Im Internet hatte ich erfahren, dass es einen gemeinsamen Skipass für die Zinkenlifte oberhalb von Hallein und die drei Schlepper am Rossfeld gibt – das bot sich gleich mal für einen Ausflug jenseits der üblichen KSB-Areale an. Ohne diesen „Verbund“ per Linienbus hätte ich das unglaublich große Skiparadies an der mautpfichtigen Höhenstraße im letzten Winkel Bayerns wahrscheinlich nie besucht, aber Hallein hingegen sicherlich auch so...
Nach langer Fahrt endlich angekommen – ausnahmsweise mal pünktlich unmittelbar zum Liftbeginn. Es standen noch keine anderen Leute herum, die Sesselbahn startete wie der Schlepper daneben ihre Runden und ich kaufte mir das oben beschriebene Ticket. Die freundliche Dame an der Kasse nahm sich auch noch Zeit, den Weg zur Mauthaltestelle des Linienbusses aufs Rossfelds zu erklären und drückte mir einen Zettel mit den stündlichen Abfahrtszeiten in die Hand. Vom Rossfeld zurück brauchte ich zu meiner Überraschung gar keinen Bus – dank langem Ziehweg kam man auch so wieder von Bayern zurück nach Österreich über die wahrlich grüne Grenze
Schlepper neben der DSB Keltenfürst, der für Übungsliftverhältnisse recht lang ist und eine ganz nette Trasse zwischen Haus, Gartenschuppen und durchs Geäst weiter oben besitzt.
Nach zweistündiger Fahrt war ich erst einmal froh, entspannt in völliger Einsamkeit den Sessellift nach oben zu schweben, der 1987 einen ESL auf gleicher Trasse ersetzt hat. Hallein hatte noch in totalem Nebel gelegen und erst auf der kurvigen Strasse den Berg hinauf waren die Sonne und der blaue Himmel zum Vorschein gekommen. Dazu der steile Berg mit Lift und Piste unmittelbar weiter oben...da verflog der Alltagskram recht schnell aus dem Kopf.
Gleich mal raus mit der Nikon...
Hat eine ganz nette Trasse, auch wenn die Abfahrt vor allem in der unteren Hälfte überwiegend ein Ziehweg ist. Aber irgendwie fühlte ich mich in Hallein gleich ganz wohl – zweifelsohne ein Kleingebiet genau nach meinem Geschmack – lange DSB, drei Schlepper, von denen einer recht kultig ist – später noch der Abstecher über die Grenze ans Rossfeld...
Hier geht es von der DSB auf einen Ziehweg – der Steilhang unter der Bahn war gesperrt. An den Ziehwegen war in der Früh der Schnee schon knapp und später total zerfahren und weggetaut. Es hatte nur eine dünne Auflage und mit neuen Ski wäre das alles nix gewesen...
Am Osthang geht es seit dem glorreichen Abbau des Schleppers dort hier nicht mehr weiter... Dafür gab es am 01.02.2014 einen wundervollen Ausblick.
Links am Waldrand war früher die Schleppertrasse – an der Talstation (von hier nicht zu sehen; weiter links unten liegend) hat es noch ein Häusl.
Der Schnee war bei der ersten Abfahrt noch in Ordnung – am Abend sollte mich hier ein Rübenacker überraschen. Aber meine Ski muss ich nach 6 Jahren Dauereinsatz sicher nicht mehr in Watte packen und für die persönliche Neuerkundung eines der urigen Kleingebiete passt das schon...
Idyllischer Ausblick vom Ziehweg zurück zur Hauptabfahrt.
Dann gleich mal zum Schlepper neben der DSB – der oben lief noch nicht und vor einer erneuten DSB-Fahrt musste ich natürlich dann nochmal flugs nach Bayern rüber...
Der Rottenlift jenseits der Grenze. Während man auf den Ski problemlos rüberkommt, ist die schmale Straße weiter unten noch immer mit einer Schranke am Grenzübergang gesperrt.
Der Dieselantrieb schepperte irgendwo in einem Schuppen fernab der Talstation – so was habe ich auch noch nie gesehen.
