"Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotchi

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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Der_Fabi
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"Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotchi

Beitrag von Der_Fabi »

http://www.stern.de/sport/boykottiert-s ... 49674.html

Das Zeitschriften-Magazin 'Stern' ruft zur Boykottierung von Sotchi auf. "Kein Olympia bei Schwulenhassern" ist hier das Motto.
Wie bewertet ihr Aktion von Stern? Wird es Zeit, endlich gewisse Zeichen zu setzen und auf die Menschenrechte zu pochen? Oder ist das etwa alles nur total unnötig?
Hier kann nun gesittet diskutiert werden, feuer frei!:)
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Rüganer
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Rüganer »

Geht eh nur um Auflage.
Wenn man korrekt ist, dürfte man nirgendwo mehr hinfahren.
USA, Arabien, Deutschland, Österreich, Italien usw. - gibt überall genug Skandale.
Danke Schweiz und Bulgarien !
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Der_Fabi
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Der_Fabi »

Da hast du sicherlich ziemlich recht. Jedoch wüsste ich nicht, anderswo so etwas gehört zu haben. Ich kenn mich mit Winterspielen ehrlich gesagt auch nicht so dolle aus, aber was würde denn dumm gefragt passieren, wenn herauskommt dass es homosexuelle Athleten gibt? Mal abgesehen davon wirds die höchstwahrscheinlich sowieso schon geben, aber ich habe da die vage Befürchtung, dass die Ämter von Russland auch nicht vor Sportlern Halt machen werden und die dann einbuchten.
Ne wirkliche Meinung habe ich da jetzt persönlich eher weniger, aber wenn es wirklich so kommen sollte dann hat sich Russland komplett alles selbst versaut (Was ein extrem schlechtes Licht auf die WM 2018 wirft). Denn was am Ende zählt ist eh die Selbstdarstellung, deswegen wären die Russen ja schon extrem blöd wenn sie sich selbst in ein schlechtes Licht stellen.

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Petz
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Petz »

Ich halte einen Boykott für absolut richtig und auch dringendst nötig; dies auch angesichts der generellen Entwicklung in Rußland der letzten Jahre wie z. B. deren Handhabung der sogg. Pressefreiheit sollte endlich ein starkes Zeichen sprich Schuß vor den Bug gesetzt werden. Dieses aber erst möglichst spät sprich wenn die Infrastruktur für die Spiele fertiggestellt ist damit Rußland auch den wirtschaftlichen Schaden spürt.

Ich gebe aber auch Rüganer recht denn solche Aktionen sollten bei gravierenden Verstößen gegen die Menschenrechtskonvention auch gegen jeden anderen Staat zum Einsatz kommen; zusätzlich sollten auch die Konsumenten endlich viel stärker darauf achten für welche Produkte welcher Provenienz sie bereit sind ihr Geld auszugeben denn damit kann man noch viel wirksamer politische Änderungen durchsetzen (siehe Brent Spar) als mit Boykotten sportlicher oder kultureller Veranstaltungen.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Fab
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Fab »

Glaube nicht, dass die russischen Staatsorgane so dämlich sind während der Olympiade gegen Homosexuelle vorzugehen.
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Der_Fabi
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Der_Fabi »

Fab hat geschrieben:Glaube nicht, dass die russischen Staatsorgane so dämlich sind während der Olympiade gegen Homosexuelle vorzugehen.
Das weiß man ja nicht. Die Russen könnten logischerweise zumindest um die Olympiade herum einen Rückzieher machen, die Russen könnten aber auch logischerweise den Touris, Sportlern etc die volle Härte geben, wenn es wirklich zu Vorfällen wie "Händchenhalten" oder ähnliches kommt. Die Leute gefallen mir nicht. Die sind unberechenbar...! Zumal man ja mittlerweile davon ausgehen muss, dass gerade um diese Zeit Leute aus aller Welt ein kommunistisches Land besuchen, die wahrscheinlich genau das zwar wissen aber eben zum Beispiel nicht, dass Homosexualität dort sofort geahndet wird.
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Meckelbörger »

