
Vom 30. Jänner bis 6. Februar haben meine Frau und ich ein Zimmer in einer Frühstückspension in Kolfuschg gebucht. Alta Badia ist grundsätzlich eine Region, die wir sehr gerne besuchen. Die Dolomiten sind die schönste Kulisse, die man beim Schifahren haben kann. Die Mischung aus Italienischer und Tiroler Küche kommt uns auch entgegen. Meine Frau bevorzugt Schigebiete mit einfachen Pisten, ich liebe die Weitläufigkeit des Schigebietes.
Wenn man schon nur eine Woche Urlaub hat, dann versuchen wir wenigstens diese Zeit optimal zu nützen. Dies machen wir, in dem wir sowohl für den Anreise- als auch für den Abreisetag einen Schitag planen.
Für den Anreisetag (Samstag 30. Jänner) war ein sonniger Tag in den Dolomiten vorhergesagt. Daher starteten wir unsere Fahrt in Wien um 3:30 Uhr am Morgen und erreichten um 9:20 Uhr den Ort Olang am Fuße des Kronplatzes.

Wie man schon am Titelbild erkennen kann, war der Tag nicht ganz so sonnig wie vorhergesagt. Bei der ersten Bergfahrt zum Gipfel sah das Wetter noch vielversprechend aus. Der Nebelbank über dem Pustertal schenkten wir wenig Beachtung.

Wenn man über dem Nebel ist, dann sieht dieser ja sogar sehr hübsch aus.

Doch bereits bei unserer ersten Abfahrt kamen wir dem Nebel näher als uns lieb war. Wir fuhren zur EUB Alpen, die ich nach dem Umbau noch nicht kannte.

Die Sonne und die Dolomiten waren hinter leichten Nebelschwaden.

Unter diesen Voraussetzungen wollten wir weder nach Percha noch nach Reischach. Also ging es zunächst zu den Kabinenbahnen Marchner und Belvedere.
Piste zur EUB Marchner.

Selber Standort, Blick zurück.

Zu Mittag war dann vom blauen Himmel überhaupt nichts mehr zu sehen.
Hier ein Blick Richtung Gipfel von der Piste zum Furkelpass.

Die Berggipfel waren nicht mehr zu sehen.

Als dann am Nachmittag auch noch der Kronplatzgipfel im dichten Nebel verschwand blieben wir einige Zeit in Sankt Vigil. Die Piste zur EUB Miara kam wegen des geringen Gefälles meiner Frau sehr entgegen. Außerdem herrschten dort noch gute Sichtverhältnisse.

Bei den bescheidenen Wetterverhältnissen (Wenigstens war es nicht kalt und windig. Niederschlag gab es auch nicht) habe ich den Fotoapparat dann kaum noch gezückt. Wir haben den Schitag gegen 16:00 Uhr beendet und sind nach Kolfuschg weitergefahren.
Nun noch zum Lift- und Pistenstatus: Alles geöffnet! Erstmals in dieser Saison waren wir mit Wartezeiten über fünf Minuten konfrontiert. Vor der 6KSB Plateau war die größte Menschentraube.
Pistenzustand: Da wir erst 1,5 Stunden nach Betriebsbeginn unsere erste Abfahrt machten, haben wir nichts mehr von frisch präparierten Pisten gesehen. Wir hatten den Eindruck, dass die Hügelbildung früher am Tag eintrat als bei unseren letzten Besuchen. Das ist allerdings Kritik auf sehr hohem Niveau, denn auch in einem extrem schneearmen Winter wie diesem, würde ich mir die Pistenqualität der Dolomiten in meinen ostösterreichischen Heimatgebieten wünschen.

Da wir am Anreisetag die frisch präparierten Pisten verpasst hatten, versuchten wir an diesem Tag die Ersten zu sein. Bergfahrt mit der EUB Colfosco kurz nach 8:30Uhr. Blick hinunter.

Blick nach oben.

Die frischen Pisten genossen wir bei der 4KSB Forcelles.


Wir hielten uns am Vormittag recht lange im Edelweißtal auf. Die Pisten bei Forcelles, Col Pradat und Stella Alpina waren einfach nur schön. Bergfahrt mit dem 1SL Stella Alpina.

Später ging es in Richtung Grödner Joch. Blick zur Sella bei der Bergstation der EUB Frara.

Wir fuhren aber nicht nach Gröden sondern blieben in Alta Badia. Nochmals die Sella, fotografiert bei der Bergstation der 4SB Costes dal Ega.

Hier haben wir die 2SB Pre dai Corf im Bild. Dahinter ist die Marmolada.

An dieser Stelle komme ich nun zum Lift- und Pistenstatus:
In Alta Badia sind alle Lifte geöffnet, Wartezeiten waren durchaus vorhanden, blieben aber unter fünf Minuten.
Es sind auch fast alle Pisten geöffnet. (125 von 130km) Allerdings sind bei den geschlossenen Pisten einige Varianten auf der Pralongia dabei, die wir bei vergangenen Urlauben immer wieder sehr gerne gefahren sind.
Pistenzustand: Auch in Alta Badia, das uns auf Grund der zahlreichen Schitage viel vertrauter ist, als der Kronplatz, mussten wir die selbe Beobachtung machen wie am Vortag. Die Pisten waren schneller abgefahren und die Hügelbildung setzte früher ein, als bei den vergangenen Urlauben. Der Hang unterhalb der Talstation der 4KSB Pralongia 2, ein klassischer „Familientragödienhang“ war diesmal extrem aufgehügelt.
Ich vermute, dass die Ursache dafür, die derzeit relativ hohen Temperaturen sind.
Damit bin ich auch schon beim Wetter: Während an der Alpennordseite sehr starke Niederschläge prognostiziert waren, blieb es in den Dolomiten trocken. Es überwog sogar der sonnige Eindruck und der prognostizierte Sturm blieb aus. Die Temperatur stieg von 0° am Morgen auf +10°C zu Mittag.
Da meine Frau bei diesen Schneeverhältnissen flache Pisten bevorzugt, blieben wir in Alta Badia.
Unter anderem ging es ein Mal nach St. Kassian.

