Seilbahn in Wuppertal
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Seilbahn in Wuppertal
Stadt Wuppertal denkt über Seilbahn zur Universität nach
http://www.derwesten.de/region/zukunfts ... 48578.html
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Buckelpistenfan
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Ich dachte, der 1. April ist schon einige Zeit vorbei...
Im Übrigen: 50 Milllionen € - und Wuppertal gilt als eine der klammsten Städte in NRW! Und warum überhaupt eine Anbindung vom Hauptbahnhof? Konkret durchgeplant scheint mir das Ganze nicht.
Im Übrigen: 50 Milllionen € - und Wuppertal gilt als eine der klammsten Städte in NRW! Und warum überhaupt eine Anbindung vom Hauptbahnhof? Konkret durchgeplant scheint mir das Ganze nicht.
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Marvin
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Re: Seilbahn in Wuppertal
...und sie sparen damit eine Menge Busse ein, die im Betrieb teurer sind, eine kürzere Lebensdauer haben und auch keine geringen Anschaffungskosten.Buckelpistenfan hat geschrieben:Ich dachte, der 1. April ist schon einige Zeit vorbei...
Im Übrigen: 50 Milllionen € - und Wuppertal gilt als eine der klammsten Städte in NRW!
Um die Studenten zur Uni zu transportieren natürlich. Sehr viele kommen aus dem Ruhrgebiet und Rheinland und pendeln mit der Bahn zur Uni.Und warum überhaupt eine Anbindung vom Hauptbahnhof? Konkret durchgeplant scheint mir das Ganze nicht.
- Mt. Cervino
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Naja, für 50Mio kann man aber einige Busse kaufen....
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Marvin
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Re: AW: Seilbahn in Wuppertal
So viele sind es auch wieder nicht. Ein Gelenkbus kostet schon mindestens 300.000 Euro und für die Strecke braucht man, grob überschlagen, etwa 20.
Bei einer Lebensdauer von 10 Jahren pro Bus gegen vielleicht 30 bei der Seilbahn müsste man dann 18 Mio. Euro allein für den Kauf von Bussen ausgeben. Dazu kommen die Betriebskosten, die um ein vielfaches über denen der Seilbahn liegen werden. Außerdem bietet die Seilbahn eben eine wesentlich bessere Leistung.
Bei einer Lebensdauer von 10 Jahren pro Bus gegen vielleicht 30 bei der Seilbahn müsste man dann 18 Mio. Euro allein für den Kauf von Bussen ausgeben. Dazu kommen die Betriebskosten, die um ein vielfaches über denen der Seilbahn liegen werden. Außerdem bietet die Seilbahn eben eine wesentlich bessere Leistung.
- Petz
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Auch würd ich vermuten das man für Betrieb und Wartung einer Seilbahn mit 20 % des Personals auskäme das für den Busbetrieb nötig wäre.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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ThomasK
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Eine 3S-Bahn in Wuppertal finde ich eine sehr gute Idee.
Ich würde allerdings die Talstation der 3S-Bahn nicht auf dem Hauptbahnhof errichten, sondern zwischen dem Hauptbahnhof und der Schwebebahn, um auch den Schwebebahnfahrgästen ein attraktives Umsteigen zu ermöglichen. Um Platz für die 3S-Bahn zu schaffen, würde ich die Straße zwischen Wuppertal Hauptbahnhof und der Schwebebahn verschmälern und die Parkplätze streichen. Ich glaube allerdings nicht, dass bis 2017 die 3S-Bahn Wuppertal stehen wird, wenn die komplett erneuerte und restaurierte Schwebebahn mit 31 funkelnagelneuen Fahrzeugen den Betrieb aufnehmen wird. Die Wuppertaler Schwebebahn wird sogar ETCS bekommen, was selbst ich für overkill halte.
In München diskutieren wir über eine Fußgängerzone mit Straßenbahn vor dem Hauptbahnhof, die hoffentlich bald kommen wird und in Wuppertal bauen die mitten durch die Stadt eine überdimensionierte Autobahn durch. In Wuppertal wird eine bei weitem zu autofreundliche Politik gemacht. Wie man in dem engen Tal so viel Platz für den Straßenverkehr verschwendet, ist mir völlig unbegreiflich.
Wenn die 3S-Bahn kommt, dann könnte man ja auch mal überlegen, die abgebaute Zahnradbahn in Wuppertal-Barmen oder die Straßenbahn wieder aufzubauen.