Der Kommunismus wurde mit dem Zerfall der Sowjetunion abgeschafft. Ich würde es eher Scheindemokratie nennen.
Ich glaube auch dass es während der Spiele, in Sotchi zu keinen Maßnahmen gegen Homosexuelle kommen wird.
Rüganer
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Rüganer »

Petz hat geschrieben:Ich halte einen Boykott für absolut richtig und auch dringendst nötig; dies auch angesichts der generellen Entwicklung in Rußland der letzten Jahre wie z. B. deren Handhabung der sogg. Pressefreiheit sollte endlich ein starkes Zeichen sprich Schuß vor den Bug gesetzt werden. Dieses aber erst möglichst spät sprich wenn die Infrastruktur für die Spiele fertiggestellt ist damit Rußland auch den wirtschaftlichen Schaden spürt.

Ich gebe aber auch Rüganer recht denn solche Aktionen sollten bei gravierenden Verstößen gegen die Menschenrechtskonvention auch gegen jeden anderen Staat zum Einsatz kommen; zusätzlich sollten auch die Konsumenten endlich viel stärker darauf achten für welche Produkte welcher Provenienz sie bereit sind ihr Geld auszugeben denn damit kann man noch viel wirksamer politische Änderungen durchsetzen (siehe Brent Spar) als mit Boykotten sportlicher oder kultureller Veranstaltungen.
Nun gibt es ja durchaus unterschiedliche Ansichten zur Staatsform Demokratie.
Unsere "westliche" kann nun wirklich nicht mehr als Vorbild dienen angesichts Wirtschaftskrisen, Massenverarmung, Massenüberwachung, Kriegsgeilheit, Einschränkung demokratischer Grundrechte usw.
Auch ist eine Demokratie für größere Länder eher nicht geeignet.
Man stelle sich mal vor, in China hätte jeder Krehti und Plehti was zu sagen - die würden wirtschaftlich total untergehen.

Unfair ist auch Zusammenhang mit den Winterspielen in Sotschi, dass ALLE Kosten den Olympischen Spielen angelastet werden.
Da werden gewaltige Infrastrukturmassnahmen durchgezogen, angefangen von Verkehrswegen, Kanalisation, neue Wohngebiet und und und.

http://www.sotschi-2014.ru/2013/10/09/u ... n-sotschi/
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Petz
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Petz »

Ich bin jedenfalls der Überzeugung das die Demokratie immer noch das kleinste aller Regierungsformübel ist; die ursprüngliche Intuition für die Mehrheit der Bevölkerung in einem Staat für gute Lebensverhältnisse zu sorgen ging sicher teilweise den Bach runter. Dies aber meiner Ansicht nach auch hauptsächlich deshalb, weil die Bevölkerung bei Wahlen immer noch viel zu wenig Denkzettel verteilt und sich nicht traut mal anderen politischen Gruppierungen Regierungsbefugnisse zu übertragen.
Man mag über Venezuelas Ex - Präsidenten Chavez denken wie man will und sicher gab es unter ihm auch Korruption und diverse unschöne Dinge aber letztlich war er der Einzige der die Lebensbedingungen für die Unterschicht mal deutlich auf Kosten der Oberschicht verbesserte und Finanzgeier durch seine Gesetze praktisch außer Landes jagte.

Das China im Moment noch nicht demokratietauglich ist stell ich auch außer Frage; andererseits blühen dort Korruption und Freunderlwirtschaft in einem Ausmaß welches zumindest teilweise vermutlich sogar schlimmere Auswirkungen haben als dies bei demokratischer "Vielstimmigkeit" der Fall wäre.
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NIC
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von NIC »

Die richtige Vorgehensweise ist schwierig. Es ist klar dass man die Gesinnung von manchen Leuten dort nicht einfach so akzeptieren kann. Allerdings würde man mit einem Boykott ebenfalls die Sportler bestrafen die schon seit 20 Jahren auf dieses Ereignis hinarbeiten. Eine perfekte oder richtige Lösung wüsste ich da auch nicht. Am besten wäre vielleicht ein Startverbot für russische Athleten, allerdings ist das völlig utopisch wenn sogar Nordkoreaner antreten dürfen.

