
Vom 07.02.15 bis zum 14.02.15 ging es für mich für eine Woche Skiurlaub in die Dolomiten nach St. Christina in Gröden, von wo aus die Woche über die Skigebiete Rund um die Sella erkundet werden sollten. Dies war mein zweiter Besuch dort. Da der erste allerdings schon einige Jahre (8 müssten es sein) zurück liegt und ich damals noch als Jugendlicher mit meinen Eltern unterwegs war kann ich mich nicht mehr an alles erinnern. Von daher kann man den diesjährigen Besuch fast schon wieder als Erstbesuch werten. Wobei ich natürlich durch die noch vorhandenen Erinnerungen und vor allem die Berichte hier im Forum schon eine konkrete Vorstellung von dem Gebiet hatte.
Anfahrt (07.02.15):
Eichstätt – B13 – Ingolstadt – A9-A92-A99 - München -A95 - Sindelsdorf - B472 - Bad Tölz - B13 - Sylvenstein - B307 - Achensee - Wiesing - A12 - Innsbruck - A13 - Brenner - A22 - Klausen - St. Christina (Gröden) in 05:00 Stunden (ungewöhnliche Streckenwahl zur Stauumfahrung auf der A99 und vor allem der A8)
Rückfahrt (14.02.15):
St. Christina (Gröden) - Klausen - A22 - Brenner - A13 - Innsbruck - A12 - Kufstein - A93 - A8 - A99 - München - A9 - Ingolstadt - B13 - Eichstätt in problemlosen 04:30 Stunden
Schneehöhe:
Tal: ca. 20 cm
Berg: ca. 110 cm
lt. offizieller Meldung.
Tatsächlich jedoch so pauschal nicht zu sagen. Auf der Sonnenseite kaum Naturschnee, und auch die 110cm am Berg wurden in St. Christina mit Naturschnee sicherlich nicht erreicht. Vereinfacht gesagt: Die Pisten bestanden hauptsächlich aus Maschinenschnee, anders kann es bei dieser Schneelage nicht gehen.
Schneezustand / Pisten:
So u. Mo: Perfekte Pisten. Griffig, jedoch nicht zu hart. Perfekte Präparierung. Es staubte den ganzen Tag, selbst am Nachmittag noch im Tal. Keinerlei Buckel. Besser gehts nicht!
Di bis Sa: Immer noch sehr gute Pisten, jedoch durch die höheren Temparaturen morgens oft sehr hart und nachmittags auf den Sonnenseiten im Tal teilweise Sulz und Buckel. Darunter auch etwas Eis. Allerdings ist das meckern auf sehr hohem Niveau. Die Pisten waren wie gesagt nicht schlecht, jedoch aber nicht perfekt wie es zuvor der Fall war.
Pistenplan:
Schwierig, weil jedes Gebiet seinen eigenen hat.
Hier gibts aber eine (etwas umständlich zu bedienende) Übersicht: http://www.dolomitisuperski.com/de/dolo ... ten/skimap
Gefahrene Lifte:
Keine Ahnung.
Aus den nachfolgenden Tagesberichten sollte aber deutlich werden wo ich in etwa gefahren bin.
Am meisten gefahren mit:
11x 12-EUB Saslong
9x 6-KSB Bamby
8x 6-KSB Comici 1
8x 6-KSB Sochers-Ciampinoi
7x 4-KSB Sottsaslong
6x DSB Piza Pranseies
6x DSB Cisles
5x 4-KSB Piz Seteur
5x 12-EUB Ciampinoi
5x 8-EUB / 6-KSB Puflatsch
Statistik Gesamt Woche:
Liftfahrten: 267 Stück
Versch. Lifte: 118 Stück
Wiederholungsrate: 2,26 mal
Höhenmeter: 71.345 m
Pistenkilometer: ca. 388 km
Ich habe bei den einzelnen Tagesberichten nicht von jedem Teilbereich Bilder. Aber unterm Strich sollte fototechnisch nahezu alles abgedeckt sein. Vielerorts kommt man ja öfter vorbei. Da macht man nicht jedes mal aufs neue Bilder.
Samstag, 07.02.15: "Anreise"
Der Samstag war lediglich Anreisetag. Ski gefahren bin ich an dem Tag noch nicht. Nach der Ankunft um ca. 11:00 Uhr wurde erstmal die Ferienwohnung bezogen, was gegessen, der Ort erkundet, Skipass besorgt, in der Tourist-Info geschaut was sonst so los ist, usw. Damit war dieser Tag auch schon gelaufen. Ein Bild hab ich noch von diesem Tag:
Bilder:

