Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Allgemeine Diskussionen zu Skigebieten weltweit: Erfahrungsaustausch, Reisetipps und Entscheidungshilfen für die Planung des nächsten Skiurlaubs.
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Wombat
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Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von Wombat »

Ob es Sinn macht die aktuelle Giggijochbahn durch eine 10EUB zu ersetzen bezweifle ich. Die Gondeln sind in der Regel gut gefüllt. Bei einer 10EUB werden mehr Plätze frei bleiben. Imho würde eine 15MGD mit Conus, 9 Sitzplätze/6 Stehplätze oder eine mit OM IV 10Sitzplätze/5 Stehplätze mehr bringen.

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ski-chrigel
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Re: Neues aus Sölden

Beitrag von ski-chrigel »

Wenn ich die 15er-Gondeln in den Dolomiten anschaue, bezweifle ich, dass das mehr bringt. Dort sind kaum je mehr als die 9 Sitzplätze gefüllt und oft nicht mal diese. Runde Gondeln werden m.E. generell schlechter gefüllt, weil es irgendwie schneller voll aussieht.
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Wombat
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Re: Neues aus Sölden

Beitrag von Wombat »

Den Eindruck hatte ich nicht, als ich in La Villa und San Cassiano war.
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ski-chrigel
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Re: Neues aus Sölden

Beitrag von ski-chrigel »

Wombat hat geschrieben:Den Eindruck hatte ich nicht, als ich in La Villa und San Cassiano war.
Und genau die beiden meinte ich, nebst Boe
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Re: Neues aus Sölden

Beitrag von br403 »

Moment, in Italien ist das generell schwieriger, die haben auch Probleme die Sessel zu füllen.
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Ram-Brand
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Re: Neues aus Sölden

Beitrag von Ram-Brand »

Also wenn da eine neue Bahn käme, dann sicher nicht mit Stehplätzen. Das wäre ja ein Rückschritt.
Denke nicht das eine 10er Kabine schlechter gefüllt wird wie eine 8er. Das ist doch eher bei kleineren Kabinen so. Reicht ja schon wenn in einer 4er Gondel nur 1 Person sitzt. Dann wartet man mit seinen 3 Kumpels auf die nächste Kabine. Schwups 3 Plätze ungenutzt.
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Re: Neues aus Sölden

Beitrag von Wombat »

ski-chrigel hat geschrieben:
Wombat hat geschrieben:Den Eindruck hatte ich nicht, als ich in La Villa und San Cassiano war.
Und genau die beiden meinte ich, nebst Boe
Kommt aber auch darauf an, ob man in der Saison dort ist, und um welche Tageszeit. An den beiden Bahnen musste ich in den ersten beiden Februar Wochen immer anstehen, dem entsprechend waren die Gondeln meistens mit 12-13 Personen gefüllt. Und das ist dann schon ein unterschied zur einer 10 EUB mit einer Belegung von 7-9 Personen. Vor allem auch im Vergleich zu der EUB Giggijoch, die eine Auslastung von 6-8 Personen hat. Und btw liegt es ja auch an den Seilbahn-Betreibern, dafür zu sorgen, dass die Gondeln gut gefüllt sind. In Österreich ist da das Interesse doch bescheiden. Jetzt in den Dolomiten animierte das Personal bei den Gondelbahnen immer die Leute dazu einzusteigen, wenn noch Platz für ein paar Personen war. Da aber die Leute lieber sitzen als stehen wollen, klappte das auch nicht immer. :nixweiss:
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von markman »

Wombat hat geschrieben:Ob es Sinn macht die aktuelle Giggijochbahn durch eine 10EUB zu ersetzen bezweifle ich. Die Gondeln sind in der Regel gut gefüllt. Bei einer 10EUB werden mehr Plätze frei bleiben. Imho würde eine 15MGD mit Conus, 9 Sitzplätze/6 Stehplätze oder eine mit OM IV 10Sitzplätze/5 Stehplätze mehr bringen.
bei meinem letzten Besuch wurden die Gondeln, dank der Bergbahnmitarbeiter, mit 8 Personen befüllt, jedensfalls morgens beim Hauptbetrieb. Können 25% mehr abgefertigt werden, würde sich die Wartezeit deutlich verringen. Daher spricht doch nichts gegen eine 10EUB?