Das Schlimme ist ja dass dort nicht nur das Regime rund um Putin diese Meinung vertritt. Wenn man sich anhört was manche russische Sportler zu dem Thema sagen, zum Beispiel Jelena Isinbajewa, könnte man sich echt vor lauter Fremdschämen eingraben.
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thun
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von thun »

Populistischer Blödsinn. Da hätte man die Spiele von Peking wegen millionenfacher Menschenrechtsverletzungen eines autoritären Systems viel, viel eher boykottieren müssen. Zum Beispiel.
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thun
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von thun »

Rüganer hat geschrieben:Nun gibt es ja durchaus unterschiedliche Ansichten zur Staatsform Demokratie.
Unsere "westliche" kann nun wirklich nicht mehr als Vorbild dienen angesichts Wirtschaftskrisen, Massenverarmung, Massenüberwachung, Kriegsgeilheit, Einschränkung demokratischer Grundrechte usw.
Aber immer noch das geringste Übel.
Auch ist eine Demokratie für größere Länder eher nicht geeignet.
Quark. In den USA funktioniert sie hervorragend, auch Indien ist eine stabile Demokratie.
Man stelle sich mal vor, in China hätte jeder Krehti und Plehti was zu sagen - die würden wirtschaftlich total untergehen.
Was ist denn das für ein Schmarrn? Seit wann ist der Zweck einer Demokratie die Sicherstellung wirtschaftlicher Prosperität? Und das chinesische System kann ja wohl kaum als Vorbild, wie man gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Fragen lösen sollte, gelten. Dort sind genau die Probleme, wegen denen Du die westliche Demokratien abschreibst, deutlich ausgeprägter (wirtschaftliche Ungleichheit/soziale Schere, Überwachung, Einschränkung von Menschenrechten,...). Einzig das Wirtschaftswachstum legitimiert (noch) die Führung.
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planaifan
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von planaifan »

Dadurch das ich selbst schwul bin verfolge ich dieses Theama recht gespannt, man wird sich deken können das ich deshalb auch dafür bin die Spiele Russland zu entziehen und zum Beispie wieder in Vancouver stattfinden zu lassen, da hier ja die Infastruktur noch so weit vorhanden ist, ich denke mir es wäre ja auch niemand auf die Idee gekommen die Spiele, egal ob Sommer oder Winter, in ländern zu veranstalten welche die Apartheit als Gesetz hatten. Auch wenn das Gesetz für die Dauer der Spiele ausser Kraft ist ist das für mich persönlich ein untragbarer Zustand, da die olympischen Spiele doch auch mit den Menschenrechten verbunden sind.

Zum Thema homosexuelle Athleten : z.B.: Daniela Iraschko (österr. Skispringerin)
Hügelrutscher
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Hügelrutscher »

Ich bin beruflich viel in Russland unterwegs und musste leider feststellen das dieser Schwulen- und Lesbenhass bei vielen Leuten dort als normal empfunden wird.Das offiziellle Russland wird sich in Sotchi von der Schokoladenseite zeigen,aber wie sieht es in den anderen Teilen des Landes aus?Dieser Putinismus treibt immer seltsamere Blüten.
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Pistencruiser
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Pistencruiser »

Es wird sich in Sotchi so verhalten, wie 1936 in Berlin ( und ich denke, man kann bei dem was sich in Russland derzeit abspielt diesen Vergleich wirklich ziehen):
Alles wird schön rausgeputzt und freundlich sein. Meinungsmache und Hassparolen werden während der Spiele aus Staatsfernsehen und sonstigen Medien verschwunden sein.

Wenn sich nach zwei Wochen die Medienmeute wieder verabschiedet hat, wird die Staatshetzte gegen alles was Putin dem Schrecklichen, seinerzeit von seinem Gspusi - unserem Altkanzler Schröder - mit dem Etikett des "lupenreinen Demokraten" versehen, nicht ins populistische Konzept passt, unvermittelt weiter gehen. Schließlich muß ja hinterher auch irgendwie von den hinterlassenen Investitionsruinen abgelenkt werden.