Langkofel über St. Christina
Sonntag, 08.02.15: "Gröden"
Mein erster Skitag. Morgens war auf den Info-Bildschirmen zu lesen dass die Sella-Ronda wegen Sturm geschlossen ist. Im Bereich Arabba / Pordoi war die Unterbrechung. Da aber generell aufgrund der möglichen schließung weiterer Anlagen davon abgeraten wurde in andere Täler zu fahren erkundete ich den Grödner Teil des Gebietes. Morgens gings erstmal von St. Christina über Plan de Gralba ganz nach hinten bis zum Sasso Levante (Übergang ins Fassatal). Dort dann alles abgefahren und über den Piz Sella zurück nach Wolkenstein. Es war in etwa Mittag als heftige Sturmböen über die Berge fegten, weswegen alle Zubringer in Wolkenstein den Betrieb einstellten. Somit fuhr ich mit dem Bus nach St. Christina und dort etwas an der Saslong. Leider lief die 6-KSB oben nicht, sodass ich nicht aus St. Christina wegkam. Also wurde kurzerhand auch noch der Col Raiser erkundet, wo zumindest die EUB und die DSB Cisles lief. Oben Richtung Seceda war aber auch alles dicht. Dieses Minimalangebot hat aber gereicht um den Nachmittag zu überbrücken. Trotz Sturm war es den ganzen Tag sonnig mit etwas Wolken, aber sehr kalt und durch den aufgewirbelten Schnee unangenehm.
Wetter:
Stürmisch, Kalt, aber meist sogar sonnig.
Wartezeiten:
1x 4 min. 12-EUB Ciampinoi
Bilder:
Von diesem Tag leider keine, sonst wären mir die Finger eingefroren oder der Wind hätte mir die Cam aus der Hand gerissen.
Montag, 09.02.15: "Gröden und Seiser Alm"
Heute war die Ronda zwar offen, aber die Sturmwarnung blieb weiterhin bestehen. Deshalb entschloss ich mich zuerst Richtung Piz Sella zu fahren, um anschließend via Seceda auf die Seiser Alm zu wechseln. Die Seiser Alm habe ich auf dem Pistenplan von der Größe her etwas unterschätzt, weswegen es am Abend recht knapp wurde dort. Das Wetter war wieder recht Sonnig. Am Nachmittag war der Wind aber doch sehr lebhaft. Durch die günstige Lage der Seiser Alm bekam man dort aber nicht viel davon mit und die Lifte hielten durch. Leider verpasste ich auf dem Rückweg um 2min. die U-SSB durch St. Christina, weshalb ich etwas durch den Ort laufen musste. Warum muss das Ding auch schon um 16:45 schließen, während sonst fast alles bis 17:00 läuft...
Wetter:
Sonnig mit wenigen Wolken, aber noch etwas windig.
Wartezeiten:
1x 4 min. DSB Mezdi
1x 3 min. DSB Leo Demetz
1x 3 min. 4-KSB Florian
Bilder:

Piste an der 4-KSB Sotsasslong

Blick Richtung Sellajoch

Und auf die Gegenseite zum schattigen Grödnerjoch. Dort kam ich leider an dem Tag nicht hin da die 10-EUB Danterceppies nicht mehr lief.

Schon auf dem Col Raiser. Hier in der DSB Cisles. Diese Piste ist richtig schön steil auch wenns auf dem Bild nicht so aussieht. Hier fuhr ich in der Woche sehr oft.
Danach gings auf die Seceda hoch, und über St. Ullrich auf die Seiser Alm. Dort dann alles mal abgeklappert.
Auf der Seiser Alm hab ich an dem Tag nicht mehr fotografiert wegen Zeitdruck.
Dienstag, 10.02.15: "Sella-Ronda orange"
Es kam schon fast einer Erlösung gleich als am Morgen auf den Info-Bildschirmen die Sella-Ronda auf "geöffnet" ohne Warnung stand und ich endlich die anderen Gebiete erkunden konnte. Somit ging es heute auf die orangene Sella-Ronda mit Abstechern ins Edelweißtal und den Bereich zwischen Corvara, La Villa und St. Cassiano.
Wetter:
Sehr sonnig.
Wartezeiten:
1x 4 min. 8-EUB Borest (Ri. Corvara)
1x 3 min. 4-KSB Fodom
1x 3 min. 4-KSB Lezuo
Bilder:
Morgens wie immer hoch auf den Ciampinoi, von wo es auf einer wunderbaren schwarzen Abfahrt nach Wolkenstein runter geht. Nach einem kurzen Fußweg und einer Fahrt mit der Verbindungs-KSB Costabella gings dann via Danterceppies Richtung Alta Badia.