Ich würde allerdings die Talstation der 3S-Bahn nicht auf dem Hauptbahnhof errichten, sondern zwischen dem Hauptbahnhof und der Schwebebahn, um auch den Schwebebahnfahrgästen ein attraktives Umsteigen zu ermöglichen. Um Platz für die 3S-Bahn zu schaffen, würde ich die Straße zwischen Wuppertal Hauptbahnhof und der Schwebebahn verschmälern und die Parkplätze streichen. Ich glaube allerdings nicht, dass bis 2017 die 3S-Bahn Wuppertal stehen wird, wenn die komplett erneuerte und restaurierte Schwebebahn mit 31 funkelnagelneuen Fahrzeugen den Betrieb aufnehmen wird. Die Wuppertaler Schwebebahn wird sogar ETCS bekommen, was selbst ich für overkill halte.
In München diskutieren wir über eine Fußgängerzone mit Straßenbahn vor dem Hauptbahnhof, die hoffentlich bald kommen wird und in Wuppertal bauen die mitten durch die Stadt eine überdimensionierte Autobahn durch. In Wuppertal wird eine bei weitem zu autofreundliche Politik gemacht. Wie man in dem engen Tal so viel Platz für den Straßenverkehr verschwendet, ist mir völlig unbegreiflich.
Wenn die 3S-Bahn kommt, dann könnte man ja auch mal überlegen, die abgebaute Zahnradbahn in Wuppertal-Barmen oder die Straßenbahn wieder aufzubauen.
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vetriolo
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Konkrete Informationen gibt es auf der eigenen Seite des Projekts des potentiellen Betreibers Wuppertaler Stadtwerke :
http://www.seilbahn2025.de/
Eine Inbetriebnahme wäre nach Veröffentlichungen der WSW etwa 2023 möglich, es ist also noch viel Zeit. Dass man mit diesen Planungen anfängt, während bzw nachdem man den gesamten Bahnhofsbereich in Elberfeld umbaut, ist allerdings ein schlechter Witz.
http://www.seilbahn2025.de/
Eine Inbetriebnahme wäre nach Veröffentlichungen der WSW etwa 2023 möglich, es ist also noch viel Zeit. Dass man mit diesen Planungen anfängt, während bzw nachdem man den gesamten Bahnhofsbereich in Elberfeld umbaut, ist allerdings ein schlechter Witz.
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ThomasK
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Re: Seilbahn in Wuppertal
vetriolo hat geschrieben:Konkrete Informationen gibt es auf der eigenen Seite des Projekts des potentiellen Betreibers Wuppertaler Stadtwerke :
http://www.seilbahn2025.de/
Eine Inbetriebnahme wäre nach Veröffentlichungen der WSW etwa 2023 möglich, es ist also noch viel Zeit. Dass man mit diesen Planungen anfängt, während bzw nachdem man den gesamten Bahnhofsbereich in Elberfeld umbaut, ist allerdings ein schlechter Witz.
Da gebe ich dir absolut recht.
Aber Verkehrsplanung war in Wuppertal immer schon reine Glückssache. Kein Wunder, dass Wuppertal bei so einer missratenen Verkehrsplanung zugunsten des Autos Zehntausende Einwohner in den letzten Jahrzehnten verloren hat.
Die 3S-Bahn bietet jetzt endlich mal die Chance das Bahnhofsumfeld Wuppertal Hauptbahnhof zugunsten des ÖPNV radikal umzubauen. Auch der Weg zwischen Schwebebahn und 3S-Bahn muss kurz und barrierefrei sein. Bei der Gelegenheit würde ich vor dem Hauptbahnhof nicht nur Parkplätze streichen und die Straße verschmälern, sondern gleich auch noch überlegen, wie man wieder eine Straßenbahn bauen könnte und die Wege zwischen Straßenbahn, Schwebebahn, S-Bahn und 3S-Bahn zu optimieren. Der Autoverkehr würde bei mir an letzter Stelle rangieren, denn die Bedürfnisse des Umweltverbundes, also der Vereinigungsmenge aus ÖPNV, Fahrradverkehr und Fußgängerverkehr muss selbstverständlich absoluten Vorrang haben.
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Marvin
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Es gibt eine Menge Gründe, warum Städte Einwohner verlieren, aber DAS rangiert dabei mal ganz weit hinten.ThomasK hat geschrieben:Aber Verkehrsplanung war in Wuppertal immer schon reine Glückssache. Kein Wunder, dass Wuppertal bei so einer missratenen Verkehrsplanung zugunsten des Autos Zehntausende Einwohner in den letzten Jahrzehnten verloren hat.
