Rentabilität von einzelnen Liftanlagen in Skigebieten

Allgemeine Diskussionen zu Skigebieten weltweit: Erfahrungsaustausch, Reisetipps und Entscheidungshilfen für die Planung des nächsten Skiurlaubs.
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GMD
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Re: Rentabilität von einzelnen Liftanlagen in Skigebieten

Beitrag von GMD »

Natürlich, für die kommende Saison liegen die Karten auf dem Tisch und das Spiel ist gemacht. Aber wer sagt denn, dass der Zustand, den wir diesen Winter erleben werden, in Stein gemeisselt ist? Wenn ich mich recht erinnere, war da ursprünglich einiges mehr geplant, als das was schliesslich bewilligt wurde. Die Schlüsselfrage lautet nun: Gibt man sich in Ischgl damit zufrieden, oder will man mehr? Das dürfte intern vermutlich schon entschieden sein, aber offiziell bekanntgegeben hat man natürlich noch nichts. Und so bleibt uns nur übrig abzuwarten, was passiert.

Persönlich glaube ich, dass man schon noch weiter ausbauen möchte. Nehmen wir beispielsweise die Bereich rund um die Bergstation. Angeblich windexponiert und häufig abgeblasen (an die Ischgl-Kenner: stimmt das? Ich meine mich da an einen Forumsbericht über eine Skitour auf den PVG zu erinnern, wo das zu lesen und auf Fotos zu sehen war). Was tun? Eine Beschneiung würde helfen. Was sagt die Baubewilligung eigentlich dazu? Falls dieser Punkt darin nicht geregelt ist, wäre das so ein Punkt, wo Streit mit Garantie vorprogrammiert ist.
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sunset
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Re: Rentabilität von einzelnen Liftanlagen in Skigebieten

Beitrag von sunset »

GMD hat geschrieben:Natürlich, für die kommende Saison liegen die Karten auf dem Tisch und das Spiel ist gemacht. Aber wer sagt denn, dass der Zustand, den wir diesen Winter erleben werden, in Stein gemeisselt ist? Wenn ich mich recht erinnere, war da ursprünglich einiges mehr geplant, als das was schliesslich bewilligt wurde. Die Schlüsselfrage lautet nun: Gibt man sich in Ischgl damit zufrieden, oder will man mehr? Das dürfte intern vermutlich schon entschieden sein, aber offiziell bekanntgegeben hat man natürlich noch nichts. Und so bleibt uns nur übrig abzuwarten, was passiert.

Persönlich glaube ich, dass man schon noch weiter ausbauen möchte. Nehmen wir beispielsweise die Bereich rund um die Bergstation. Angeblich windexponiert und häufig abgeblasen (an die Ischgl-Kenner: stimmt das? Ich meine mich da an einen Forumsbericht über eine Skitour auf den PVG zu erinnern, wo das zu lesen und auf Fotos zu sehen war). Was tun? Eine Beschneiung würde helfen. Was sagt die Baubewilligung eigentlich dazu? Falls dieser Punkt darin nicht geregelt ist, wäre das so ein Punkt, wo Streit mit Garantie vorprogrammiert ist.
Naja, das betrifft aber nicht nur den Piz Val Gronda, sondern auch alle anderen Neuerschließungen, bei denen die Grünen nicht ganz tolerant sind. ;)
Allgemein denke ich allerdings, dass die Ischgler schon wissen, dass sie bei weiteren Bauten (Beschneiung etc.), die nicht in der Baubewilligung vorkommen, doch "mit dem Feuer spielen". Von daher schätze ich, dass sie genau wissen, was sie tun, sonst hätten sie schließlich kein so großes Skigebiet.
LG, Max
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Re: Rentabilität von einzelnen Liftanlagen in Skigebieten

Beitrag von Foto-Irrer »

GMD hat geschrieben:...und deswegen bin auch überzeugt, dass der Piz Val Gronda uns auch noch weitere Jahre beschäftigen wird. Da kann der Schlussstrich beim besten Willen noch nicht gezogen werden!
aber auch nur, weil es insbesondere eine Person nicht lassen kann :wall: :wall: :wall:
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Re: Rentabilität von einzelnen Liftanlagen in Skigebieten

Beitrag von Arlbergfan »

Nur mal so ganz nebenbei: Für mich persönlich wäre eine Bahn am sinnvollsten, wenn da gar keine offizielle Piste erschlossen wird. Hauptsache das Ding geht da hoch und man kann mehrmals am Tag abfahren.
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Re: Rentabilität von einzelnen Liftanlagen in Skigebieten

Beitrag von Foto-Irrer »

fahr doch nach Tignes oder Verbier :D
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Re: Rentabilität von einzelnen Liftanlagen in Skigebieten

Beitrag von Dachstein »

sunset hat geschrieben:Ich verstehe was du meinst, aber wieso sollten sich die Naturschützer über das jetzige Maß aufregen. Klar, sie regen sich über den Bescheid auf, aber dafür kann Ischgl doch nix.
Ein sehr wichtiger Punkt. Der Bescheid kommt von der Landesregierung; die Ischgler haben einen positiven Bescheid erwirkt, aber nicht ausgestellt; somit wäre die Landesregierung der Adressat für etwaige Beschwerden der Umweltschützer. Auch gehe ich davon aus, dass sich die Bergbahnen an den Bescheid und dessen Auflagen halten werden.
Foto-Irrer hat geschrieben:aber auch nur, weil es insbesondere eine Person nicht lassen kann
und
sunset hat geschrieben:Was mich mal so interessiert: Mit welchen Tatsachen begründest du deine Aussagen?
Gebi Maer hat geschrieben:Obwohl ein EU-Vorprüfungsverfahren über eine mögliche Ausweisung des Piz Val Gronda als Natura-2000-Gebiet eingeleitet wurde, hat die Seilbahnbehörde den Bescheid erteilt. Das finde ich schade, weil der Ausgang des Verfahrens nicht abgewartet wird.“
Auszug aus: http://www.alpenverein.at/tirol/home/to ... Gronda.php