Kurzbügelvergnügen – ehe es wieder mit der DSB hinauf gehen sollte.
Diesmal nahm ich die andere Abzweigung, die am oberen Schlepper vorbeiführt, der noch Morgenschlaf hielt. Zuerst befürchtete ich, sie würden den an und für sich nicht benötigten Lift (die Piste wird auch von der DSB erschlossen) nicht laufen lassen – doch ein werkelnder Liftler am Talstationshäusl beruhigte den Pulsschlag wieder
Noch sitzt keiner drin...
Bei der nächsten DSB-Auffahrt musste die Nikon mal wieder draußen bleiben...
Unten die im Winterschlaf befindliche Rodelbahn...
Oben nach dem Steilhang im Wald empfängt einem die wärmende Sonne, die ordentlich an der dünnen Schneedecke nagte.
Nun lief der Lift oben – also gleich mal hin...
Ich fuhr nochmal zum Rottenlift rüber, ehe ich wieder in die DSB stieg, um dann den 10:41 Uhr – Bus an der Mautstelle der Rossfeld-Höhenstrasse zu erwischen. Leider verplante ich ein bisserl die Zeit und der Schiweg zwischen Piste und Haltestelle erwies sich als recht langer Zieher mit kleiner Anschiebepassage am Ende – dazu zwischendrin am Südhang kaum Schnee und am Ende dann noch eine Langlaufaktion am Parkplatzrand. Atemlos rannte ich mit den Skiern in der Hand über die Strasse zum wartenden Bus. Natürlich stand der dann noch weitere 5 Minuten herum, aber lieber so, als MVV-üblich die Abfahrt vor der Nase. (Busfahrpreis im Skipass natürlich enthalten.)
An der Mautstelle mussten wir noch warten, weil ein „Komme gleich wieder“ -Schild von der Abwesenheit des Schrankenbedieners zeugte. Doch nach zwei Minuten setzte sich der Bus wieder in Bewegung und nahm Kurve um Kurve in Richtung Skigebiet hinauf. Neben der Mauthaltestelle stand ein Schild, der auf einen Lift hinwies. (Mautgrube oder so ähnlich.) Ich konnte von meinem Sitz aus nichts Gescheites erkennen, doch irgendwie ließ sich da ein Seillift erahnen. (Wehe, doch ein alter Leitner...)
Von der Bushaltestelle musste ich noch ein Stück weit laufen, um an der Bergstation des Gipfellifts anzukommen. Doch ich war nach dem ewigen Gesitze im Büro unter der Woche froh um ein wenig Bewegung an der frischen Luft. Außerdem hatte mich im Bus ein hinter mir sitzendes älteres Ehepaar gehörig genervt – jeder Baum am Wegesrand musste erwähnt, jedes Schild neben der Straße laut vorgesprochen und natürlich alle Ereignisse der Fahrt bemeckert werden.
Nun hatte ich es doch mal aufs Rossfeld geschafft, wo sie es bei drei mauen Schleppern belassen haben...
Aber dafür kann man wirklich sehr schöne Ausblicke genießen und die Hauptabfahrt zum sog. Großen Lift hinunter war eine ganz nette, kurze Rennstrecke.
Bei klarer Sicht lohnt sich der Abstecher wirklich – bei schlechter nur für die ganz harten Schlepperfreaks.
Besagte Rennstrecke neben dem „Großen Lift“...
(Rechts die Bergstation des Waldlifts)
Am Waldlift ganz unten – ein flacher Schlepper, den sich Gott sei Dank nicht 10 Meter höher gebaut haben, so dass man für die Weiterfahrt mit dem Großen Lift noch einen Scheiß Lift („Handschuhmörder“) benötigt. Das gefiel mir nicht so gut.
Besagter Lift...
Am Einstieg des Großen Lifts...
Seitenblick.
Ausblick.
Tiefenblick.
Straßenblick.
Schließlich noch der 2.500 cm lange Gipfellift.
