
Oft schon bin ich über die Pyhrn-Autobahn gefahren.
Und jedes Mal ist mir bei Mautern dieser Sessellift aufgefallen.

Ich weiß nicht, seit wann es hier einen Sessellift gibt. Ich weiß nur, dass die DSB die heute hier steht eine DM-Gebrauchtanlage ist und 2002 hier aufgebaut wurde. 1979 wurde die Sommerrodelbahn errichtet, zumindest damals muss es also schon einen Lift gegeben haben.
Eine Beschneiungsanlage wurde 1993 errichtet, 2011 wurde der Winterbetrieb aber leider eingestellt und die Beschneiung damit überflüssig.
Das erste Wildgehege wurde 1968 errichtet, das Bärengehege am Titelbild folgte 1992. In diesem Jahr wurde auch ein großer Kinder- und Erlebnisspielplatz eröffnet.
Im Mai 2003 wurde unter dem Namen „Elfenberg“ der Wild- und Erlebnispark mit Feen und Kobolden eröffnet. 2011 verschwand dieser Name wieder. Nun werden Sesselbahn, Sommerrodelbahn, Roller- und Kartbahn, Spielpark und Wildpark samt Greifvogelschau unter dem Namen „Der Wilde Berg Mautern“ vermarktet.
Da ich bei einem Bergfex-Gewinnspiel zwei Steiermark-Cards gewonnen habe, werde ich im heurigen Sommer wohl einige Ausflüge in die Steiermark unternehmen. Mit diesen Karten konnten meine Frau und ich heute Gratis in den Wildpark eintreten, und den dortigen Sessellift verwenden. Die Anreise aus Wien dauerte 1h 45min und war damit im Zeitraum einer klassischen Schitagesfahrt. Schade, dass ich den Winterbetrieb dort verpasst habe.
Dort angekommen dauerte es doch etwas länger, bis wir den Wildpark betreten konnten. Vor den Kassen warteten schon einige Personen.

Von der Warteschlange aus, konnte ich schon zum Sessellift blicken…

…und 15 Minuten später stehen wir schon vor der Talstation der DM-DSB. Antrieb und Abspannung befinden sich im Tal.

Beim Lift selbst war keine Wartezeit, und so konnten wir die Bergfahrt starten. Wir blicken auf die ehemalige Schipiste. Einige Pferde sind zu erkennen.

Blick zurück zur Talstation.

Während der Bergfahrt blicken wir auf die Sommerrodelbahn, die als „Wiesengleiter“ vermarktet wird. An dieser Stelle fährt man an Strohpuppen vorbei.

Etwas später erreicht man eine Mittelstation. Sommerrodler, Roller- und Kartfahrer verlassen hier den Lift, da die entsprechenden Strecken hier beginnen. Wildparkbesucher fahren weiter bis zur Bergstation.

Blick zurück zur Mittelstation.

Nun führt die Trasse direkt über den Wildpark. Beim Beobachten der Tiere stört es nun überhaupt nicht, dass man sich in einem sehr langsamen fix geklemmten Sessellift befindet. Wir schauen zum Rotwild.

Etwas später heult direkt unter uns ein Grauwolf. Leider habe ich ihn trotz der geringen Fahrgeschwindigkeit nicht scharf ins Bild bekommen.

Nach 18 Minuten Fahrt ist die Bergstation erreicht.

Alternativ kann man diese Strecke auch mit einem Bus zurücklegen. Nun beginnt der Spaziergang durch den Wildpark auf breiten Wegen, die auch mit Kinderwägen problemlos befahren werden können.
Zuerst begegnen wir einem Polarwolf.

Dann schauen wir beim Luchs vorbei.

An dieser Stelle möchte ich mich bei meiner Frau bedanken (=User: Dolomitenfan), die ihre zahlreichen Tier-Fotos, die sie heute gemacht hat, meinem Bericht zur Verfügung gestellt hat.
Beim Steinwild darf man durch das Gehege spazieren.



Im Ententeich waren schwarze Schwäne.

Nun folgte mein persönliches Highlight an diesem Tag: Nein nicht der Sessellift sondern das Bärengehege.





Der Waschbär, dessen Gehege wir später besuchten, blickte ganz schön grimmig drein.