Im Vergleich zu vergangenen Winterspielen, denen ich immer mit einer gewissen Vorfreude und Spannung entgegengefiebert habe, lässt mich Sotchi bisher völlig kalt. Es wird ähnlich sein, wie in Peking. Wahrscheinlich erleben wir Winterspiele in bombastischer Perfektion, jedoch völlig "clean" und ohne jeden Spirit. Etwas wehmütig denke ich dabei an Lillehammer zurück, die für mich persönlich bisher schönsten Winterspiele.

Natürlich wünsche ich allen Athleten erfolgreiche Spiele und die Erfüllung ihrer sportlichen Wunschträume - insgeheim erhoffe ich mir jedoch, dass irgendetwas passiert womit sich Putin unsterblich vor der Weltöffentlichkeit blamiert.
Z.B. ein Outing eines russischen Athleten auf dem Siegerpodest oder ähnliches....
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Rüganer »

thun hat geschrieben:
Auch ist eine Demokratie für größere Länder eher nicht geeignet.
Quark. In den USA funktioniert sie hervorragend, auch Indien ist eine stabile Demokratie.
Keine guten Beispiele.
USA besteht aus kleineren Bundesstaaten, die Regierung in Washington interessiert die allermeisten Amis einen feuchten Furz.

Indien und Demokratie, schwieriges Thema, eher ein Argument gegen Demokratie.
China hat ein 5mal höheres BIP pro Kopf als Indien. China hat in den letzten 30 Jahren 500 Mio . Menschen aus bitterster Armut herausgeführt, eine unglaublich bemerkenswerte Leistung.


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thun hat geschrieben: Was ist denn das für ein Schmarrn? Seit wann ist der Zweck einer Demokratie die Sicherstellung wirtschaftlicher Prosperität? Und das chinesische System kann ja wohl kaum als Vorbild, wie man gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Fragen lösen sollte, gelten. Dort sind genau die Probleme, wegen denen Du die westliche Demokratien abschreibst, deutlich ausgeprägter (wirtschaftliche Ungleichheit/soziale Schere, Überwachung, Einschränkung von Menschenrechten,...). Einzig das Wirtschaftswachstum legitimiert (noch) die Führung.
Ohne Wirtschaft ist alles nix, kann ich dir aus sozialistischer Lebenserfahrung sagen. Viele Griechen werden mir zustimmen.
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Fab
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Fab »

Ich würde davor warnen Probleme wie z. B. Indien der Demokratie anzulasten und Erfolge (China) der Diktatur. Das ist eine sehr einseitige Betrachtungsweise. Indien heisst ja Indische Union und besteht aus vielen Bundesstaaten. Der Hinduismus (Kastensystem) ist ein schweres Erbe für einen modernen Staat.
Taiwan hatte z. B. viel früher Erfolg.

Der Vergleich Sotschi mit Berlin 36 ist gar nicht so verkehrt.

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thun
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von thun »

Rüganer hat geschrieben:Keine guten Beispiele.
USA besteht aus kleineren Bundesstaaten, die Regierung in Washington interessiert die allermeisten Amis einen feuchten Furz.
Jan und? Demokratie ist Demokratie. Ob föderalistisch oder nicht.
Indien und Demokratie, schwieriges Thema, eher ein Argument gegen Demokratie.
China hat ein 5mal höheres BIP pro Kopf als Indien. China hat in den letzten 30 Jahren 500 Mio . Menschen aus bitterster Armut herausgeführt, eine unglaublich bemerkenswerte Leistung.
Und wieder: Seit wann ist wirtschaftliche Entwicklung der Zweck der Demokratie? Übrigens hat auch hier Indien fantastische Fortschritte gemacht.


Ohne Wirtschaft ist alles nix, kann ich dir aus sozialistischer Lebenserfahrung sagen. Viele Griechen werden mir zustimmen.
siehe oben. Wir müssen uns nicht im Kreis drehen.