Da muss es gar keinen Vorrang geben, offiziell ist die Verteilung der Mittel 50:50. Dazu kommt, dass der ÖPNV in der Regel ein massiver Verlustbringer ist (im Schienennahverkehr werden im Schnitt gerade mal 30 % der Kosten durch die Ticketverkäufe gedeckt). In Wuppertal ist die Situation noch einmal besonders, weil die Topografie die Kosten für den Bau von ÖPNV-Strecken erhöht.Bei der Gelegenheit würde ich vor dem Hauptbahnhof nicht nur Parkplätze streichen und die Straße verschmälern, sondern gleich auch noch überlegen, wie man wieder eine Straßenbahn bauen könnte und die Wege zwischen Straßenbahn, Schwebebahn, S-Bahn und 3S-Bahn zu optimieren. Der Autoverkehr würde bei mir an letzter Stelle rangieren, denn die Bedürfnisse des Umweltverbundes, also der Vereinigungsmenge aus ÖPNV, Fahrradverkehr und Fußgängerverkehr muss selbstverständlich absoluten Vorrang haben.
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Da schliesse ich mich Marvin an. Vielleicht ist die Hängebahn oder die Eisenbahn ja gerade der Grund, warum sie wegziehen. Als ich noch bei den Eltern wohnte, hört man das Tram auch immer vom Tal unten, wenn der Wind richtig stand.Marvin hat geschrieben:Es gibt eine Menge Gründe, warum Städte Einwohner verlieren, aber DAS rangiert dabei mal ganz weit hinten.ThomasK hat geschrieben:Aber Verkehrsplanung war in Wuppertal immer schon reine Glückssache. Kein Wunder, dass Wuppertal bei so einer missratenen Verkehrsplanung zugunsten des Autos Zehntausende Einwohner in den letzten Jahrzehnten verloren hat.
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Vielleicht liegt es ja auch daran, dass Wuppertal einfach eine der hässlichsten und trostlosesten Städte im Pott und damit in ganz Deutschland ist...
Ich habe mir ja letztes Jahr über mehrere Monate hinweg ein Großteil der Pott-Städte angeschaut und Wuppertal war da ziemlich weit oben auf der POTT-häßlich Skala.
Ausser der Schwebebahn würde mich da wohl nichts hinziehen was ich mir dort anschauen sollte.
Ich habe mir ja letztes Jahr über mehrere Monate hinweg ein Großteil der Pott-Städte angeschaut und Wuppertal war da ziemlich weit oben auf der POTT-häßlich Skala.
Ausser der Schwebebahn würde mich da wohl nichts hinziehen was ich mir dort anschauen sollte.
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Re: Seilbahn in Wuppertal
1. Danke für die Verallgemeinerungen, mit denen du das ganze Ruhrgebiet beleidigst.
2. Wuppertal ist kein Teil des Ruhrgebiets.
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- Zottel
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Solidarischer Gruß an die Freunde aus dem Bergischen:
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Faszinierend, diese Platitüden und Vorurteile zur Wupperstadt ( in der ich nicht wohne, die ich aber recht gut kenne ). Das Wuppertal ins Ruhrgebiet verlegt wird, zeigt, wie wenig man sich mit dem Thema beschäftigt hat.
1. Wuppertal hat auf Grund seiner topografischen Lage sehr schwierige Verkehrsprobleme, die man sonst in keiner anderen Stadt findet.
2. Auf den Höhen und an den Hängen der Stadt gibt es reichlich attraktive und ausgesprochen schöne Wohnlagen; diese sieht man natürlich nicht, wenn man nur mit der Schwebebahn einmal durchs Tal fährt.
An der Wupper entlang hatte sich - wie damals überall entlang der Flüsse - im späten 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die Industrie entwickelt ( Friedrich Engels - das ist der von Marx und Engels - hat viele seiner Thesen auf Grund der Erfahrungen mit den Industriebossen in seiner Heimatstadt aufgestellt ), deren Verfall die Stadt bis heute kennzeichnet, vor allem unten im Tal Städtebaulich. Das ändert man nicht von heute auf morgen.
Die Stadt hat sogar meine Hochachtung, dass sie ein Konzept 2025 angeht.
Der Gedanke an eine Seilbahn ist m. E. innovativ und wird vielleicht einmal als wegweisend für die Lösung der Verkehrsprobleme vergleichbarer Städte sein.
