Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
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- Petz
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Allerdings aber das ist teilweise auch dem Zeitgeist geschuldet weil meiner Beobachtung nach die wenigsten Köche noch richtig würzen können; aber ich geb Dir recht das ich ein Fertigfutter so mancher "Selbstbaugasthauskost" vorziehe. Erfahrungsgemäß ist das Futter meist oberhalb der Täler deutlich besser und vor allem dann wenn z. B. noch ne Oma in der Küche steht. Durfte das diesen Sommer mit Kollegen tobi27 erfahren als wir an der Bergstation des Dürrnbachhornliftes die eindeutig besten Schinkennudeln unseres Lebens bekommen hatten; in die hätt ich mich reinlegen und davon solange fressen können bis ich platze - nen schöneren Tod gibt´s nicht...
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
- thun
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Das nennt sich Geschmacksverstärker, was das ausmacht.starli hat geschrieben:Aber nicht unbedingt immer geschmacklich besserFrankenski hat geschrieben:Frisch ist billiger als dieser Fertig frass
- simmonelli
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Kenn ich. Meine Tochter hat auch Zöliakie. Den größten Lacher hatten wir letztes Jahr in der Stallenalm auf der Steinplatte. Da hatte alles ein "A". Selbst das Skiwasser, die Apfelschorle und das Mineralwasser. Auf meine Nachfrage beim Kellner: "Steht alles in der Karte !!" - ich: "ja, aber wo ist im Skiwasser das Gluten", "na wenns in der Karte steht wird's schon drin sein" ... egal, Kinder haben Skiwasser getrunken - alles gut. Meine Nachfrage beim Chef ergab dann folgendes: theoretisch, also ganz selten, kann an dem Glas für Apfelschorle auch ein bisschen Bier dran sein und das hätte ja dann Gluten! Häh? Klar doch ...Schusseligkite hat geschrieben: Aber rein praktisch hilft mir die Kennzeichnungsverordnung sowwieso gar nix. Ich musste früher fragen, was drin ist- und das muss ich immer noch. Weil zum Beispiel überall das A steht (weil es eine Scheibe Brot dazu gibt.) Früher hat der ahnungslose Kellner mit dem Kch gesprochen oder den Koch zum Gast geschickt. Jetzt sagt er " Sie könnens alles Esse wo kein A net dransteht". In diesem Fall ein einziges Gericht. Selbst das Steak ging Laut Karte nicht. (Hat sich so zugetragen. In einem schweinteuren Restaurant übrigens.)
Aber es stimmt schon, beim Essen bin ich mittlerweile durch die ganze Fragerei und die damit verbundenen Erkenntnisse auch extrem wählerisch und reagiere auf diese Fresstempel wie im Söldener Gletscherskigebiet auch allergisch ...
Noch ein positives Beispiel, das auch besser zum Thread passt: Passtüble in Balderschwang: Auf Nachfrage, ob die Gulaschsuppe glutenfrei sei, gab es Schulterzucken beim Personal. Die Chefin hat mir dann die Dose gebracht (war nicht gf). Als sie mitbekam das es mir nicht um neumodische Diäten ging, sondern meine Tochter das "Problem hat", haben wir gemeinsam überlegt und so kam dann raus, dass die Kartoffelsuppe und der Milchreis als Einziges selbst gekocht werden. Beide garantiert glutenfrei - meine Tochter nahm den Milchreis und dreimal darf man raten, wie meine Wahl zwischen Kartoffel- und Gulaschsuppe ausging.
Viele Grüße,
Simmonelli
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Oh man.simmonelli hat geschrieben:Meine Nachfrage beim Chef ergab dann folgendes: theoretisch, also ganz selten, kann an dem Glas für Apfelschorle auch ein bisschen Bier dran sein und das hätte ja dann Gluten!
- simmonelli
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Das war auch so mein Gedanke. Bringt aber nichts. Schlussendlich ist man so raus aus der Verantwortung und der Haftung. Sollen die "dummen" Allergiker doch woanders hingehen oder das Risiko selber tragen. Manchmal denke ich auch, dass das von den Wirten eher so eine Art Protest gegen die, empfunden überhand nehmende Bürokratie, absichtlich so gemacht wird.
