Steirische Kalkalpen: Gesäuse & Dachstein-Tauern

Austria, Autriche, Austria
Forumsregeln
Antworten
poelstaler
Großer Müggelberg (115m)
Beiträge: 160
Registriert: 29.03.2013 - 10:08
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: ja
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Steirische Kalkalpen: Gesäuse & Dachstein-Tauern

Beitrag von poelstaler »

In der ersten Oktoberwoche standen für mich zahlreiche Forschungsbesuche für meine Uni auf dem Programm. Diese Forschungsaufenthalte zogen mich ins Johnsbachtal im steirischen Nationalpark Gesäuse, auf den Krippenstein im oberösterreichischen Salzkammergut und auf den Dachsteingletscher.
Zeitraum: 5. - 8. Oktober
Wetter: Von Sonnenschein am ersten Tag, über bewölkten Himmel am zweiten Tag, bis zu starkem Regen am Krippenstein und Nebel + Schneefall am Dachstein Gletscher war alles dabei.
Ablauf:
Station 1: Gsenggraben (Seitengraben im Johnsbachtal) und Überwachung der Steinschlagaktivität
Station 2: Aufstieg von Johnsbach zur Heßhütte (1699m). Der Weg ist leicht schaffbar, die Dauer ist mit 3h aber nicht zu unterschätzen.
Station 3: Von der Heßhütte Aufstieg auf den Hochzinödl (2191m). Auch hier ist der Weg machbar, trittsicher und schwindelfrei sollte man aber schon sein. Vom Hochzinödl ging es dann wieder hinunter zur Heßhütte und dann weiter über den Sulzkarhund (1822m) über die Sulzkaralm durch den Hartelsgraben wieder zurück ins Ennstal. Der Aufstieg zum Sulzkarhund ist kein Problem mehr, allerdings extrem glitschig und matschig. Der Hartelsbachgraben zieht sich extrem in die Länge und der steil abfallende Weg geht extrem in die Knie. 4-5h sollte man schon für diese Route einplanen. Landschaftlich ist es dort aber extrem toll!
Station 4: Dachsteinseilbahn Krippenstein Obertraun und Besichtigung und Vermessung der Mammuthöhle und der Dachstein-Rieseneishöhle. Aus den Höhlen habe ich aber keine Bilder, da es dort ohne Blitz einfach zu dunkel zum Fotografieren ist. Generell war in beiden Höhlen trotz Schlechtwetters viel Betrieb, v.a. auch viele Deutsche und Asiaten. Während der Klimawandel am Dachsteingletscer deutlich seine Spuren hinterlässt, wachsen die Eismassen in der Dachstein-Eishöhle deutlich. Das liegt daran, dass sich nach dem Abschmelzen des Gletschers Permafrost bildet (d.h. dass Gestein kühlt nach dem Abschmelzen des Gletschers dauerhaft auf unter 0°C ab). Interessanterweise findet sich unter dem Eis des Dachsteingletscher nämlich kaum Permafrost, was grundsätzlich überraschend und für Gletscher wenig förderlich ist.
Station 5: Dachstein Gletscher zur Gletscherbestandsaufnahme ; die wetterbedingt schlechten Bilder vom Dachsteingletscher gebe ich in einen eigenen Bericht mit ein paar Worten zum ermittelten Gletscherzustand.
Dateianhänge
Die Ennstalschlucht am Gesäuseeingang beim Nationalparkzentrum Weidendom ; die Nebel lichten sich
Die Ennstalschlucht am Gesäuseeingang beim Nationalparkzentrum Weidendom ; die Nebel lichten sich
Der renaturierte Johnsbach auf der Zwischenmäuerstrecke
Der renaturierte Johnsbach auf der Zwischenmäuerstrecke
Blick auf den Reichenstein (2251m) ; die Sonne setzt sich durch
Blick auf den Reichenstein (2251m) ; die Sonne setzt sich durch
Blick auf die Hochtorgruppe
Blick auf die Hochtorgruppe
Gsenggraben mit tierischem Beobachter
Gsenggraben mit tierischem Beobachter
innerer Gsenggraben
innerer Gsenggraben
Szenenwechsel: Wasserfall am Weg zur Heßhütte
Szenenwechsel: Wasserfall am Weg zur Heßhütte
oberster Koderboden mit Impressionen von den schroffen Gesäusebergen
oberster Koderboden mit Impressionen von den schroffen Gesäusebergen
letztes Stück des Weges zur Heßhütte
letztes Stück des Weges zur Heßhütte
das Ziel: Die Heßhütte - in einem schönen, aber schattigen Kessel zwischen dem Zinödl und dem Hochtor gelegen
das Ziel: Die Heßhütte - in einem schönen, aber schattigen Kessel zwischen dem Zinödl und dem Hochtor gelegen
Heßhütte mit Hochtor, dem höchsten der Gesäuseberge
Heßhütte mit Hochtor, dem höchsten der Gesäuseberge
der Weg zum Hochzinödl: durchaus steil und felsig, aber ohne Kletterausrüstung zu schaffen
der Weg zum Hochzinödl: durchaus steil und felsig, aber ohne Kletterausrüstung zu schaffen
am Gipfel (2191m) ; hinter den Almflächen, die fast an mein Standardmetier, die Niederen Tauern, anmuten, zeigt das Gesäuse wieder sein gewohntes Gesicht: steil abfallende Felswände aus Dachsteinkalk und Dolomit
am Gipfel (2191m) ; hinter den Almflächen, die fast an mein Standardmetier, die Niederen Tauern, anmuten, zeigt das Gesäuse wieder sein gewohntes Gesicht: steil abfallende Felswände aus Dachsteinkalk und Dolomit
im Hartelsbachgraben, der sich unendlich in die Länge zieht ; landschaftlich aber einmalig schön und einsam
im Hartelsbachgraben, der sich unendlich in die Länge zieht ; landschaftlich aber einmalig schön und einsam
Szenenwechsel: Übersichtsplan und Anlagenstatus der Dachsteinbahn Krippenstein Obertraun
Szenenwechsel: Übersichtsplan und Anlagenstatus der Dachsteinbahn Krippenstein Obertraun
Eingang zur Mammuthöhle: mit derzeit knapp 70 km erforschter Länge die längste Höhle am Krippenstein und auch der Alpen
Eingang zur Mammuthöhle: mit derzeit knapp 70 km erforschter Länge die längste Höhle am Krippenstein und auch der Alpen
Blick vom Eingang zur Eishöhle auf die Sektion 2 der Krippensteinbahn ; wer genau hinsieht kann die Gondel erkennen
Blick vom Eingang zur Eishöhle auf die Sektion 2 der Krippensteinbahn ; wer genau hinsieht kann die Gondel erkennen
Szenenwechsel: Toteisboden in Rohrmoos Untertal, wieder zurück in der STMK. Landschaftlich einzigartig und in den Alpen nur dort zu finden
Szenenwechsel: Toteisboden in Rohrmoos Untertal, wieder zurück in der STMK. Landschaftlich einzigartig und in den Alpen nur dort zu finden
Toteisboden in Rohrmoos Untertal bei Schladming: gut zu sehen die Tundra-Vegetation auf gerade mal 1000m Seehöhe
Toteisboden in Rohrmoos Untertal bei Schladming: gut zu sehen die Tundra-Vegetation auf gerade mal 1000m Seehöhe

Antworten

Zurück zu „Österreich“