Wuppertal hat schon einmal vor mehr als Hundert Jahren mit der Schwebebahn ein Verkehrsmittel geschaffen, das noch heute weltweit als modern gilt.
1. Wuppertal hat auf Grund seiner topografischen Lage sehr schwierige Verkehrsprobleme, die man sonst in keiner anderen Stadt findet.
2. Auf den Höhen und an den Hängen der Stadt gibt es reichlich attraktive und ausgesprochen schöne Wohnlagen; diese sieht man natürlich nicht, wenn man nur mit der Schwebebahn einmal durchs Tal fährt.
An der Wupper entlang hatte sich - wie damals überall entlang der Flüsse - im späten 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die Industrie entwickelt ( Friedrich Engels - das ist der von Marx und Engels - hat viele seiner Thesen auf Grund der Erfahrungen mit den Industriebossen in seiner Heimatstadt aufgestellt ), deren Verfall die Stadt bis heute kennzeichnet, vor allem unten im Tal Städtebaulich. Das ändert man nicht von heute auf morgen.
Die Stadt hat sogar meine Hochachtung, dass sie ein Konzept 2025 angeht.
Der Gedanke an eine Seilbahn ist m. E. innovativ und wird vielleicht einmal als wegweisend für die Lösung der Verkehrsprobleme vergleichbarer Städte sein.
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- Mt. Cervino
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Ich lass euch gerne in dem Glauben, dass Wuppertal eine wunderschöne Stadt ist: Tolle moderne und ansprechende aktuelle Infrastruktur, schöne Innenstadt die zum Verweilen einlädt, schöne Hanglagen und auch sonst viele schöne Wohnlagen in der Agglomeration...
Für mich bleibt es subjektiv eine hässliche an Attraktionen arme Stadt.
Das Wuppertal nicht mehr im Pott liegt, war mir indes wirklich nicht klar. Sorry for that. Dann muss ich meine Meinung wirklich relativieren und eingestehen, dass es im Pott teilweise schönere und attraktivere Städte gibt als macherorts außerhalb des Potts.
Aber ich glaube wir sind hier OT...
Für mich bleibt es subjektiv eine hässliche an Attraktionen arme Stadt.
Das Wuppertal nicht mehr im Pott liegt, war mir indes wirklich nicht klar. Sorry for that. Dann muss ich meine Meinung wirklich relativieren und eingestehen, dass es im Pott teilweise schönere und attraktivere Städte gibt als macherorts außerhalb des Potts.
Aber ich glaube wir sind hier OT...
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Den Blödsinn, den Du schreibst, hat niemand behauptet. Kommst Du Dir nicht ( vorsichtig ausgedrückt ) selber albern vor?Mt. Cervino hat geschrieben:Ich lass euch gerne in dem Glauben, dass Wuppertal eine wunderschöne Stadt ist: Tolle moderne und ansprechende aktuelle Infrastruktur, schöne Innenstadt die zum Verweilen einlädt, schöne Hanglagen und auch sonst viele schöne Wohnlagen in der Agglomeration...
Und ja, Du bist mehr als OT !!!!!!!!!
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Wuppertal kann man in keinster Weise mit München vergleichen. Meinst du jetzt mit überdimensonierter Autobahn die A46 oder die B8 (?) auf der Talachse? Im Umland von Wuppertal gibt es keinen funktionsfähigen ÖPNV und aufgrund der wenigen Leute, die gleiche Wege haben, denke ich, natürlich als Laie, dass sich er auch nicht lohnen wird, also müssen irgendwie die Autos, der Pendler aus dem Umland "verarbeitet" werden. Einspurig wird das nix in der Talachse und aufgrund der mehrfach erwähnten Topografie hat es auch keinen Raum für große Park&Ride-Plätze, was vermutlich auch auch zu autofreundlich wäre.ThomasK hat geschrieben:Eine 3S-Bahn in Wuppertal finde ich eine sehr gute Idee.
Ich würde allerdings die Talstation der 3S-Bahn nicht auf dem Hauptbahnhof errichten, sondern zwischen dem Hauptbahnhof und der Schwebebahn, um auch den Schwebebahnfahrgästen ein attraktives Umsteigen zu ermöglichen. Um Platz für die 3S-Bahn zu schaffen, würde ich die Straße zwischen Wuppertal Hauptbahnhof und der Schwebebahn verschmälern und die Parkplätze streichen. Ich glaube allerdings nicht, dass bis 2017 die 3S-Bahn Wuppertal stehen wird, wenn die komplett erneuerte und restaurierte Schwebebahn mit 31 funkelnagelneuen Fahrzeugen den Betrieb aufnehmen wird. Die Wuppertaler Schwebebahn wird sogar ETCS bekommen, was selbst ich für overkill halte.