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Was mich aber am meisten stören würde bei dem Glas wo noch vielleicht Bier dran sein kann. Wird dieses Glas nach Gebrauch nicht gespült? Wenn es normal gespült wird haftet da doch gar nichts mehr dran. Und wenn da dann noch Bier dran sein könnte was kann dann sonst noch alles dran sein?
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Es ging ihm wohl mehr darum, dass die Zapfhähne ja praktisch nebeneinander sind ... wie von Schusseligkite schon geschrieben. Man isst und trinkt durch so eine Allergie durchaus hochwertiger, weil man durch die viele Fragerei viele Sachen erfährt, die man besser nicht - oder vielleicht doch - erfahren hätte.
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Schusseligkite
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Bei der Sache mit der Schorle müsste man eigentlich sagen "Sie sollten Ihr Hygienekonzept überdenken, wir speisen doch lieber woanders" und verschwinden.
Ich habe mich schon öfter über mich selbst geärgert, dass ich nicht einfach gegangen bin. Neulich sagt die Bedienung, sie könne nun nicht extra in der Küche fragen
Richtige Antwort wäre natürlich "dann kann ich hier nicht essen".
Naja, nochmal sind wir da dann auch nicht hin.
Ich habe mich schon öfter über mich selbst geärgert, dass ich nicht einfach gegangen bin. Neulich sagt die Bedienung, sie könne nun nicht extra in der Küche fragen
Naja, nochmal sind wir da dann auch nicht hin.
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Ich glaube hier stellen sich einige die Hygienekennzeichnung in der Gastronomie zu leicht vor.
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
^^
Vermutlich. Wir reden über gastronomische Betriebe, keine hochsterilen Labore.
Vermutlich. Wir reden über gastronomische Betriebe, keine hochsterilen Labore.
Naja, als Wirt hat man es halt vermutlich auch mit genügend Spinnern zu tun, insofern habe ich da schon ein gewisses Verständnis dafür. Ich meine nicht die Allergiker, sondern Leute, bei denen glutenfreie Ernährung "hipp" ist, Sofort-Negativkommentar-auf-Tripadvisor-Schreiber oder Vegetarier, die einen Aufstand schieben, wenn ihre Gabel mal mit einem Steakmesser in der selben Spüle war, etc. Glücklicherweise ist man als Wirt ja nicht verpflichtet, es jedem Gast immer Recht zu machen.simmonelli hat geschrieben:Das war auch so mein Gedanke. Bringt aber nichts. Schlussendlich ist man so raus aus der Verantwortung und der Haftung. Sollen die "dummen" Allergiker doch woanders hingehen oder das Risiko selber tragen.
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Da ich auch mit Gastronomie einiges am Hut habe mal meinen Senf dazu:
Langfristig bekommt der Kunde oder zumindest der "durchschnittliche" Kunde das was er will. Was haben wir denn heute in den meisten Skigebieten? Genau: Eine Abfertigungsphilosophie. Der Tourist will möglichst viel aus seinem Skipass herausschlagen, so nebensächlichkeiten wie Essen sind da ja nur notwendige Übel. Also ist er auch nicht gewillt mehr als 10 Minuten auf sein Essen zu warten. Und das ist gerade bei dem Ansturm auf die Essensburgen mit hingebungsvoll frisch zubereiteten Speisen gar nicht zu schaffen. Also reagiert die Gastronomie auch mit Convenience. Wer kanns denn verübeln? Das nehmen die meisten ja wissendlich und billigend in Kauf. Was ja nicht heißt dass nicht auch hochwertiger zubereitete Speisen zu bekommen wären.
Langfristig bekommt der Kunde oder zumindest der "durchschnittliche" Kunde das was er will. Was haben wir denn heute in den meisten Skigebieten? Genau: Eine Abfertigungsphilosophie. Der Tourist will möglichst viel aus seinem Skipass herausschlagen, so nebensächlichkeiten wie Essen sind da ja nur notwendige Übel. Also ist er auch nicht gewillt mehr als 10 Minuten auf sein Essen zu warten. Und das ist gerade bei dem Ansturm auf die Essensburgen mit hingebungsvoll frisch zubereiteten Speisen gar nicht zu schaffen. Also reagiert die Gastronomie auch mit Convenience. Wer kanns denn verübeln? Das nehmen die meisten ja wissendlich und billigend in Kauf. Was ja nicht heißt dass nicht auch hochwertiger zubereitete Speisen zu bekommen wären.