Gruß,
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ski-chrigel
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Re: Neues aus Sölden

Beitrag von ski-chrigel »

Wombat hat geschrieben:
ski-chrigel hat geschrieben:
Wombat hat geschrieben:Den Eindruck hatte ich nicht, als ich in La Villa und San Cassiano war.
Und genau die beiden meinte ich, nebst Boe
Kommt aber auch darauf an, ob man in der Saison dort ist, und um welche Tageszeit. An den beiden Bahnen musste ich in den ersten beiden Februar Wochen immer anstehen, dem entsprechend waren die Gondeln meistens mit 12-13 Personen gefüllt. Und das ist dann schon ein unterschied zur einer 10 EUB mit einer Belegung von 7-9 Personen. Vor allem auch im Vergleich zu der EUB Giggijoch, die eine Auslastung von 6-8 Personen hat. Und btw liegt es ja auch an den Seilbahn-Betreibern, dafür zu sorgen, dass die Gondeln gut gefüllt sind. In Österreich ist da das Interesse doch bescheiden. Jetzt in den Dolomiten animierte das Personal bei den Gondelbahnen immer die Leute dazu einzusteigen, wenn noch Platz für ein paar Personen war. Da aber die Leute lieber sitzen als stehen wollen, klappte das auch nicht immer. :nixweiss:
Ich werde nie begreifen, wieso in Italien und Österreich Single-Lines so selten sind. Da sind die Schweizer deutlich voraus (wenigstens in diesem einzigen Punkt). Single-Lines erhöhen den Füllungsgrad gegen 100%. Bis zur Perfektion wird dies im Oberengadin gemacht, aber auch in Laax funktioniert das meist gut. Auch bei einer 8er EUB.
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kaldini
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von kaldini »

Und btw liegt es ja auch an den Seilbahn-Betreibern, dafür zu sorgen, dass die Gondeln gut gefüllt sind.
hier stimme ich dir teilweise zu. Aufgabe der Seilbahn-Betreiber ist es, den Ansteh- und Einstiegsbereich so zu gestalten, dass man, den gegebenen Umständen entsprechend, möglichst gut und eiffizient einsteigen kann.
Aber dafür, dass dann die Leute auch tatsächlich die Bahnen mit 100% belegen, sind die Leute selber Verantwortlich. Mir ist es schon öfters aufgefallen, am Ende der Schlange wird sich beschwert, in der Mitte nörgelt man, und beim Einsteigen wird dann drauf geachtet, dass man ja auch genug Platz hat und die Kabine nicht voll wird. Die Seilbahnmitarbeiter können drauf hinweisen, aber die Leute sind selber Schuld wenn sie so lange anstehen.
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von mightyjust »

Als Liftler ist es unmöglich alle Fahrbetriebsmittel zu füllen. Viele Leute bestehen drauf mit ihrem Anhang auf einem Sessel / in einer Gondel zu sitzen, selbst wenn die Fahrt nur wenige Minuten dauert. Wie soll man die dazu zwingen das nicht zu tun?

Würde mir auch mehr Singlelines wünschen - hier sagen sie immer das das nicht funktioniert und eine extra Person benötigt wird die aufpasst das nicht zuviele vor einem Sessel stehen, aber die Erfahrung in anderen Gebieten zeigt eigtl das es funktioniert und die Leute (zumindest die welche die Single Line verwenden) durchaus zählen können.
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von Theo »

Da muss ich kaldini absolut recht geben, ausserdem ist es die Hauptaufgabe des Personals einen sicheren und unfallfreien Betrieb zu gewährleisten.
Diese Diskussion was das Personal machen soll und wo es was besser macht und wo nichts getan wird werden wir ewig haben. Ab einer gewissen Gondelfolgezeit kann man eh nichts mehr machen ausser dem letzten kurzentschlossenen noch knapp vor der Türschliessung die Skis abzunehmen und in den Köcker zu stecken so dass er noch Zeit hat zum Einsteigen.


Ich bringe jetzt mal zwei Beispiele von einer eher schwachen 4er EUB mit einem Gondelabstand von 18 sec und ca. 800p/h.

Szenario 1:
Der Angestellte nimmt pro Gondel 2 x 2 Paar Ski und steckt die einfach rein damit die Gäste nur einzusteigen brauchen. Einige protestieren und steigen zähneknirschend zu wildfremden Leuten ein. Was soll jetzt allerdings der Angestellte machen wenn die Gäste anstatt einzusteigen einfach wieder ihre Ski aus dem Köcher nehmen?

