McMaf schrieb:
ThomasK schrieb:
Die BZB versucht ja aktuell verzweifelt das Skigebiet Garmisch Klassik zu öffnen, doch sie schaffen es einfach nicht, weil es viel zu warm ist. Nach dem 05.12. ist nun auch der 12.12. als Eröffnung der Wintersaison 2015/2016 abgesagt worden. Ich gebe dem Skigebiet Garmisch Klassik noch 10 Jahre, dann wird es geschlossen und dann gibt es dort nur noch Sommerbetrieb.
Wo hast Du das her? Die neuesten Meldungen auf der Homepage und bei Facebook haben für Freitag den 11.12. das Opening angekündigt.
Ursprünglich wollte man am 05.12.2015 Garmisch Klassik komplett öffnen.
Jetzt wird ein kleiner Notbetrieb am Hausberg mit ein paar Miniliften gefahren. Da aber die Talabfahrt geschlossen bleibt und das gesamte Kreuzeck- und Osterfeldergebiet ebenfalls zu bleibt, hat vom gesamten Skigebiet vielleicht 10% offen - wenn überhaupt.
Nun will man am 19.12. öffnen. Reicht es auch dann nicht zum Skifahren, macht man die Bahnen eben für die Wanderer und Fussgänger auf. Aufgrund der Klimaerwärmung wird das künftig immer öfters passieren, dass mitten im Winter die Lifte für die Wanderer und nicht für die Skifahrer offen sind.
McMaf schrieb:
Den Käse mit den 10 Jahren muss man wohl nicht kommentieren.
Für dich mag das alles Käse sein; dumm nur, dass hochqualifizierte Wissenschaftler, die mit Spezialsoftware auf Supercomputern zahlreiche Modellrechnungen durchgeführt haben, zu völlig anderen Einschätzungen kommen als du. Man hat verschiedene Modellrechnungen durchgeführt und Prognosen für eine Klimaerwärmung von 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 7 Grad durchgeführt. Das Ergebnis war, dass sich der Alpenraum etwa um 50% stärker erwärmen wird, als das Weltklima und das bei einer Klimaerwärmung von 2 Grad
sämtliche deutschen Skigebiete außer Zugspitze und Oberstdorf alle verschwunden sein werden.
Zudem ist es so, dass die deutschen Skigebiete über keinerlei Temperaturreserven verfügen. Solche Skigebiete wie z.B. Sölden, Hintertuxer Gletscher, Stubaier Gletscher, Pitztaler Gletscher, Kitzsteinhorn, St. Moritz, Saas Fee, Zermatt oder Chamonix stecken die Temperaturerwärmung von 2 - 3 Grad locker weg und gehören sogar zu den Gewinnern, da sich die verbleibenden Skifahrer auf weniger Skigebiete konzentrieren. Die Probleme der Zermatter sind also nicht der Wegfall des Skisport, sondern - wie die Gutachten zeigen - die Anhebung der Permafrostgrenze im Sommer in Verbindung mit zusätzlichen Bergstürzen und Felsabbrüchen.
Nach Aussagen der Klimaforscher wird sich die Temperatur bis 2100 etwa um 3 Grad erhöhen, wenn die Länder die Verpflichtungserklärungen einhalten. Tun sie es nicht, dann könnte sich die Temperatur bis 2100 um etwa 4,5 Grad erhöhen. Für den Alpenraum würde das eine Temperaturerhöhung von etwa 6,5 Grad bedeuten, was einer Höhendifferenz von 1000 m entspricht.
Hier hat mal ein Schweizer simuliert, was das für Zermatt (Erhöhung der Firngrenze um 1000 Hm bei einer Klimaerwärmung von +6,5 Grad) bedeuten könnte:
http://www.reliefs.ch/gorneren.jpg
Dass dann am Gornergrat Bäume wachsen, ist aus heutiger Sicht wohl sehr gewöhnungsbedürftig; pfiffig finde ich seine Annahme, dass die Zermatter beschlossen haben werden, aufgrund des warmen Klimas an der Südseite des Gornergrats auf 2200 m Höhe eine neue Siedlung zu errichten und diese sogleich mit einer Eisenbahn zu erschliessen. Warum nicht; wer weiß heute schon, was im Jahr 2090 der Zermatter Gemeinderat beschliessen wird? Der einst riesige Monte Rosa Gletscher ist auf ein kleines Schneefeld zusammengeschmolzen.
Auch wenn es einige immer noch nicht wahrhaben wollen: Die Klimaerwärmung ist Fakt. Es geht nur noch darum, wie hoch sie ausfallen wird.
Übrigens weiß auch die Seilbahnindustrie, dass künftig die Geschäftsbereiche Sommertourismus, Materialseilbahnen und ÖPNV stärker werden. Zwar dominiert momentan noch der Geschäftsbereich Wintertourismus, aber es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dass sich das in den nächsten 10 - 20 Jahren drehen wird. Dann ist es ganz normal, dass die Seilbahn gegen die Straßenbahn antreten wird.