Nach dem Nebeldebakel im Februar 2013 wollten wir es nochmals wissen: Diesmal war der Wetterbericht absolut "impeccable", und so machten wir uns gestern Montag auf nach Champéry. Schnee liegt ausser an exponierten Südhängen noch mehr als genug - ein Problem waren diesmal höchstens die warmen Temperaturen (fast 20 Grad im Talboden), die den Schnee schnell zu Sulzhaufen werden liessen bzw. in weniger sonnenausgesetzten Hängen zu einem Mischmasch aus Pulver, Hartschnee und Sulz führten, der für Carver gar nix war (ebensowenig wie die zahllosen Buckelpisten und der am Nachmittag teils schier unfahrbar gewordenen Sulzhaufen-Verbindungswege samt ohne grösseres Können ausgestattenen Hinz und Kunz in Massen).
Es war also eher Kurzschwingen statt Hispeed-Carving angesagt - was auch besser war, denn es hatte sehr viele Leute auf den Pisten. Wartezeiten an den Anlagen gab es dagegen kaum, maximal 3-4 Minuten vielleicht mal. Wir hörten nebst Französisch vor allem Holländisch und Englisch. Wir sagten uns: "Lieber mal an einem kalten Januartag unter der Woche das nächste Mal"... den positiven Gesamteindruck konnte das aber nicht trüben. Insbesondere die Aussicht vom Mont Blanc über fast die gesamte Jurakette (von nördlich Lyon bis ins Baselbiet) bis hin zu den markanten Zähnen im Osten war immer wieder faszinierend.
Diesmal schafften wir es locker von Champéry (Ausgangspunkt: 6KSB Grand Paradis) via Les Crosets und Avoriaz (inkl. Prodains) nach Châtel rüber (unser "entlegenster" Punkt: Talstation der Linga-Gondelbahn), bevor's dann am Schluss wieder in den Sektor "Ripaille" von Champéry rüber ging. Den Abschluss machte die etwas waldweglastige, aber reizvolle "Hintenrum"-Talabfahrt Ripaille-Grand Paradis, die noch genügend Schnee aufweist (die andere Talpiste ist bereits zu).
Alle Fotos gibt es hier gesagt in diesem Album - Hier ein Mini-Überblick:
Wer sich mit etwas weniger Bildern begnügen will, findet eine Auswahl (v.a. Anlagenfotos) im Portes-du-Soleil-Album meiner Bahnen-Website.