Der milde Winter hat Gastronomen, Hoteliers, Skiliftbetreibern und vielen mehr im Sauerland 55 Millionen Euro an Verlusten beschert. Grund: Aufgrund der ungünstigen Witterung kamen nur halb soviel Besucher, wie in besseren Jahren.
55 Millionen Euro Verlust hat die viel zu milde sogenannte kalte Jahreszeit Gastronomen, Hoteliers und Skiliftbetreibern im Einzugsgebiet der Wintersport-Arena beschert. Ohne die Investitionen der letzten Jahre in die Beschneiungsanlagen, so Beckmann, wäre die Bilanz noch desaströser ausgefallen.
Aber natürlich zeigt es auch die Grenzen des Sauerlands auf. Die Klima wird nun mal nicht kälter, dementsprechend müssen solche Katastrophen betriebswirtschaftlich in die Cases eingerechnet sein - um dauerhaft überleben zu können. Alle Invests sind dort so zu sehen - und es ist halt immer die Frage, ob es sich wirklich lohnt, dort so stark in Infrastruktur 6KSBs etc. zu investieren.
Ich gehe mal davon aus, dass man einen solchen Winter in den Kalkulationen eingeplant hat. Sicher wäre es Ihnen lieber gewesen wenn es nicht dieser sondern eventuell der in 5 Jahren wäre.... (da man dann schon mehr abgeschrieben hat) aber dennoch denke ich man hat es eingeplant.....
Das man angesichts der Höhenlage früher oder später an seine Grenzen stoßen wird was die Witterung angeht ist ihnen sicher auch klar....aber jetzt wollen sie noch so viel mintnehmen wie es maximal geht....
Wer sich noch an die "Vorschnee- Kanonen Zeit" erinnern kann, der weiß das eine solche Anzahl von Lifttagen früher eher normal war. Man hat sich was einfallen lassen und Schneeerzeuger im großen Umfang installiert.
Hat ja bisher auch immer gut funktioniert.
Dieses eine Jahr war jetzt mal ein Reinfall, OK.
Aber auch die technische Endwicklung wird nicht stehen bleiben.
Snowmaker die bei jeder Temperatur Schnee produzieren können gibt es ja bereits.
Eine Frage der Zeit wann die im Sauerland kommen.
Wir werden noch Generationen im Sauerland Ski fahren, dass ist sicher.
Sauerland_6_CLD hat geschrieben:Wer sich noch an die "Vorschnee- Kanonen Zeit" erinnern kann, der weiß das eine solche Anzahl von Lifttagen früher eher normal war. Man hat sich was einfallen lassen und Schneeerzeuger im großen Umfang installiert.
Hat ja bisher auch immer gut funktioniert.
Dieses eine Jahr war jetzt mal ein Reinfall, OK.
Aber auch die technische Endwicklung wird nicht stehen bleiben.
Snowmaker die bei jeder Temperatur Schnee produzieren können gibt es ja bereits.
Eine Frage der Zeit wann die im Sauerland kommen.
Wir werden noch Generationen im Sauerland Ski fahren, dass ist sicher.
Solange es nächsten Winter wieder normal verläuft dürfte dieser Winter überhaupt keine Probleme bereitet haben. Jeder Unternehmer der nicht auch mal ein schlechtes Jahr mit einkalkuliert oder sogar 2 ist kein richtiger Unternehmer. Somit dürfte es erst 2016 kritisch werden wenn bis dahin nur noch Winter wie der vergangene kommen.
ALso solche Zahlen sind immer schwer hochzurechnen, aber knapp 50Mio€ Ausfall kann ich mir schon vorstellen!
Wir haben in unseren "Fewo am Kurpark" in Willingen diesen Winter ein Minus von ca. 20%, allerdings werden wir durch das ganze Jahr ein Minus von ca. 20% hindurchziehen, denn wir müssen 3-4 Wochen Ausfall Fußball-WM hinzuzählen und das Frühjahr läuft allgemein nicht üppig.
Ich bin froh in Willingen zu sein und nicht in Winterberg, die tatsächlich zu knapp 50% vom Wintergeschäft abhängig sind. In Willingen macht das Wintergeschäft nur ca. 30% aus. Zudem haben die Winterberger 4x soviele Holländer wie Willingen und NL hält sich derzeit allgemein mit Buchungen zurück, da die in einer Wirtschaftskrise stecken.
Für Winterberg wird es wohl ein sehr schlechtes Jahr - wir in Willingen haben immer noch ein Klientel an WoE, auf die wir zwar schimpfen, aber die für sicheren Umsatz stehen - die Trinker!
manitou hat geschrieben:ALso solche Zahlen sind immer schwer hochzurechnen, aber knapp 50Mio€ Ausfall kann ich mir schon vorstellen!
Wir haben in unseren "Fewo am Kurpark" in Willingen diesen Winter ein Minus von ca. 20%, allerdings werden wir durch das ganze Jahr ein Minus von ca. 25% hindurchziehen, denn wir müssen 3-4 Wochen Ausfall Fußball-WM hinzuzählen und das Frühjahr läuft allgemein nicht üppig.
