Wie ich bereits in meinem Katschberg - Bericht angedeutet habe, waren wir von Donnerstag bis Sonntag in den Skigebieten Oberkärntens unterwegs, im Detail: Donnerstag = Katschberg, Freitag + Samstag = Heiligenblut, Sonntag = BKK (Notlösung wegen schlechtem Wetter, wäre das Wetter sonnig gebleiben war eigenlich Ankogel geplant).
Übernachtet haben wir im netten Hotel Margarethenbad in Rangersdorf (ein Dorf vor Winklern), guter Ausganspunkt für Heiligenblut, Mölltal oder auch Lienz (alles in einer knappen halben Stunde zu erreichen). Nun aber zu meinem zweiten Heiligenblut - Bericht der Saison - den ersten, allerdings mit wenigen Fotos, gibt es in meinem Osttirol - Wiehnachtsbericht.
Pistenplan: http://www.gross-glockner.at/de/winter/ ... pistenplan
Anfahrt: in weniger als 30 Minuten vom Hotel zu unserem Standardparkplatz bei der Mautstelle der Grossglockner - Strasse. Wenn man früh genug ist, parkt man nur wenige meter von der Stelle wo die Talabfahrt die Strasse kreuzt. Also beginnt der Tag ausnahmsweise nicht mit einer Liftfahrt, sondern mit der Talabfahrt:
Bergfahrt mit der 2. Sektion zum 2600m hohen Schareck:
Das Wetter war an diesem Freitag genial: sonnig, fast windstill und am Berg kalt (-6 in der Bergstation), deshalb blieb der Schnee trotz Südlage + Sonnenschein bis auf etwa 1800m den ganzen Tag griffig - pulvrig, nur an letzten Steilhang oberhalb der Mittelstation (und natürlich von der Mittelstation ins Tal) wurde es im Laufe des Tages sulzig:
Querfahrt zu Beginn der Tauernabfahrt 2a, sieht dank Windverfrachtungen nach mehr Schnee aus als es in Heiligeblut in Wirklichkeit gibt:
Seppenalmlift (nicht in Betrieb, da kein Bedarf) und die gleichnamige Piste in perfektem Zustand, mit griffigem hartgepresstem Naturschnee:
Zoom zur Fleissalm, da geht es als nächtes hin:
Am Tauernberglift, hier ist die Piste beschneit, aber genau so perfekt - griffig wie die nicht beschneite weiter oben:
Mit der Tunnelbahn wechselten wir zur Fleissalm, hinauf geht es, ganz ohne Anstehen, zuerst mit der 4KSB:
... und dann mit dem Schlepper bis auf fast 2900 m:
Vor uns: die IMO genialste Piste Kärntens über 1100 HM:
Lob an die Pistenmannschaften, die es zustande bringen, an diesem windexponierten Grat nur mit Naturschnee eine völlig steinfreie Piste zusammenzukratzen:
Sabber
Zur Abwechslung mal die rote 12 links der 4KSB, noch einen Tick griffiger als die 11 auf der rechten Seite:
Nach Mittag haben wir dann wieder ins Hauptgebiet gewechselt und als Kontrast zu dem winterlichen Pisten weiter oben einmal die nette sulzige Talabfahrt genommen, dort sieht es ausserhalb der Piste so aus:
Tauernabfahrt* am Nachmittag: sonnig, griffig, leer:
Mittelstationsbereich:
Am Nachmittag ging es noch in die Kältekammer Heiligenbluts, also in den Bereich um die Panoramabahn und Viehbühellift. Auch am Freitag war es hier, obwohl gleich hoch, wesentlich kälter als z. B. am Schareck - Gipfel und der Schnee dadurch wie im Hochwinter:
Viehbühellift mit dem unteren Pistenabschnitt:
Panoramabahn mit ihren lanschaftlich netten, skitechnisch aber eher untinteressanten Pisten:
Tagesfazit: einer der besten Tage der aktuellen Saison und einer unserer besten Tage in Heiligenblut ever! Da hat wirklich alles gepasst: bester Schnee, Kaiserwetter und winterliche Temperaturen. Wartezeiten kaum vorhanden, ich glaube dass wir zwischen 11 und 12 an der 4KSB zweimal je 2 Minuten stehen mussten, das war aber auch schon alles. Schade dass die Verantwortlichen ein sochlches Naturjuwel wie Heiligenblut so ambitionslos betreiben und man so geniale Schneeverhältnisse oft erst spät in der Saison vorfindet, wärhend zu Weihnachten z. B. die Fleissalm mehr Krampf (gras - und - Steinen - ausweichen) als richtiger Genuss ist, da man schon seit 7 Jahren nicht im Stande ist die Beschneiung wenigstens bis zur Bergstation der 4KSB zu bauen ...
Der Samstag war dann noch einen Tick besser, der Schnee noch kompakter und griffiger, die Leute noch weniger als am Freitag. Dass ich überhaupt was zum meckern hatte, ist verdienst der Panzer... nein, Bullyfahrers der am Freitagabend die Talabfahrt 'präpariert' hat, die war am Morgen natürlich steinhart war und so ausgesehen hat
Der Rest der Tages war eine Wiederholung vom Freiteg, hier ein paar unkommentierte Fotos:
OK, doch ein Kommentar: es gibt ja Skifahrer die Heiligenblut gerade deshalb so toll finden, weil es noch nicht vollmodernisiert ist und entlang der Pisten keinen Reihen von gelben Schneekanonen auf Turm stehen etc. Aber warum um alles in der Welt stehen gerade in einem solchen Skigebiet Mitte März noch die uralten Hedco mitten auf der Piste (beschneit wird natürlich längst nicht mehr)? Würde man diese wegräumen, könnte man den Retro - Gästen noch viel wirksamer die Illusion verkaufen, dass sie ausschliesslich auf Naturschnee fahren
Während ich mir in Heiligenblut dringend eine bessere Beschneiung wünschen würde, stören mich die paar Schlepper nicht einmal so sehr (was nicht heissen soll dass ich mit einer 6KSB an diesem Hang unglücklich wäre
Pistenzustand ... einfach nur Carvingtraum:
OK, frisch gewalzt sehen alle Pisten genial aus. So hat es aber gegen Mittag ausgesehen (und auch um vier nachmittags war es nicht wesentlich anders):
Schareck am Nachmittag: