Mittlerweile haben wir Mitte Jänner 2014, und in den Nordalpen sieht es schneemäßig nach wie vor ziemlich mau aus... die ansonsten typischen Jänner-Destinationen im Pongau, Pinzgau und Tennengau kommen daher - zumindest für mich - derzeit nicht in Frage... anstatt zu jammern, gilt's aber das Beste daraus zu machen - und das findet sich derzeit tendenziell eher (und mit vermutlich einigen wenigen Ausnahmen nördlich des Alpenhauptkamms) auf der Alpensüdseite.
Gestern am Obertauern haben's wir's perfekt erwischt - heute sollt's daher noch ein Stück weiter südlich gehen. Nicht zuletzt aufgrund des Berichts von Dachstein stand auch der Katschberg in der engeren Auswahl (auch schon vor Erscheinen des Berichts
Da ich den Fanningberg schon seit einigen Jahren auf meiner To-Do-Liste habe, schien heute eigentlich der perfekte Tag dafür zu sein: In vernünftiger Entfernung derzeit vermutlich kaum wo signifikant bessere Verhältnisse (Mölltal definiere ich nicht mehr als vernünftige Entfernung
Warum ich dort bisher noch nie? Nun ja - gute 130 km sind's dann doch aus dem Salzkammergut - in dem Radius finden sich dann halt doch einige gute Skigebiete, die mehr als nur 2 (bzw. 3 - bei guter Schneelage) interessante Lifte aufweisen.
So, jetzt aber mal zum Skigebiet. Der Fanningberg ist ein nahezu ausschließlich mit Osthängen gespicktes Skigebiet und wird im Wesentlichen durch 2 6er-Sesselbahnen (und einen weiteren - mangels Beschneiung derzeit geschlossenen - Schlepplift) erschlossen, von denen die eine mehr als 500 Höhenmeter, die andere gute 300 Höhenmeter überwindet. An beiden Anlagen gibt es jeweils mehrere vollwertige Pisten, sodass die angegebenen 30 Pistenkilometer trotz der "nur" 3 Hauptanlagen in der Tat hinkommen dürften. 2 Kurzbügler-Lifte gäb's noch im Übungsbereich, sind aber redundant zur Samsonbahn und daher von mir heute nicht befahren worden.
Nun aber mal zu den Fotos.
Erste Auffahrt mit der Samsonbahn - die Vorfreude steigt...
Die Bahn überwindet mehr als 2 Kilometer Wegstrecke. Hier der obere Bereich:
Wunderschön pulvrig-kompakte Pisten:
...und perfekt hergerichtet!
Eines der wenigen Salzburger Skigebiete, von denen man nicht ständig auf den Dachstein schaut... (gut, das gilt zumindest für Pongau und Tennengau)
Die letzten 100 Höhenmeter war's ziemlich hart, ansonsten aber traumhafte Bedingungen im gesamten Skigebiet. Unsere Tiroler Kollegen wären damit sicher auch zufrieden.
Die Hauptabfahrt war leider von einem Skirennen belegt - dafür gab's dort dann nach 13 Uhr noch tolle Bedingungen (dann aber leider schon weitestgehend schattig):
Die meiste Zeit des Tages hielt ich mich aber am Zirbenjet auf - ganze 26 Fahrten sollten es schließlich an dieser Bahn werden...
Der Hauptgrund für diese 26 Wiederholungsfahrten? Das da!!!!
Weißpriacher-Abfahrt - mit die besten Pistenschwünge des bisherigen Winters (und das will bei meiner bisherigen Saison eigentlich was heißen):
Blick nach unten:
Zirbenjet in voller Länge, rechts oben der Beginn der Weißpriacher-Abfahrt, am linken Bildrand der "Auslauf":
Zwischenzeitlich wechselte ich wieder zurück zur Samsonbahn, hier eine weitere Abfahrtsvariante:
Zoom zum Speiereck mit Variantenabfahrt, Schneelage noch nicht allzu üppig, aber fahrbar:
Die zweite Abfahrt am Zirbenjet ist noch ein klein wenig rasser - Rader-Steilhang. Oben noch relativ flach...
...unten raus aber richtig knackig steil (kommt auf dem Bild gar nicht so rüber):
...auf dem Bild schon eher!
Rund um den Zirbenjet war's einfach nur herrlich zu fahren, sodass ich mich von dort gar nicht richtig loslösen konnte. Daher auch "nur" 10 Fahrten an der Samsonbahn.
Erster Hang. Auch im Lungau ist's nur bedingt winterlich...
Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, gab's ganztags mehr als genug Platz auf den Pisten - und auch nach 14 Uhr wär's noch super gegangen, da waren dann aber die Mukis alle...
Fazit: Perfekter Pistentag in entspannter Atmosphäre. Viel Platz auf den Pisten, knackige Abfahrten - aber auch wunderschöne Autobahnen an der Samsonbahn. Ich komme gern wieder - dann verlasse ich mich aber nicht auf die nett gemeinte Abkürzung von Google Maps.
Zwischenfazit 2013/14: Bisher 14 Skitage, 12 davon mit der SSSC, davon 13 Pistentage - 1 Freeridetag. Alle Tage maximal gering bewölkt, meist aber wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein. 11 verschiedene Skigebiete, Durchschnittsbewertung der Skitage: 5,58 von 6 maximalen Punkten. Könnte schlechter sein.