Neben dem Waschbär-Gehege stolzierte ein Pfau herum.

Bevor es zur Mittagspause ging, machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Grauwolf, den wir ja schon bei der Bergfahrt erblickt hatten.

Die Mittagspause war dann der absolute Minus-Punkt bei diesem sonst so gelungenen Ausflug. Wir kamen nun zur Steinbockalm mit der benachbarten Murmelhütte. Der aktuelle Prospekt vom wilden Berg wirbt damit, dass es auf der Steinbockalm regionale Schmankerln gibt, während in der Murmelhütte Naschkatzen bei Palatschinken oder Waffeln auf ihre Rechnung kommen. Wir entschieden uns, die Warteschlange an der Murmelhütte anzusteuern. Diese war deutlich kürzer, als jene bei der Steinbockalm, leider aber auch deutlich langsamer. Als wir nach einer halben Stunde Wartezeit an der Reihe waren, stellten sich die Palatschinken als Prospektlüge heraus und unser Vordermann erhielt die letzte Waffel. Man konnte uns Würstel anbieten, diese aber leider vorerst ohne Gebäck. Die Verkäuferin wartete gerade auf Semmel-Nachschub aus der Steinbockalm. Wir nahmen das Angebot an, machten es aber klüger, als einige Personen vor uns, die entweder die Würstel gleich zum Tisch mitnahmen und dort auf das Gebäck warteten bis die Würstel kalt waren oder die Würstel heiß aßen und auf das Gebäck verzichteten. Wir wollten die Würstel erst dann am Teller, wenn auch das Gebäck vorhanden ist.
Nach weiteren 15 Minuten Wartezeit kam dann eine Kollegin von der Steinbockalm mit einem Korb. Dieser war allerdings leer, und die Dame meinte, ihre Chefin habe ihr den Auftrag gegeben diesen Korb zu bringen. Die Verkäuferin in der Murmelhütte wieder erklärte, dass das ein Irrtum sei, und sie dringend viele Semmeln benötigte.
Hungrig folgte ich der Dame, weil ich kein Vertrauen hatte, jemals zu meinem Mittagessen zu kommen. …Eine gute Entscheidung! Sie füllte Ihren Korb nun in der Küche der Steinbockalm mit Semmeln, um diesen in die Murmelhütte zu bringen. Als sie damit von der Küche in die Gaststube kam nahm ihr eine Kollegin mit den Worten „Ich mach des schon“ den Korb aus der Hand. Die Kollegin ging mit dem Korb aber nicht zur Murmelhütte sondern in den SB-Bereich der Steinbockalm, um dort die Vorräte nachzufüllen. So wütend, wie ich dann wurde, werden mich wohl viele Bedienstete noch lange negativ in Erinnerung behalten.
Jedenfalls gab es eine Minute später endlich wieder Semmeln in der Murmelhütte und meine Frau und ich hatten Würstel.
So sind wir Naschkatzen auf unsere Rechnung gekommen.
Der weitere Marsch durch den Wildpark führte nun durch den Kinderbauernhof. Dort gab es Kaninchen…

…und Schweine…

…in allen Größen.

Vom Spielpark, der für Kinder ein tolles Angebot bietet, habe ich keine Bilder gemacht. Ebenso gibt es keine Bilder von Toilettenanlagen, die großzügig über das Wildparkareal verteilt. Familien mit Kindern wissen diese WC-Dichte zu schätzen.
Wir haben uns vom Spielpark entfernt und sind zunächst bei den Yaks vorbeigekommen…

…dann bei den Eseln.

DSB mit ESeL

Bevor es mit dem Lift von der Mittelstation weg wieder ins Tal geht noch ein Blick zum Rotwild.

Dann fahren wir mit dem Lift ins Tal…

…und blicken dabei nach Mautern.

Ein schöner Ausflug geht zu Ende.
Fazit: Der wilde Berg in Mautern ist ein toller Ausflugsort mit Sessellift, Sommerrodelbahn Spielpark und Tierpark, bei dem vor allem Kinder voll auf ihre Rechnung kommen.
Mein Tipp lautet aber: Proviant mitnehmen, Picknickplätze sind vorhanden. Man spart viel Zeit und Ärger.