Warum nicht mal ins Brandnertal? Diese Frage hätte ich mir schon viel früher stellen sollen, denn vor allem die alte Palüdbahn (Steurer-DSB, Baujahr 1969) hätte mich brennend interessiert, den Ersatz der 1984er DSB Niggenkopf 1 kann ich noch verschmerzen – hingegen der steile Loischkopflift wäre noch was gewesen. Ein paar weitere Schlepper gesellen sich darüberhinaus im Brandnertal'schen Lifthimmel dazu, aber wenigstens steht die gute, alte Einhornbahn I (Steurer-DSB von 1972, 1.120 m lang) noch und im Nachhinein war es ein absoluter Traumtag dort hinten...
Endlich angekommen! Ungeduldig hatte ich die Autobahn hinter mir gelassen und musste noch endlos irgendwelche Kurven durch den Bergwald erklimmen, ehe ich in Bürserberg herauskam und ausnahmsweise mal ohne Verfahren den Liftparkplatz erreichte. Es standen nur sehr wenige Autos herum, die Sessel klapperten menschenleer bergauf und -ab, dazu warmer Sonnenschein, Vogelgezwitscher und die übliche kindliche Vorfreude, wenn man mal wieder ein neues Gebiet für sich selbst entdeckt...
Leider ging die Talabfahrt nicht mehr – manche im Forum während da sicherlich noch runter gekommen
Ganz allein im Lift – oben sollte dann schon ein wenig mehr los sein, aber es war noch im grünen Bereich.
Oben geht es dann in eine Senke und mitten durch den Bergwald.
Doch davor noch mal nach links geblickt, wo die gesperrte Talabfahrt vor sich hin taute...
Niemand unterwegs...
Als ob es zum Wandern ginge...
Oben geht es wieder mitten über die Bergwiesen...
Ein perferkter Sonnentag war der 12. März 2014...
Man möge die Bilderflut entschuldigen, aber hier oben gefiel mir der Bahnverlauf besonders...
Bei der Talfahrt geht es links übern Tennisplatz, während man rechts den Pool überfliegt.
Die Karte musste ich oben kaufen – wie in Fendels, wo man auch zuerst einfach so mit der Zubringerbahn rauf fährt.
Die Einhornbahn II ist lange nicht so interessant wie der erste Sektion – eine 4SB, die 1999 einen Schlepper ersetzt hat, der parallel weiter rechts verlief.
Hier sieht man noch die Trasse des alten Einhornlifts – zumindest meine Vermutung. Denn weiter unten hat es auch noch ein talstationsverdächtiges Haus. Dahinter sieht man den Tschenglalift.
Hier sieht man vmtl. auch die alte Schlepperspur.
In der Früh herrschten noch gute Bedingungen – später sollte es wie im März üblich recht weich werden. Aber ich mag das Skifahren im Frühling einfach trotzdem viel lieber wie im Hochwinter, wenn es früh dunkel wird, glatte Straßen hat und man sich beim Liftefilmen ständig die Finger abfriert...
Dieses Bauwerk meinte ich mit talstationsverdächtig – gut möglich, dass hier der Einhornlift einst startete.
Und links neben dem gut 500 m langen Tschenglalift raufging. Ganz links die 4SB Einhornbahn II.
Gleich mal rauf damit, auch wenn es nur ein besserer Übungslift ist.
Die Loischbahn hat 1996 den Loischkopflift ersetzt, der auf gleicher Trasse verlief. In einem alten Skiatlas müsste der noch drin sein – hatte T-Stützen. Auf den Fotos kommt es leider wie immer nicht so recht rüber – der war oben total steil und sicherlich ein Hindernis für viele, von hier aus ins andere Gebiet hinüberzusetzen.
Hier wurde man bis 1996 den steilen Hang hinaufgezurrt...
Idylle weit oberhalb von Bürserberg – die Abzweigung zum Verbindungsschlepper verpasste ich, aber so kam ich noch in den Genuss einer landschaftlich sehr schönen Abfahrt und durfte mit der steilen DSB wieder hinauf.
Am Hang gegenüber verläuft irgendeine Bahn – scheint recht modern zu sein. Habe mich bis jetzt noch gar nicht genauer informiert, was das für ein Gebiet ist.
Im zweiten Anlauf fand ich den Faregglift endlich, der irgendwo im nirgendwo steht und einen zum Verbindungsskiweg bringt, der zum hinteren Gebiet in Brand führt.
Landschaftlich ganz schön gelegen...
Hier startet der Skiweg – landschaftlich auch hier ein absoluter Genuss. Man sollte vom Skiweg übrigens nicht nach unten ausweichen – zwischen Bürserberg und Brand tut sich da eine gewaltige Schlucht auf, wo immer mehr Hang einzubrechen scheint und vermutlich der Skiweg in einigen Jahren auch nicht mehr befahren werden kann. Für den Rückweg gibt es seit einigen Jahren eine Pendelbahn, von der aus man das Ganze recht gut sehen kann.
