede Maria Schmolln an, welche im Auslauf des Kobernaußerwald liegt. Dort fanden sich keine Anzeichen auf einen Skilift oder auch Skibetrieb und wie ich später erfuhr, surrt dort nur ein ca. 100 Meter Seillift bei guten Schneeverhältnissen auf der Wiese unterhalb vom Franziskanerkloster.
So fuhr ich dann weiter nach Sankt Johann am Walde und ließ mich durch mein Navi zur Talstation des Skiliftes im Peretseck leiten, wo es aber keine Parkplätze gibt, diese befinden sich an der Bergstation, aber unterhalb des Sportplatzes fand ich trotzdem einen Platz fürs Auto und stellte mich ans Ende der Waldabfahrt neben die Straße.
Anfahrt:
Wurmannsquick - Simbach am Inn - Braunau - Helpfau/Uttendorf - Maria Schmolln ca. 1 Stunde für 60 Kilometer
Wetter:
zuerst der selbe Hochnebel, den ich schon in Niederbayern hatte, der aber dann am Nachmittag aufriss und dann die Sonne rauskam.
Schneehöhe:
5 - 30 cm
Schneezustand:
Pulver-Hart
Geöffnete Anlagen:
Skilift Peretseck
Wartezeiten:
zwischen 2 Leuten und 3 Minuten
Gefallen:
einen mir bis dato total unbekannten Hersteller entdeckt
einen komplett unbekannten Ski-Hang erkundet
den einzigen Skilift im Bezirk Braunau erkundet
sehr netter Betreiber
sehr gepflegte Anlage mit mehreren Pisten-Varianten
günstige Preise (20 Punkte-Karte für 5 Euro)
Fazit:
Die Gemeinde Sankt Johann im Walde ist mit ca. 2100 Einwohnern der östlichste Ort im Oberösterreichischen Bezirk Braunau am Inn und grenzt an den Bezirk Braunau. Die Ortschaft liegt auf 635 Metern Höhe und die Talstation des Schleppliftes dürfte sich, da dieser etwas unterhalb des Ortes beginnt auf ca. 600 Meter liegen. Im Ortsteil Peretseck läuft dort seit Anfang der 70er Jahre ein von der Fa. Nemetz aus Graz in der Steiermark gebauter Portalsützen-Schlepplift, der von einem Privatmann, dessen Vater den Lift erbauen ließ, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde betrieben wird. Der Lift erschließt 3 verschiedene Abfahrts-Varianten im gewellten Mittelgebirgsgelände und verfügt noch über eine kurze Waldabfahrt. Der Parkplatz und ein kleines Wirtshaus befindet sich in der Nähe der Bergstation und für die Pistenpflege hat der Besitzer Herr Karer eine ältere Prinoth-Pistenraupe auf seinem Hof stehen. Frequentiert wurde das Gebiet am Samstag nachmittag hauptsächlich wie meistens bei solchen Kleinanlagen von Skifahrern aus dem Bezirk Braunau in einem Umkreis von ca. 20 Kilometern.
Der erste Blick nach dem Aussteigen und Anziehen meiner Skiausrüstung sah wie folgt aus!
Hier sieht man die 2 Haupt-Pisten-Varianten und fast den kompletten Lift in der totalen, der kurz nach der 3. Stütze auf dem Hügel endet.
Talstation, Antrieb und Kasse des Skilifts Peretseck
Stütze 1 mit nachgerüstetem?? Niederhalter
Blick auf den "Steilhang" und die restliche Trasse der Anlage von der Stütze 1 aus
Und der Blick zurück aus dem Steilhang
Hinter der Stütze 3 und den 2 zu sehenden Gebäuden ist der Ausstieg und die Umlenkung
Ein Gehänge-Bild darf natürlich auch nicht fehlen!
Blick vom Ausstieg auf die gesamte Trasse. Rechts im Hintergrund am gegenüberliegenden Hand sind Teile der Ortschaft St. Johann am Walde zu sehen.
Links vom Baum, direkt am Schlepper verläuft die "Direttisima" und rechts geht´s runter in die Kuhle und läuft dann zur Talstation wie auf anderen Bildern zu sehen aus.
Der obere Pistenteil mit dem Wirtshaus (das flache Gebäude in der Mitte) und dem Parkplatz daneben.
Der untere Pistenteil aus der Mitte des "Steilhangs" und vom Pistenende gesehen.
Es gibt noch eine 3. Variante durch das kurze Waldstück, welches ich zum Abschluß des Skitages fuhr, um ohne Laufen wieder zurück zum Auto zu kommen.
Und mit diesem Schlussbild machte ich mich dann wieder auf die fast 200 Kilometer lange Heimfahrt zurück ins oberbayrische Voralpenland!