Jojo hat geschrieben:Nun etwas über die nicht realisierten Projekte in Grimentz:
In der Talstation der 10EUB "Grimentz-Bendolla" habe ich einen alten Pistenplan gesehen (siehe Bild). Darauf war die 10EUB "Grimentz-Bendolla" noch eine DSB.
Daneben ist eine EUB als Projekt eingezeichnet, allerdings mit der Bergstation bei der Bergstation der DSB "Crêts" auf 2350m und nicht auf Bendolla (2100m).
Die Talstation der projektierten Bahn liegt auch nicht bei der Talstation der jetzigen 10EUB, sondern auf dem unteren Parkplatz.
Das Projekt muss vor 1988 aktuell gewesen sein, da im Sommer 1988 die DSB "Grimentz-Bendolla" durch die erste 10EUB der Schweiz ersetzt wurde.
münchner hat geschrieben:Der Schilift Marais (SL oder KSSL?) verlief aber anders als auf diesem Plan zu sehen, oder? Also eher im Bereich der heutigen KSB nach dem Graben (siehe: http://www.snow-forecast.com/pistemaps/ ... stemap.jpg)?
Der Skilift startete genau unterhalb der DSB "Les Crêts" und ging dann erstmal Richtung Piste "Tsayêt", unterhalb der Einmündung der Piste "Tsayêt" in die "Maraispiste" war eine Kurve (also etwas links oberhalb der Bergstation des Skilift "Marenda" und dann ging es neben der "Maraispiste" steil hinauf, höher als die Talstation des (damals noch Skilift) "Tsarva".
Anbei ein Bild der Situation mit dem Verlauf des Skiliftes (in etwa), hast auch ne PN
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
münchner hat geschrieben:Danke, glaube ich kann mir den Verlauf gut vorstellen. War dann vermutlich ein KSSL, oder?
Ja genau - von Poma.
Die Bergstation des Skilift "Orzival" war früher übrigens eine "hängende" Umlenkstation (ohne Kuppelstelle).
Die aktuelle Bergstation war die Bergstation des LSAP-Skiliftes "Les Gouilles" in Zinal (rechts neben dem Skilift "Tzarmettaz").
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Der Poma-Stangenlift "Sigeroulaz" in Vercorin ist ab der Wintersaison 2014/2015 leider Geschichte. Pisten gehen durch die Auflassung nicht verloren, da die Abahrten durch die 10MGD "Vercorin-Crêt-du-Midi" miterschlossen werden - um die schöne und abwechslungsreiche Lifttrasse ist es allerdings sehr schade.
Unten eher flach zwischen Bäumen und Skipisten, oben steil mit Blick ins Rhônetal - dazu 2 Kurven. Gefühlt ist man hier immer im Halbkreis gefahren.
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Der Tellerlift "Par di Modzes" in St.-Luc ist im letzten Sommer ersatzlos abgebaut worden.
Es ist der dritte ersatzlos gestrichene Skilift in St.-Luc/Chandolin (Illhorn 1, Crêt de la Motte).
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Wegfall "Pas de Motzes": auch wenn mir dieser Lift eher vernachlässigbar erschien, so ist dieser Fakt vor allem eins: bedauerlich. Die sukzessive Schliessung einzelner (wichtiger) Anlagen wie etwa Illhorn 1 oder Crèt de la Motte hinterlässt ein schales Gefühl und lässt mich unweigerlich an ein anderes Schweizer Skigebiet denken, das ich gut kenne. Man kann nur inständig hoffen, dass es in St. Luc/Chandolin nicht in diesem Stil weitergeht.
Ich finde es auch extremst schade, v.a. beim Crêt und eigentlich auch beim Illhorn.
Fakt ist aber auch, dass durch den Abbau der 3 Skilifte keine wirklichen Skipisten weggefallen sind.
Die Talabfahrt nach Chandolin (Illhorn 1) ist noch möglich (per Skibus zurück zu den Sesselliften). Am "Crêt de la Motte" sind die obersten 200m Piste weggefallen, am "Par-Di Modzes" ebenso.
Allerdings waren es halt nette Alternativen, die für Abwechslung gesorgt haben.
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Interessantes Zeit-Dokument: https://doc.rero.ch/record/174032/files/1961-11-14.pdf
Tageszeitungsartikel vom 14. November 1961: Interview mit den Präsidenten von Vissoie, Grimentz, St.-Luc und Chandolin über große Projekte im Val d'Anniviers.
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Ich hatte schon davon gehört... Schade, dass die finanziellen Mittel nicht ausgereicht haben, das wäre ein echter Gewinn für Chandolin gewesen.