In München diskutieren wir über eine Fußgängerzone mit Straßenbahn vor dem Hauptbahnhof, die hoffentlich bald kommen wird und in Wuppertal bauen die mitten durch die Stadt eine überdimensionierte Autobahn durch. In Wuppertal wird eine bei weitem zu autofreundliche Politik gemacht. Wie man in dem engen Tal so viel Platz für den Straßenverkehr verschwendet, ist mir völlig unbegreiflich.
Wenn die 3S-Bahn kommt, dann könnte man ja auch mal überlegen, die abgebaute Zahnradbahn in Wuppertal-Barmen oder die Straßenbahn wieder aufzubauen.
Als ich vor Jahren mal meinte in Wuppertal studieren zu müssen, hatte ich die Möglichkeit für die 18 km Luftlinie rund 20 Minuten Auto zu fahren und zeitlich nah an meinem Vorlesungsbeginn dazu sein oder mind. 90 Minuten Bus zufahren und dann je nach Anfangsbeginn bis zu 40 Minuten vorher dazu sein. Was habe ich wohl gemacht? Zeit hatte ich noch nie zu verschenken.
Mein Arbeitsweg heute ist ähnlich lang wie damals nur das ich nicht nach Wuppertal rein muss. Der ÖPNV Rechner schlägt mir bei meiner Anfangszeit vor am Abend vorher los zu fahren und eine Zwischenübernachtung einzulegen. Das ist natürlich total lukrativ
- ThomasZ
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Zottel hat geschrieben:Solidarischer Gruß an die Freunde aus dem Bergischen:
A40 - woanders is auch scheisse
Danke, Grüße aus dem Bergischen zurück, allerdings muss ich einigen Vorrednern recht geben. Wtal ist hässlich (in seiner Gesamtheit) Schöne Ecken gibt es in jeder Stadt, ändert aber nix am Gesamtbild.
- Oscar
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Wuppertal im Pott - das ist natürlich mal komplett daneben 
Fast so gut wie ein Mensch aus Bayern neulich mich fragte ob Köln DDR gewesen sei damals
Zu ThomasKs Statements hier und woanders frage ich mich immer woher dieses scheinbare Wissen nur kommen kann - Aber die Antwort wird man wohl nie bekommen ....
Nun zum Thema Bahnen im öffentlichen Verkehr ähnlich wie die geplante in Wuppertal haben sich woanders schon bewährt. In Europa ist man mit Ausnahme von London noch nicht so wirklich mit dem Gedanken vertraut Seilbahnen ins öffentliche Verkehrsnetz einzubinden. Es gibt noch ein paar wie Koblenz (nicht 100% ÖPNV) aber mehr noch net wirklich. Denke aber, dass es bald auch in Europa zu solchen Bahnen kommen kann, Projekte sind mal einige im Umlauf.
Für eng bebaute Flächen mit Verkehrsproblemen sehe ich in den Bahnen eine echte Alternative, die auf Dauer auch günstiger wie herkömmliche ÖPNV Systeme sind. Es gibt auch die Modelle, dass die Bahnen gar nicht von den Städten betrieben werden sondern von Extra Betreiberfirmen und so belasten sie die Stadtkasse nicht. Von daher gibt das Argument, dass, wie hier im Beispiel Wuppertal, kein Geld vorhanden ist nicht viel her.
Fast so gut wie ein Mensch aus Bayern neulich mich fragte ob Köln DDR gewesen sei damals
Zu ThomasKs Statements hier und woanders frage ich mich immer woher dieses scheinbare Wissen nur kommen kann - Aber die Antwort wird man wohl nie bekommen ....
Nun zum Thema Bahnen im öffentlichen Verkehr ähnlich wie die geplante in Wuppertal haben sich woanders schon bewährt. In Europa ist man mit Ausnahme von London noch nicht so wirklich mit dem Gedanken vertraut Seilbahnen ins öffentliche Verkehrsnetz einzubinden. Es gibt noch ein paar wie Koblenz (nicht 100% ÖPNV) aber mehr noch net wirklich. Denke aber, dass es bald auch in Europa zu solchen Bahnen kommen kann, Projekte sind mal einige im Umlauf.