Ich halte den Vergleich eines totalitären Systems, dass die Spiele vollständig zur eigenen Propaganda instrumentalisiert hat mit einer autoritär geprägten Demokratie für, vorsichtig gesagt, schwierig. Dass die Situation in Russland nicht toll ist, ist keine Frage. Aber von Ausgeburten wie Berlin 36 oder Moskau 80 wird Sotschi sicher weit entfernt bleiben.
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Meckelbörger
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Meckelbörger »

Rüganer hat geschrieben: ...
Ohne Wirtschaft ist alles nix, kann ich dir aus sozialistischer Lebenserfahrung sagen. Viele Griechen werden mir zustimmen.
und gerade vor diesen Hintergrund wundert mich dein Standpunkt.
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von axisofjustice »

Wunschdenken, Thun. Eine funktionierende Demokratie mit all ihren üblichen "Begleiterscheinungen" (u.a. Rechtstaat) mag das kleinere Übel sein, Amerika würde ich persönlich aber nicht als funktionierende Demokratie betrachten. Deutschland erst recht nicht.

Eine Demo vor Ort für die Rechte der verfolgten Minderheiten fände ich klasse. Vielleicht helfen uns ja dann auch ein paar russische Gäste bei der nächsten Sportgroßveranstaltung in Deutschland mit dem Demonstrieren gegen unsere Scheindemokratie. Nötig hätten wir es.
2012/13
16.11-18.11: Tux
26.12-02.01: Saas Fee
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24.02 : Andermatt
27.02-03.03: Val di Sole
23.03-30.03: Laax
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Florian86 »

Zum Thema homosexuelle Athleten fällt mir noch Anja Pärson ein. Leider kam das Outing aber erst nach Karriereende, wohl weil das für viele selbst in unseren westlichen Demokratien immer noch ein Problem ist und ein immenser Zusatzdruck auf die Sportler entsteht. Oder nicht nur auf Sportler, sondern allgemein auf Personen des öffentlichen Lebens (siehe z.B. momentan Landrat Michael Adam, ders sogar mit einer Affäre in die Bild "geschafft" hat). Generell denk ich, dass im Sport noch eher lesbische Athletinnen als schwule Athleten akzeptiert werden. Man stelle sich den Fußball vor: schwuler Fußballer -> weibisch, nicht für den achso harten Sport geeignet vs. lesbische Fußballerin -> Kampflesbe, aber gut für den Sport geeignet. Das ist jetzt überhaupt nicht meine Meinung, sondern die, die sicherlich einige Menschen haben.

Aber zurück zu Russland: ein Boykott von Sochi von Länder- oder Ahtletenseite wäre wohl nicht zielführend und tatsächlich für die Athleten unfair. Viel mehr müsste sich das IOC in meinen Augen demokratisieren durch transparentere Entscheidungen einerseits und durch Vergaben außschließlich an Länder, welche die Menschenrechte achten, andererseits. Dass es für das IOC einfacher ist, das eine oder andere Auge zuzudrücken, ist schon klar, aber sollte nicht so sein.

Zum Thema Sicherheit und "Aussetzen des Anti-Homosexuellen-Gesetzes", denke man an den Eurovision Song Contest 2009 in Moskau, der bei weitem eine größere homosexuelle Fangemeinde hat als Sport. Während massenhaft Homosexuelle (natürlich nicht nur Homosexuelle) aus ganz Europa in der Eurovision-Woche feierten und Spaß hatten, fand auch der Slavic Pride mit 40 Teilnehmern statt: eine friedliche Demonstration, die nach kurzer Zeit gewaltsam von staatlicher Seite beendet wurde. Bei den Organisatoren dachte man wohl, dass es in der Eurovision-Woche sicher sei zu demonstrieren, da der ganze Westen eh schon auf Russland schaut. Und das zu einer Zeit, wo es das Propaganda-Gesetz noch nicht gab. Insofern hat sich die Situation im Vergleich zu vor 5 Jahren noch eher verschlechtert. :-(
Jedoch ists für mich unverständlich, dass sich westliche Fans nicht nachhaltig der Demo angeschlossen hatten. Ich selbst hab auch schon 3 mal im Baltikum an Pride-Märschen teilgenommen, und hab zumindest die ersten beiden Male festgestellt, wie wichtig und gut es ist, für die Menschen mitzulaufen, die sich das aus Angst vor gesellschaftlichen Konsequenzen nicht trauen.
Natürlich ändert man nicht eine Gesellschaft von heute auf morgen und die orthodoxe Kirche hat auch einen massiven Einfluss in Russland, aber solche Gesetze wie in Russland bestärken natürlich einen Großteil der Menschen noch zusätzlich in ihrer teils menschenverachtenden Einstellung.

