3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

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ischglfan
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3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von ischglfan »

In Mombasa in Kenia ist anscheinend eine 3S Bahn von Doppelmayr in Planung bzw. schon bald in Bau.

http://www.standardmedia.co.ke/ktn/vide ... basa-ferry

Der Medienbericht spricht nicht direkt von einer 3S, allerdings lassen die Daten wie 5500 p/h und Richtung sowie die Anzahl von 28 Gondeln für ca. 40 Personen wohl nur eine 3S zu.
Der Bericht spricht auch 300 000 Fahrgästen sowie 6000 Fahrzeuge pro Tag was wohl nicht ganz stimmen wird.
Betriebsbeginn soll schon nächstes Jahr sein.

Schaut man sich Mombasa auf Google Maps an erscheint an der Stelle eigentlich eine Brücke die sinvollste Lösung zu sein.

ThomasK
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von ThomasK »

ischglfan hat geschrieben:In Mombasa in Kenia ist anscheinend eine 3S Bahn von Doppelmayr in Planung bzw. schon bald in Bau.

http://www.standardmedia.co.ke/ktn/vide ... basa-ferry

Der Medienbericht spricht nicht direkt von einer 3S, allerdings lassen die Daten wie 5500 p/h und Richtung sowie die Anzahl von 28 Gondeln für ca. 40 Personen wohl nur eine 3S zu.
Der Bericht spricht auch 300 000 Fahrgästen sowie 6000 Fahrzeuge pro Tag was wohl nicht ganz stimmen wird.
Betriebsbeginn soll schon nächstes Jahr sein.

Schaut man sich Mombasa auf Google Maps an erscheint an der Stelle eigentlich eine Brücke die sinvollste Lösung zu sein.

40 Personen pro Kabine bedeutet aber, dass man das aktuelle Kabinenmodell der 3S-Bahn (3,20 m breit und 3,60 m lang) erweitern muss. Dafür ist dann eine neue Zertifikation notwendig.
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Christoph Lütz
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von Christoph Lütz »

ThomasK hat geschrieben: 40 Personen pro Kabine bedeutet aber, dass man das aktuelle Kabinenmodell der 3S-Bahn (3,20 m breit und 3,60 m lang) erweitern muss. Dafür ist dann eine neue Zertifikation notwendig.
Wieso? Gemessen am Besetzungsgrad der Fähren kann man ohne weiteres 40 Personen in das aktuelle Kabinenmodell quetschen, wenn man auf Sitzplätze verzichtet. :biggrin:
ThomasK
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von ThomasK »

Christoph Lütz hat geschrieben: Wieso? Gemessen am Besetzungsgrad der Fähren kann man ohne weiteres 40 Personen in das aktuelle Kabinenmodell quetschen, wenn man auf Sitzplätze verzichtet. :biggrin:
Wir rechnen im ÖPNV üblicherweise mit 0,25 m^2 Stehplatzfläche pro Person, bei 100% Auslastung. Auf der Interalpin in Innsbruck bin ich selbst in die 3S-Bahn-Kabine gegangen. Du hast beim aktuellen Kabinenmodell maximal eine Stehfläche von 2,9 m * 3,2 m zur Verfügung, also ca. 9,28 m^2. Das sind gerade mal 0,232 m^2 pro Person. In der Zivilisation klappt das hinten und vorne nicht.

Also entweder bauen die eine größere Kabine oder die im Film angegebenen 5500 pph stimmen nicht. Dichter als alle 20 Sekunden kann man bei einer 3S ohnehin nicht fahren, wobei bei einem 20-Sekunden-Takt schon alles perfekt passen muss. Wir haben für München einen 24-Sekunden-Takt einkalkuliert.
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Ram-Brand
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von Ram-Brand »

Christoph Lütz hat geschrieben:
ThomasK hat geschrieben: 40 Personen pro Kabine bedeutet aber, dass man das aktuelle Kabinenmodell der 3S-Bahn (3,20 m breit und 3,60 m lang) erweitern muss. Dafür ist dann eine neue Zertifikation notwendig.
Wieso? Gemessen am Besetzungsgrad der Fähren kann man ohne weiteres 40 Personen in das aktuelle Kabinenmodell quetschen, wenn man auf Sitzplätze verzichtet. :biggrin:

^^ Mach nicht so komplizierte Witze. Die versteht hier nicht jeder.