Szenario 2:
Der Angestellte stellt sich beim Gondeleinstieg vor die Kolonne und lässt immer nur 4 Leute passieren. Kein Gedränge ist haben diese auch alle Zeit ihre Ski selber in den Köcher einzustecken und einzusteigen. Steigen mal ein oder zwei nicht ein lässt er das nächste mal halt nur 2 oder drei durch. Was soll der Angestellte allerdings machen wenn er eine Gruppe trennt und das erste zurückgebliebene Gruppenmitglied mit Anlauf ihm eine Skibindung in den Rücken knallt dass er vor Schmerz fast aufschreien muss? Soll der etwa eine Rückenprotector tragen?

Diese zwei Szenarien passierten bei mir selber und das leider mehr als einmal, bei jeweils über 15 min Wartezeit und an einer Anlage wo man je nach Tageszeit gar keine andere Wahl mehr hat als diese zu nehmen da die andere eher schliesst und auch keine Piste zu einer Anlage weiter unten weiter führt. Einziger Trost: Die Rekordwartezeiten gibt es seit einem Pistenbau an einer anderen Stelle nicht mehr.
Man merke sich eins: Gäste die sich 50 Wochen im Jahr privat, beruflich und gesellschaftlich wie eine Wildsau benehmen machen auch in den Ferien nichts anderes. Gelernt ist gelernt.

Back to Topic: Irgendwelche gemixten Sitz/Stehgondeln halte ich ab einer gewissen Länge für völlig falsch da schlicht und einfach keiner lange stehen will wenn es auch sitzend geht. Mit getrennten Anstehbereichen kann man vielleicht was erreichen, sicher ist das aber nicht.

10er oder 8er Gondel: Kann sein dass die 10er da sie schon wieder fast zu gross ist schlechter gefüllt wird als die 8er, dafür müssen dann aber für die gleiche Kap mehr 8er fahren und dann kehrt sich der vermeindliche Vorteil der 8er wieder um.
Ab einer gewissen Kap muss man halt sowieso längere Stationsumläufe bauen und das Gondeltempo dort reduzieren, wie z.B. Gaislachkogel 1, Marchner oder diesen Sommer Hartkaiserbahn.
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ski-chrigel
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von ski-chrigel »

mightyjust hat geschrieben:Als Liftler ist es unmöglich alle Fahrbetriebsmittel zu füllen. Viele Leute bestehen drauf mit ihrem Anhang auf einem Sessel / in einer Gondel zu sitzen, selbst wenn die Fahrt nur wenige Minuten dauert. Wie soll man die dazu zwingen das nicht zu tun?

Würde mir auch mehr Singlelines wünschen - hier sagen sie immer das das nicht funktioniert und eine extra Person benötigt wird die aufpasst das nicht zuviele vor einem Sessel stehen, aber die Erfahrung in anderen Gebieten zeigt eigtl das es funktioniert und die Leute (zumindest die welche die Single Line verwenden) durchaus zählen können.
Ja genau. Singlefahrer sind einerseits nicht die dümmsten sondern eher solche, die ein bisschen mitdenken können. Andererseits sind sie etwas konzentrierter, weil nicht am Rumquatschen und beobachten so das Einsteigeverhalten. Ich habe da fast durchwegs positive Erfahrungen. Einzig an Liften, wo die Single-Line vor dem Einstiegstürchen endet, klappt es nicht, zB. bei Anlagen mit Förderband. Da muss der Singelfahrer die Leute oft bitten, vor dem Türchen gegen die Mitte zu rutschen, damit gefüllt werden kann. Und das realisieren diese dann oft zu spät. Mündet die Single-Line aber torlos, sodass nach dem schliessen der normalen Tore noch relativ spät aufgefüllt werden kann, können auch zwei bis drei Singles auffüllen. An solche Orten sieht man kaum je einen leeren Sitz. Und in St.Moritz, eben dort wo es bis zur Perfektion betrieben wird, stehen zwei Mitarbeiter beim Einstieg: der linksseitige schaut, dass alle "regulären" links aufschliessen, der andere winkt die Leute aus der rechtsseitigen (torlosen) Single-Line aktiv heran. So viele, wie es aufzufüllen gilt. Da gibt es NIE einen leeren Sitz.
Sowas steigert die Kapazität mit wenig Aufwand enorm. zB. am Sodlisia auf der Sellaronda wäre das unbedingt nötig. Dort versuchen die Mitarbeiter mangels Single-Line lautstark aber erfolglos die Leute zum Auffüllen zu animieren. Als ich einen davon auf eine Single-Line angesprochen habe, antwortete er "ja, ich weiss, das machen die Schweizer besser". :roll: Wieso sie es denn nicht nachahmen wollen, wenn sie es schon wissen??? :roll:
Dies bezieht sich jetzt aber alles auf KSBs. Bei EUBs sieht es schon wieder anders aus. Ein System mit vorsortierten leuchtenden Wartebereichen und abwechselnden Füllunge wie in SFL scheinen mir aber auch ziemlich dienlich.
Und auch Single-Lines an EUBs bei genügend langem Einsteigebereich taugen gut, so zB. in Flims. Meist 8 Plätze voll.
Nichts tun und einfach Schulter zucken ist def. die schlechteste Variante!!!
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von j-d-s »

