
Zwar sind vor etwas mehr als einer Woche schon zwei Berichte vom Annaberg gepostet worden, dennoch füge ich einen weiteren Bericht von diesem Niederösterreichischen Schiberg dazu. Hatte der Bericht von letzter Woche noch die Überschrift „Perfekter Frühlingsschilauf“, so kann eine Woche später von „Perfekt“ keine Rede mehr sein.
Doch nun der Reihe nach. Beginnen wir beim Wetter.
Zum Betriebsbeginn um 9:00 Uhr war der Himmel wolkenlos bei Temperaturen zwischen -4°C bei der Talstation und +1°C bei der Bergstation der Hennestbahn. Wind spielte keine Rolle. Rund zwei Stunden später verdeckten hohe Schleierwolken die Sonne, die Temperatur war dann im ganzen Schigebiet über dem Gefrierpunkt.
Lift- Pistenstatus:
Außer dem Jugendherbergslift waren alle Lifte geöffnet.
Es waren auch die meisten Pisten geöffnet außer:
1 Schiweg Hennesteck
1a Fis Abfahrt unterhalb der Kreuzung mit der 1b
4 Gassneralm während der ersten beiden Betriebsstunden wegen eines Rennens.
9a Steilhang V
Verbindungsweg zwischen 11 Pfarrboden und 10 Urleiten
Sowie die Pisten 12 und 13 (Jugendherbergslift)
Dennoch wurden auf Bergfex von 17 Pistenkilometer 17 offene gemeldet.
Die Wartezeiten waren bei allen Liften zwischen 0 und 8 FBM, nur bei Reidl IV und Förderband bis zu drei Minuten.
Pistenzustand: Grundsätzlich galt: Steilere Sonnenhänge vom Morgen an weich, flachere Pisten firnten später auf, Nordhang (Almboden) blieb pulvrig-hart.
Leider gab es kaum eine anspruchsvolle Abfahrt, die man sorgenfrei ohne Steinkontakt fahren konnte.
Doch nun zu den Bildern. Wir starteten den Schitag beim Parkplatz Reidllifte. Die ersten Fahrten machten wir auf der 4SB Hennesteck. Im Bild ist die Fis-Piste unter dem Lift zu sehen.

Bevor man diesen schönen Hang erreicht muss man noch einen Schiweg mit zwei Kehren fahren. Im Bild ist der Schiweg mit der Gemeindealpe im Hintergrund.

Endlich geht es den wunderbar aufgefirnten Hang hinunter.

Blick zurück von der Kreuzung mit der Hennestabfahrt.

Da die Fis-Piste ab diesem Punkt gesperrt war, musste man nun entweder auf der Hennestabfahrt oder auf der Umfahrung weiterfahren. Bei beiden Varianten war es kaum möglich, ohne Steinkontakt hinunterzufahren.
Also probiere ich nun die Söllnreithabfahrt. Blick von unten in die Einfahrt des Steilhangs.

Selber Standort – Blick talwärts. Leider musste man auch in dieser Passage genau aufpassen, wenn der Schibelag geschont werden soll.

Nach einigen Wiederholungsfahrten am Hennesteck ging es weiter zum Almlift.

Die Piste hier ist zwar kurz, aber dank Nordausrichtung war hier der schönste Schnee des Tages und es gab auch keinen Feindkontakt. Eigentlich war der Almboden die einzige anspruchsvolle (nicht blau markierte) Piste, bei der man nicht auf Steine achten musste.

Talstation des Schleppliftes.

Pulverschnee, Sonnenschein… Schifahrerherz, was willst du mehr.

Irgendwann werden die Wiederholungfahrten dann doch langweilig. Schließlich wollten wir mit unserer Vier-Stunden-Karte durchs ganze Schigebiet kommen. Der nächste Lift war dann die 4SB Söllnreith. Bei unserer ersten Bergfahrt an dieser Bahn wurde gerade das Rennen auf der Gassneralmpiste abgebaut.

Piste Gassneralm: Blick hinauf…

…und hinunter.

Während meine Frau beschloss, den Rest des Tages auf den einfacheren Hängen zu verbringen, machte ich noch den Sprung zum Pfarrboden.
Während der Bergfahrt mit dem Tellerlift Reidl IV blicke ich zum Anfängerbereich „Annaland“

Beim Blick zurück sieht man das überdachte Förderband.

Die Bergfahrt geht weiter.

Bei der Bergstation des Reidl IV hat man einen schönen Blick zum Ötscher.

Bei der darauffolgenden Abfahrt auf der Verbindungsliftpiste zur DSB Pfarrboden war mir klar, dass meine Frau richtig entschieden hatte, auf diesen Ausflug zu verzichten. Die Piste war braun wegen Dreck und Steinen.

Am Pfarrboden angekommen fiel mein Blick auf den Schlusshang der Piste Urleiten. Auch nicht schöner, als der eben gefahrene Hang.

Bergfahrt mit der DSB Pfarrboden.

Blick vom Lift auf die Piste Pfarrboden. Im Gegensatz zur Urleiten sieht dieser Hang noch sehr gut aus.

Die Bergfahrt geht weiter. Bei der Urleiten muss man auch oben auf Steine achten.

Mir gefällt am Annberg die außergewöhnliche Situation dass im Ortszentrum nicht die Tal- sondern die Bergstation des Liftes ist. – Direkt neben der Kirche.

Bevor ich aber über die Urleiten zurück fahre, teste ich noch die Pfarrbodenabfahrt.
Blick nach dem ersten Hang zurück. Wenn man diese Stelle möglichst weit weg vom braunen Fleck (Rechts im Bild) passierte, dann konnte man auch diese Piste sorgenfrei ohne Steinkontakt befahren. Somit war die Pfarrbodenabfahrt nach dem Almboden die zweitbeste anspruchsvolle Piste.

Selber Standort, Blick hinunter.

Zurück ging es dann mit dem Verbindungslift…

…und dem Förderband zum Parkplatz.

Während meines Pfarrbodenausfluges blieb meine Frau auf den einfachen und steinfreien Pisten von Söllnreithbahn, Reidl IV und Förderband. Gemeinsam ging es dann in die neue Reidlhütte zum Mittagessen. Nach meinem positiven Ersteindruck den ich von der Reidlhütte bei meiner Dezemberwanderung gewonnen hatte, wurden wir diesmal leider schwer enttäuscht. Was die Speisenqualität anbelangt, gibt es noch großes Verbesserungspotential.
Als Abschlussbilder noch ein Blick vom Hennest ins vernebelte Flachland.

Fazit: Grundsätzlich kann man am Annaberg derzeit abwechlungsreich auf allen Schwierigkeitsgraden beim Schifahren Spaß haben. Wenn man allerdings die anspruchsvolleren Pisten bevorzugt, sollte man eher mit alten Schiern anreisen.