In der ersten Oktoberwoche standen für mich zahlreiche Forschungsbesuche für meine Uni auf dem Programm. Diese Forschungsaufenthalte zogen mich ins Johnsbachtal im steirischen Nationalpark Gesäuse, auf den Krippenstein im oberösterreichischen Salzkammergut und auf den Dachsteingletscher.
Zeitraum: 5. - 8. Oktober
Wetter: Von Sonnenschein am ersten Tag, über bewölkten Himmel am zweiten Tag, bis zu starkem Regen am Krippenstein und Nebel + Schneefall am Dachstein Gletscher war alles dabei.
Ablauf:
Station 1: Gsenggraben (Seitengraben im Johnsbachtal) und Überwachung der Steinschlagaktivität
Station 2: Aufstieg von Johnsbach zur Heßhütte (1699m). Der Weg ist leicht schaffbar, die Dauer ist mit 3h aber nicht zu unterschätzen.
Station 3: Von der Heßhütte Aufstieg auf den Hochzinödl (2191m). Auch hier ist der Weg machbar, trittsicher und schwindelfrei sollte man aber schon sein. Vom Hochzinödl ging es dann wieder hinunter zur Heßhütte und dann weiter über den Sulzkarhund (1822m) über die Sulzkaralm durch den Hartelsgraben wieder zurück ins Ennstal. Der Aufstieg zum Sulzkarhund ist kein Problem mehr, allerdings extrem glitschig und matschig. Der Hartelsbachgraben zieht sich extrem in die Länge und der steil abfallende Weg geht extrem in die Knie. 4-5h sollte man schon für diese Route einplanen. Landschaftlich ist es dort aber extrem toll!
Station 4: Dachsteinseilbahn Krippenstein Obertraun und Besichtigung und Vermessung der Mammuthöhle und der Dachstein-Rieseneishöhle. Aus den Höhlen habe ich aber keine Bilder, da es dort ohne Blitz einfach zu dunkel zum Fotografieren ist. Generell war in beiden Höhlen trotz Schlechtwetters viel Betrieb, v.a. auch viele Deutsche und Asiaten. Während der Klimawandel am Dachsteingletscer deutlich seine Spuren hinterlässt, wachsen die Eismassen in der Dachstein-Eishöhle deutlich. Das liegt daran, dass sich nach dem Abschmelzen des Gletschers Permafrost bildet (d.h. dass Gestein kühlt nach dem Abschmelzen des Gletschers dauerhaft auf unter 0°C ab). Interessanterweise findet sich unter dem Eis des Dachsteingletscher nämlich kaum Permafrost, was grundsätzlich überraschend und für Gletscher wenig förderlich ist.
Station 5: Dachstein Gletscher zur Gletscherbestandsaufnahme ; die wetterbedingt schlechten Bilder vom Dachsteingletscher gebe ich in einen eigenen Bericht mit ein paar Worten zum ermittelten Gletscherzustand.
Steirische Kalkalpen: Gesäuse & Dachstein-Tauern
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