Für eng bebaute Flächen mit Verkehrsproblemen sehe ich in den Bahnen eine echte Alternative, die auf Dauer auch günstiger wie herkömmliche ÖPNV Systeme sind. Es gibt auch die Modelle, dass die Bahnen gar nicht von den Städten betrieben werden sondern von Extra Betreiberfirmen und so belasten sie die Stadtkasse nicht. Von daher gibt das Argument, dass, wie hier im Beispiel Wuppertal, kein Geld vorhanden ist nicht viel her.
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ThomasK
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Hildener hat geschrieben:(...)1. Wuppertal hat auf Grund seiner topografischen Lage sehr schwierige Verkehrsprobleme, die man sonst in keiner anderen Stadt findet.
Gerade WEIL man die Straßenbahn abgebaut hat und auf das Auto gesetzt hat, hat man diese Verkehrsprobleme.
Gerade WENN man eine schwierige topografische Lage hat, muss man die begrenzte Fläche sehr effizient nutzen. Das Auto ist mit großem Abstand das ineffizienteste Verkehrsmittel. Der Flächenbedarf ist etliche Male größer als bei einem ÖPNV-System. Als muss bei Flächenknappheit logischerweise das verschwenderischte Verkehrsmittel weichen - das ist doch völlig logisch.
Hildener hat geschrieben: 2. Auf den Höhen und an den Hängen der Stadt gibt es reichlich attraktive und ausgesprochen schöne Wohnlagen; diese sieht man natürlich nicht, wenn man nur mit der Schwebebahn einmal durchs Tal fährt.
Das ändert doch nichts an den Planungsfehlern. Nur weil es im Stadtteil 1 schön ist, heißt das doch nicht, dass man im Stadtteil 2 Unfug bauen kann. Abgesehen davon war ich schon oft auf den Höhen. Letztes Jahr habe ich mir erst den Botanischen Garten und den Elisenturm angeschaut, nebst der ÖPNV-Erschließung. Übrigens könnte ich mir zum Botanischen Garten auch eine Seilbahn vorstellen. Selbstverständlich dann aber keine 3S, sondern einen fixgeklemmten Einersessellift.
Hildener hat geschrieben: An der Wupper entlang hatte sich - wie damals überall entlang der Flüsse - im späten 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die Industrie entwickelt ( Friedrich Engels - das ist der von Marx und Engels - hat viele seiner Thesen auf Grund der Erfahrungen mit den Industriebossen in seiner Heimatstadt aufgestellt ), deren Verfall die Stadt bis heute kennzeichnet, vor allem unten im Tal Städtebaulich. Das ändert man nicht von heute auf morgen.
Die Industrie ist aber nicht das Hauptproblem. Das Hauptproblem ist der Straßenverkehr.
Hildener hat geschrieben: (...) Der Gedanke an eine Seilbahn ist m. E. innovativ und wird vielleicht einmal als wegweisend für die Lösung der Verkehrsprobleme vergleichbarer Städte sein. Wuppertal hat schon einmal vor mehr als Hundert Jahren mit der Schwebebahn ein Verkehrsmittel geschaffen, das noch heute weltweit als modern gilt.
Die 3S-Bahn ist ein wichtiger Anfang in der Verkehrspolitik, das Ruder zugunsten des ÖPNV herumzureißen. Ich könnte mir noch ein paar andere 3S-Bahnen in Wuppertal vorstellen.
Oscar hat geschrieben:(...)
Zu ThomasKs Statements hier und woanders frage ich mich immer woher dieses scheinbare Wissen nur kommen kann - Aber die Antwort wird man wohl nie bekommen .....
Das kann ich dir sehr gut sagen. Ich schaue mir alles mit eigenen Augen an, nehme mir Zeit und gehe kilometerlange Wege alles zu Fuß. In Wuppertal, war ich erst vor einem halben Jahr. Und da habe ich über die Planungsfehler die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.
Hier eine kleine Auswahl:
Riesige Parkplatzanlagen über den Einkaufszentren mitten in der Innenstadt zusätzlich zu riesigen Parkhäusern. Motto: Kommt doch bitte mit dem Auto überall hin. Wir machen es euch Autofahrern so bequem wie irgend möglich, damit kein Anreiz besteht, den ÖPNV zu benutzen.
Dabei lernt man in der Verkehrsplanung, dass neben der Differenz der Grenzkosten für die n + 1. Fahrt, der Differenz der von-Haus-zu-Haus-Reisezeiten die Parkplatzsuchzeit im Zielgebiet das wichtigste Kriterium dafür ist, ob mit dem MIV oder ÖPNV gefahren wird.
