
Mit dem 4. April kam der Abreisetag unseres Kreischbergurlaubes. Es gab zwar wegen des Osterfestes zu Hause genug zu tun, dennoch überredete ich meine Frau zu einem kurzen Besuch des Schizentrums Moscher in Hohentauern. Die Hauptmotivation für diesen 45 minütigen Umweg auf der Heimreise war, etwas Neues kennenzulernen.
Da nur der Wirtsalmlift 1 und der Übungslift geöffnet waren, reichten die zwei Stunden für den Besuch völlig aus. Es waren auch alle Pisten geöffnet, die von den beiden Liften bedient wurden. Es war nichts los. Wenn man bei der Talstation nicht gerade auf eine Familie traf und daher 2FBM warten musste, ging man immer durch.
Der Pistenzustand war auf den präparierten Pisten sehr gut. Harter, sehr griffiger Schnee sorgte dafür, dass man es beim Carven so richtig krachen lassen konnte. Die Piste 7 (Familienabfahrt) hingegen wurde nicht präpariert. Der Tiefschnee war dort sehr schwer und der Schi in Folge kaum zu drehen. Eine Tafel beim Beginn der Piste wies auf die Nicht-Präparierung hin.
Ein sehr großes Manko hingegen war der Zustand der Schleppspur beim Wirtsalmlift. Nun stamme ich aus einer Generation, die ganze Schiurlaube auf Schleppliften verbracht hat. ESL, DSB und Pendelbahnen waren Luxus. Etwas anderes gab es kaum. In meiner Kindheit bin ich schon öfter einmal nicht präparierte seitlich hängende Schleppspuren gefahren. So gesehen war die Liftfahrt eine Kindheitserinnerung. Meine Frau, die das Schifahren erst als Erwachsene erlernt hatte, war mit einer steilen, durch den Wald führenden, seitlich weghängenden, löchrigen, unpräparierten Schleppspur noch nie konfrontiert. (Zu viele negative Faktoren auf einmal) Obwohl ihr die Piste gefallen hätte verweigerte sie eine weitere Liftfahrt und blieb am Tellerlift, während ich die verschiedenen Pisten beim Schlepplift testete.
Das Wetter war bewölkt und bei Temperaturen leicht unter dem Gefrierpunkt schneite es ein wenig. Wind spielte keine Rolle, die Bodensicht war sehr gut.
Bergfahrt mit dem Wirtsalmlift. Links daneben der Übungslift.

Blick über die Piste 5 (Moscher-Piste) ins Tal. Dies ist eine geniale Carvingpiste.

Blick nach halber Abfahrt zurück. Von der Schleppliftbergstation gibt es vier verschiedene Zufahrten zu dieser Piste. So ist auch bei nur einem Schlepplift für ein wenig Abwechslung gesorgt.

Selber Standort – Blick ins Tal. Links ist die Talstation der beiden Lifte (Übungslift und Wirtsalm 1), rechts ist der Gasthof Moscher zu sehen.

Die zweite präparierte Piste war die Abfahrt 3 (Wirtsalmabfahrt). Auf ihr kommt man beim Edelrautelift vorbei. Auf diesem Bild blicken wir von der Umlenkscheibe über die Ausstiegstelle talwärts.

Blick von der Talstation des Edelrauteliftes bergwärts.

Diese Tafel hat mich nicht davor abgehalten, die Familienabfahrt zu testen.

Was auf dem Bild pulvrig aussieht war in Wahrheit hart, allerdings nicht hart genug um an der Oberfläche zu bleiben. Man brach ein und der Schi war schwer zu drehen.

Es folgen ein paar Bilder von der Schleppspur des Wirtsalmliftes, die die tatsächliche Situation nur bedingt wiedergeben.


Sobald man die schmale Spur nur wenige Zentimeter verlassen hat, ist der Schi ähnlich wie auf der nicht präparierten Piste eingebrochen und war 20cm tiefer als der andere Schi und der Partner am Lift.

Dennoch war ich von dem Schigebietsteil, den ich kennenlernen durfte positiv überrascht. Toll gepflegte attraktive Pisten … was will man mehr. Da ich in diesem Forum auch schon von Plänen gelesen habe, dass diese Pisten auch durch Sesselbahnen erschlossen werden sollen, kann ich mir vorstellen, dass ich meine Frau zu einem neuerlichen Besuch überreden kann, wenn es dann so weit ist. Außerdem möchte ich das Gebiet unbedingt bei Vollbetrieb kennen lernen.
Abschließend noch ein Bild vom Wirtsalmlift 2, der seine Talstation unmittelbar neben der Bergstation des Wirtsalmlift 1 hat. Dieser Lift war übrigens, genauso wie der Tauernlift und der Edelrautelift, nicht wegen Schneemangels außer Betrieb, sondern wegen Besuchermangel.