Nun – ich wollte eben den guten, alten Rossalmlift endlich einmal gefahren sein, die Winklmoos-EUB kennenlernen, der alten 3SB Kammerköhr vorm Abriss nochmal meine Aufwartung machen und den Zigeuner-Kurvenlift unter seinem alten, politisch nicht mehr korrekten Namen fahren...
Diesmal war ich gescheiter als am Tag vor Sylvester, als ich erst bei den Benz-Eckliften herumknipste und später dann vor lauter Andrang weder am Seegatterl noch in Waidring ins Schigebiet durchkam. So erreichte ich den sich bereits drastisch füllenden Parkplatz zur Bahnöffnungszeit, musste bereits beim Kartenkauf anstehen und an der neuen EUB sowieso.
Dafür war ich froh, Deutschlands längste 8er-EUB mit ihrer gut 3.000 m Trassenlänge fünf Jahre nach ihrer Errichtung endlich einmal fahren zu können. Zwar war ich im Sommer bereits zweimal hier oben, doch da ist sie ja bekannterweise nicht in Betrieb.
Hier sieht man bereits den letzten Abschnitt, wo man auf der Bergfahrt wieder talwärts in Richtung Winklmoosalm schwebt, nachdem es endlos lange durch den Wald hinauf und über einen Berg drüber gegangen war. Ist doch gleich viel besser als mit dem Bus...
Dann ENDLICH im Rossalmlift. Gut – ein flaches Ding, aber 1.400 m lange [EDIT 2024: 1.650 m] Kurzbügler in Tagesausflugsreichweite müssen einfach sein...
Übrigens standen sie an der 4KSB an, während am Schlepper niemand hinauffuhr. Später sollte es hier dann allerdings auch eine – wenn auch viel kleinere – Schlange geben.
An der neuen Scheiblbergbahn ging es noch – aber an der 8KSB gab es den ersten Menschenstau. Hier sollte auch den ganzen Tag die Hölle los sein, so dass ich lieber in ältere Gefilde auswich.
Schade, dass man den Kurzbügler zum Gipfel hinauf 2005 abgetragen hat – der wäre noch was gewesen. Hätte mich mehr interessiert, als die flachen Vorgängerschlepper der 8er bzw. 4er Sesselbahn und weiter drüber an der Kappellenbahn. Aber Halt! - das war ja immerhin ein Kurvenschlepper. Also wäre er auch interessant gewesen.
An der Bäreckbahn standen sie in der Früh noch nicht an, aber nach drei Fahrten wurde es auch hier recht voll. Jedenfalls eine schöne, alte 4KSB der ersten Stunde (1985 immerhin). Müsste Österreichs zweite 4er KSB gewesen sein, oder? Die erste in Bad Gastein (Jungereralm). Die Hieslegg in Kitzbühel kam erst 1987.
Der Bärecklift müsste hier am linken Pistenrang (rechts der jetzigen Bahn) hochgegangen sein. Hat ja nur acht Jahre gestanden...
Hier blies der Wind ziemlich heran.
???
Die Plattenkogelbahn hab ich wie die Kapellenbahn und die Rossalmbahn an jenem Tag gemieden.
Schneearmer Januar 2014...
Schließlich ging es dann zur Kammerkörbahn, wo fast keine Leute anstanden und auch auf der Piste (die aber in weiten Teilen ja nur ein Ziehweg ist) wenig los war.
Wir haben beide das gleiche Baujahr – nur dass man an mir 1989 keine Dreiersessel anstatt Doppelsesseln mit Seitenschließbügeln drangehängt hat.
Damals sicherlich noch ein Nadelöhr, da es die 15EUB ja erst seit Ende der 90er gibt und man davor immer mit dem Auto von Waidring bis hier herauf gurken musste.
Bis 1980 diente der Schwarzloferlift als Einstieg, zu dem man hier vom benachbarten Parkplatz aber erst mal mit den Skiern hinabfahren musste. Bis 1975 (Bau DSB Plattenkogel) war das ein reines Schlepperareal hier auf der Steinplatte – sicherlich recht urig und kein Vergleich mehr zu heute.
1972 gab es nur drei Lifte – Schwarzloferlift, SL Kammerkör und SL Plattenkogel
1973 wurde schon der parallele SL Kammerkör II errichtet
1975 DSB Plattenkogel
1977 Bärecklift – bereits 1985 durch die 4KSB ersetzt
1979 Kappellenlift – 1995 ersetzt durch 6KSB
1980 DSB Kammerkör – 1989 zur 3SB umgemodelt
1983 wurde der dritte Kammerkörschlepper erbaut – 1988 alle drei durch eine 4KSB ersetzt
1988 kam der Möserschlepplift hinzu – 2001 durch die jetzige KSB ersetzt
Quelle: viewtopic.php?t=1601
Ach, einfach eine schöne, alte Swoboda...
Gemütlich schwebt man dahin – leider nicht in vollkommener Ruhe wegen einer gut besuchten Hütte auf halber Strecke, wo ich nach dieser Fahrt auch erst mal einkehrte.
Die geht hier schon ganz schön steil rauf...
Seitenblick.
Hier wuselte es von 9 – 16 Uhr ohne Pause...
Wo mal der Kurzbügler auf den Gipfel stand...
Hier kommt es ganz gut zur Geltung, wie steil die 3SB den Felsen hinauf zieht...
Zwar schoben sich ein paar dünne Wolken vor die Sonne, aber die Temperaturen lagen so, dass man ganz gut draußen sitzen konnte.
Dazu der Blick auf die 3SB...
Ein letztes Mal zur 3SB...
Ein wirklich interessanter, alter Sessellift.
Oben hat man wirklich einen schönen Ausblick...