Die Fußgänger spielen in der Wuppertaler Verkehrsplanung nicht die geringste Rolle. Als ich von Elberfeld nach Oberbarmen zu Fuss ging, schaute ich mir die Verkehrsführung am Alten Markt an. Wäre nicht die Schwebebahn, dann hätte ich gedacht, ich sei in Atlanta oder Los Angeles. Das Auto macht sich an der Oberfläche breit wie in den USA. Der Fussgänger wird in eine dreckige Unterführung gedrückt. Etliche Zugänge zur Unterführung sind gar nicht barrierefrei. Was machen denn Rollstuhlfahrer? Was machen Kinderwagenfahrer? Selbstverständlich keine Ampel, mit der der Fussgänger über die Straße kommen könnte. Schließlich soll der Bleifußautofahrer ja so wenig wie möglich behindert werden.
Hier ein Bild vom Alten Markt (Rechts die Schwebebahn): http://commons.wikimedia.org/wiki/File: ... 02_ies.jpg
Motto der Stadt Wuppertal: Ihr umweltfreundlichen Fußgänger seid der letzte Dreck, wir machen Politik nur für das Auto.
Die Straßenbahn musste Schritt für Schritt dem Autowahn weichen. Da viele Straßenbahnlinien keinen eigenen Bahnkörper hatten, wurden sie still gelegt, um den Autoverkehr nicht zu behindern.
Dabei hatte Wuppertal ein fantastisches Straßenbahnnetz, was sogar noch größer war, als das Straßenbahnnetz Münchens. Das muss man sich mal vorstellen! Man konnte mit der Straßenbahn nicht nur im Talkessel fahren, sondern auch noch ins Umland und auf die Höhen. Das Straßenbahnnetz war sogar so riesig, dass man 1000 mm und 1435 mm Strecken hatte.
Es wird Jahrzehnte dauern, die gewaltigen Planungsfehler wieder auszubessern!
Die 3S-Bahnen wären für Wuppertal eine sehr gute Ergänzung des Straßenbahnnetzes. In Wuppertal braucht man beides. 3S-Bahnen und Straßenbahnen.
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Marvin
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Das ist eine Vereinfachung, die mit der Realität nicht viel zu tun hat. Straßenbahnen verloren spätestens in den 50er und 60er Jahren vor allem deshalb ihre Effektivität und Wirtschaftlichkeit, weil durch den steigenden Wohlstand und die Suburbanisierung die Einwohnerdichte abnahm und die DIstanzen stiegen. Man kann mit einer Linie bzw. einem Haltepunkt bei geringerer Einwohnerdichte entsprechend weniger Menschen bedienen, was für den ÖPNV ein Nachteil ist.ThomasK hat geschrieben:Gerade WEIL man die Straßenbahn abgebaut hat und auf das Auto gesetzt hat, hat man diese Verkehrsprobleme.Hildener hat geschrieben:(...)1. Wuppertal hat auf Grund seiner topografischen Lage sehr schwierige Verkehrsprobleme, die man sonst in keiner anderen Stadt findet.
Es ist völlig verwegen zu denken, dass man den MIV, abgesehen von kleineren Bereichen wie Fußgängerzonen, einfach verbannen kann - erst recht bei einer Siedlungsstruktur, wie wir sie in deutschen Großstädten haben. Der ÖPNV kann (und sollte, in Großstädten) den MIV zu einem unterschiedlichen Grad ergänzen und das MIV-Aufkommen reduzieren, aber ihn vollständig zu ersetzen ist absurd.Gerade WENN man eine schwierige topografische Lage hat, muss man die begrenzte Fläche sehr effizient nutzen. Das Auto ist mit großem Abstand das ineffizienteste Verkehrsmittel. Der Flächenbedarf ist etliche Male größer als bei einem ÖPNV-System. Als muss bei Flächenknappheit logischerweise das verschwenderischte Verkehrsmittel weichen - das ist doch völlig logisch.
1. Es wurden sicherlich in der Vergangenheit so einige Planungsfehler gemacht (Großwohnsiedlungen sind ein eindrückliches Beispiel), aber dieses blinde Einschlagen auf die bösen Planer geht völlig an der Realität vorbei.Das kann ich dir sehr gut sagen. Ich schaue mir alles mit eigenen Augen an, nehme mir Zeit und gehe kilometerlange Wege alles zu Fuß. In Wuppertal, war ich erst vor einem halben Jahr. Und da habe ich über die Planungsfehler die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.Oscar hat geschrieben:(...)