Hättest Du jetzt noch vorgeschlagen für eine Bahn in Indien aussen Haltestangen zu montieren + Dachtransport, dann kann man locker 50-60 pro Gondel transportieren. :wink: :mrgreen:
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von Lord-of-Ski »

ThomasK hat geschrieben:
Das sind gerade mal 0,232 m^2 pro Person. In der Zivilisation klappt das hinten und vorne nicht.
Also für die dortigen aktuellen Verhältnisse ist das dann mehr als genug Platz. Da könnens fast noch Walzer tanzen.

Wenn die Bahn 2016 dann läuft kannst du Sie ja mal besichtigen um dir für München was abzuschauen.
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von Petz »

ThomasK hat geschrieben:Dafür ist dann eine neue Zertifikation notwendig.
Das man in Kenia vorschriftsbezogen unbedingt ne Zertifizierung für die Kabinen braucht halt ich aber eher für ein Gerücht - falls den dortigen Behörden überhaupt bekannt ist was Zertifizierung bedeutet...:rolleyes::
Ansonsten Doppelstockkabinen entwerfen- wär mal was Neues bei ner 3S aber was bei PB´s funktioniert sollte auch bei einer 3S möglich sein...:wink:
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Christoph Lütz
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von Christoph Lütz »

ThomasK hat geschrieben: Wir rechnen im ÖPNV üblicherweise mit 0,25 m^2 Stehplatzfläche pro Person, bei 100% Auslastung.
Bei Lastannahmen wird auch im ÖPNV mit 5 bis 6 Personen je Quadratmeter gerechnet, nicht jedoch bei der Planung der Kapazitäten. Gemäß BOStrab wird je Quadratmeter Stehplatzfläche mit 500 kg gerechnet. Das sind mehr als vier durchschnittliche Personen.
ThomasK hat geschrieben:Auf der Interalpin in Innsbruck bin ich selbst in die 3S-Bahn-Kabine gegangen. Du hast beim aktuellen Kabinenmodell maximal eine Stehfläche von 2,9 m * 3,2 m zur Verfügung, also ca. 9,28 m^2. Das sind gerade mal 0,232 m^2 pro Person. In der Zivilisation klappt das hinten und vorne nicht.
Ich zitiere mal die Schweizer Pendelbahnverordnung von 1988:
"Bei stehender Beförderung der Reisenden ist die Bodenfläche der Fahrzeuge so zu bemessen, dass eine Person mindestens 0,18 m2 und höchstens 0,2 m2, bei Lastmessung höchstens 0,22 m2 zur Verfügung hat."

Der Hintergrund dürfte klar sein. Man muss ein versehentliches Überladen vermeiden.
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von OliK »

Ram-Brand hat geschrieben:
Christoph Lütz hat geschrieben:
ThomasK hat geschrieben: 40 Personen pro Kabine bedeutet aber, dass man das aktuelle Kabinenmodell der 3S-Bahn (3,20 m breit und 3,60 m lang) erweitern muss. Dafür ist dann eine neue Zertifikation notwendig.
Wieso? Gemessen am Besetzungsgrad der Fähren kann man ohne weiteres 40 Personen in das aktuelle Kabinenmodell quetschen, wenn man auf Sitzplätze verzichtet. :biggrin:

^^ Mach nicht so komplizierte Witze. Die versteht hier nicht jeder.
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von Fab »

Ist eh kurios dass dass es Richtung Süden nach Likoni noch immer keine Brücke gibt. Heutzutage kann man ja Brücken bauen die die Zufahrt für Schiffe zum Kilindini-Harbour nicht beeinträchtigen.
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von Wombat »

