Eine Durchreise von West nach Ost nahm ich zum Anlass, einigen der Tiroler ESL einen kurzen Besuch abzustatten. Anbei eine kleine Auswahl der dabei entstandenen Bilder
^Vorbei am beliebten Pausen-Treff.
^Auf dem Fernpass erwischte mich starkes Schneetreiben. Wäre ich dieses Mal nicht stärker motorisiert gewesen, hätte die Fahrt hier sicher schnell ihr Ende gefunden. Im Schneckentempo ging es stetig vorwärts, einige Tage später war die Strecke an einem Wochenende unfallbedingt komplett gesperrt. Da gabs sicher riesiges Chaos.
Grünberglift - Obsteig
^Irgendwann erreichte ich dann mein erstes Ziel, den Grünberglift in Obsteig oder das, was noch davon übrig ist.
^Swoboda, 1970-2011. Bis auf das Stationsgebäude gab es nicht mehr viel zu sehen.
^Den schnöden Schlepplift hat man stehen lassen. Zudem war im zum Anfängergebiet degradierten Gebiet erstaunlich viel los (hier nicht zu sehen).
Schanzenlift - Seefeld
Weiter ging's nach Seefeld. Die Hohe Munde ließ ich rechts links liegen, da sich dort seit 2012 sicher nicht viel verändert hat.
^Auch in Seefeld herrschte starkes Schneetreiben und ich befürchtete natürlich schon, dass das angesagte Schanzentraining ausfallen würde. Wie gut, dass Sport hier noch Sport ist und die Trainingsgruppe sich von der weißen Pracht nicht vom Fliegen abhielten ließ!
^Auffahrt im Steurerlift, der in den 1980ern als Occasion nach Seefeld kam. Vorher ging es wohl per Pedes hinauf.
^Nach der dritten Stütze kommt schon die Bergstation in Sicht. Oben machte sich bereits der nächste Springer fertig.
^Ein paar kurze Minuten schaute ich der Umlenkung beim umlenken zu, dann ging es wieder hinunter.
^Hier fand ich den Höhenkontrast ganz nett. Zwischen Stütze 1 und Talstation macht die Anlage durchaus einige Höhenmeter.
^Nur fliegen ist schöner - ich hätte die Jungs mal danach fragen sollen, die müssen's ja wissen.
^Spartanische Ausführung, aber für den Schanzenbetrieb reicht es ja. Wahrscheinlich wird das auch die letzte Nische sein, in der sich die Einersessellifte noch etwas halten werden. Wobei damit andernorts ja bereits auch schon Schluss ist.
Sonnenlift Reith - Seefeld
Zum nächsten Stop waren es nur wenige Autominuten. Den Grund für den Abriß habe ich nicht behalten, immerhin werden die Abfahrten noch von so mancher draufgängerischer Offpiste-Crew genutzt. Bei meiner Ankunft wurde eine eben solche gerade mittels Van abgeholt und zurück Richtung Skigebiet gebracht.
^Hier ist schon lange keiner mehr happy - wohl mit Ausnahme der Tiefschneefreunde.
^Wopfner, 1976-2013 - 2012 mitsamt des restlichen Gschwandtkopfs noch ausführlich dokumentiert.
^Hier hatten sich die nassen Füße gelohnt. Wer sich dafür interessiert, hat an der Talstation noch einiges zu sehen.
^Sah 2012 kaum einladender aus, die guten Zeiten waren hier schon damals vorüber.
Mit der Stilllegung des Sonnenlifts ist der Schanzenlift nunmehr der letzte ESL im und ums Leutaschtal. Früher wimmelte es hier nur so davon: Hohe Munde, Kreith Alm, 2 parallele Anlagen am Gschwandtkopf sowie der Sonnenlift, 2 Sektionen an der Roßhütte, dazu der Lift in Obsteig und ggf. einer in Scharnitz.
Kellerjochbahn Sekt. 1 - Schwaz
Das Kellerjoch ist wohl so ein Beispiel für anno dazumal einmal klassisch mit mehreren Sektionen erschlossene Gebiete, mit langen Fahrzeiten, wenig Komfort und mittlerweile entsprechend geringen Besucherzahlen. Wie sonst könnte man sich erklären, dass vor ein paar Jahren die erste Sektion als direkter Zubringer aus dem Ort mit guter Verkehrsanbindung und Parksituation stillgelegt wurde? Ein Gebiet ohne Zukunft, das vermutlich sukzessive geschlossen werden wird... Beim Sommerbetrieb fing es an, mittlerweile hat man schon zum Abbruch von Anlagen übergehen müssen. Ein bisserls was zur Geschichte des Gebiets gibt's hier.
^Die Talstation ist noch vollständig erhalten. Dem großzügigen Zugangsbereich nach gab es hier einmal sehr viel bessere Zeiten.
^Ehemalige Liftkette. Heute gehts im Winter erst in Arzberg los und im Sommer läuft nur die DSB ab Grafenast.
^DM, 1989-2011 (?) . Ersetzte damals - so wie die beiden übrigen Sesselbahnen oben - bereits die erste ESL-Generation am Kellerjoch. Hinten lagen die Klemmen und Sessel fein säuberlich aufgereiht.
^Ein paar Stützen stehen noch in der Trasse. Die gut ausgebaute Straße ging es also jetzt für mich nach oben zur ehemals zweiten Sektion.
