girak sessellifte

Lost Places im Schnee: Historische Seilbahnen, geschlossene Skigebiete (LSAP) und die Geschichte alter Liftanlagen in den Alpen.
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one_only80
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girak sessellifte

Beitrag von one_only80 »

ich bin dabei meinen garten sessellift auf original 60er jahre girak umzurüsten. weiss allerdings nicht mehr welche stützenfarbe die originale bei den girak-einsesselbahnenbahnen mit baujahr 1967 war. ausserdem bilde ich mir ein, dass bei manchen mit den dunkelgrauen sitzflächen das gestänge orange lackiert war - ist das möglich?

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Maxi.esb
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Re: girak sessellifte

Beitrag von Maxi.esb »

@one_only80 die Stützen waren sicher auch in irgendnem Grün. War irgendwie die Standardfarbe :lach:
Warum knacken die Girakrollen eigentlich immer so wen die bahn langsamer als normal fährt?
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Petz
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Re: girak sessellifte

Beitrag von Petz »

Rollenknackgeräusche wären mir eigentlich sowohl unbekannt als auch technisch unerklärlich - auch bei one:only80´s Gartenlift machen die beiden Girakrollen die die antriebsseitigen Umlenkungen bewerkstelligen keinen Mux egal mit welcher Geschwindigkeit wir fahren.
Eher hätt ich im Verdacht das das Knackgeräusch von Klemmenlager kam wenn es schon bissl Spiel hatte; bei höherem Speed ginge das Geräusch in dem der Robapassage unter und fiele deshalb nicht mehr auf.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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ATV
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Re: girak sessellifte

Beitrag von ATV »

@Petz: Das geklacker kommt von den Einlaufzungen aus Stahl. diese sind mit Splinten an die Klemme montiert und liegen lose auf dem Förderseil auf. Mit der Zeit bekommen die Splinten und Einlaufzungen spiel und werden von den Rollen der Rollenbatterien von unten leicht angeschlagen und fallen wieder zurück auf das Förderseil. Stahl auf Stahl klimpert dann halt so charakteristisch. Die Neuen Klemmen sind mit Einlaufzungen aus Kunststoff ausgerüstet. Die aus Metall werden auch nach und nach ersetzt, denn wenn man zu lange mit ausgelutschten Einlaufzungen aus Stahl fährt, können diese auch seitlich so stark Spiel bekommen, dass sie Seitlich neben dem Förderseil runter fallen und dann Klottert es über die Stützen, allerdings nur einmal.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Maxi.esb
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Re: girak sessellifte

Beitrag von Maxi.esb »

Nein das meine Ich nicht... wenn der lift langsamer fährt knacken die rollen auch ohne das ein Lift drüber fährt. In meinem Video von der Garfrescha DSB eindeutig zu hören! Bei 1:40 gut zu hören und bei 3:08 hört man wenn er normal fährt quitschts und wenn er langsamer schaltet kanackts!
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Petz
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Re: girak sessellifte

Beitrag von Petz »

Gerade nochmals das Video analysiert; das was Du als Knacken wahrnimmst ist meiner Ansicht nach auch der Rollengummi der sich bei langsamerer Geschwindigkeit aber nicht kontinuierlich quietschend oder schmatzend sondern in leichten Rucken an den Rollenflanken bewegt und deshalb matte kurze Knarzgeräusche in Folge produziert.

Stahlauflaufzungen hatte ich von Vornherein ausgeschlossen weil die ein hell klingelndes Geräusch erzeugen das außerdem meist nur bei den sehr langen Marchisioklemmenzungen überhaupt auffällt. Außerdem tritt das Zungengeräusch normalerweise nur an Niederhaltern oder bei, durch diese verursachten stärkeren und etwas höherfrequenten Seilhöhenschwingungen überhaupt auf.

Außerdem sollte man seine Oma nicht damit schocken das man andeutungsweise den Schließbügel auf der Strecke öffnet...:!: :wink:
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Maxi.esb
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Re: girak sessellifte

Beitrag von Maxi.esb »

Wann wurde Girak denn eigentlich gegründet? Die haben ja dann WBB übernommen und die wiederum hatten doch W&S übernommen oder?
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Petz
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Re: girak sessellifte

Beitrag von Petz »

Girak hatte schon vor dem zweiten Weltkrieg existiert weil sie z. B. als Lieferant einiger Heeresfeldseilbahnen des Typs M36 in der Literatur erwähnt werden.
Bez. Wiener Brückenbau liegst Du aber teilweise leider falsch denn trotz der Zusammenarbeit zwischen W&S und Girak z. B. bei den Tauplitzsesselliften wurde Wolf & Switzeny für mich nicht ganz nachvollziehbarerweise ja von der WBB übernommen.
Die Wiener Brückenbau ging hingegen später nicht an Girak sondern im Konzern der VÖEST auf nachdem die russischen Besatzer die WBB nach dem Kriege zuerst dem sowjetischen USIA - Konzern angegliederten hatten und die Firma bis zur Rückgabe und Verstaatlichung reparationsleistungsbedingt leergewirtschaftet hatten. Die VÖEST verkaufte dann im Zuge der nötigen Standortbereinigungen auch einige WBB - Werksareale in Wien (darunter auch den von W&S in der Gerstlgasse) und behielt nur jene in Inzersdorf südlich von Wien.
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