Wenn die Bahn gebaut wird, dann wird's echt lustig. Man muss sich mal die Bauern vorstellen, die mit ihrer ganzen Ware in die Gondeln wollen. :lach:
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whiteout
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von whiteout »

ThomasK hat geschrieben:
Wir rechnen im ÖPNV üblicherweise mit 0,25 m^2 Stehplatzfläche pro Person
Also bei 100% Auslastung habe ich in keiner S-Bahn 0,25 m2 Platz zum stehen ;) Bezieht sich diese 0,25 m2 auf die gesamte Innenfläche (inkl. Sitzbereichen etc..) und es stehen im Schnitt dann auf einem m2 Zugfläche 4 Leute oder sind die 0,25 m2 tatsächlich einkalkuliert und bereits durch Sitze eingenommene Fläche wird nicht eingerechnet?

Zumindest letzteres erscheint mir dann aber etwas wohlwollend berechnet, denn gefühlt habe ich in einer S-Bahn oder U-Bahn morgens und abends zur Hauptverkehrszeit 0,0025 m2 Platz ;)
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von Lord-of-Ski »

Wombat hat geschrieben:Wenn die Bahn gebaut wird, dann wird's echt lustig. Man muss sich mal die Bauern vorstellen, die mit ihrer ganzen Ware in die Gondeln wollen. :lach:
Ich stelle mir grad vor wenn der Bauer seine Ziege oder eine Kuh mitnehmen möchte :) :) :)
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von Wombat »

ischglfan hat geschrieben:Der Bericht spricht auch 300 000 Fahrgästen sowie 6000 Fahrzeuge pro Tag was wohl nicht ganz stimmen wird.
Die Zahlen beziehen sich auf die Fähren. In Zukunft wird sich das auf beide Transportsysteme verteilen. Ausserdem glaube ich nicht, dass die Seilbahn Autos transportieren wird.
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von ThomasK »

Petz hat geschrieben:
ThomasK hat geschrieben:Dafür ist dann eine neue Zertifikation notwendig.
Das man in Kenia vorschriftsbezogen unbedingt ne Zertifizierung für die Kabinen braucht halt ich aber eher für ein Gerücht - falls den dortigen Behörden überhaupt bekannt ist was Zertifizierung bedeutet...:rolleyes:: (...)

Wahrscheinlich hast du recht mit deiner Vermutung, dass die Behörden in Kenia soviel Ahnung von Seilbahnen haben, wie ein Nilpferd vom Bergsteigen.

Ich gehe aber davon aus, dass Doppelmayr auf keinen Fall seinen exzellenten Ruf auf das Spiel setzen wird und - wenn das Verkehrsaufkommen in Kenia dies notwendig macht - eine größere Kabine ordnungsgemäß zertifizieren wird, d.h. die 3S-Bahn so entwickeln und technisch zulassen wird, dass die größere Kabine automatisch auch für die Schweiz oder Österreich zum Einsatz kommen könnte, wenn dort ein Kundenauftrag erfolgt.


ischglfan hat geschrieben:Der Bericht spricht auch 300 000 Fahrgästen sowie 6000 Fahrzeuge pro Tag was wohl nicht ganz stimmen wird.
Betriebsbeginn soll schon nächstes Jahr sein.

Schaut man sich Mombasa auf Google Maps an erscheint an der Stelle eigentlich eine Brücke die sinnvollste Lösung zu sein.

Bei 300000 Fahrgästen täglich in der Querschnittsbelastung würde ich einfach eine S-Bahn auf einer Brücke bauen. In München haben wir zwischen Hauptbahnhof und Hackerbrücke bei der S-Bahn eine tägliche Querschnittsbelastung von 250000 Fahrgästen.

Bei 300000 Fahrgästen täglich bricht ja die 3S-Bahn völlig zusammen. 300000 Fahrgäste täglich sind aber für die S-Bahn (nicht 3S-Bahn!) kein Problem.