Vor dem Ersten Weltkrieg hatte es auch ein Eisenbahnprojekt im Val d'Anniviers gegeben, bis nach Zinal und dann Zermatt, wenn ich mich nicht irre. Auch ein schönes Projekt.
Letztes Jahr gab es eine schöne Brochüre "60 Jahre Bergbahnen St.-Luc/Chandolin". Ich fand sie sehr lesenswert und interessant und habe mal versucht stichpunktartig ein paar Infos zusammenzufassen:
1906 erhielt man die Konzession für eine elektrische Eisenbahn auf der Strecke "Sierre-Zinal-Zermatt" mit einem 6,6 km langen Tunnel "Alpe Arpitettaz-Zmutt" und eine Standseilbahn mit Gegengewicht "Vissoie-St.Luc" - durch den ersten Weltkrieg wurden diese Planungen leider nie verwirklicht.
1945 kam die Frage einer möglichen Pendelbahn "Niouc-Chandolin" auf.
1953 wurde der erste Skilift von Saint-Luc gebaut: Skilift "Beausite".
Es gab zwei Projekte
1.) Pendelbahn "St. Luc-Hotel Weisshorn"
2.) 3 Sektionen DSB "St-Luc-Alpage Rouaz-Pas de Boeuf-Bella Tola", Kostenpunkt: 957.000 SFr., Planung: Willy Habegger
1961 erhielt man die Konzession für die Pendelbahn "Chippis-Niouc-Soussillon" (4730 m lang, 1420Hm, 14 Minuten, 160Pers./h, 1,8 Mio SFr.)
Der Skilift Chandolin-Illhorn sollte mit einem Sessellift gedoppelt werden und das Restaurant "Illhorn Berg" gebaut werden.
Der Ort "Super-Chandolin auf 2200m Höhe" wurde geplant - finanziell war dies alles nicht möglich.
Im Oktober 1960: erster Skilift des Skigebietes wurde eröffnet: „La Combettaz“, von der Talstation der aktuellen Standseilbahn bis zur Baumgrenze.
1960 wurde die Straße nach Chandolin gebaut und die Gründung der „Société des transports à cables de Chandolin“ vollzogen.
06.01.1962 Eröffnung Skilift Illhorn, gebrauchter Poma Lift, 1800m lang; erste zwei Jahre kaum gefahren, es gab viele Probleme, ein Mast fehlte, zwischen den Stützen 4 und 5 und zwischen 10 und 11 wurde man angehoben, es gab kein Telefon, nicht-lackierte Stützen mit der Folge der Verrostung, die Fundamente waren schlecht verankert
28.12.1962 Schaden am Lift mit Verdacht auf Sabotage
1962 wurde die Cabane Bella Tola errichtet.
1964 gab es auch den kurzen Skilift „Parc“ im Dorf von Chandolin, 1965 wohl noch einen zweiten Skilift im Dorf
Juli 1964 DSB St. Luc-Tignousa und Höhenrestaurant, alter Skilift bis heute auf Tignousa.
Innerhalb von 10 Jahren: Bau der Skilifte Par-di-Modzes, La Forêt (2x verlängert!), Col des Ombrintzes und Pas de Bœuf
1969 Beschluss Bau der DSB „La Remointze“ und Umbenennung in „Télé-Chandolin-Anniviers SA“
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
1972: Eröffnung des Doppelsesselliftes „La Remointze“ (mit Seitwärts-Schließbügeln) und des Skilift Etables (als Kurzbügler!)
Weitere Neuerschließungen wurden geprüft, Richtung Illsee
1982: Bau Skilift "Crêt de la Motte";
die Verbindung nach St.-Luc wurde geplant, auch mit einem 80 m langen Skitunnel unter dem Ombrintzes-Kamm
1983: erhielt man das Interieure einer Kantine der Universität von Lausanne für das Höhen-Restaurant "Remointze". Da das Original aus Lausanne zu groß war, wurden die Reste der Küche im alten „Pontis“-Tunnel gelagert (und das bis heute!).
Anfang der 80er gab es ein Projekt mit zahlreichen neuen Einrichtungen/Installationen von der Bella Tola ins Turtmanntal bis Oberems
1983 wurde der Bau des Stangenliftes „Bella Tola“ in Angriff genommen.
Zuerst plante man den „Téléski du Glacier“ zu errichten, der auf beiden Seiten der Kammlinie errichtet werden sollte, also sowohl auf der Trasse des Bella Tola, als auch ins „Vallon de Meretschi“, was sich dann aber technisch zu heikel darstellte.