Ich würde es begrüßen, wenn Athleten und Delegationen in Sotchi schlichtweg kleine Zeichen zur Unterstützung tragen würden, obwohl das meines Wissens nicht erlaubt ist. Bogner geht dabei schon mal mit nem fast regenbogenfarbenen Outfit in die richtige Richung (auch wenn ich sie ziemlich grässlich im Design finde) :D Vielleicht könnten ja auch Anzüge für die Sportveranstaltungen im Regenbogendesign zumindest mal ein Zeichen setzen.
2021/22: Brauneck ~ Schlick 2000 ~ Sella Ronda(x3) ~ Catinaccio(x0,5) ~ Plose(x0,5) ~ Wildkogel(x3) ~ KitzSki ~ Zillertal-Arena ~ Weißsee-Gletscherwelt ~ Schmitten ~ Skiwelt(x2) ~ Savognin ~ Livigno ~ Region Bormio(x2) ~ Cimone ~ Abetone ~ Mondole ~ Prali ~ Via Lattea(x2) ~ Bardonecchia ~ Campi Golf ~ Südtiroler Wipptal(x2) ~ Kolben(x0,5) ~ Hörnle(x0,5) ~ Matrei-Kals ~ 3 Zinnen ~ Ahrntal ~ Schöneben ~ Sulden ~ Nauders ~ Stubai
2020/21: Engadin ~ Hintertux(x2) ~ Stelvio(x2)
2019/20: Samnaun/Ischgl ~ Davos ~ Dolomiti Superski(x4) ~ Gastein(x3) ~ Brauneck ~ Roc d'Enfer ~ Le Grand Domaine ~ 3 Vallées(x5) ~ Le Grand Bornand ~ Portes du Soleil ~ Christlum ~ Lechtal ~ Warth-Schröcken/Lech-Zürs(x3) ~ Tannheimer Tal ~ Spieser/Grünten ~ Skiwelt
2018/19(u.a.): Ruapehu(x4) ~ Tukino ~ Nebelhorn ~ Laax(x4) ~ Skiarena ~ Arosa/Lenzerheide ~ Fichtelgebirge ~ Holzelfingen ~ Kranzberg/Herzogstand ~ Kampenwand ~ Brauneck ~ 4 Vallées(x3) ~ Arolla ~ Zermatt
2017/18 (u.a.): Splügen~Monte Rosa Ski~Pila~Valtournenche~Cervinia~Toggenburg ~Ratschings~Superskirama(x8)~Cardrona~Porters~Roundhill~Ruapehu(x6)
2016/17(u.a.): Kampenwand/Hochfelln~Franken
2014/15(u.a.): Liepkalnis
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Fab »

Auch wenn ich einen empörten Aufschrei riskiere :D

Olympische Spiele sind eine weltweite Veranstaltung.

Das Thema "sexuelle Andersartigkeit" wird in weiten Teilen der Welt völlig anders gesehen als in Nordamerika u. Westeuropa.

In Russland gilt Homosexualität als Geisteskrankheit, bei einem Großteil der Schwarzafrikaner (auch denen der Karibik) sind Homosexuelle sozial ganz unten angesiedelt, ähnlich in Lateinamerika und in der muslimischen Welt ist Homosex. ein zu verfolgendes Verbrechen.