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
@kris: You made my day!
Wobei es durchaus Tatsache ist, dass es an qualifiziertem Küchenpersonal massiv mangelt, ich hatte unlängst ein Gespräch mit dem Pächter der Goiserer Hütte, welche für ihre regionalen und frisch zubereiteten Spezialitäten bekannt ist; er musste sein kulinarisches Angebot heuer reduzieren und auf die weniger aufwändigen Speisen beschränken, da er einfach nicht ausreichend viel Küchenpersonal gefunden habe; ich fürchte, in Massenbetrieben wie dem von Kris so anschaulich beschriebenen ist der Betrieb anders gar nicht möglich....
Wobei es durchaus Tatsache ist, dass es an qualifiziertem Küchenpersonal massiv mangelt, ich hatte unlängst ein Gespräch mit dem Pächter der Goiserer Hütte, welche für ihre regionalen und frisch zubereiteten Spezialitäten bekannt ist; er musste sein kulinarisches Angebot heuer reduzieren und auf die weniger aufwändigen Speisen beschränken, da er einfach nicht ausreichend viel Küchenpersonal gefunden habe; ich fürchte, in Massenbetrieben wie dem von Kris so anschaulich beschriebenen ist der Betrieb anders gar nicht möglich....
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Für Allergiker war die Essensversorgungsmöglichkeit aufgrund des relativ geringen Kundenprozentanteils schon immer ein Problem da sich spezielle Angebote wirtschaftlich für einen privatwirtschaftlich agierenden Gastronom schlicht kaum rechnen (in größeren Destinationen vielleicht gerade noch) und er andererseits natürlich auch keine "Versorgungspflicht" aller Gäste hat.
Andererseits sehe ich es auch als sinnvoll an das dadurch jene "Trittbrettfahrer" die nur deshalb auf den Zug aufgesprungen sind weil sie sich durch diverse Internetpublikationen dazu bemüßigt fühlten mal auch kräftig eingebremst werden; wenn denn unser Futter wirklich so ungesund wäre wie vielerorts behauptet wird müsste die Menschheit ja schon längst im Aussterben begriffen sein...
Mal ganz abgesehen davon das eine Lebensverlängerung unserem Pensionsgenerationenproblem auch noch mehr zusetzte...
Andererseits sehe ich es auch als sinnvoll an das dadurch jene "Trittbrettfahrer" die nur deshalb auf den Zug aufgesprungen sind weil sie sich durch diverse Internetpublikationen dazu bemüßigt fühlten mal auch kräftig eingebremst werden; wenn denn unser Futter wirklich so ungesund wäre wie vielerorts behauptet wird müsste die Menschheit ja schon längst im Aussterben begriffen sein...
Mal ganz abgesehen davon das eine Lebensverlängerung unserem Pensionsgenerationenproblem auch noch mehr zusetzte...
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Genau darum hält sich meine Begeisterung für diesen Hype auch echt in Grenzen.thun hat geschrieben:
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Also dem kann ich nun überhaupt nicht zustimmen - oder ich gehöre nicht zum "durchschnittlichen" Kunden. Bei meinem Skitag wird zum Essen eingekehrt. Und zwar ausschließlich in Hütten/Gastrobetrieben mit Service. Und da darf es dann auch etwas ruhiger zugehen und ich kann auch gerne ein paar Minuten warten. Wobei ich hiermit keinerlei allgemeine Aussage über die Qualität der Speisen treffen will, mich aber natürlich sehr freue, wenn zu einem ordentlichen Service auch ordentliches Essen gereicht wird.Spezialwidde hat geschrieben:Da ich auch mit Gastronomie einiges am Hut habe mal meinen Senf dazu:
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Die zahlreich vorhandenen "SB-Abfütterschuppen" betrete ich grundsätzlich nicht bzw. nur in Ausnahmefällen, wenn keine ordentliche Einkehrmöglichkeit vorhanden ist und sonst der Hungertod droht. Es gibt natürlich auch Abfüttertempel mit Bedienung, die vorgaukeln, etwas Besonderes zu sein. Solche Lokalitäten findet man aber über "trial and error" heraus - und dann meide ich sie ebenfalls. Andererseits mag es sicher SB-Gastros mit guter Qualität geben - nur gefunden habe ich die (vielleicht mangels Versuchen?) bisher kaum.
