
Mein (wahrscheinlich) letzter Schitag in dieser Saison ging auf den Hirschenkogel (Zauberberg Semmering). In diesem Schigebiet gilt zwar meine Saisonkarte nicht, allerdings gibt es hier seit einigen Tagen ein besonders günstiges Angebot: Die Tageskarte für 10 Euro. Das ist günstiger als der Benzinverbrauch, den ich gehabt hätte, um in ein geöffnetes Gebiet des Steiermark-Jokers zu kommen.
Wetter: Bei Temperaturen zwischen 10 und 15°C und Windstille war es am Morgen sonnig, später zogen Wolken durch, die den sonnigen Eindruck aber kaum minderten.
Lift- und Pistenstatus: Außer dem Schlepplift auf der Panhanswiese, den Pisten Osthang und Family Light sowie der Verbindungspiste Kogel-Panorama waren alle Lifte und Pisten geöffnet. Der Besucherandrang war für April relativ hoch (Die 10€-Aktion zeigte Wirkung) dennoch war die Wartezeit nie höher als 2FBM. Der größte Gewinner der Saisonkartenverlängerung und der 10€-Aktion war wahrscheinlich das Liechtensteinhaus, wo ich zu Mittag bei der SB zehn Minuten warten musste.
Pistenzustand: Die Präparierung ist um diese Jahreszeit sicher schwierig und eigentlich sollte man froh sein, um diese Jahreszeit 1h von Wien entfernt überhaupt noch Schifahren zu können, dennoch muss ich Kritik üben, da der Zustand gegenüber der Schigebiete, die ich vor einer Woche besucht habe, sehr viel schlechter war.

Raupenspuren wie hier am Südhang waren keine Seltenheit, letzte Woche hingegen am Kreischberg oder in Hohentauern undenkbar. Vor allem in der ersten Betriebsstunde als der Untergrund noch sehr hart war, war die Präparierung störend. Als dann die Pisten weich wurden, war die Präparierung egal. Gegen Mittag war der Schnee stark bremsend, später bildeten sich auch Hügel.
Jetzt aber zu den Bildern: Blick am Morgen bei der Talstation der Kabinenbahn auf die Panoramapiste.

Die Kabinenbahn bei der Bergstation; im Hintergrund ist der Schneeberg zu sehen.

Die zweite Anlage, die in Betrieb war, war die 4SB Blauer Blitz.


Fünf Pisten waren geöffnet: Die Pisten Westhang und Südhang, die von der 4SB erschlossen werden, sowie die Pisten Panorama-, Kogel- und Familienabfahrt, die von der 8EUB erschlossen werden.
Die Piste Westhang verläuft direkt unter der 4SB.


Eine Schneise weiter ist der Südhang.



Auf der Panoramaabfahrt hätte kurz nach Weihnachten der Damenweltcup Station machen sollen. Wegen Schneemangels wurden die Rennen ins Kühtai verlegt. Jetzt im April liegt noch immer sehr viel Schnee.


Auf der Familienabfahrt hat man immer wieder den Schneeberg im Blick.


Die Kogelabfahrt…

…mündet später in die Familienabfahrt…

…und wurde früher durch einen Schlepplift erschlossen. Hier haben wir die ehemalige Liftschneise.

Somit erlaube ich mir ein persönliches Saison-Fazit:
Die Saison hat sehr schwach begonnen mit extrem eisigen Pisten im Ennstal vor Weihnachten. Zu Weihnachten selbst waren die Verhältnisse am Stuhleck und am Präbichl auch kaum besser. Die Wende brachten dann die Tagesfahrten auf Lachtal und Kreischberg im Jänner, wo wir endlich mit Pulverschnee konfrontiert waren.
In den Dolomiten waren die Schneeverhältnisse so wie immer großartig, wenn auch nicht ganz so top, wie in den Jahren davor. Niederalpl und Annaberg zählten zu den besten Tagesfahrten und der Kreischbergurlaub hat auch nicht enttäuscht.
Ich habe mit Jochgrimmpass, Plose, Planneralm und Hohentauern vier Schigebiete neu kennengelernt.
Seit langem ist eine Saison ohne einen einzigen Nachtschitag zu Ende gegangen.
Es war die erste Schisaison meines Lebens, in der ich keinen ESL gefahren bin.
Dafür durfte ich einen Kombischlepplift kennen lernen, wo Teller- und Bügelgehänge wechseln.
Das war es dann, mit der Saison 14/15.