Nachdem es gestern im Trentino endlich mal Neuschnee gegeben hatte, beschloss ich heute nach Paganella zu fahren. Selbst in Torbole am Gardasee und in Rovereto liegen um die 10 cm Schnee und so erwartete ich große Neuschneemengen. Zu meiner Verwunderung war dies aber nicht so. In Andalo, wo ich mit der 8 EUB „Doss Pela“ ins Skigebiet startete, lagen gerade einmal knappe 10 Zentimeter. Komisch!
Im Skigebiet angekommen ging es dann mit einem Sessel weiter auf die Spitze des Cima Paganella. An der Talstation des Liftes wies mich ein Schild darauf hin, dass starker Wind sei. Diesen merkte man aber erst Richtung Ende des Liftes. So, stark, dass der Lift die ganze Fahrt mit Schneckengeschwindigkeit fahren musste. Dazu kam,dass der Wind sehr, sehr kalt war und die ohnehin schon frostigen Temperaturen (- 5 Grad im Tal morgens) um ein Vielfaches verschlimmerte. Alles in Allem also kein besonders gutes Wetter. Wolken, kalt und extremer, eisiger Wind.
Zu den Pistenverhältnissen:
Durch die durchweg pulvrige Neuschneeauflage ließen sich die Pisten sehr gut fahren. Leider hatte längst nicht alles geöffnet, (z.B. keine Talabfahrt und die Panoramapiste „Nuova Rossa“, die ich in vergangenen Aufenthalten gerne gefahren bin). Das hatte zur Folge, dass die Pisten gegen Mittag, als es deutlich voller wurde, es war ja auch Sonntag „zwischen den Jahren“ mit Neuschnee
Als beste Piste des Tages würde ich „Tre-Tre (Selletta)“ nennen, da sie den ganzen Tag durchweg gut zu fahren war, keine Eisplatten und kaum Steine hatte und der Verlauf mir zusagt. Dies schwarze „Olimpionica 2“ war ebenfalls sehr gut zu fahren, ohne Steine, dafür mit ein paar Eisplatten. Negativ aufgefallen sind mir die Pisten rund um den Bereich der „leichte Piste Zone“ rechts oberhalb von Andalo. Als ich dort hinkam, war alles zerfahren, vereist und sehr viele Steine lagen auf der Piste. Für Anfänger bestens geeignet…
Hier hatte ich auch eine der wenigen Wartezeiten des heutigen Tages, genauer gesagt am Lift „Salare Conca“. Hier waren es einmal 15 Minuten! Warum weiß ich nicht, später war es dort leer. Sonst hielt sich der Betrieb in Grenzen und es hätte keine Wartezeit an vielen Liften gegeben, wenn sie nicht wegen dem Sturm im Schneckentempo gefahren wären und als ganz angehalten hätten.
Gegen Mittag wurde der Sturm dann immer stärker und die ersten Lifte wurden geschlossen. Selbst die 8-EUB stand mehr, als das sie fährt und jegliche Lifte Richtung Gipfel fuhren nur noch minimalst langsam oder wurden geschlossen. So beschloss ich den Skitag mit der „Olimpionica 2“ ausklingen zu lassen und begab mich dann Richtung Parkplatz. Ich wäre bestimmt noch länger geblieben, aber der Sturm nervte langsam und die Liftfahrten dauerten mittlerweile ewig.
Hier ein paar Bilder (Habe nicht viele gemacht, da es so eisig kalt und windig war, dass ich selten Lust hatte Fotos zu machen):
Pistenplan:http://paganella.net/sito/mappa-piste.php
Weitblick von unterhalb des Cima Paganella. Immer wieder ein toller Blick von hier oben!
Blick auf das Etschtal, auch nicht oft mit Schnee bedeckt!
Ebenso selten wie der Gardasee in teilweise weiß
Piste „Olimpionica“; richtig schön steil
Piste am Doppelsessel „Tre-Tre“
Hier sammelt sich alles, Mittelstation der 8 EUB „Andalo – Dosso Pela“. Leider war unterhalb dieses Bereichs alles gesperrt. Deswegen kam es manchmal zu Wartezeiten an der Mittelstation.
Fazit:
Ein schöner Skitag mit anfangs ziemlich guten Pistenverhältnissen und Pulverschnee. Leider spielte das Wetter nicht mit und der Sturm verdarb einem irgendwann den Spaß am Fahren. Trotzdem ist Paganella ein sehenswertes Skigebiet mit immer wieder tollem Panorama. Heute vergebe ich