Aber wie gesagt - vielleicht gehöre ich einfach nicht zum Klientel des Durchschnittskunden.
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
@ Kerker!
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Darf ich die Gelegenheit nutzen, allen Usern dieses Forums bereits jetzt ein gesegnetes Weihnachtsfest und Alles Gute für 2027 zu wünschen!
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
@Kerker:
Ich sehe es ja genauso wie du und ich halte es auch genauso
Aber ich mache halt so meine Beobachtungen. Ich meine die breite Masse der Skitouristen die ich meine wirst du hier im Forum eher weniger antreffen, hier ist das Niveau doch schon überdurchschnittlich
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Ist es wirklich, dass der Durchschnittsskifahrer keine Zeit zum Essen übrig hat? Ich hatte bisher den Eindruck, dass viele mehr in der Hütte sind als auf der Piste.
Ich bin meist auch geizig mit der Zeit- ich futter dann meinen Rucksackinhalt im Lift
Aber wenn ich essen gehe, dann doch bitte auch anständig.
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Whistlercarver
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Dann will ich mal hier wieder den Durchschnitt absenken.
Beim Ski fahren will ich eigentlich die Essenspause so kurz wie möglich halten, gerade bei Sonnenschein. Deshalb gehe ich dann auch eher in die SB-Tempel egal ob 30 Sitzplätze oder 500+. Aber ich versuche dann schon auf die Qualität des Essens zu schauen. Da ist Frankreich eigentlich bisher am schlechtesten egal ob SB oder Bedienung. Aber in den Stammgebieten habe ich meine Verpflegungsstationen und mir ist auch klar das wenn ich Schnitzel mit Pommes nehm es selten frisch zubereitet wird in einem SB. Dann nimmt man halt etwas anderes wo dann der Koch/Angestellte hinter der Theke nicht nur den Schöpflöffel schwingen muss um das Gericht hinzubekommen.
Beim Ski fahren will ich eigentlich die Essenspause so kurz wie möglich halten, gerade bei Sonnenschein. Deshalb gehe ich dann auch eher in die SB-Tempel egal ob 30 Sitzplätze oder 500+. Aber ich versuche dann schon auf die Qualität des Essens zu schauen. Da ist Frankreich eigentlich bisher am schlechtesten egal ob SB oder Bedienung. Aber in den Stammgebieten habe ich meine Verpflegungsstationen und mir ist auch klar das wenn ich Schnitzel mit Pommes nehm es selten frisch zubereitet wird in einem SB. Dann nimmt man halt etwas anderes wo dann der Koch/Angestellte hinter der Theke nicht nur den Schöpflöffel schwingen muss um das Gericht hinzubekommen.
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Ich esse gerne gut.
Doch es muss doch klar sein, dass die Frittaten und Kaspressknödel nicht immer in frisch gekochter Rindsbrühe schwimmen. Wie soll man die ganzen Rinder auch in den Topf bringen?
Die Schnitzel aus der Convienience Fritteuse sind mir ebenfalls lieber als die Lappen, die der Koch mit schmierigen Pfoten in Ei und Panade wälzt.
Ski Industrie macht vor den Hütten nicht halt.
JA, es gibt da Ausnahmen. Der Topf Gulaschsuppe, der morgens ab 8 Uhr frisch gekocht wird. Das riecht und schmeckt man dann auch.
Ärgerlicher als auf den Hütten finde ich das Edel-Convienience in vielen 4 Sterne und mehr Hotels. Ihr glaubt gar nicht, was alles an Pasteten, Cremes und co. Fertig angeboten wird. Und dann noch die Semmeln aus dem Froster....
Doch es muss doch klar sein, dass die Frittaten und Kaspressknödel nicht immer in frisch gekochter Rindsbrühe schwimmen. Wie soll man die ganzen Rinder auch in den Topf bringen?
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JA, es gibt da Ausnahmen. Der Topf Gulaschsuppe, der morgens ab 8 Uhr frisch gekocht wird. Das riecht und schmeckt man dann auch.