Ich bin froh in Willingen zu sein und nicht in Winterberg, die tatsächlich zu knapp 50% vom Wintergeschäft abhängig sind. In Willingen macht das Wintergeschäft nur ca. 30% aus. Zudem haben die Winterberger 4x soviele Holländer wie Willingen und NL hält sich derzeit allgemein mit Buchungen zurück, da die in einer Wirtschaftskrise stecken.
Für Winterberg wird es wohl ein sehr schlechtes Jahr - wir in Willingen haben immer noch ein Klientel an WoE, auf die wir zwar schimpfen, aber die für sicheren Umsatz stehen - die Trinker!
Grundsätzlich gebe ich dir Recht - bis auf den letzten Satz: Willingen ist kein reiner Suff-Ort!
Ich arbeite in einem Hotel an der Hauptstraße, da haben die Sonntag-Freitag-Gäste mit Sonderangeboten den Winter-Wochenend-Rückgang ausgeglichen...
sir_ben hat geschrieben:Grundsätzlich gebe ich dir Recht - bis auf den letzten Satz: Willingen ist kein reiner Suff-Ort!
Ich arbeite in einem Hotel an der Hauptstraße, da haben die Sonntag-Freitag-Gäste mit Sonderangeboten den Winter-Wochenend-Rückgang ausgeglichen...
"Suff-Ort" - das will ich damit auch nicht gesagt haben... wir versuchen uns am Kurpark die Trinker stets vom Halse zu halten, aber wenn noch ein WoE frei ist, dann funktionieren die meistens als Füller. Der Party-Tourismus ist jedoch unbestreitbar das mit Abstand umsatzstärkste Klientel in Willingen - mit allen +- Eigenschaften.
Was wir seit 2 Jahren jedoch zunehmend bemerken ist, dass die "guten Gäste" immer weniger ein verlängertes WoE buchen, vielmehr meiden diese Gäste das Wochenende und kommen entweder von So-Ffr oder gar nicht mehr. Dieser Trend, den auch andere registrieren, bereitet uns Sorgen, weil wir dann die Clubs annehmen müssen.
chrissi5 hat geschrieben:
manitou hat geschrieben:denn wir müssen 3-4 Wochen Ausfall Fußball-WM hinzuzählen
Wieso, warum... nicht jeder ist Fußballfan und in der Fewo kann man doch auch fernsehn..??
Fußball WM/EM sind immer schwere Buchungskiller, weil zwar nicht jeder Fußballfan ist aber doch sehr viele. In Oberstdorf kam gestern von der TI eine Newsletter an alle Vermieter, wo explizit diese buchungsschwache Zeit thematisiert wurde und dass Gastgeber jetzt damit werben können, dass im Kurpark eine große Publik-Viewing-Arena aufgebaut wird.
Fakt ist, dass viele Frauen in dieser Zeit nicht mit ihren Männern in Urlaub fahren, da die nur die WM im Kopf haben und vor der Glotze hängen.
In Willingen ist das Brückenwochenende Fronleichnam normalerweise schon seit Februar komplett ausgebucht, dieses Jahr haben wir noch viel Fewo frei, da es exakt in die spielintensive Vorgruppenphase fällt.
Gut, der zurückliegende Winter 2013/14 war schlecht. Abhaken!
Aber ich frage mich, warum der Möppi am Poppenberg zuerst die Lifte geöffnet hatte (30. November) und am längsten (16.März) Betrieb hatte. Auch die Tage an denen am Poppenberg nichts lief, hielten sich in Grenzen. Macht also rund 3 1/2 Monate. Da frage ich mich, was macht der Möppi anders, dass er noch ein halbwegs gutes Saisongeschäft gehabt haben dürfte? Wird am Poppenberg intensiver beschneit? Gibt es dort mehr Schneeerzeuger als im restlichen Skiliftkarussell? Wird besser präpariert? Vielleicht sollte man den Möppi mal fragen und sich bei ihm Rat holen, was man in Sachen Schneesicherheit verbessern kann. Es kann auch nicht angehen, dass die nagelneue 6KSB am Kappe hingegen nur 3 oder maximal 4 Wochen und dann noch mit Unterbrechungen läuft, weil da zu wenig Schnee ist. Gut, die läuft auch fast da ganze restliche Jahr über für den Bikepark. Aber: Genug modernisiert hat man, jetzt muss in die Schneesicherheit investiert werden. Dass es funktionieren kann, sieht man ja.
Möppi hat bei schwierigen Bedingungen öfters auf das Risiko hin beschneit, dass es am Ende schnell wieder wegtaut und alles umsonst war, viele andere nicht. Zusätzlich ist die Anlage dort sehr schlagkräftig und die von unten gesehen linke Piste recht flach und gut durch den Wald geschützt.
Die Kappe ist allerdings kein guter Vergleich, da die Piste viel steiler ist und entsprechend mehr Schnee braucht, was gerade in diesem Winter eben zum Tragen kam.