Edelweißtal mit SL Stella Alpina

Die Gegenreichtung mit Talstation der 4-KSB Forcelles

Sassongher

Piste vom Col Pradat runter

Blick nach Colfosco

In der 4-KSB Forcelles

Rückblick zum SL Stella Alpina
Insgesamt gesehen ist das Edelweißtal für mich eine der schönsten Ecken im ganzen Gebiet. Tolle Pisten und relativ Ruhig, da etwas abgelegen von der Ronda.
Weiter gings über die EUBs Borest und Boé.

Oben dann eine Wiederholungsfahrt an der DSB Vallon.

Blick rüber zum Cherz. Da ging es danach hin.
Vom Cherz aus haben wir dann das "blaue Meer" von Alta Badia abgeklappert, bevor es über die Ronda und Arabba zurück Richtung Gröden ging.
Mittwoch, 11.02.15: "Sella-Ronda grün"
Nachdem die orange Ronda abgehandelt war gings heute auf die Gegenrichtung.
Wetter:
Sehr sonnig.
Wartezeiten:
1x 10 min. 6-KSB Sass Becé
Bilder:
Der Bereich von Gröden bis zum Belvedere wurde nur durchquert. Hier habe ich mich zuvor bereits länger aufgehalten. In Arabba folgten dann ein paar Wiederholungsfahrten auf den steilen Pisten an der Porta Vescovo. Den Gedanken, die Marmoldada an dem Tag noch mitzunehmen habe ich sehr schnell verworfen, nachdem ich die Schlange an der DSB Richtung Passo Padon sah. Das waren bestimmt 20-30 Minuten.

Bergstation 4-KSB Le Pale

Das ganz hinten wäre sie: Die Marmolada.

Und der Blick links davon.
Mehr Bilder gibts nicht von dem Tag.
Donnerstag, 12.02.15: "Pedraces und Marmolada"
Der Donnerstag brach an und ich hatte somit noch zwei "volle" Skitage zur Verfügung (am Samstag bin ich nur noch halbtags gefahren). Zwei Ziele wollte ich unbedingt noch mitnehmen: Pedraces, das kleine Gebiet unterhalb des Heiligkreuzkofels und die Marmolada. Pedraces wurde als Ziel für den Tag gesetzt. Die Marmolada nur mal im Hinterkopf behalten falls es sich auf dem Rückweg zeitlich ausgeht und sich die Wartezeiten in Grenzen halten. Mit diesen Vorsätzen zog ich also morgens los Richtung Corvara und La Villa.
Wetter:
Sonne pur und einwandfreie Fernsicht.
Wartezeiten:
keine
Bilder:

Blick vom Piz La Ila zum Objekt der Begierde: Dem Heiligkreuzkofel.

In der Gegenrichtung die Sella.

Auch von hier ist die imposante Marmolada zu sehen.
Pedraces war anschließend recht schnell abgehandelt. Ist ja nicht groß, jedoch ein weiter weg mit den ganzen Liften. Weiter gings dann auf der orangenen Ronda Richtung Arabba.

Ein paar Ausblicke vom Bec de Rocces.

Dito.
Anschließend an der Mittelstation in Arabba um 13:30 Uhr angekommen. Zeitlich würde sich die Marmolada ausgehen, und die DSB fährt leer. Keine Wartezeiten. Also gehts weiter über den Passo Padon und Malga Ciapella hoch auf die Marmolada. Die Fahrt mit den PBs (vor allem die erste Sektion) und die Aussicht oben ist wirklich toll. Es folgen ein paar Ausblicke in verschiedene Richtungen. Die Gipfel kann ich leider kaum benennen.









Hinter der Station geht es senkrecht in die Tiefe.

Dito.

Der Hauptgipfel.

Selbiger mit Langkofel im Hintergrund.