Der Bau des Stangenliftes war eine Herausforderung. Unter anderen stieß man bei der Bergstation auf Eis, auf der Trasse mussten 4 bis 5 Meter hohe Schneefelder geräumt werden, ein Poma Mitarbeiter starb auf dem Heimweg.
Die Stützen wurden mit dem Super Puma geflogen und der Winter kam vor der Fertigstellung.
Bei der ersten Inbetriebnahme flog das Seil elastisch bis zum letzten Pylon - schlecht eingestellt. Man begann den Seilzug erneut.
Im Dezember 1986 wurde der Verbindungs-Sessellift „Le Rotzé“ errichtet. Von beiden Unternehmen finanziert galt es als „Verlobung“, es gab noch keine Fusion.
Chandolin kümmerte sich um den Betrieb und die Wartung des Sessellifts, während sich St.-Luc um die Pistenpflege der zwei neuen Pisten der Verbindungsanlage kümmert.
Die Einnahmen der Anlage wurden separiert und mittels eines gewissen Koeffizienten zwischen den beiden Unternehmen aufgeteilt, was später zu Konflikten und schließlich dann aber zur Fusion führte.
Dank der Verbindung konnte man 75km Pisten und 15 Lifte anbieten. Das damals größte Skigebiet im Val d‘Anniviers.
Durch die Verlängerung des Skiliftes „Col des Ombrintzes“ kam eine Verbindung in beide Richtungen zu Stande.
120 Parkplätze, später bis zu 300, wurden an der Talstation des neuen 3er Sesselliftes errichtet.
Kostenpunkt der Verbindung: 4 Millionen SFr..
Zur Wintersaison 1987/1988: neues Restaurant „La Remointze“.
Ebenfalls 1986 wurde die Sternwarte auf Tignousa eingeweiht.
1989 folgte der Planetenwanderweg.
Man träumte von einem Observatorium, doch es schien zu teuer. Dank einer Spende der „Association François-Xavier Bagnoud“ in Höhe von 750.000 SFr. wurde dieser Traum dann 1995 wahr.
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
1991 wurden in Chandolin erste Schneekanonen am unteren Teil der Remointze-Piste (heute Tsapé) installiert.
Bald schon wurde die Anlage bis zur Bergstation des Sesselliftes sowie am Ende der Illhornpiste erweitert.
Anfang der Neunzigerjahre wurde ein Projekt einer kuppelbaren Vierersesselbahn als Ersatz des alten Zweiersesselliftes in Saint-Luc entwickelt.
Michel Buro kannte den Ingenieur Paul Glassey. Letzterer machte den Vorschlag eine Standseilbahn zu bauen, wetterunabhängig und auch ein Nachtbetrieb wären kein Problem. Ein ehrgeiziges Projekt, auch für das Image war geboren. Eine Aktienkapitalerhöhung wurde gestartet.
Im Sommer 1994 wurde die Standseilbahn gebaut, im Dezember 1994 wurde sie eröffnet.
1995 entstand der kurze Seillift „Surf“ mit Snowpark am „Etables“ in Chandolin.
Am 17. August 1999 kam es dann einstimmig zur Hochzeit, der Fusion der beiden verschuldeten Bergbahnunternehmen von Saint-Luc (12 Mio. SFr.) und Chandolin (4 Mio. SFr.) zur Funiculaire St.-Luc/Chandolin AG. Parität: 22-24% Chandolin und 76-78% St.-Luc.
1999 wurde die erste Hochdruck-Lanzen-Beschneiungsanlage am Tignousa errichtet.
Zwischen 2007 und 2009 wurde das bestehende Beschneiungsnetz modernisiert und über den Rotzé verbunden, sowie die Piste du Funiculaire mit Lanzen ausgestattet.
2005 wurde der alte Doppelsessellift „La Remointze“ in Chandolin durch die kuppelbare 4er Sesselbahn „Le Tsapé“ ersetzt.
2009 wurde das Tsapé-Restaurant neu gebaut.
2015 wurde der Poma-Stangenlift „La Forêt“ durch eine kuppelbare 6er Sesselbahn ersetzt.
2020 wurde dann der Verbindungs-3er-Sessellift „Le Rotzé“ durch einen 4er Sessellift auf verkürzter Trasse ersetzt.
2021 wurde die „Gîte du Prilet“ von den Bergbahnen übernommen.
2022 wurde das Grand Hotel „Du Cervin“ renoviert und neueröffnet.
2024 hat das Unternehmen 130 Angestellte im Winter.
Weiterhin ist die Optimierung der Beschneiungsanlage die Basis für den Erfolg.
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.