Ärgerlicher als auf den Hütten finde ich das Edel-Convienience in vielen 4 Sterne und mehr Hotels. Ihr glaubt gar nicht, was alles an Pasteten, Cremes und co. Fertig angeboten wird. Und dann noch die Semmeln aus dem Froster....
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Um die Nobelschuppen mach ich nen gaaaanz großen Bogen denn nicht nur das ich denen nicht über den Weg traue und auch keine Lust habe mich als Versuchskaninchen für geschmackliche Experimente zur Verfügung zu stellen weil der Küchenchef mehr Künstler als Koch zu sein glaubt, sondern will ich mich mit der Klientel da drinnen erst gar nicht konfrontieren weil mir 99% derer aufgrund ihres Aussehens und Gehabes sowieso nur den Appetit verderben und mir daher gestohlen bleiben können...
Die allergrößte Mehrheit der Schifahrer bevorzugt meiner Beobachtung nach eine Schnellabfertigung beim Essen offensichtlich mit dem Ziel die Liftkarten möglichst gut auszunützen. Auch könnten sonst viele Tourismusmassenabspeisungsbetriebe gar nicht überleben denn die haben sich auf diese Klientel spezialisiert und daher sucht man auch in mittelgroßen Gebieten bessere Restaurants meist vergeblich. Meiner Beobachtung nach ist aber dort die Verpflegung besser wo die Bergbahnbetreiber selber die Restaurants führen und meine Highlights fand ich meist in ganz kleinen Gebieten die von Stammgästen frequentiert werden denn die sind darauf angewiesen das die Gäste auch wiederkommen und strengen sich daher dementsprechend an.
Convenienceprodukte werden bei der industriellen Herstellung genau kontrolliert denn nen Skandal können sich die großen Produzenten nicht leisten; da hab ich eindeutig mehr Vertrauen als zu einem Wirt der zu billig versucht Hausgemachtes anzubieten und aufgrund der wirtschaftlichen Zwänge dann unter Umständen deshalb etwas mehr "Toleranz" walten lässt...
Und um paar Leute hier auch mal zu schocken; den so verpönten Glutamatgeschmacksverstärker verwende ich seit Ewigkeiten auch in meiner Küche um beispielsweise geschmacksärmeren Zutaten wie z. B. Pilzen "auf die Sprünge" zu helfen...
Hab allerdings auch den Vorteil das es in meiner relativen Nähe (konkret in Zams direkt bei der AB - Ausfahrt) nen Gastromarkt gibt wo auch Privatleute Zutritt haben und wo man sowas zum Unterschied zu normalen Supermärkten zumindest auch bekommt.
Die allergrößte Mehrheit der Schifahrer bevorzugt meiner Beobachtung nach eine Schnellabfertigung beim Essen offensichtlich mit dem Ziel die Liftkarten möglichst gut auszunützen. Auch könnten sonst viele Tourismusmassenabspeisungsbetriebe gar nicht überleben denn die haben sich auf diese Klientel spezialisiert und daher sucht man auch in mittelgroßen Gebieten bessere Restaurants meist vergeblich. Meiner Beobachtung nach ist aber dort die Verpflegung besser wo die Bergbahnbetreiber selber die Restaurants führen und meine Highlights fand ich meist in ganz kleinen Gebieten die von Stammgästen frequentiert werden denn die sind darauf angewiesen das die Gäste auch wiederkommen und strengen sich daher dementsprechend an.
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Bei mir kommts drauf an mit wem ich unterwegs bin. Bin ich allein geh ich wenn dann in den SB-Tempel zum essen, ab und an auch nur um was zu trinken, oder ich kehre auch mal gar nicht ein. Bin ich mit ner Gruppe unterwegs wollen wir meistens schon ein bisschen länger sitzen und gemütlich essen. Da gehts dann meistens in ein bedientes Restaurant mit ordentlichem essen.
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
So, dann will ich mal.
Erstmal Gratulation an Kris, klasse Geschichte...... und auch der Grund warum ich niemals am Berg in so einem SB " Restaurant " arbeiten würde
Anderseits muss man es auch so sehen, der Gast hat es eilig und er tritt in großer Anzahl auf ,also braucht es solche Produkte ( apropo, den TK Kaiserschmarn hast du vergessen
), sag mal den Gast am SB Schalter er solle dort jetzt 10 ( eher 15 min ) warten....
