Früherer Betreiber der Ederseebahn will Millionenprojekt ohne Zuschüsse realisieren
Der Kasseler Immobilienkaufmann Achim Wickmann (77) will eine Seilbahn zum Herkules bauen. Das klingt wie eine Schnapsidee, hat aber Hand und Fuß. Mit der österreichischen Firma Doppelmayr, dem Weltmarktführer im Seilbahnbau, hat Wickmann bereits baureife Pläne ausgearbeitet.
Talstation: 249 m
Bergstation: 540 m
Länge: 2.312 m
Kapazität: 1.000 Pers./h
„Wenn wir für die Berg- und Talfahrt sechs Euro nehmen, haben wir die Kosten in acht bis zehn Jahren wieder drin“, sagt Wickmann. Weniger als zehn Millionen Euro soll die Bahn kosten.
Mit der Seilbahn zum Herkules beschäftigt sich Wickmann seit Jahrzehnten. Den ersten Vorstoß hat er 1967 gemacht, doch so konkret wie heute waren die Planungen noch nie. Die moderne Seilbahn sei leise, werde von der Stadt aus nicht zu sehen sein, könne privat finanziert werden und habe das Zeug zu einer eigenständigen Attraktion. Zudem werde die Verkehrsbelastung am Herkules reduziert.
Das ist doch gerade eine Stärke von Seilbahnen: die lassen sich diskret etwas im Hintergrund halten – gerade an so einem Standort. Na gut, die Frage wäre, ob die über den Wald gehen könnte oder eine Schneise zu schlagen wäre; vermutlich letzteres ... Aber auch die wird "von vorn" vielleicht sichtbar, aber wohl nicht unbedingt allzu auffällig sein. Für den Zugang wäre das auf jeden Fall eine Bereicherung, die wohl auch rege genutzt werden würde; die Zufahrt auf der Straße (hintenrum) ist ja alles andere als berauschend.
... es kann sein, dass ich nicht alle eMail-Benachrichtigungen erhalte, die bei abonnierten Threads oder PN-Eingängen ausgelöst werden sollten; direkt an mich adressierte eMails müßten aber ankommen ...
Oh ja, find ich gut!
Ich war da schon mehrfach, meine Großeltern wohnen in der Nähe.
Selbst wo das noch kein Weltkulturerbe war, war da oben die Hölle los aufm Parkplatz, und wenn man mit Runterlaufen will hat man immer das Problem wie man hoch kommt.
Also ich find das sehr gut!
*träummodus an* Dann aber bitte gleich zum Fernbahnhof Wilhelmshöhe, das man vom ICE in die Seilbahn und zum Herkules kann! *träummodus aus*
Eher bauen die die Straßenbahn (Linie 3), die zur Zeit im Druseltal endet, wieder hoch zum Herkules, bevor man über eine Seilbahn nachdenkt (siehe Herkulesbahn: http://de.wikipedia.org/wiki/Herkulesbahn)
Außerdem fahren kvg-Busse regelmäßig zum Herkules hoch, der immer (unabhängig von der dOCUMENTA) gut besucht ist.
Kassel wird sich hinsichtlich der Besucherströme etwas einfallen lassen müssen!!!
So nett ich die Seilbahnidee finde - ich glaube nicht daran - wegen der Gefahr der Aberkennung des Welterbestatus:
Bis Anfang dieses Jahrtausend gab es auf der Schlosswiese Wilhelmshöhe eine Reihe sehr beliebter Classic-Open-Airs mit 10-15tsd Besuchern (Placido Domingo, Andrea Bocelli, Elton John solo ...u.a) mit denen ich damals beruflich zu tun hatte. Seit der Bemühung zum Weltkulturerbe konnten solche Open-Airs nicht mehr stattfinden - und solche Veranstaltungen stellen einen weitaus geringeren "Eingriff" in das "Welterbe" dar als eine Seilbahn. Auch in Koblenz und Dresden sieht man, wie streng die UNESCO Brücken und Seilbahnen beurteilt.
Etwas unverständlich ist, dass ca. 8000 Besucher je Wassserpiel o.k. sind, eine karätige Kulturveranstaltung pro Jahr jedoch nicht
Das ist ähnlich schizoid wie 1,2 Mio Menschenmassen im Nationalpark auf dem Brocken, aber nebenan am Wurmberg/gr. Winterberg muss man einen 200m Randstreifen NP-Natur mit vorwiegend Fichtenmonokultur vor den "Skifahrermassen" schützen.
Für die Reaktivierung der Herkulesbahn sehe daher auch ich ein deutlich größere Chancenpotential...
Und in Graz sieht man, dass man auch ein Weltkulturerbe weitereintwickeln kann und muss, auch wenn es insbesondere aus Wien Geschrei gibt, die Graz am liebsten einmotten bzw. einfrieren würden.
Die Frage ist ja immer auch nach dem wie und den Alternativen.
Als Hintergrundinfo: In Graz steht die ganze Altstadt unter Schutz. Allerdings setzen die Grazer teilweise ganz bewußt top moderne Bauten an den Rand der Innenstadt als Kontrast und als Ausdruck, dass man die Kulturhauptstadt der Moderne in Österreich ist bzw. sein will.
...also - ähm - ich mein ja nur - wenn die wirklich ne Seilbahn bauen sollten, dann könnten die doch... "nur so als Idee" für ne bessere Winterauslastung der EUB ne kleine nette beschneite Piste dazubauen - findet Ihr nicht auch?!?!?!