Entgegen meiner Gewohnheit, vor lauter Liftebegeisterung das Mittagessen zu verpassen, nahm ich am Liftstüberl neben der Talstation des Großen Lifts eine kleine Mahlzeit ein. Leider gab es nicht die klassische Grillwurst mit Pommes, dafür aber das hier. Kann man absolut weiterempfehlen – weiter links kann man dann auch noch auf das Tal südlich von Salzburg blicken.
Fast ohne Worte...
MSB-Entdeckung mit Tauernautobahn im Hintergrund.
Kehre und Waldlift.
Skifahren am Rossfeld...
Der Gipfellift.
Zoom ins Gebiet Gaissau-Hintersee.
Müsste der Spielbergalmlift sein?
Krisensitzung oberhalb von Salzburg?
Angriff auf den Waldliftantrieb?
Großer Lift und Große Häuser...
Waldlift mit Namensgeber im Hintergrund
Ausstieg der DSB Keltenfürst hoch über Hallein...
Bei einem Handschuhmörder ist man froh, wenn man hier angelangt ist.
Liftfahren oberhalb der Tauernautobahn...
Zoom zum LSAP-Skiberg Gaisberg hoch über Salzburg. Auf der großen weißen Wiese in der Mitte verlief einst der Zistelalmlift. Woher die Schneise links oberhalb rührt – keine Ahnung...
Ganz links unten müsste irgendwo beim Hotel Kobenzl der ESL geendet haben – weiter ging es dann zu Fuß bergauf. Unterhalb der Straße rechts des früheren Zistelalmlifts gab es früher noch einen längeren Schlepper. Außerdem einen POMA an der Mittereralm (oder so ähnlich), die hier, glaube ich, nicht zu sehen ist.
Hoch über der Autobahn – der Ausstieg des Großen Lifts...
Oberes Stück der Talabfahrt nach Oberau – die war aber eh nur bis zur Mautstation offen. Schade – wäre ich noch abgefahren, auch wenn man dann wieder mit dem Bus voller friedhofsblonder Meckertanten hinauffahren muss
Schade eigentlich, dass man nie von Oberau oder wenigstens der Mauthaltestelle eine DSB oder so hinaufgebaut hat.
Wenig Schnee auf dem Zieher zurück ins Salzburger Land...
Hier kam früher der Osthanglift herauf...
Schade....
Was es da wohl noch zu sehen gibt?
Dorfidylle an der Autobahn...
Wieder am Schlepper neben der DSB im Tal unten.
Schlepper-Such-Zoom übers Berchtesgadener Land...
Einer wagte sich dann doch an den gesperrten Steilhang unterhalb der DSB...
Zoom nach Hallein mit der üblich abgelichteten Schneise der abgebauten ZUB – die hatte aber keine Skiabfahrt, oder?
Zoom zum Salzburger Flughafen...
...und nochmals rüber zum Rossfeld hinauf.
Oberer Lift...
Wer sieht den Fehler bei den Schildern?
Das betreffende Schild ist hier nicht dabei...
Da blendete irgendwas von weiter ostwärts...
Bei diesen Ausblicken war der nun am Nachmittag teilweise grausame Schneezustand ganz gut zu ertragen!
Außerdem lag der geliebte Rottenlift nun in der Nachmittagssonne...
Hier kam schon oben wie unten der braune Boden hervor...
Salzburg ist gleich nebenan...
Mit der DSB ging es dann nochmal hinauf und nahe des Grenzzauns zu Bayern erwischte ich einen schönen Aussichtspunkt.
Ominöse Schneisen Richtung Dachstein...
Gewusel am Osthang...
Neben der schönen Aussicht hat man hier auch noch gleich den gesamten Verlauf des LSAP-Osthanglifts im Blick...
Vor der letzten Abfahrt noch ein paar Knipsereien an der DSB-Bergstation.
Zoom zur Rossfeld-Talabfahrt...
Ach ja, Kogelblitz heißt der „Obere Schlepper“...
Nochmals ein Stück hochgekraxelt – das „Bergmuseum“ oben war irgendwie nichts und ich schnell wieder draußen.
So genoss ich noch die letzten Schwünge im weichen, dünnen Schnee und war froh, wieder einen schönen Sonnentag in den Bergen erlebt zu haben.