Freitag, 13.02.15: "Seiser Alm"
Heute ging es nochmal auf die Seiser Alm. Zum einen finde ich ist das Gebiet dort groß genug um einen zweiten Tag dort zu verbringen, und zum anderen wollte meine Mitfahrerin (die zuvor nicht dabei war) das Gebiet auch kennenlernen. Also gings nochmal dort hin. Morgens erstmal eine Fahrt auf der frisch präparierten Sasslong (ein Traum in der früh!) bevor es via Col Raiser und Seceda nach ein paar Wiederholungsfahrten rüber ging.
Wetter:
Sonnenschein, es zogen gegen Abend jedoch ein paar Wolken und Nebel rein.
Wartezeiten:
1x 4 min. DSB Mezdi
1x 4 min. DSB Leo Demetz
1x 6 min. DSB Spitzbühel
Bilder:

An der Bergstation der DSB Cisles. Die musste natürlich auch diesmal gefahren werden.

Blick zur Seceda hoch.

Müssten die Geislerspitzen sein.

Schwarze Piste an der DSB Cisles.

DSB Catores Martin


DSB Catores Martin. Auch hier eine wunderbare Piste, wenn auch etwas kurz.

Dito.

Blick in das Plateau unterhalb der Seceda. Tolles und vor allem sonniges Skigelände hier.

Im Süden hält sich der Nebel.

Dito.

Bergstation der Seceda-PB

Rechts ist St. Ullrich. Darüber das Almgelände ist die Seiser Alm.

Irgendwo da drüben müsste die SSB von St. Ullrich aus rauskommen.

Die Schneise rechts ist die zugehörige Piste. Eine direkte an der SSB gibt es nicht.

Nochmal der Blick in die Gegenrichtung.

Sellajoch im Hintergrund.

Die Sella.

Start der Pisten oben auf der Seceda. Oben das Gipfelkreuz.
Danach gings auf die "La Longia", eine 10,5 km lange Abfahrt nach St. Ullrich runter.

Beim (recht langen) Fußweg durch St. Ullrich fiel mir dieser hoteleigene Skihang auf. Im Sauerland würde hier eine KSB stehen.

Da geht sie hoch, die 2S auf die Seiser Alm.

Und oben. Zuerst wurde mit den DSBs richtung Kompatsch, sozusagen die Zentrale Station da oben vorgeschaukelt. Hier auf dem Puflatsch.

Bergstation der Kombibahn Puflatsch.

Von hier hat man einen schönen Blick ins Tal runter. Die Wolken kommen langsam näher.

Schlern.

Von da oben hat man einen schönen Blick über die nahezu gesamte Seiser Alm.
Nachdem erneut alles bis hinter zur Florian-KSB abgefahren wurde gings auf gleichem Weg zurück nach St. Christina. Die 2S nach St. Ullrich schaukelte auf der Talfahrt trotz windstille enorm. Dabei fiel mir ein das snowflat in seinem Bericht vor ein paar Jahren genau vom selben Phänomän berichtet hat. Eine mit in der Gondel sitzende Skilehrerin sagte, "Das hat sie oft auf der Talfahrt im oberen Bereich". Warum das so ist, keine Ahnung. Da in St. Christina noch ein paar Minuten Zeit blieben bin ich nochmal hoch auf den Ciampinoi und hab eine schnelle Talabfahrt nach Wolkenstein gemacht.

Abendlicher Blick vom Ciampinoi ins Grödnertal. Langsam zieht auch hier der Nebel rein.

Dito.

Langkofel

Hinten der Schlern. Vorne die Bergstation der 6-KSB Sochers-Ciampinoi.

Richtung Sellajoch. Hinten rechts der Col Rodella.

Nochmal Richtung Schlern.

Richtung Col Raiser.
Samstag, 14.02.15: "Edelweißtal, Gröden, und Abreise"
Da die Differenz vom 6-Tages- zum 7-Tagesskipass nur 16 € beträgt, habe ich nicht lange gezögert und den einen Tag noch mitgenommen. Bei dem Preis ist es ja nicht schlimm, wenn man dann nur bis Mittag fährt. Durch die wenige Zeit die ich zur Verfügung hatte waren keine großen Distanzen möglich. Ich entschloss mich somit morgens erstmal das Edelweißtal zu besuchen, da es mir dort wie gesagt am besten gefällt, um anschließend in die Gegenrichtung zum Col Rodella zu fahren. Dieser Bereich kam bisher nämlich etwas zu kurz.
Wetter:
An diesem Tag sehr bewölkt mit wenigen Wolkenlücken, und etwas windig und stellenweise ganz leichtem Schneefall. Somit fiel es mir bei dem Wetter im Vergleich zu den Vortagen nicht schwer um 13:00 Uhr die Ski abzuschnallen und nach Hause zu fahren. Man ist eben verwöhnt nach nahezu einer vollen Woche Sonnenschein.
Wartezeiten:
keine
Bilder:

Blick vom Edelweißtal zur Sella. Wie man sieht deutlich "schlechteres" Wetter als zuvor. Aber immer noch ganz ok zum Skifahren.