Zu ThomasKs Statements hier und woanders frage ich mich immer woher dieses scheinbare Wissen nur kommen kann - Aber die Antwort wird man wohl nie bekommen .....
2. Aus gutem Grund sind Ortsbesichtigungen in der Verkehrsplanung neben Luftbildern, Karten, Daten zu den Verkehrsströmen etc. nur ein Mittel, um einen Überblick über die lokalen Gegebenheiten zu erhalten. Es gibt einfach Dinge, die man durch eine Ortsbesichtigung nicht erkennen kann.
Nimmst du die Parkmöglichkeiten einfach weg, machst du damit den ÖPNV attraktiver, um genau dieses Einkaufszentrum zu erreichen, das stimmt. Gleichzeitig machst du damit aber für Autofahrer den Einkauf in der Innenstadt insgesamt unattraktiver und schaffst einen Anreiz, stattdessen die Einkaufszentren auf der grünen Wiese zu besuchen, welche für den Autoverkehr hervorragend erschlossen sind.Riesige Parkplatzanlagen über den Einkaufszentren mitten in der Innenstadt zusätzlich zu riesigen Parkhäusern. Motto: Kommt doch bitte mit dem Auto überall hin. Wir machen es euch Autofahrern so bequem wie irgend möglich, damit kein Anreiz besteht, den ÖPNV zu benutzen.
Eben nur, wenn zwangsläufig genau dieses Zielgebiet angefahren werden muss.Dabei lernt man in der Verkehrsplanung, dass neben der Differenz der Grenzkosten für die n + 1. Fahrt, der Differenz der von-Haus-zu-Haus-Reisezeiten die Parkplatzsuchzeit im Zielgebiet das wichtigste Kriterium dafür ist, ob mit dem MIV oder ÖPNV gefahren wird.
Das wirkt in der Tat nicht optimal gelöst, wobei ich mich vor Ort nicht auskenne. Was aber entscheidend ist: so etwas lässt sich nicht von jetzt auf gleich umbauen, weil man sämtliche Verkehrsströme angemessen berücksichtigen muss und dazu noch eine Menge Geld benötigt. Einfach mal die Straßen dort zurückzubauen und es für Fußgänger attraktiver zu machen bedeutet einen garantierten Verkehrsinfarkt. All diese Autos kommen schließlich irgendwo her und wollen irgendwo hin, weshalb es fatal wäre, nur einen solch kleinen Bereich zu betrachten.Die Fußgänger spielen in der Wuppertaler Verkehrsplanung nicht die geringste Rolle. Als ich von Elberfeld nach Oberbarmen zu Fuss ging, schaute ich mir die Verkehrsführung am Alten Markt an. Wäre nicht die Schwebebahn, dann hätte ich gedacht, ich sei in Atlanta oder Los Angeles. Das Auto macht sich an der Oberfläche breit wie in den USA. Der Fussgänger wird in eine dreckige Unterführung gedrückt. Etliche Zugänge zur Unterführung sind gar nicht barrierefrei. Was machen denn Rollstuhlfahrer? Was machen Kinderwagenfahrer? Selbstverständlich keine Ampel, mit der der Fussgänger über die Straße kommen könnte. Schließlich soll der Bleifußautofahrer ja so wenig wie möglich behindert werden.
Hier ein Bild vom Alten Markt (Rechts die Schwebebahn): http://commons.wikimedia.org/wiki/File: ... 02_ies.jpg
Motto der Stadt Wuppertal: Ihr umweltfreundlichen Fußgänger seid der letzte Dreck, wir machen Politik nur für das Auto.
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Herrlich. Bei deinem Wissen, ThomasK, bist du sicher längst hochbezahlter Berater für Verkehrprobleme. Du bleibst genauso unkonkret wie diese Berater und übergehst Fragen einfach.
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Re: Seilbahn in Wuppertal
ThomasZ einfach geil ich kann nicht mehrThomasZ hat geschrieben:Herrlich. Bei deinem Wissen, ThomasK, bist du sicher längst hochbezahlter Berater für Verkehrprobleme. Du bleibst genauso unkonkret wie diese Berater und übergehst Fragen einfach.
Er ist das ja echt in Wirklichkeit, ein Artikel über sein Schaffen
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... 310ae.html
ASF
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Re: Seilbahn in Wuppertal
Cool
Ich habe von dem Verhalten der Unternehmensberatern, die bei uns in die Firma kommen geschlossen.