Da wird man keinen Boykott organisieren können und wollen. Die mediale Präsenz der Homosexuellen in unseren Medien ist eh deutlich überproportional.
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Petz
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Petz »

@Fab, möchte Deiner Argumentation insoferne widersprechen als speziell globale Veranstaltungen (zu denen ich die Olympiaden natürlich zähle) auf Basis der UN - Menschenrechtskonvention abgehalten werden sollten und deshalb widersprechende religiöse oder sonstige Animositäten nicht Berücksichtigung finden dürfen.
Florian86 hat geschrieben:Man stelle sich den Fußball vor: schwuler Fußballer -> weibisch, nicht für den achso harten Sport geeignet vs. lesbische Fußballerin -> Kampflesbe, aber gut für den Sport geeignet.
Ich hab dafür sowieso ne eigene, zugegebenermaßen etwas esotherische Theorie, die für mich aber viele Verhaltensweise logisch erklären würde aber darüber hat sich offenbar noch niemand großartig Gedanken gemacht. Passt zwar jetzt nur teilweise ins Topic aber bei mehr Echo könnte man das dann immer noch abspalten.

Ich unterscheide in meiner Theorie zwischen "echter" und "seelisch begründeter" Homosexualität d. h. am Beispiel von Männern erklärt seh ich das folgendermaßen; bei Frauen verhält sich das analog dazu aber eben mit umgekehrten Vorzeichen:

A) Ein "echter" Homosexueller sieht sich als 0815 - Mann mit männlichen Verhaltensweise dessen Interesse mehrheitlich ebensolchen gilt - der fällt auch in der Öffentlichkeit überhaupt nicht durch seine Verhaltensweise auf.

B) Die "seelisch begründete" Homosexualität führe ich bei Männern darauf zurück das versehentlich eine weibliche Seele in einen männlichen Körper gesteckt wurde die versucht, durch eine teilweise sogar bis zur Karikatur überzeichnete weibliche Verhaltensweise auf sich aufmerksam zu machen.

In der öffentlichen Wahrnehmung ist die zweite Gruppe sicher jene die eindeutig mehr wahrgenommen wird, inwieweit das aber Rückschlüsse auf den generellen Gruppenzuordnungsprozentanteil schließen ist vermutlich nur schwer zu ermitteln.

Nun bin ich mal sehr auf Eure Kommentare und Argumentationen dazu gespannt...:ja:
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Der Husumer »

Florian86 hat geschrieben: Aber zurück zu Russland: ein Boykott von Sochi von Länder- oder Ahtletenseite wäre wohl nicht zielführend und tatsächlich für die Athleten unfair. Viel mehr müsste sich das IOC in meinen Augen demokratisieren durch transparentere Entscheidungen einerseits und durch Vergaben außschließlich an Länder, welche die Menschenrechte achten, andererseits. Dass es für das IOC einfacher ist, das eine oder andere Auge zuzudrücken, ist schon klar, aber sollte nicht so sein.
Sehe ich ähnlich, man sollte nie das Symptom, sondern die Ursache bekämpfen. Die IOC und FIFA wird man kaum durch einen Spiele-Boykott reformiert kriegen - was meiner Meinung nach allerdings dringend erforderlich ist (hat da jemand Vorschläge?). Transparente, weniger korrupte Sportorganisationen hätten niemals Großereignisse nach Katar oder Russland gegeben.
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Re: "Kein Olympia bei Schwulenhassern!" - Diskussion um Sotc

Beitrag von Fab »

Ist ein wenig unromantisch - aber die Länder die die Menschenrechte hoch achten, sind in UNO, IOC u. FIFA in der Minderheit.

@Petz

Ist schon eine Weile her - der letzte medizinisch/wissenschaftliche Artikel, also kein politkorrektes Tralala, an den ich mich erinnern kann, hat keine so feinsinnigen Theorien beinhaltet. :D
Voraussetzung ist danach angeblich ein Gen, das bei Frauen eigentlich erhöhte Fruchtbarkeit erzeugt, plus (stressbedingter) Komlikation whd. der Schwangerschaft.

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