Und die Gegenrichtung an der 4-KSB Forcelles.

Colfosco, Corvara und hinten der Passo Campologno.

Danach gings auf die lang Liftkette zum Grödner Joch rauf. Hier an der 4-KSB Sodlisia.

Blick zum Col Alt.

Mittagstal im Nebel.

Dito.

Und mit der Talstation der 8-EUB Plans-Frara im Vordergrund.
Danach in Wolkenstein auf den Ciampinoi gewechselt und bis nach hinten zum Col Rodella gefahren. Dort war das Wetter leider wesentlich schlechter und die Sicht war miserabel.

Bergstation Piz Sella.

Abfahrten vom Ciampinoi.

Bergstation Piz Sella.

Bergstation DSB Comici 2.

Sellajoch.

Unten die Rückbringer-DSB Piza Pranseies.

Und angekommen am Ziel. Letztes Stück der Sasslong.

Hier kommt die rote Variante runter.

Hier die schwarze.

Dito.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Fazit:
Wie man an der Bewertung sieht war ich von der Dolomiten-Woche begeistert. Dennoch möchte ich noch ein paar Details dazu erwähnen:
Skigelände:
Hier ist sehr viel Abwechslung geboten. Von steilen Hängen in Arabba, Wolkenstein, und La Villa bis hin zu breiten flachen Carvingpisten in Alta Badia und der Seiser Alm ist alles dabei. Mehr Abwechslung geht kaum. Es gibt außerdem genug lange Abfahrten wie z.B. an der Marmolada, der Seceda, am Danterceppies oder dem Ciampinoi aber auch kürzere Geschichten z.B. im "blauen Meer" von Alta Badia. Das ganze in einer riesigen Außdehnung, sodass man schon fast eine ganze Woche braucht um überhaupt alles einmal gesehen zu haben.
Landschaft:
Das Terrain auf dem die Skipisten verlaufen ist eigentlich nichts spektakuläres, eher eine Art Hügellandschaft. Was den Reiz dort ausmacht sind die spektakülären Gesteinsformationen, um welche sich die Pisten bewegen. Diese sind das landschaftlich beeindruckende. Wenn diese Türme dann noch in der Abendsonne leuchten... das sollte man wirklich selbst gesehen haben.
Pistenpflege:
Bei diesem Punkt wird Südtirol ja immer hoch gelobt. Ja, die Beschneiung ist hervorragend und auch die Pistenpräparierung ist einwandfrei. Dies ist sicherlich nicht nur der Arbeitsleistung zu verdanken, sondern auch dem Klima dort mit oft trockener Kälte. Doch ganz so makellos wie immer behauptet wird sind die Pisten dann doch nicht. Es sind Kleinigkeiten, aber sie sollten erwähnt werden: Steine gab es so gut wie nie, lediglich auf dem Steilhang an der Bergstation der PB Piz-Sella gab es die ganze Woche welche. Eis und Buckel kamen stellenweise an den besonders sonnigen Pistenabschnitten zum Vorschein. Dennoch, das sind ein paar einzelne Stellen gewesen an denen dies der Fall war. Im großen und ganzen waren die Pisten in einwandfreiem Zustand. Man hätte es definitiv nicht besser machen können. Gegen die Natur und die Menge an Skifahrern ist man eben oft machtlos, weshalb man Eis und Buckel nicht immer verhindern kann.
Anlagen:
Hier ist Italien wohl ein Thema für sich. Mit der österreichischen Infrastruktur ist das hier kaum zu vergleichen. Während die Ronda-Lifte sehr gut ausgebaut sind gibt es drumherum eine hohe Anzahl von fixen Liften. Manche davon sind sinnvoll so wie sie sind, andere dagegen gehören ersetzt, da unterdimensioniert oder zu lang. Außerdem sind die Investitionen hier auf den ersten Blick oft seltsam, wenn z.B. eine 3SB durch eine 4SB ersetzt wird.
Das Gebiet um die Sella hat sich durch diesen erneuten Besuch sehr weit hoch auf meiner Rangliste der Skigebiete katapultiert. Ich werde definitiv wieder kommen.
Ich hoffe mein Bericht gefällt. Über Kommentare, Anregungen oder auch Kritik, usw. würde ich mich freuen.
LG
David