Auch am späten Nachmittag war die Piste beim 1SL Pralongia 1 in einem sehr guten Zustand, obwohl in diesem Bereich nahezu kein Naturschnee liegt.

Damit erlaube ich mir nach dem zweiten Schitag eine kurze Zwischenbilanz:
Seit 1997 bin ich fast jedes Jahr Anfang Februar in den Dolomiten, heuer ist die Schneequalität vergleichsweise sehr schlecht. Da nützt auch der großartige Einsatz des Pistenteams wenig, ohne deren Arbeit es noch viel, viel, viel schlimmer sein könnte.

So wie am Vortag hielten wir uns auch an diesem Tag nur in Alta Badia auf. Wie die Überschrift verrät, ging es nach Santa Croce und zurück. Das hübsche Kirchlein am Fuße des Kreuzkofels sahen wir aber erst zu Mittag. Beim morgendlichen Blick vom Balkon sahen wir zunächst noch die Kirche von Kolfuschg mit der Sella dahinter.

Die Berge vis a vis strahlten im Morgenrot.

Am Weg nach Santa Croce sind wir zunächst im Bereich Col Alt – Arlara hängengeblieben, wo es einige Wiederholungsfahrten gab.
Blick hinauf über die frische Piste zur Bergstation am Col Alt.

Bergfahrt auf der 4KSB Arlara.

Auf der Piste fährt man der Sella entgegen…

…ehe man vor der Talstation nach Corvara und Kolfuschg blickt.

Blick von der Arlara-Bergstation zum Sassongher und der Puez-Gruppe.

Nach diesen Wiederholungsfahrten machten wir uns auf den Weg nach Santa Croce. Nach La Villa fuhren wir auf der Piste Alting. Die zweite Piste nach La Villa, die vom Weltcup bekannte Gran Risa, war an diesem Vormittag gesperrt und wäre für meine Frau ohnehin viel zu steil gewesen.
Blick über die Alting nach La Villa.

In diesem Forum will man auf den Bildern Lifte sehen, mir gefällt der Kreuzkofel. Also kombiniere ich das. Zunächst der Kreuzkofel mit dem Tellerlift Baby Pedraces,…

…dann der Kreuzkofel mit der 4KSB Santa Croce.

Nach der Bergstation der 2SB La Crusc muss man noch ein paar Meter zum Kirchlein aufsteigen. In vergangenen Urlauben habe ich immer meine Schier dort hinaufgetragen. Diesmal habe ich mir das erspart, da eine Abfahrt bei den gegenwärtigen Schneeverhältnissen sehr grenzwertig gewesen wäre.


Das nächste Bild ist wirklich am 1. Februar entstanden und nicht im Juli, als ich das letzte Mal vor Ort war.

Ich mag die Stimmung an diesem Ort sehr.

Auch die Aussicht gefällt mir dort. Hier haben wir die Marmolada im Hintergrund und den Piz la Ila davor.

Wenn ich mich nicht ganz täusche, dann müsste das der Peitler Kofel sein.

Blick zur Sella mit dem Sassongher rechts davor.

Nach dem Mittagessen im Rifugio…

…machten wir uns auf den Rückweg und verließen somit diesen schönen Ort.

Am Rückweg habe ich kaum Fotos gemacht, da hohe Wolken den Himmel trübten. Dennoch habe ich hier bei der 2SB Pre dai Corf die Sella abgelichtet.

Bald geht der Schitag zu Ende. Beim 1SL Capanna Nera blicken wir Richtung Kolfuschg.

Die Talstation dieses Liftes ist seit heuer neu positioniert. Sie ist nämlich direkt neben der Bergstation der 4SB Costes dal Ega.


Der Lift- und Pistenstatus war fast ident wie am Tag davor. Nur die 2SB Vallon und die PB Lagazuoi waren diesmal nicht in Betrieb. (Sturm?) Wartezeiten hatten wir keine. (max 5FBM)
Wetter: Am Balkon in Kolfuschg hatte es bereits am Morgen +9°C. Die selbe Temperatur hatten wir auch mittags bei Santa Croce auf 2000m Höhe. Wie man an den Bildern erkennen kann, war der sonnige Eindruck überwiegend, am Nachmittag nahm die Bewölkung zu. An exponierten Stellen war zeitweise kräftiger Wind spürbar.
Pistenzustand: Hätten wir nicht den ersten Februar sondern den 1. April, würde ich sagen, es waren perfekte Frühjahresverhältnisse. Im Hochwinter, den wir eigentlich haben sollten, erwarte ich mir allerdings nicht die pickelharten Pisten am Morgen, die dann im Tagesverlauf weich und sulzig werden.
Wenn man aber sieht, was an der Alpennordseite der Regen angerichtet hat, dann darf man sich über die Verhältnisse hier aber ohnehin nicht beklagen.






























































































