Ein weiteres Problem , Qualifiziertes Fachpersonal ist rar und somit auch teurer. Desweiteren muss man auch sehen das es sich gerade bei den großen SB " Restaurants " zum Großteil um reine Winterbetriebe handelt, d.h. so gute 4 Monate Beschäftigungszeit, davon kann man ja auch nicht leben , also sucht sich ein guter Koch was wo er (fast ) das ganze Jahr arbeiten kann.
Ein Großteil des Personals auf solchen Hütten kommt aus Ungarn und Tschechien bzw. der Slowakei und Yugo, und nicht alle haben eine Berufsausbildung genossen ( Angefangen als Spüler / Küchenhilfe , 3 Jahre später Koch..... )
Ich kenne da einige wahre Geschichten von Kollegen aus Serfaus bzw. Ischgl......
Vor 3 Jahren hatte ich auch mal so ne lustige Bewerbung vorliegen, ein Rumänischer Schreiner ( oder wars doch a KFZ Mech.??? ) wollte sich als Koch bewerben , 24 Jahre alt und schon 2 Winter auf ner Skihütte in Bayern gearbeitet
, da frag ich mich doch warum ich 3 Jahre gelernt hab...
( Ich arbeite in nem 4 S Hotel )
Und mit 5 Köchen und 3 Hilfen kannst du keine 1300 Essen in 2,5 Stunden frisch kochen, von 8-11 wird alles soweit hergerichtet das dann nur noch ausgegeben wird (sprich die Warmhaltetheken werden erstmal vollgehauen... )
Auch wenn es eine Hütte mit Bedienung ist , wenn das Essen in weniger als 5 Min da ist wars schon mehr oder weniger fertig . Es wird halt zur Stosszeit auf " Vorrat " Produziert, d.h. es sind immer fertige Schnitzel / Burgerpaddies / Würstel / Käsespätzle / Pommes / Kaiserschmarnn / Germknödel usw. da.
Viele Leute bekommen ja auch selber nichts vernünftiges zu Essen hin, die finden dann das Angebotene am ende eh noch gut
( Oft die Situation wenn ich mit Freuden / Bekannten / Familie irgendwo essen bin und diese dann anfangen wie toll das doch schmeckt usw. , wo ich mir dann denke , das hätte so bei mir dich Küche nicht verlassen.)
... und das einigen einfach der Mut zum Würzen fehlt kann ich auch bestätigen ( einige kennen nur Salz und Pfeffer, davon recht wenig und dann noch das gelbe " Zauberpulver "
Ich Persönlich gehe ja zum Skifahren und nicht zum gut Essen auf die Skipiste ( was es da ja eh nur selten gibt, kenn da aber einige Hütten wo es auch was frisches gibt ), wenn ich gut Essen will dann koch ich selbst
, da weis ich was ich habe. Heute zum Beispiel hab ich aufs Mittagessen komplett verzichtet , lag allerdings an den Skigebietswechseln.
Erstmal Gratulation an Kris, klasse Geschichte...... und auch der Grund warum ich niemals am Berg in so einem SB " Restaurant " arbeiten würde
Anderseits muss man es auch so sehen, der Gast hat es eilig und er tritt in großer Anzahl auf ,also braucht es solche Produkte ( apropo, den TK Kaiserschmarn hast du vergessen
Ein weiteres Problem , Qualifiziertes Fachpersonal ist rar und somit auch teurer. Desweiteren muss man auch sehen das es sich gerade bei den großen SB " Restaurants " zum Großteil um reine Winterbetriebe handelt, d.h. so gute 4 Monate Beschäftigungszeit, davon kann man ja auch nicht leben , also sucht sich ein guter Koch was wo er (fast ) das ganze Jahr arbeiten kann.
Ein Großteil des Personals auf solchen Hütten kommt aus Ungarn und Tschechien bzw. der Slowakei und Yugo, und nicht alle haben eine Berufsausbildung genossen ( Angefangen als Spüler / Küchenhilfe , 3 Jahre später Koch..... )
Ich kenne da einige wahre Geschichten von Kollegen aus Serfaus bzw. Ischgl......
