Nach den guten Wetterprognosen hatten wir am Wochenende entschieden, am Montag ins Toggenburg zu fahren. Das Gebiet war schon lange auf meiner Todo-Liste und war prädestiniert für einen Besuch unter der Woche.
Anfahrt: Pfäffikon ZH - Ricken - Wattwil - Alt St. Johann ~ 1:10
Rückfahrt: Ditto rückwärts
Wetter:
strahlend blauer Himmel, im Tal etwas Dunst.
Anlagen in Betrieb: alle (ausser Gültenweid)
Pistenzustand:
Fast überall ideale Schneeverhältnisse
Wartezeiten
erlebt: keine ausser 5 Minuten am Skilift Oberdorf (Warten auf Gondel zähle ich mal nicht).
- neues Skigebiet
- schöne Umgebung, Churfirsten und Alpstein
- wenig Leute
- ein paar sehr schöne Carvinghänge
- Schlechte Verbindung zwischen Gebieten
- Nadelöhr Chäserruggbahn
- Teilweise schlechte Platzierung der Stationen
Bewertung:
Abzüge siehe nicht gefallen.
weitere Informationen: http://www.toggenburg.org/de/winter/winter-bergbahnen
Pistenplan:
http://ski2.intermaps.com/toggenburg/in ... lang%3B=de
Übersicht:
Das Skigebiet ist in drei Linien aufgebaut, Alt.St Johann - Ruestel, Unterwasser - Chäserrugg und schliesslich Wildhaus - Gamserrugg
Diese sind von drei Geselschaften erschlossen worden, was man leider auch merkt. Ein Gesamtkonzept fehlt, man kann aber immerhin mit Ziewegen zwischen den Linien wechseln.
Bericht:
Als wir um 8:15 los fuhren, sah es noch nach durchzogenem Wetter aus, aber im Toggenburg war dann, blau und sonnig.
Ich habe mich dazu entschlossen, von den drei Einstiegspunkten den nächsten anzufahren. Der Sektor wird von einer Kombibahn und einer 4KSB erschlossen welche durch einen Tellerlift verbunden werden.
Wir konnten direkt an der Strasse bei der Talstation parkieren, kurz noch Skier ausfassen und direkt mit einer der Gondel der Kombibahn hoch. Zum einfahren gleich mal die 39 hinunter.
Schön wenn ein Skitag auf einer so toll präparierten Piste beginnt. Gleich wieder hoch, diesmal mit Sessel, dann mit dem Tellerlift zum Ruestel Sessel. Der Tellerlift dient eigenltich nur als Verbindungslift. Trotzdem hat man es geschafft, das man nach dem Lift noch schieben muss um zum Ruestel 4KSB zu kommen
Der Ruestel 4KSB bedient eine tolle etwas kurze Piste welche direkt unter dem Lift verläuft. Es gibt noch Varianten durch den Wald, die aber vergleichsweise weniger interessant sind.
Talstation und Schlusshang
Im 4KSB Ruestel
Schlusshang von oben.
Nach drei Abfahrten wechselten wir nach Iltios. Die Verbindungspiste 25 hat sehr lange Ziehwege, da diese aber durch Verschneite Wälder führten, war dies nicht so schlimm. Das führt aber dazu, dass man nicht unbedingt mehr hin und her wechseln will als nötig.
Der mittlere Sektor hat als Hauptachse eine SSB gefolgt von einer PB, diese werden durch vier Bügellifte ergänzt.
Von Iltios fuhren wir zunächst den SL zum Stöfeli, um dann die Simmon Amman-Piste zurück zu nehmen.
Vom Stöfeli hoch zum Chäserrugg. Beeinduckend dieser Talkessel.
Blick auf die Simmon Amman-Piste und Iltios. Darüber die Chäserrugg PB.
Blick zum Speer und zurück zum Ruestel
Danach ging's via PB hoch zum Chäserrugg. Wir konnten direkt die nächste Gondel besteigen, diese war aber dann doch bis auf den letzten Platz gefüllt.
Dort dann die rote 20, eine schön breite Carvingpiste die flach beginnt und dann etwas steiler wird, aber auch gut als blaue Piste durchgehen würde.
Traumhafte Verhältnisse hier. Auch hier machten wir gleich drei Wiederholungen, da wir noch nicht sicher waren, ob wir nochmals die PB nehmen werden. Und eine andere Möglichkeit hoch gibt es leider trotz nur kleiner Lücke nicht. Es sind gerade mal 540m zwischen Stöfeli und Ruggschopf. Hier würde sogar eine fixe DSB als Entlastung ausreichen.
Blick "hintenrunter" nach Walenstadt.
Das Skigebiet Flumserberg in der Totalen. Dahinter die glarner Alpen.
Blick Richtung Bündnerland, rechts am Hang liegt das Skigebiet Pizol.
Fehlt noch der letzte Sektor des Gebietes, Wildhaus - Oberdorf - Gamsalp - Gamserrugg. Diesen erreichten wir mit der Ostabfahrt vom Chäserrugg wobei man nach dem ersten Hang auf die 18 abzweigt.
Erster Hang der Ostabfahrt (nicht ganz so steil wie es hier aussieht).
Der zweite Hang, unten trennen sich Ostabfahrt und der Ziehweg zum Gamserrugg, welcher mich in seiner Form etwas an die Plateaus im südliche Utha erinnert.
Ein Blick zurück auf die Abfahrt vom Chäserrugg.
Die Verbindung am Gamserrugg entlang ist wiederum ein langer Ziehweg. Aber auch hier lässt die Landschaft zum geniessen ein, was das ganze dann wieder aufwertet.
Blick zu den Pisten und Bahnen im Gebiet um Oberdorf.
Von der gleichen Stelle nach oben auf der 9 (Munggenpfiff).
Dieser Sektor wird von zwei 4KSB und diversen Skiliften bedient. Leider sind ein paar Dinge etwas schlecht gelöst. So kann man von der KSB Wildhaus - Oberdorf die anschliessende 4KSB Oberdorf - Gamsalp nur schlecht erreichen. Womit man dann den SL Oberdorf nimmt, welcher dann eher am Anschlag läuft. Die Bergstation wiederum der 4KSB Oberdorf - Gamsalp ist dann wiederum zu tief, als dass man direkt zum Espel-Lift queren könnte.
Nach einmal je Piste 8 & 9 fuhren wir die 2 ins Tal, um danach in Oberdorf vorzügliches Cordon Bleu zu essen.
Nach dem Essen war nun der Gamserrugg das nächste Ziel. Leider war der im Vergleich mit dem Chäserrugg eine Enttäuschung. Oben ist er noch flacher als am Chäserrugg, das heisst dann schon fast schieben (vielleicht sollte man den Lift mal kürzen?). Dann wird es steiler aber leider auch enger, dadurch aber auch etwas verfahren und es gibt schon fast Gedränge.
Wir entschlossen uns kurzerhand, wieder zum Chäserrugg zu wechseln.
Dazu nahmen wir die 17:
Die 17 hat auch Zieweg-Teile, jedoch wesentlich kürzere als in die Gegenrichtung. Der Teil durch den Wald hat dann eine gute Neigung, leider war dieser Teil eine der wenigen in denen der Schnee etwas eisig war.
Mit dem Skilift Espel und der PB fuhren wir dann wieder hoch um noch einmal den SL Chäserrugg zu benutzen.
Alpstein mit Säntis von der Talstation des SL Chäserrugg.
SL Chäserrugg mit Piste. Interessante Eiszapfenbildung am Umlenkrad.
Zum Abschluss machten wir dann die längste Abfahrt (in Höhenmetern) des Gebietes vom Chäserrugg (2262) bis Alt St.Johan (900) am Stück. Eine sehr abwechslungsreiche Abfahrt, aber auch hier geht die Verbindung nicht ohne Ziehwege.
Ein letzter Blick zurück zum Chäserrugg. Danach probierten wir noch die 40 (Herrenwald) leider war diese gerade im Steilhang sehr eisig, was dann nicht so viel Spass machte (gerade wenn die Beine schon müde sind).
Fazit: Ein super Skitag und ein interessantes Skigebiet, welches aber viel Potential für eine bessere Erschliessung hat.