Gletscher-Schifahren mag ich im Herbst irgendwie nicht – jene Gebiete werde ich allenfalls ab Mitte April wieder in Betracht ziehen – und so überlegte ich, wohin ich an jenem sonnigen Oktobertag fahren sollte.
Sonntag kam mir in den Sinn – dazu dann noch eine LSAP-Wanderung im benachbarten Marul....hochmotiviert stand ich also um 5 Uhr auf und machte mich in der Dunkelheit auf den langen Anreiseweg über Garmisch, Reutte, das Lechtal und den Hochtannbergpaß, wo das mit modernen KSB'en zugepflasterte Schigebiet Warth-Schröcken liegt.
Zwar hätte es im wunderschönen Lechtal schon etliche gute Motive gegeben, doch dort lag noch alles im Schatten. In Warth oben erreichten einen dann die ersten Sonnenstrahlen und ich fuhr gleich mal an einer Bushaltestelle rechts ran.
Hier sieht man die Steffisalpbahn (die ohne Sessel dran), die 1990 mal einen ESL ersetzt hat und weiter hinten eine fixe 4SB, die hier noch den letzten Schlepper verdrängt hat. Vor einigen Jahren bin ich mal hier im Winter gewesen, ganz ohne Fotografiererei....(rein von den Pisten her war es aber ganz nett).
Deswegen hatte ich die Bushaltestelle angesteuert...
Der Mond stand noch hoch über Warth...
Vor der nächsten Ortschaft hinter Schröcken (Au?) ergab sich auch noch ein nettes Bild. Kurze Zeit später krachte es eben dort beinahe, weil jemand genau hinter einer Kurve rückwärts auf die Straße rollte. Aber die Franzosen scheinen gute Bremstechniker zu sein...
Bei der Ankunft in Sonntag erwischte ich zwar gerade eine Bergfahrt, aber leider stellte sich zuvor beim Kartenkauf heraus, dass eben nur die Seilbahn in Betrieb ist – die DSB läuft ausschließlich im Winter. Ich hatte mich nur grob informiert und das anscheinend verpeilt. Na – muss ich halt doch noch im Winter zum Schifahren dorthin. Solche Kleingebiete gefallen mir eh immer recht gut.
Hier der Blick von der Talstation der DSB ins Tal hinunter.
Die leider noch im Sommerschlaf befindliche DSB, deren Namen ich mir absolut nicht merken konnte. Lt. Liftworld soll das ja die frührere Hochalterbahn aus Kühtai sein, die bis 1990 dort ihre Dienste verrichtet hat und dann einer 4KSB wich. Auch die Pendelbahn soll von 1990 sein.
Was stand davor in Sonntag herum? Sicherlich eine ältere DSB und oben ein ESL?
Ich glaube, auch bei einer sommerlichen Fahrt mit der DSB wäre ich im Winter wieder zurückgekehrt – es ist einfach total nett da oben. Was halt fehlt, ist noch irgendein Kurzbügler...
Die gleichen Sessel hatte die lange DSB in Reutte auch, wenn ich mich recht erinnere.
Am Anfang hatte die Sonne noch etwas zu kämpfen, doch kurz vor der Fahrt zurück nach Sonntag setzte sie sich durch.
Die Fahrt übers Tal rüber hat schon was, wie ich finde.
Zoom zur DSB im Nachbargebiet (Faschina?), die direkt an der Passstrasse hochgeht. Hat die da oben einen Zwischenausstieg?
Zoom zur einer „LSAP“-Materialseilbahn, deren zwei Betonstützen noch samt Rollen herumstehen. Die Talstation – das weiße Haus direkt an der Straße – hatte bei der Anfahrt mein Interesse geweckt., denn man fährt direkt dran vorbei und die Rollen am Gebäude fallen sofort auf.
Die Bergstation scheint oben am Bauernhof zu sein.
Wirklich eine interessante Pendelbahn...
Hier der Abschnitt über das Tal rüber.
Die DSB Ober....wasweißich, ehemals DSB Hochalter...
An der Bergstation war nichts los und so konnte man in Ruhe fotografieren oder sich mit dem Liftler unterhalten.
Jetzt ist wenigstens bald wieder Winter angesagt...
Kurz vor der ersten potentiellen Talfahrt kam aus der benachbarten Gaststätte eine laute Urlaubergruppe angestürmt – so wartete ich lieber die nächste Gondel ab und konnte nun ungestört knipsen.
Die Wolken waren indes verschwunden.
Hoch überm Talboden.
Im Winter hätte sich so eine Einzelfahrt wahrscheinlich gar nicht ergeben.
Trassenblicke...
Interessante Karte in der Talstation der Sonntagsbahn. Leider kenne ich mich da in der Gegend nicht so aus...
Anschließend fuhr ich noch in den kleinen, idyllisch gelegenen Ort Marul in einem benachbarten Seitental. Dort gab es bis zur Jahrtausendwende ein kleines Schigebiet mit einem ESL, einem längeren Schlepper und noch – vmtl. einem Seillift.
Nachmittägliche Herbststimmung in Marul.
Der ESL verlief zwischen den Häusern den Berg hinauf – ich werde die Bilder der ehemaligen Trasse etc. (auch vom Schlepper oben) noch im LSAP-Forum reinstellen. Marul war aber auch so eine Wanderung wert, wie sich herausstellte...
Zoom auf ein Gebirgsmassiv in der Ferne.
Und das Ende Oktober...
Weiter oben bei der Bergstation des ehemaligen ESL...
Blick auf Marul hinab...
Siedlung hoch am Berg oben – ein Schlepper dort wäre halt noch was...
Zoom aufs Miniskigebiet in Raggal – lässt sich sicherlich gut mit Sonntag verbinden. Schade – Marul hätte mir nach der Begehung total gut gefallen. Abgelegenes Seitental, schöne Ausblicke, ein alter ESL und ein Schlepper...
Von da unten plärrte ein Radion laut und ein paar Leute richteten das Dach – die haben wirklich einen 1A – Ausblick von ihrem Zuhause aus....
Auf dem Rückweg noch ne MSB entdeckt...
Müssten Haflinger sein...
Müsste ein Osterlamm 2014 sein
Am Rückweg noch bei der LSAP-Materialseilbahn oberhalb von Sonntag.
Die Talstation
In der Abenddämmerung machte ich noch in Hochkrumbach am Hochtannbergpass Halt, wo es eine nette Stimmung hatte. (LSAP-Bilder bzgl. Mohenfluhlift und Sonnenlift siehe LSAP-Forum).
Ein goldener Oktobertag neigt sich dem Ende zu.
Jägeralp-Express – 2003 wurde hier eine etwas kürzere DSB ersetzt.
Blick von der Trasse des ehem. Sonnenlifts aus aufs Schigebiet Warth-Schröcken.
Ein weiter Weg lag noch vor mir, aber es hatte sich gelohnt...