Ach, ich find das gar nicht so schlimm wie es bei EUBs läuft. Dadurch, dass fast immer die Gondeln unterbesetzt werden, drängel ich mich halt an den Ende des Einstiegsbereichs durch und steige kurz vor Türschließung in die Gondel ein, in der bspw. nur 7 Leute sitzen, obwohl sie für acht ausgelegt ist. Darüber hat sich noch nie jemand beschwert, schließlich drängle ich mich ja nicht vor (der Platz wäre sonst leer geblieben) und niemand hat einen Anspruch auf mehr als einen Platz in einer Gondel.

Viel mehr ärgert es mich bei Sesselbahnen, wenn ständig irgendwelche Gruppen direkt vor den Einstiegsschranken stehen bleiben, weil sie unbedingt zusammen auf einen Sessel wollen und dadurch dann mehrere Sesselplätze leerbleiben und sie durch ihr im-Weg-stehen diese Plätze auch für andere Leute blockieren. Ich finde, da müsste das Personal eher eingreifen und man sollte konsequenter Einzelfahrerspuren einrichten.
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von extremecarver »

Jip - Singlespuren funktionieren meist recht gut. Klar ab und zu muss man halt wenns kein Liftboy tut die Mitfahrer aktiv beiseite drängen für Platz. Ist aber dasselbe wenn man bei normaler Spur als zweiter durchgeht weil ein anderes Tor noch frei war man da aber nicht rüber kommt (6er/8er KSB). Ärgert mich immer dass nur wenige Gebiete Single Spuren haben - die auch lang genug sind. Single Spuren wo man nur 3-4 Fahrbetriebsmittel spart sind quasi sinnlos. Problematisch sind Singlespuren nur bei fix geklemmten Sesseln mit Förderbandeinstieg. Da kann man schwer wen beiseite drücken bzw drauf hoffen dass sie es schaffen am Band zur Seite zu gehen.

Gemixte Steh/Sitzgondeln sind in der Füllung IMHO auch am schlechtesten - weil wer will schon stehen wenn er stattdessen eine Gondel wartet und dann sitzt (Ausnahme wäre hier separate Eingangsspur wo man halt kürzer ansteht). Am besten sind 4/6er KSB, dann 6er vor 8er Gondeln. 4er Gondeln meist eher problematisch - aber halt auch weil die meist alt sind, Einstiege kurz, und Gondeln klein. Mit meinem 2m Snowboard hab ich da eh meist Probs - draußen passt es nicht oder wird bei ein bisserl Wind garantiert weggeweht (selbiges ab und zu mit langen Freerideski) - drinnen passen sie kaum rein. In Zauchensee etwa auf der 4er Gondel bin ich immer sehr beliebt - weil dann die 4er zur 2er Gondel wird...