Kellerjochbahn Sekt.en 2 & 3 - Schwaz
^Scheinbar hat man vovos Irrfahrt von damals zum Anlass genommen, die Zufahrt in Arzberg etwas übersichtlicher zu gestalten. Man kann wählen zwischen einer Anfahrt von 300 m zum ESL oder satten 8 km (inkl. einigen Höhenmetern) zur DSB.
^Offizielle Zufahrt zur Kellerjochbahn 2
^Situation bei Ankunft: Keine Autos am Parkplatz, der Lift steht aber die Zugangsschranken sind nicht abgedeckt. Ich parkte direkt oben neben dem Liftler.
^Blick auf die Trasse, die Talstation der 1. Sektion, die hier gestanden haben müsste, hat man mittlerweile fein säuberlich entfernt.
^Hier wäre ich sonst mit der 1. Sektion kommend ausgestiegen.
^Ich kaufte meine Zeitkarte, der Liftler rief seinen Kollegen oben an, dass jemand hoch wolle und ein paar Minuten später war ich der einzige Fahrgast. Der Rest tummelte sich oben ab der DSB.
^Seitenblick für die Pferdefreunde.
^Durch einen toll verschneiten Wald ging es auf enger Trasse nach oben. Etwa 500 Hm bewältigt die Anlage.
^Der Blick zurück lohnte sich auch - leider hatte ich an dem Tag kein Wetterglück. Ansonsten hat man aus dem Gebiet wohl einen tollen Blick.
^Etwas irritierend sind diese DM-Rundrohre an einem ESL ja schon.
^Station Grafenast: Oben ESL-Ausstieg, unten DSB-Zustieg. Hat mir sehr gut gefallen diese Ausführung.
^Hinten steht evtl. noch ein Betriebsgebäude von der Ersterschließung in den 1950ern/60ern.
^Ein alter Pistenplan hing auch noch rum. Ohne die erste Sektion und das Projekt hat man den aktuellen Stand.
^Auch wenn sich die beiden Sesselbahnen hier im Wesentlichen nur durch ihre Betriebsmittel unterscheiden, strahlte die DSB im Gegensatz zum ESL Null Charme auf mich aus
^Aufgelassene Zwischenstationen gehören heute einfach zum guten Ton überholter Gebiete.
^Auf dem oberen Stück doppelt bekanntlich der Bockstalllift. Die Piste war ob der wenigen Skifahrer noch reichlich von Schnee bedeckt - glücklicherweise ohne nennenswerte Buckelbildung. So ließ es sich wunderbar auf dem Neuschnee gleiten.
^Im Bockstalllift ging es einmal nach oben, besser gefielen mir aber die Pistenabschnitte weiter unten.
^Herrliche Schneebedingungen! Ich ärger mich fast, dass ich hier zum lsap-Häuschen ab- und nicht mit Schwung weiterfuhr...
^Hier stand mal ein Seillift, Reste fanden sich in der Hütte.
^Kurz vor der DSB-Talstation suchte ich eine direkte Abfahrt zum Sonnenlift, landete aber nur inmitten vieler Ferienhäuser. Nach kurzem Fußweg waren dann Piste und Lift erreicht - beides recht kurz aber nett. Gehört in die Kategorie: Wenn jetzt hier noch ein Kurzbügler ständ, nur dass es ihn hier gibt
^Während der Auffahrt überlegte ich also was zu tun sei...
^Unpräparierte, abgelegene und mir unbekannte Skirouten sind eher nichts für mich - dazu noch die widersprüchlichen Aussagen. Aber irgendwas ritt mich, es in diesem Fall einfach zu wagen. Vielleicht war es die tolle Stimmung, die da oben in diesem verkorksten Skigebiet herrschte oder doch einfach die Nähe zum Basiscamp der überaktiven Offpiste- und Pano-Fraktion...
^Wie soll ichs beschreiben - ich war völlig einsam auf dieser Abfahrt auf etwa 15 cm Neuschnee unterwegs. Lediglich einzelne Spuren wiesen mir den Weg. Ich glaub eine tollere Abfahrt habe ich selten erlebt - nicht aus sportlicher Sicht sondern hinsichtlich der Stimmung. Das war definitiv einer dieser Momente...
^Am Ende dieser naturbelassenen Episode kam ich mit Blick auf Bauernhöfe, das Inntal und die ESL-Station aus dem Wald. Der Liftler würde die Anlage erneut für mich anschalten - was will man mehr.
^Tiefblicke aus der DSB in das Inntal.
^Allmählich verschwanden die spärlich verstreuten Skifahrer und die Tourengeher gewannen die Pisten für sich. Wer weiss, wie lang es noch dauert, bis sie das Gebiet gänzlich erobert haben.
^Ein letzter Blick, dann waren auch diese kurzweiligen Stunden vorbei. Die Ruhe und heile Welt war in dem Moment vorbei, als ich wieder in Sichtweite der Inntalautobahn kam.
Wilder Kaiser 1 - Kufstein
Abgebaute, wiederaufgebaute und noch betriebene ESL - da fehlte jetzt noch eine Baustelle. Wie praktisch, dass die einzige ESL-Baustelle weit und breit auf meinem Weg lag.
^Kein schönes Bild, aber erträglich, wenn man weiß, wohin es mal führen soll
^Hier gibt es Bilder vom Sommerbetrieb 2011.
^Mit freundlicher, kostenpflichtiger Unterstützung des Weltmarktführers.
^Swoboda, 1970-2012. Revival 2015.