Für die, die sich gerade nicht vorstellen können, wo wir uns befinden, ein kleiner Geoprahie-Exkurs
Meinerzhagen hat 20.700 Einwohner und liegt am südwestlichen Ende des Sauerlandes, genauer gesagt im Ebbegebirge, dessen höchste Erhebung die 663m Nordhelle bildet, an welcher es bis vor einigen Jahren auch noch Liftanlagen gab.
Nächste größere Städte in der Umgebung sind Gummersbach (15km südwestlich) und Lüdenscheid (20km nördlich); im übrigen führt die A45 (Sauerlandlinie) direkt an Meinerzhagen vorbei.
Ansonsten ist einem der Ort möglicherweise durch die Continentalcup-Springen der Damen bekannt, die bis 2006 auf der K62-Schanze stattfanden. Das bis heute letzte größere Event war anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums des Skiklubs die deutsche Damen-Meisterschaft im Jahr 2011.
Meinerzhagen verfügt mit den Skiliften am Hardenberg und an der Hahnenbecke über zwei Seillifte. An diesem Abend entschloss ich mich für letzteren, da ein Freund nur dort fahren wollte. Der Hang an der Hahnenbecke ist 180m lang und hat einen Höhenunterschied von maximal 28m - je nachdem wie weit man den Taleinschnitt talwärts fährt
Anfahrt:
Aus der "Innenstadt" zum Skilift in 5min
Wetter:
Klarer Himmel bei -3°C
Schneeverhältnisse:
15cm griffiger Pulverschnee, nur am Ausstieg etwas Dreck. Ansonsten top zu fahren, lediglich am Einstieg hat sich mit der Zeit eine Eisplatte gebildet.
Wartezeiten:
Ganz am Anfang und am Ende nicht vorhanden, sonst immer so fünf, in Ausnahmefällen max. zehn Bügel.
GPS-Daten:
Fahrten: Ohne mitgezählt zu haben ganz genau 50
Distanz: 18,1km
Höhenmeter: 1300m
Min. Höhe: 409m
Max. Höhe: 437m
Max. Geschwindgkeit: 59,2 km/h
Gefallen:
- nach zwei Wintern ohne Betriebstag mal wieder Skifahren in der Heimat
- Schneeverhältnisse
- kaum Andrang
- 6-7 richtig gute Carvingschwünge pro Abfahrt
- 5cm "Powder" im Gelände
Nicht gefallen:
- Beleuchtung der Piste etwas zu schwach
Fazit:
Bilder: (nur mit dem Handy gemacht, deswegen natürlich eine miserable Bildqualität)

Blick von oben die Piste hinab.

Ausstieg mit kleiner Skihütte am linken Rand.

Oberhalb der "Bergstation"

Blick vom rechten Pistenrand nach oben.

Und nochmal vom linken, etwas weiter unten.

Die letzten Meter bis zur Talstation.

Lift und Abfahrt vom Gegenhang aus.

Das Gleiche noch einmal von der Talstation aus.

Und etwas nach links nach geschwenkt.

Und hier noch ein Bild aus dem "Powder"

Blick zur Piste

Mit guter Kamera und Stativ hätte man sicherlich tolle Bilder vom Aufgang des Vollmondes machen können, mit dem Handy kommt halt nur das obige raus.
Fazit:
Nachdem ich hier drei Jahre lang nicht mehr Skifahren konnte, hatte ich gar nicht mehr gedacht, dass die Hänge doch so viel hergeben. Von daher werde ich bei entsprechenden Verhältnissen sicherlich wieder vorbeischauen; ich befürchte aber, dass dies nicht so schnell wieder der Fall sein wird, denn seit heute Nacht nieselt es fast pausenlos bei +2°C