Los ging es nach einer unruhigen Nacht um kurz nach 6 Uhr im Norden von Zürich um kurz vor halb Neun dann in Parpan anzukommen. Zu Fuß machte ich mich zum SL Proschieri auf den Weg, der wie leider alles, unter einer dichten Hochnebeldecke lag. Der Wetterbericht hatte zumindest ab und zu Aufhellungen vorgesagt, aber von mir aus hätten es mehr sein können. Die Obergrenze des Nebels lag auf Höhe der Piz Scalottas-Bergstation, so dass es auf der Westseite keine Abfahrt gab, die komplett in der Sonne lag. Auf der Ostseite und vor allem in Arosa war das anders, aber das merkte ich erst später.
Ich hangelte mich also an der Westseite von Nord nach Süd und wieder zurück und bin so ziemlich alle Lifte mal gefahren. Ausnahmen waren die Churwaldener Bahnen und einige Übungslifte im Talbereich. Was mir am besten gefallen hat? Schwer zu sagen, denn das Ganze war abwechslungsreich, weitläufig und nach meinem Geschmack. Etwas irritierend fand ich manchmal die Pistenmarkierungen, z.B. die 68b Val Schameala am SL Valbella, die für eine blaue Piste doch teilweise ziemlich steil und schmal ist und vor allem seit mehreren Tagen unpräpariert war. Genauso sonderbar war, dass ausgerechnet die 45 Madlainas als Familienabfahrt angeschrieben war, aber auch seit Tagen nicht präpariert wurde. Aber es gab dafür viele Highlights, die mich zum Fan der Westseite werden liessen, z.B. die 72 Die Schwarze an der 6KSB Stätzerhorn Express, oder die herrlich kurvigen Blauen an der 6KSB Lavoz und auch die beiden Pisten am SL Gertrud sind wunderbar.
Riesenvorteil dieses Skigebietsteils: Jeder Lift erschliesst mehrere Abfahrten und auch fast alle waren geöffnet, so dass ich längst nicht alle fahren konnte.
Hier also die Bilder der Westseite. Alle sind mehr oder weniger bearbeitet, da es entweder sonst sehr grau und kontrastarm oder zu hell war.
Zum ersten Mal oberhalb der Wolkendecke an der Bergstation 6KSB Stätzerhorn Express, unten die 4KSB Stätzertäli
Gegenüber liegen die Hänge der Ostseite noch im Schatten, aber sonst ist alles wolkenlos
Zoom zu den Gipfeln des Rätikon
Müsste die Schesaplana sein
Auf der 72 Die Schwarze mit dem strahlenden Stätzerhorn. Ich hatte ja immer noch die Hoffnung, dass der Nebel aufreisst...
Blick nach unten zur Alp Stätz und 6KSB Stätzerhorn Express, links wird die 74a Stallpiste beschneit.
Von der Bergstation Stätzerhorn Express Richtung Süden zur 6KSB Lavoz
Über das nebelverhangene Domleschg nach Südwesten
Schwarze 68 Valetta an der 4KSB Cumascheals, die lt. Pistenplan zu war. Da aber nicht abgesperrt und frisch präpariert, musste ich sie natürlich ausprobieren und es hat sich gelohnt.
Über Valbella kam mal kurz die Sonne durch
Gegenüber die Schneise der 8EUB Scharmoin, darüber auch ein paar Lücken, die aber nicht dauerhaft waren.
4KSB Cumascheals, rechts davon die in der Nacht beschneite und dann nicht präparierte 68a Chumascheals rot. War bei der flachen Sicht nicht so einfach zu fahren.
Rothorn
Supergeile 50 Nova am SL Gertrud
Links die Bergstation 4KSB Pedra Grossa, unten der Heidsee und rechts Lenzerheide
Zoom zur Mittelstation der 3KSBen zum Piz Scalottas
Die schon angesprochene 45 Madlainas
Talstation 3KSB Tgantieni
Strecke durch den angezuckerten Bergwald
Blick zur Bergstation 4KSB Pedra Grossa
Piz Segnas
Stätzerhorn mit Bergstation der 6KSB
Piz Danis
Die 3KSB reichte gerade so aus dem Nebel heraus
4KSB Pedra Grossa
Blick zurück, hinten links wieder die 8EUB Scharmoin
Dann war es auch schon 12:30 Uhr und mit einem kurzen Zwischenaufstieg per 6KSB Lavoz ging es quer über die Westseite und zur 4KSB Heimberg in Parpan. Der Seitenwechsel ist zumindest in diese Richtung sehr unkompliziert.
Blick zurück zur 4KSB Stätzertäli rechts und 6KSB Stätzerhorn Express links
Der Nebel war auf der Ostseite leider sehr viel dichter und die äußerst kleinen Pistenmarkierungen in Lenzerheide sind bei solchen Bedingungen nur wenig hilfreich. Ich stocherte also runter zum SL Scharmoin und von dort an der Mittelstation vorbei zur Talabfahrt. Kurz vor der Talstation ging der Blick dann zur Westseite mit der 4KSB Pedra Grossa.