Im hinteren Gebiet angekommen – am Ende des Skiwegs muss man dann ein wenig laufen, aber ich bin ja Meiringen-erprobt, was so was anbelangt
Diesen Übungslift hat man, wie oben das geschulte Schlepperauge sehen kann, verkürzt. Vmtl. beim Bau der querenden KSB. Schade um das Steilstück...
Aber so können hier wenigstens die Schratzen üben
Schade...gerne wäre ich weiter gefahren und musste gleich an Biberwier denken.
Wobei dort ja noch viel mehr Steilstück verloren ging...
Auf zur DSB Niggenkopft II aus dem guten, alten Jahr 1976!
Dort unten ist einst die 1er verlaufen, die 1984 einen ESL ersetzt hat.
Noch übrig geblieben...
Dier 2. Sektion – nicht sehr lang (744 m), aber ganz nett.
Der übliche „was knipst denn der da?“ - Liftler – Blick....
Die 1er war auch nicht viel länger, wenn ich es richtig im Kopf habe.
Frühjahrsski '14 im Brandnertal...
Hier kam auch mal ein alter Schlepper rauf...
Hier müssten zwei parallele gestanden haben...
Das Liftlerhäusl hat überlebt...
Der Hund vom Liftler leider nicht
Den kleinen Übungslift nahm ich auch noch mit – trotz Andrang.
Tja...2010 wäre sie noch gestanden....
Ich weiß nicht, ob die Talabfahrt geöffnet war – denn man hatte die Barriere zur Hälfte entfernt, aber keiner fuhr hinunter. Aber es sollte sich herausstellen, dass bis auf eine Stelle die Piste in recht gutem Zustand war und vor allem auch wieder – Brandnertal-typisch – landschaftlich sehr reizvoll ist. So unternehm ich gleich mal drei Abfahrten.
Hier blieb ich dann auch mal am Pistenrand stehen und genoss einfach nur die Idylle...
Da hätte natürlich ein alter Schlepper noch ganz gut reingepasst!
Der letzte Abschnitt war schwierig zu fahren, aber machbar...
Trotz EUB gefiehl es mir dort hinten sehr gut. Auch wenn die verpasste Palüdbahn natürlich ein wenig trübte...
Die Talstation steht noch – die EUB startet weiter außerhalb der Ortschaft und führt links der alten Trasse hinauf.
LSAP am Gegenhang?
Weiter oberhalb der alten DSB-Talstation gelegen...
In der neuen Bahn...
Da drüben kam die alte DSB rauf...
Wieder ganz oben angelangt...
Also mir gefiehl es im Brandnetal sehr gut...das hat einfach was...
Hier kamen einst die parallelen Palüdlifte rauf...
Weiter drüben gab es mal den Gulmalift – dessen Trasse hatte ich vorhin ja schon mal von oben aus geknipst.
Sicher ein netter Diesel-Schlepper einst...
Kurz übrlegte ich, hier was zu essen, doch dann entschied ich mich lieber dazu, nochmal die alte Niggenkopfbahn zu fahren.
Die hier gleich nebenan endet.
Hier am gestutzen Baum sieht man noch, wo bis 2007 die erste DSB-Sektion heraufkam.
Zum Abschluss gab es noch eine Fahrt mit der spektakulären Bahn über die Schlucht rüber...
Hier sieht man, dass anscheinend der Hang immer mehr einreißt. Der Skiweg verläuft oben in dem überbelichteten Bereich quer und wird sicherlich mal gesperrt werden müssen. Keine Ahnung, wie viel da jedes Jahr wegbricht.
Was ist denn das für eine Schneise im Hintergrund?
Wieder am Loischkopf angekommen...
Eine Fahrt mit der steilen DSB gab ich mir noch...
Telezoom zur Bahn gegenüber – scheint aber kein Skigebiet zu sein.
Ein paar Tele-Zooms ins Blaue hinein – in der Hoffnung irgendwelche Schlepper oder LSAP-Sachen zu finden....
Letzte Abfahrt am frühen Nachmittag - ich entschied mich, noch einen Abstecher zum Kristberg einzulegen, um dann abends zur gebuchten in Partenen weiterzufahren.
Hier könnte die Bergstation vom Einhornschlepper gestanden haben.
Der hier herauf kam, oder?
Zoom von unten...
Nach der Kartenrückgabe ging es wieder mit der Einhornbahn I ins Tal.
Noch schnell die Frisur gestählt
Ein wirklich netter Liftverlauf...
Tennis habe ich noch nie gespielt und irgendwie kann ich mit jener Sportart gar nichts anfangen.
Das Waldstück von oben.
Es hatte sich gelohnt! Die Einhornbahn 1 ist wirklich eine Reise wert.
Kurz überlegte ich mir, nochmal rauf und runter zu fahren, doch ich machte mich lieber gleich zum Kleingebiet am Kristberg im Silbertal hinter Schruns auf, um dort noch ne nette Stunde zu erleben.