
Mein Arbeitgeber ermöglichte mir kurzfristig einen Tag Urlaub zu nehmen. Ich beschloss diesen zu einem Schiausflug zu nützen. Wo sollte ich diesen Tag verbringen? Meine Saisonkarte (Steiermark-Joker) ist im letzten Viertel ihrer Gültigkeit und ich habe noch immer kein neues Schigebiet kennen gelernt, obwohl ich mir beim Kauf zu Saisonbeginn fest vorgenommen hatte, für mich Neues zu erforschen.
Ich beschloss also erstmals in meinem Leben die Planneralm bei Donnersbach zu besuchen. Warum ausgerechnet dieses Gebiet?
Es ist mit 1600 bis 2000 Meter relativ hoch gelegen und die Pistenausrichtung ist ausschließlich Nord bis West, was an einem warmen sonnigen Tag hoffen ließ, dass der Untergrund nicht zu weich werden würde. Weiters ist die Planneralm ein reines Naturschneegebiet und nicht zuletzt waren es auch Berichte hier im Forum, die mir die Planneralm schmackhaft machten. (Danke NIC)
Die Anfahrt aus Wien dauerte drei Stunden. Als einer der ersten Tagesgäste konnte ich direkt vor der 4SB Plannereck parken. Erste Blicke zum Schigebiet.

Kopf nach links gedreht; hier ist die 4SB Plannereck.

Kopf nach rechts gedreht und Zoom zum Bergkamm; hier ist die Bergstation des Schleppliftes Gläserboden.

Ich bin heute der erste Fahrgast auf der 4SB Plannereck.

Die Piste Nummer 3, die im oberen Teil schwarz markiert ist (im Bild) und danach rot markiert wieder zur Talstation führt, war eine meiner Lieblingspisten an diesem Tag.

Weiter ging es auf diesem roten Abschnitt (im Bild) zurück zur 4SB Plannereck, wo ich dann auch der zweite Fahrgast an diesem Tag war. Es hatte sich tatsächlich noch kein anderer Schifahrer dort hin verirrt.

Nach einigen Fahrten mit der 4SB und dem Testen der zahlreichen Pistenvarianten wechselte ich zum kleinen Rotbühellift, einem Kurzbügelschlepplift mit Bedienung.

Dann folgte eine Fahrt mit der 4KSB Plannerjet oder Rotbühelbahn (Ich habe beide Bezeichnungen gelesen)

Dann ging es weiter zum Gläserbodenlift. Dieser Schlepplift hat zwei steile Abschnitte auf seiner Strecke und ist auf Grund seiner Trassierung eigentlich ein Muss für Schlepplift-Fans. Die Fahrt mit dieser Anlage hat mich an meine Kindheit erinnert, wo es noch mehr lange steile Schlepplifte gab. Heute würde man in dieses Gelände wohl kaum noch einen Schlepplift stellen.
Die Bergfahrt beginnt ziemlich harmlos.



Dann nähert man sich dem ersten Steilstück.

Großaufnahme des Niederhalters vor diesem Steilstück.

Dann folgt wieder eine flache Passage und danach sieht man schon den steilen Schlussanstieg. Vor diesem gibt es noch eine Ausstiegstelle.

Blick von der Bergstation die Trasse entlang ins Tal.

Meine erste Abfahrt am Gläserboden mache ich auf der Piste 7. Oberhalb der Ausstiegstelle ist sie schwarz markiert, unterhalb rot. Sie zählte auch zu meinen Lieblingspisten an diesem Tag.



Rasch ist die Talstation des Gläserbodenliftes wieder erreicht.

Nun hatte ich mir einen Überblick über das Schigebiet verschafft. Damit wird es auch im Bericht Zeit für eine statistische Zusammenfassung.
Auf der Planneralm waren alle Lifte und Piste geöffnet. Wartezeiten gab es keine. Wenn nicht in den Beherbergungsbetrieben auf der Alm einige Schikursgruppen stationiert gewesen wären, hätte mir das Schigebiet an diesem Werktag fast alleine gehört.
Der Pistenzustand war hervorragend. Am Morgen war es überall hart griffig. Gegen Mittag wurden die flacheren Abschnitte im unteren Bereich weich, am Nachmittag zogen sie wieder an. Eisig wurde es nur an den flachen Abschnitten in der Schleppspur des Gläserbodenliftes. Perfekt präpariert waren übrigens nicht nur die Pisten, sondern auch die Schirouten.
Das Wetter war nicht ganz so toll wie erwartet. Der strahlend blaue Himmel fehlte am Vormittag, wie man auf den bisherigen Bildern erkennen kann. Dennoch sorgte die Sonne hinter der dünnen Wolkenschicht für sehr gute Sicht. An den Bergstationen war es windig. Die Temperatur war morgens und abends bei +5°C, dazwischen sicher deutlich darüber. Niederschlag gab es keinen.
Dass die Wolken immer weniger wurden wird man bei den nächsten Bildern feststellen können.
Wieder einmal eine Bergfahrt mit der Plannereckbahn, die Wolken am Himmel werden weniger.

Für die nächste Abfahrt wähle ich die präparierte Route 1.

Zu Beginn des Schlusshanges hat man auf dieser Route einen Blick über das gesamte Schigebiet. Ich habe versucht das Panorama fotografisch einzufangen.

Blick von der Seekaralm, wo ich Mittagessen war, zur Plannereckbahn und zum kleinen Rotbühellift.

Talstation des kleinen Rotbühelliftes.

Interessante Perspektive mit den Bergstationen Plannerjet und Gläserboden

Nochmals ein paar Eindrücke vom Gläserbodenlift.



Zum Abschluss noch Bilder vom späten Nachmittag, wo der Himmel schon fast wolkenlos war.
Plannerjet.

Kleiner Rotbühellift.

Plannereckbahn.

Fazit: Sehr nettes Schigebiet bei Top-Pistenqualität kennengelernt. Ich hoffe, dass sich in dieser Saison noch eine weitere Neuentdeckung ausgeht.