Die Gegner haben jetzt eine Prüfung der Sache nach nationalem und internationalem Recht (vergl. Alpenkonvention Abschnitt Tourismus) angestrebt. Kurz gesagt, die EU (nächste Instanz) prüft. Jetzt kommt es darauf an, was die Prüfung ergibt. Nach Aussagen unabhängiger Experten hätte der Gipfel des PVG schon lange ein Naturschutzgebiet sein müssen. Es wird jedenfalls noch spannend; und der Instanzenweg kann dauern. In 5 Jahren werden wir mehr wissen. Ausgang ungewiss.

Wobei wir schon wieder vom Thema der Rentabilität abgekommen sind...

MFG Dachstein
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Re: Rentabilität von einzelnen Liftanlagen in Skigebieten

Beitrag von Olli_1973 »

Arlbergfan hat geschrieben:Nur mal so ganz nebenbei: Für mich persönlich wäre eine Bahn am sinnvollsten, wenn da gar keine offizielle Piste erschlossen wird. Hauptsache das Ding geht da hoch und man kann mehrmals am Tag abfahren.

Dies kann sich dann aber wie du auch geschrieben hast nur für dich persönlich sein, denn nicht alle Leute können oder wollen OFF Pist fahren... Da würde ich dir dann Kanada empfehlen, da hast du die Berge für dich alleine. Für die breite Masse ist ein schön glatt gewalster Hang sicherlich sinnvoller.
Olli_1973
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Re: Rentabilität von einzelnen Liftanlagen in Skigebieten

Beitrag von Olli_1973 »

Um dann doch nicht das Thema ganz so weit zu verfehlen nochmal: Es werden zu Hauptzeiten 300 bis 500 Leute dort fahren, die stehen dann nicht an anderen Liften an und blockieren, das macht mehr glückliche Skifahrer die dann auch gerne wieder kommen. Ich glaube nicht, dass nur wegen der neuen Bahn jeden Tag 500 Leute mehr im Skigebiet sein werden, aber nicht anstehende Leute sind glückliche Leute und glückliche Leute kommen wieder!
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Re: Rentabilität von einzelnen Liftanlagen in Skigebieten

Beitrag von Emilius3557 »

Nehmen wir beispielsweise die Bereich rund um die Bergstation. Angeblich windexponiert und häufig abgeblasen (an die Ischgl-Kenner: stimmt das? Ich meine mich da an einen Forumsbericht über eine Skitour auf den PVG zu erinnern, wo das zu lesen und auf Fotos zu sehen war).
Ich verlinke gerne den Bericht nochmals:

http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 30&t=46518
an die Ischgl-Kenner: stimmt das?
Wer von den Ischgl-Kennern war denn schon auf dem Gipfel (ohne Bahn)? Oder alle nur mit dem Finger auf dem Pistenplan? :D
Aber trotzdem wissen ja alle bereits, wie genial die Tiefschneeabfahrten dort sein werden.

Ich freue mich jedenfalls auf die Berichte von dort, da ich es vsl. diese Saison nicht dorthin schaffen werde. Dank der neuen Bahn wird es ja nun regelmäßig Situationsberichte geben, also das ist schon mal ein klarer Pluspunkt... :D
Besinnung auf die Kernkompetenzen - altbewährte Dummschwätzerei...

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Dachstein
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Re: Rentabilität von einzelnen Liftanlagen in Skigebieten

Beitrag von Dachstein »

Olli_1973 hat geschrieben:Es werden zu Hauptzeiten 300 bis 500 Leute dort fahren, die stehen dann nicht an anderen Liften an und blockieren, das macht mehr glückliche Skifahrer die dann auch gerne wieder kommen. Ich glaube nicht, dass nur wegen der neuen Bahn jeden Tag 500 Leute mehr im Skigebiet sein werden, aber nicht anstehende Leute sind glückliche Leute und glückliche Leute kommen wieder!
Sehe ich ganz ähnlich, wenngleich ich mich nicht traue, irgendwelche Zahlen zu schreiben. Im Endeffekt kommt es nicht nur auf die Personen an, die dort fahren, sondern auch auf die Fahrten gesamt. Sämtliche Fahrten gesamt würden dann auf die anderen Anlagen umzulegen sein, wobei man aufgrund der Systemunterschiede (KSB vs. PB) ein einfaches Umlegen nicht möglich ist. Es ist mMn. unzulässig, zu sagen: wenn die PB beispielsweise 1500 Fahrten hat, verlieren andere Bahnen 1500 Fahrten. Denn die Wartezeit bei der PB, wenn das Fahrspiel gerade begonnen hat, kann man schnell 5 Minuten dauern, während man bei der KSB schon längst wieder am Sessel sitzt.

MFG Dachstein
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