Reine Stehgondeln natürlich meist am besten. Aber bitte mit durchgehen bevor die Gondel ankommt, nicht so wie etwa am Krippenstein oder ein paar anderen Gebieten (Minigebiete wo der Gondelführer selbst Tickets verkauf/Leute einlässt mal ausgenommen) - wo erst nach Einfahrt der Gondel und evtl Ausstieg von Talfahrenden die neuen Gäste die Ticketschranken passieren dürfen. Sonst wird wie am Krippenstein die Kapazität quasi um 30-40% reduziert..
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von ThomasZ »

Das mit den Mixgondeln funktioniert nicht wirklich. Die neuen Peclet-Gondeln in Val Thorens sind ja auch so aufgebaut. Dort steht nie einer drin. Da wird auf die nächste gewartet. Deshalb bin ich der Meinung, dass einer 10er Gondel ein besserer Füllgrad als in einer 8+4 erreicht wird.
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von ski-chrigel »

j-d-s hat geschrieben:Ach, ich find das gar nicht so schlimm wie es bei EUBs läuft. Dadurch, dass fast immer die Gondeln unterbesetzt werden, drängel ich mich halt an den Ende des Einstiegsbereichs durch und steige kurz vor Türschließung in die Gondel ein, in der bspw. nur 7 Leute sitzen, obwohl sie für acht ausgelegt ist.
Nützt aber nichts, wenn Du in einer langen Kolonne stehst und erst ganz am Schluss überholen kannst. Neee, da hilft nur ne Single-Line, die weit hinten beginnt.
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von Talabfahrer »

Wenn man den Aufschrei "das ist ja unnötig / unbequem" ignorierte und tatsächlich bei einer 10er-EUB eine Besetzung der vorgesehenen Sitzplätze erreichen wollte, dann müsste man so wie bei den neuen KSBs mit zentralen Krüppelfußrasten Sitzplatztrennstege auch in der Gondel einführen (am besten mit Nägeln auf den Stegen :lach: ) Dann würde auch den immer etwas Zusatzplatz beanspruchenden durchsetzungsstarken Zeitgenossen klar, dass in der Gondel Fünfer-Sitzbänke vorhanden sind.
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von schmidti »

Positiv aufgefallen ist mir das in den Weihnachtsferien insbesondere an der Bernkogelbahn in Saalbach. Dort haben die Liftler für jede Kabine die passende Anzahl an Leuten aus der Single-Spur reingewunken, um diese voll zu machen, was dann auch immer sehr gut geklappt hat.
An einigen Sesselbahnen (z.B. 8er Hasenauer) wurden die Leute auch immer mal wieder dazu aufgefordert, bis zur Schranke vorzugehen, was zumindest etwas Abhilfe geschaffen hat.

Gemixte Kabinen halte ich auch für keine gute Idee. Bspw. der Gletscherjet 2 am Kitzsteinhorn ist inklusive Stehplätze auf 15 Leute ausgelegt, wurde zur Hauptsaison in den Osterferien trotz Wartezeiten aber eigentlich nie mit mehr als zehn Leuten gefüllt und gestanden hat auch kaum einer.
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von Buckelpistenfan »

Ich bin auch ein großer Befürworter von Einzelfahrerzugängen (Single-Line). Selbst wenn ich mit meiner Frau und den größeren Kindern fahre, nutzen wir sie meist, wenn sie vorhanden sind. Das Warten des ersten an der Bergstation bis der letzte Einzelfahrer dann mit der Gondel angekommen ist, wiegt die kürzere Anstehzeit so gut wie immer auf. Auch bleiben gerade bei größeren Gondel oft zwei oder drei Plätze frei und man dann doch wider Erwarten teilweise zusammen fahren. Zudem erspart es einem den ärgerlichen Anblick, wenn trotz langer Schlange die Sessel/Gondeln nur teilweise gefüllt sind. Nur wenn ich mit dem jüngsten Kind unterwegs bin (das noch nicht alleine fahren kann und will), stelle ich mich halt - falls Wartezeiten vorhanden sind - an der normalen Schlange an und nehme dann halt auch die längeren Wartezeiten in Kauf, zumal man gerade mit kleineren Kindern beim Einsteigen nicht immer der Schnellste ist. Leider haben in Österreich nur wenige Gebiete Einzelfahrerzugänge (z.B. nach meiner Kenntnis Zell am See, Hochzeiger). Dort wo ich sie gesehen habe, ging es aber immer diszipliniert zu. Ich finde es ausgesprochen gut, wenn mehr Gebiete davon Gebrauch machen.