Ich kenne jetzt nicht die Tagesganglinie (x-Achse ist Tagesstunde von 0 bis 24 und y-Achse ist Verkehrsaufkommen innerhalb dieser Tagesstunde / Gesamtverkehrsaufkommen am Tag) in Mombasa, aber plausibel erscheint mir in der Spitzenstunde in der Lastrichtung ein Anteil von 15% des Gesamtverkehrskommen zu sein. Das wären dann 45000 Personen pro Stunde und Richtung. Ein Fall also für eine S-Bahn und nicht für eine 3S-Bahn.


Christoph Lütz hat geschrieben: Bei Lastannahmen wird auch im ÖPNV mit 5 bis 6 Personen je Quadratmeter gerechnet, nicht jedoch bei der Planung der Kapazitäten. (...)

Der Hintergrund dürfte klar sein. Man muss ein versehentliches Überladen vermeiden.

Genau darum geht es. Bei der Konstruktion der Fahrzeuge muss man mit 500 kg/m^2 rechnen, um ein Überladen der Fahrzeuge zu vermeiden. Bei der Verkehrsplanung ist aber in jedem Fall bei 4 Personen / m^2 Schluss.

whiteout hat geschrieben:
ThomasK hat geschrieben:
Wir rechnen im ÖPNV üblicherweise mit 0,25 m^2 Stehplatzfläche pro Person
Also bei 100% Auslastung habe ich in keiner S-Bahn 0,25 m2 Platz zum stehen ;) Bezieht sich diese 0,25 m2 auf die gesamte Innenfläche (inkl. Sitzbereichen etc..) und es stehen im Schnitt dann auf einem m2 Zugfläche 4 Leute oder sind die 0,25 m2 tatsächlich einkalkuliert und bereits durch Sitze eingenommene Fläche wird nicht eingerechnet?

Zumindest letzteres erscheint mir dann aber etwas wohlwollend berechnet, denn gefühlt habe ich in einer S-Bahn oder U-Bahn morgens und abends zur Hauptverkehrszeit 0,0025 m2 Platz ;)

100% Auslastung ist im ÖPNV so definiert, dass man alle Sitzplätze rechnet und bei der Stehplatzfläche einen Platzbedarf von 0,25 m^2 pro Person berechnet.

Beispiel: S-Bahn München Baureihe ET 423:

192 Sitzplätze und 88 m^2 Stehplatzfläche = 192 Sitzplätze + 352 Stehplätze = 544 Plätze:

Also:

Kurzzug = 1 * ET 423 = 544 Plätze (Zuglänge = 1 * 67,4 m = 67,4 m)
Vollzug = 2 * ET 423 = 1088 Plätze (Zuglänge = 2 * 67,4 m = 134,8 m)
Langzug = 3 * ET 423 = 1632 Plätze (Zuglänge = 3 * 67,4 m = 202,2 m)

http://www.nahverkehr-franken.de/sbahn/423-techdat.html

Zum Vergleich: Eine Türraumplattform beim ET 423 (S-Bahn München) hat eine Fläche von 5 m^2. Fährt man Volllast und zählt die Leute, die nur auf einer Türplattform stehen (also nicht im Zwischengang), dann zählt man selten mehr als 20 Personen auf der Türplattform. In der Verkehrsplanung ist es also vernünftig, die rote Line bei 4 Personen /m^2 zu ziehen.
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von Fab »

Eine schlichte S-Bahnbrücke ist nicht möglich. Der Meeresarm südlich der Insel Mombasa ist die Einfahrt in den kenianischen Tiefseehafen Kilindini-Harbour. Im Nordosten gibt es seit Jahrzehnten die Nyali-Bridge.
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Re: 3S von Doppelmayr für Mombasa - Kenia

Beitrag von stephezapo »

Abgesehen davon kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Brücke weniger kostet als eine 3S oder ein anderer Seilbahntyp. Im Video war die Rede von 1.3km Länge, wobei ich jetzt nicht weiß, ob das die Breite des Meeresarms ist oder die Stationsdistanz. Das ist eh relativ kurz für eine Seilbahn dieser Dimension. Die 3S Koblenz ist knappe 900m lang und schafft über 6000 p/h.

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