LSAP an der Hochplatte? Ich hab bei Berge-Zooms immer nicht so recht den Orientierungssinn.
Dann ging es noch zur Schwarzloferbahn. Eine gemütliche Ecke, trotz modernem Sessellift. Es war nicht ganz so viel los wie an den flachen Pisten im Hauptgebiet oben und so tourte ich hier noch drei mal herum.
Dann ging es wieder nach Bayern rüber – Premierenfahrt im neu trassierten Zigeuner-Kurvenlift. (Sicherlich bald der Winklmoos-Kurvenlift...)
Doch bis zur Kurve selbst fährt man auf altbewährter Strecke...
Rechts die alte Trasse, die ein wenig länger war. Oben nach dem Wald kommt dort rechts gleich der Einstieg zur neuen Scheiblbergbahn.
Ein paar mal flacher Kurzbügler musste dann noch sein – hinunter ging es dann immer ohne Bögen auf der Trasse des früheren Nachbar-Schleppers unter der 4KSB...
Der Herr in Orange wunderte sich sicherlich über uns Schlepper-Deppen.
Zwei Meter Höhendifferenz
Die gute, alte Zeit, als alles besser war
Liftler in Aktion.
Die freuten sich sicherlich nach 30 min Wartezeit...
Hier kam einst der Zigeuner-Kurvenlift herauf...
Weiter rechts...
Dann gleich nochmal – die Piste war etwas weich, aber nicht so überlaufen wie die neben der Scheiblbergbahn.
Schöner, alter 70er-Jahre Dieselschlepper.
Manchmal hat eine Warteschlange auch ihr Gutes – der Liftler ist abgelenkt und man kann ein paar unkommentierte Nahaufnahmen knipsen.
Einen Startvorgang bekam ich auch gleich noch geschenkt.
Da raucht's...
Dank der flachen Trasse konnte ich dann noch ein paar Tele-Zooms im Rossalmlift wagen...
DM-Schild der ersten Generation?
Bis 2012 fuhr man dort am Scheiblberg noch mit einem alten Dieselschlepper hinauf. 2007 beim Erstbesuch habe ich ganze drei analoge Fotos von dem geknipst
Wirklich ein ideales Gelände für Anfänger.
Zum Abschluss fuhr ich nochmal zur Steinplatte rüber...
Auffallender roter Fleck an einem der Nachbarberge.
Zoom zum Kurvenschlepper an der Loferer-Alm.
Zoom zum LSAP-ESL am Rauschberg. Dieses Gebiet wäre genau was für die Freunde der alten Lifte gewesen.
Rechts unten muss irgendwo noch ein längerer Schlepper gestanden haben.
Neue Bahn in Lofer – die gab es bei meinem Besuch 2010 dort noch nicht.
Ist das nicht die Bergstation der Pendelbahn an der Reiteralpe? Und diese Schneise davor? Scheint von einer Stromleitung zu sein.
Mal wieder ein Zoomobjekt, das ich kenne...
War Richtung Flachland an den Südhängen viel Grün zu sehen, präsentierten sich die Berge weiter südlich an ihren Nordhängen hingegen recht winterlich. Links die prägenden Einfahrtstützen an der Bergstation der Hahnenkammbahn.
Hier auch im Zoom der Harschbichl mit der riesenhaften Bergstation der EUB. Vier Tage zuvor war ich dorthin noch ausgewichen, als sie in Waidring niemanden mehr hinauf ließen.
Hohe Salve – mal unter der Woche vielleicht wieder...
Nun ist rechts unten ist die gute, alte Fleckalmbahn zu sehen.
Die 4SB Schwarzlofer direkt am See...
Ohne Worte...
Abfahrt am Scheiblberg.
Zum Abschluss konnte ich wenigstens um 16 Uhr mit der neuen 6KSB wieder hinauf fahren und noch die Abenddämmerung genießen anstatt mich auf der Abfahrt in der Menschenmenge zu verirren.
Hinter der Bergstation kraxelte ich dann noch den restlichen Hangabschnitt hinauf. Oben streiften die letzten Sonnenstrahlen und man sollte einen ganz guten Standort haben, um ein paar Fotos zu knipsen. Hier der Trassenblick nach unten...
Was vom Scheiblberglift übrig blieb...
Grenzsstein mit Plattenkogel- und Bäreckbahn im Hintergrund...
Nichts mehr los...
Auf der anderen Seite – Zoom zum ESL Dürrnbachhorn alias Nostalgie-Sessellift.
Hier führte bis 1984 noch ein steiler Leitner rauf.
Ein Kontrast zu einem Schitag inmitten der Menschenmassen. Hier oben hatte man seine Ruhe, dazu der Sonnenuntergang, die klare Luft, die Einsamkeit...
Es war ein Fehler, nicht die EUB ins Tal zu nehmen, denn der Ziehweg zum Parkplatz war sehr eisig und trotz hereinbrechender Dunkelheit noch recht gut besucht. Aber weiter unten war dann die Luft rein und man konnte es laufen lassen. 2007 war der Schnee hier so nass, dass ich am Ende gar nicht mehr vorangekommen war.
Obwohl ich mir endlos Zeit gelassen hatte, war auf dem Parkplatz noch ordentlich was los. Man musste höllisch aufpassen, niemanden umzufahren und ich war heilfroh, als ich endlich nach links Richtung Reit im Winkl abbiegen konnte.
Die übliche Routine nach einem Schitag – noch in Österreich ein Tankstopp ehe es dann endgültig heim geht...
Flutlichtschi fehlt immer noch – immer wieder nehme ich es mir vor, doch jedes Mal bin ich zu k.o., wenn ich Oberaudorf passiere.