Vor 3 Jahren hatte ich auch mal so ne lustige Bewerbung vorliegen, ein Rumänischer Schreiner ( oder wars doch a KFZ Mech.??? ) wollte sich als Koch bewerben , 24 Jahre alt und schon 2 Winter auf ner Skihütte in Bayern gearbeitet
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Und mit 5 Köchen und 3 Hilfen kannst du keine 1300 Essen in 2,5 Stunden frisch kochen, von 8-11 wird alles soweit hergerichtet das dann nur noch ausgegeben wird (sprich die Warmhaltetheken werden erstmal vollgehauen... )
Auch wenn es eine Hütte mit Bedienung ist , wenn das Essen in weniger als 5 Min da ist wars schon mehr oder weniger fertig . Es wird halt zur Stosszeit auf " Vorrat " Produziert, d.h. es sind immer fertige Schnitzel / Burgerpaddies / Würstel / Käsespätzle / Pommes / Kaiserschmarnn / Germknödel usw. da.
Viele Leute bekommen ja auch selber nichts vernünftiges zu Essen hin, die finden dann das Angebotene am ende eh noch gut
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Teilweise schon, jedoch brauchst halt mehr Personal dafürstarli hat geschrieben:Aber nicht unbedingt immer geschmacklich besserFrankenski hat geschrieben:Frisch ist billiger als dieser Fertig frass
... und das einigen einfach der Mut zum Würzen fehlt kann ich auch bestätigen ( einige kennen nur Salz und Pfeffer, davon recht wenig und dann noch das gelbe " Zauberpulver "
Ich Persönlich gehe ja zum Skifahren und nicht zum gut Essen auf die Skipiste ( was es da ja eh nur selten gibt, kenn da aber einige Hütten wo es auch was frisches gibt ), wenn ich gut Essen will dann koch ich selbst
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Damit triffst Du sicher des Pudel´s Kern denn in Kombination mit der vom Gast gewünschten Schnellabfertigung entwickelte sich das Angebot in den Tourismusdestinationen eben dorthin wo es heute ist.CHEFKOCH hat geschrieben:Viele Leute bekommen ja auch selber nichts vernünftiges zu Essen hin, die finden dann das Angebotene am ende eh noch gut,
Gute Gasthäuser findet man meiner Erfahrung nach eher abseits der Touristikzentren in kleinen Orten wo es sich durchaus lohnt, dafür mal z. B. auf der Rückfahrt etc. nen kleinen Umweg einzulegen.
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Re: Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen
Das ist korrekt. Allerdings hat er eine Verpflichtung zur Auszeichnung der Allergene und da machen es sich manche ganz schön einfach. Und wenn ich auf die Frage nach den Inhalten einer Suppe nur ein "weiß nicht" bekomme, habe ich es in meinen Augen nicht mehr mit Gastronomen zu tun.Petz hat geschrieben:Für Allergiker war die Essensversorgungsmöglichkeit aufgrund des relativ geringen Kundenprozentanteils schon immer ein Problem da sich spezielle Angebote wirtschaftlich für einen privatwirtschaftlich agierenden Gastronom schlicht kaum rechnen (in größeren Destinationen vielleicht gerade noch) und er andererseits natürlich auch keine "Versorgungspflicht" aller Gäste hat.
Meiner Erfahrung nach haben wir in den nicht SB-Tempeln noch immer ein glutenfreies Essen bekommen - oft genug eine Zusammenstellung, die es so auf der Karte nicht gibt. Das man da dann nicht für 3.50€ Essen kann, ist auch klar. Aber jede Hütte, die etwas auf sich hält, sollte sagen können was in Ihrem Essen drin ist.
“Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere Recht haben könnte.“ (Hans-Georg Gadamer)
Saison 24/25: 2x Sölden, Feldberg, Speikboden, Klaustal, Zell am See, 2x Gastein, Sportwelt, Oberjoch, 3x Vuokatti, 3x SFL
Saison 23/24: 2x Sölden, Gargellen. 3x Christlum, 1x Hochzillertal, 3x Schöneben, 1x Adelboden, 2x Schladming, 1x Zauchensee
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