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Bei Donaueschingen bringen Brigach und Breg die Donau zuweg. Der nördliche Quellfluss ist die Brigach und auch die hat ein kleines Nebenflüsschen, das kurz vor Villingen-Schwenningen mit ihr zusammenfließt: die Kirnach.
Und während sich am Feldberg dem größten und bekanntesten schwarzwälder Skigebiet tausende auf den Skiern herumtreten, geht es in Oberkirnach eher ruhig zu.
Wer den Kesselberg in St. Georgens Ortsteil Oberkirnach runterkesselt, direkt am Lift, wo er am steilsten ist und wo Hartmuts Pistenbully immer ein paar Buckel stehen lässt, der kommt auch in den Alpen überall runter. Hier haben wir gelernt, einen engen Stil zu fahren, weil dreihundertfünzig Meter schnell vorbei sind. Aber zum Glück ist man auch schnell wieder oben, so dass man auf seine sportlichen Kosten kommt.
Viel los war nicht am 18. und 19. Februar in den Fastnachtsferien. Man kennt sich hier zumeist, kennt die Leute vom Lift und umgekehrt, aber immer wieder sind auch ein paar Feriengäste da, die mit der KonusGästeKarte auch umsonst mit dem Lift fahren dürfen. Auch unser Schwarzwald-Skipass wird selbst hier in der weiteren Peripherie des Feldberges anerkannt gut für uns Kinderreiche.
Nächstes Jahr hat der Kesselberg-Lift Geburtstag, 50 Jahre gibt es ihn schon. Und seit fast so vielen Jahren ist steht Mathis am Lift, einer der heutigen Liftbesitzer, früher war das ein Zubrot zur Landwirtschaft, heute hoffentlich auch noch ein bisschen.
Mathis knipst die Punktekarten. Klar dass es auch eine Lampe braucht für den abendlichen Flutlichtbetrieb.
Das Skigebiet Oberkirnach umfasst 4 weitere Lifte: Brigachlift und oberer Schlossberg sind ziemlich flach und eher etwas für Anfänger und Ängstliche. In Richtung Villingen folgt dann noch der Schlossberg, nicht ganz so steil wie der Kesselberg, aber dafür etwas länger und am unteren Ende des Kirnachtales der Winterberglift, eher wieder mehr familiengeeignet.
Hier wirtschaftet jeder alleine vor sich hin, zwar gibt es eine Verbundpunktekarte mit 25 Fahrten, die ist aber teuer und bei wenig Betrieb bereits nach 1,5 Stunden abgefahren. Außerdem müsste man mit dem Auto zum nächsten Lift fahren. Brigachlift, oberer und unterer Schlossberg könnten ein prima kleines Skigebiet für alle familiären Könnerstufen bieten völlig unproblematisch zu verbinden, aber wie gesagt, der Schwarzwälder Liftbetreiber scheint leider immer noch eher ein Einzelkämpfertyp zu sein.
Bigfoot macht Pause am Kesselberg. Die Blader sind praktisch, wenn man mit vielen Kindern in öffentlichen Verkehrmitteln zum Skifahren fährt.
Auch hier kann man Pause machen: Verpflegungsstation "Mühle". Links hinten kommt die Waldabfahrt runter.
Blick von der Mühle auf den gesamten Hang. Der Lift verläuft am Wald. Hier gibt es auch einen steilen Abschnitt. Rechts neigt sich der Hang eher etwas flacher.
Nach der ersten Abfahrt vom Parkplatz oder der Bushaltestelle "am Todtenhund" ist der Aufstieg dran. Leitner-Sterz machts seit 50 Jahren möglich. Und natürlich das freundliche Liftpersonal. Hier wird übrigens untereinander noch schwarzwälderisches alemannisch "gschwätzt", das für die Urlaubsgäste natürlich entschärft wird.
Bis vor kurzem hat der Dieselmotor noch den Generator fürs Flutlicht per Transmissionsseile angetrieben. Jetzt hängt man am öffentlichen Stromnetz. Am "Schaltpult" die jährlichen TÜV-Marken.
Gern schaut man doch auch mal noch mal genauer in den urigen Betriebsraum.
Die Kurzbügel sind vor einigen Jahren erneuert worden, nämlich aus den Beständen des Geutsche-Liftes bei Triberg, der leider abgebaut wurde. Die Tür hinten führt in ins ehemalige Büro und Kassenraum.
Jetzt fahren wir aber wirklich los ins untere Steilstück.
Oben wird es flacher, direkt neben dem Lift die Buckelpiste.
Und obwohl heute nur der Langsamgang drin ist, ist man rasch oben auf 1010 m über dem Meer. Und weil der Lift schon kurz genug ist, muss man die fahrbare Länge nicht noch mit Holzrampen zum Bügel fallen lassen verkürzen.
Deshalb muss werhier hoch kommt, erst mal die Schilder beachten.
In der Praxis sieht das dann so aus:
Und obwohl das Liftpersonal hier ein besonders wachsames Auge hat deutet manch erneuertes Brett und einige Schlaglöcher darauf hin, dass nicht alle den Vorgang beherrschen.
Dann fährt man runter auf die behäbigen Eindachhöfe des Mittleren Schwarzwaldes zu.
Entweder flott auf direktem Weg
Oder über ein Schänzchen
oder über die weitausholende Waldabfahrt um den Tal"kessel".
... und zurück zum Lift
Noch ein erfrischender Klogang gefällig? Scherz. In der "Mühle" gibt's seit ein paar Jahren ein neues.
In ersten zwei Jahrzehnten des Liftes standen die Leute oft hier unten in einer Doppelreihe an. In der Mitte die ehemalige Kasse, links der Sanitärtrakt.
So jetzt wird's aber langsam schattig am Kesselberg, Zeit um zum Bus zu gehen ...
... und noch einmal das sanfte Kirnachtal hinunterzublicken, Richtung schwäbischen Alb, ganz rechts hinten bei gutem Wetter zu den Alpen und zum Hang wo alles begann ....