Ich stimme aber auch Ski-Chrigel zu: Eine Single-Line bringt nur was, wenn sie frühzeitig beginnt. Startet sie erst nach der Zugangskontrolle auf den letzten 5 bis 10 Metern und habe ich vorher schon 10 bis 15 Minuten angestanden, bringt sie mir selbst als Alleinfahrer nur wenig.
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ski-chrigel
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von ski-chrigel »

Buckelpistenfan hat geschrieben:Selbst wenn ich mit meiner Frau und den größeren Kindern fahre, nutzen wir sie meist, wenn sie vorhanden sind.
Aha, bist du also auch so einer. Das geht gar nicht. Single-Lines gehören den wirklich alleine fahrenden!!!! :wink: :lol:
Aber das beste an dieser Taktik ist, dass man oft trotzdem zusammen fahren kann, weil immer mal wieder zwei Plätze frei bleiben.
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von Wombat »

@ski-chrigel
Richtig das ist bei manchen Liften in der Schweizer nicht wirklich gut gelöst.

@Theo
Das mit dem Plätzen füllen ist auch ein kulturelles Phänomen. Bei uns haben die Leute das Gefühl man drängelt sich vor, wenn man einen leeren Platz besetzen will. In Nordamerika ist es einfach selbstverständlich, dass man die Sessel und Gondeln füllt. Und sich schon im Vorfeld entsprechend sortiert. Auch habe ich das Gefühl, das viele Leute bei uns nicht bei der Sache sind beim Einsteigen und vor sich hin träumen -speziell an den Sesselliften. (Und manche träumen auch auf der Piste)
j-d-s hat geschrieben:Viel mehr ärgert es mich bei Sesselbahnen, wenn ständig irgendwelche Gruppen direkt vor den Einstiegsschranken stehen bleiben, weil sie unbedingt zusammen auf einen Sessel wollen und dadurch dann mehrere Sesselplätze leerbleiben und sie durch ihr im-Weg-stehen diese Plätze auch für andere Leute blockieren. Ich finde, da müsste das Personal eher eingreifen und man sollte konsequenter Einzelfahrerspuren einrichten.
Das meine ich mit Träumen. Die sind so mit sich beschäftigt, dass sie vergessen, das andere auch noch da sind.
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von j-d-s »

Das wissen die schon, es ist ihnen nur egal. Sind halt Egoisten.

Zu den Mixgondeln: Hier fand ich die Lösung beim Funitel in Flaine (Grand Massif/Frankreich) sehr gut: Eine Singlespur, die ein komplett getrennter Zugang zu der normalen Spur ist, vom Eingang vorne über die Drehkreuze bis zum Einstiegsbereich, der auch völlig getrennt ist. In die andere Spur zu kommen, wenn man sich mal entschieden hat, geht nur indem man über Absperrungen klettert, weil die beim Einstieg wirklich bis ganz vorne geht, wo die Gondeln vorbeifahren. Dabei steht immer da: normale Spur = Sitzen, Singlespur = Stehen.
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starli
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von starli »

Und dann gibt's da noch die Hirnis, die sich in die Single-Spur stellen, und dann trotzdem nicht einsteigen, wenn 1-2 Plätze frei sind, oder auf 2 freie Plätze warten, da sie zu zweit in der Singlespur sind ...

Und dann gibt's in Tirol noch oftmals die Singlespur-Zugänge, die abgesperrt sind, wenn nicht mind. 5 Minuten Wartezeit sind...

Da lob ich mir ESL, KSSL und Tellerlifte - da hat's das Problem nicht ;)
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Re: Füllungsgraddiskussion Einseilgondelbahnen

Beitrag von Buckelpistenfan »

Single-Lines gehören den wirklich alleine fahrenden!!!!
Ich verstehe unter Single-Line ("Einzelfahrerzugang") den Umstand, dass man auch als Einzelperson in der Bahn fährt und nicht mit einer bestimmten Person zusammen befördert werden will. Ob man alleine oder zu mehreren im Skigebiet unterwegs ist, spielt keine Rolle. Steht man in der Single-Line, füllt man den oder die freien (d.h. nicht besetzten) Plätze auf.

Sehe das wie Starli: Wer in der Single-Line steht und zu zweit fahren will, ist völlig fehl am Platz. Es wäre aber unsinnig, wenn beim Einzelzugang zwei Plätze frei sind, nur einen zu besetzen. Im Übrigen: Die Single-Line dient der Verkürzung der Wartezeiten durch bessere Ausnutzung der Beförderungskapazität im Interesse aller Seilbahnnutzer, nicht der schnelleren Beförderung von Einzelfahrern (auch wenn letzteres häufig eintritt).

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