Das schön am Hang gelegene Valbella
Es ging dann per EUB und 60PB zum Rothorn mit einer fantastischer Aussicht
Blick die Trasse hinunter zur einzigen Stütze
Pizzo Tambo
Blick nach Norden über das Tal, durch das die Abfahrt verläuft
Von Westen zogen die ersten Wolken heran
Weitere Gipfel
Durch dieses Tal fuhren einige durchs Gelände ab
Richtung Engadin
Die Galerie mit Brücke über ein steiles Couloir. Die Abfahrt vom Rothorn ist ganz nett und natürlich durch die Galerien auch beim ersten Mal spannend, aber eigentlich nichts Besonderes.
Tal vom Rothorn nach Norden Richtung Arosa
Schwarze 22 Hansruedisträumli, echt steil, aber wie fast alle Pisten auf der Ostseite zu glatt für mich. Ich muss aber zugeben, dass ich nicht alles gefahren bin, und z.B. die 6KSB Weisshorn Speed auslassen musste.
6KSB Urdenfürggli
Stätzerhorn mit der gut zu sehenden 72 Die Schwarze
150PB Urdenbahn
Zoom zum Weisshorn mit der Bergstation der PB, unten die der 4KSB Carmenna
Und schön bin ich drüben am Hörnli, mit der 4KSB und 6EUB. In Arosa hatte es zu diesem Zeitpunkt kaum Nebel.
6EUB Hörnli-Express
4 Skiclubpiste in Arosa. Generell haben mir die Pisten hier wieder ziemlich gut gefallen. Auch hier sehr Varianten pro Lift und insgesamt sehr abwechslungsreich. Allerdings auch hier durch die fortgeschrittene Uhrzeit schon ein bisschen abgerutscht und glatt.
4KSB Plattenhorn mit Piste 6, deren Name zu lang ist, um ihn hier zu nennen.
Weisshorn mit Piste 8, die auch "Eiskanal" heissen könnte
Blick zum Tschuggen, wo langsam der Nebel wieder aufstieg
4KSB Carmenna, die mit der Mittelstation
Weissfluh mit doch ganz gut erkennbarer Bergstation
Am Tschuggen, ein Bereich, der mir sehr gut gefallen hat, auch wenn nicht spektakulär. Aber es war einfach wieder mal ganz was Anderes und rundete den Tag ab.
Mittelstation der Weisshorn-Bahn. Auch ein bisschen angeranzt...
Kabine der zweiten Sektion mit 125 Personen Fassungsvermögen
3KSB Tschuggen Ost
Nochmal mit der kreuzenden 15
Da die Piste etwas unterhalb endet, geht es per Förderband zur Talstation der 4EUB Kulm
Auf dem Weisshorn mit Blick zum Hörnli, ganz rechts das Urdenfürggli. Der Nebel stieg immer höher.
Starthang der schwarzen 8
Ringelspitz
Sobald man in den Nebel eintauchte sah man durch die Eiskristalle immer wieder solche schönen Farbspiele
Und nochmal die Urdenbahn, diesmal vom Hörnli aus
Mir fuhr blöderweise diese Kabine vor der Nase weg, weshalb ich ziemlich in Stress kam. Bei der Fahrt zum Hörnli hab ich nämlich zum ersten Mal einen Blick auf den Fahrplan für die Rückfahrt geschaut und gesehen, dass es zwischen 16.31 und 17.31 Uhr eine Taktlücke gab. Eigentlich war ich nämlich total entspannt, denn ab heute war der Betriebsschluß 30 Minuten später, also fuhren alle Lifte bis 16.30 Uhr, die Urdenbahn sogar bis 16.45 Uhr. Ich saß also im Hörnli-Express und es war 15.50 Uhr und die Fahrt zieht sich ja doch etwas. Wie gesagt, verpasste ich die erste Kabine und war erst gegen 16.10 Uhr am Urdenfürggli. Bis zur Talstation der 6KSB Urdenfürggli schien noch einigermaßen die Sonne, aber dann wurde es heftig. Dicker, fetter Nebel, die Sonne schon hinter den Bergen der Westseite verschwunden, winzige Pistenmarkierungen und Abfahrten, die ich nicht kenne - es war der totale Blindflug und an fast jeder Abzweigung waren die Pisten nach Parpan abgesperrt. Aber endlich erreichte ich die 25 Heimberg, aber auch hier war es immer noch unglaublich neblig. Ich rutschte so schnell ich konnte hinunter, immer darauf achtend, dass ich nicht auf die falsche Seite der Markierungen kam. Endlich wurde die Sicht dann wieder besser, aber erst auf Höhe der Wanner Bar. Dann noch die Langlaufpiste entlanggehetzt und um 16.29 Uhr war ich dann glücklich an der Haltestelle, wo das Postauto auch kurz danach vorfuhr. Der Rest der Heimreise verlief problemlos und um kurz vor 19 Uhr war ich dann wieder zu Hause.
Ein schöner Tag in einem abwechslungsreichen Skigebiet, dass ich gerne nochmal bei besserer Sicht besuchen möchte.