
Diesen Samstag wollten wir am Vormittag auf der Schipiste, am Nachmittag in einer Saunalandschaft verbringen. Was die Sauna betraf, so wählten wir die Wellnesswelt Würflach, die wir mit unserer NÖ-Card ohne zusätzliche Kosten besuchen konnte. Für das Schifahren am Vormittag bot sich geografisch daher die Semmering-Region an. Doch Achtung! Der Wetterbericht sprach von stürmischem Wind.
Wir erreichten am Samstag Morgen um 8:15 Uhr die Talstation der 8EUB Hirschenkogel auf der Semmering-Passhöhe. Die Gondeln wurden gerade aus der Garage geholt. Extrem kräftiger Wind war bereits am Parkplatz spürbar. An der Kassa war man sich wegen des Wetters nicht sicher, ob die Lifte den ganzen Tag fahren können würden. Hingegen war man sich sicher, dass eine begonnene Drei-Stunden-Karte bei Abschaltung der Anlagen in keiner Form ersetzt wird. Das Risiko wollten meine Frau und ich nicht eingehen.
Also ging es weiter zu einem Schlepplift, der ja deutlich windsicherer sein sollte. Um 8:30 Uhr waren wir in Steinhaus am Semmering beim Schmoll-Lift. Vom Parkplatz blickten wir auf die Schipiste und sind aus dem Auto erst gar nicht ausgestiegen. Die Piste wurde nach dem Freitag-Betrieb nicht präpariert und sah nicht so aus, als ob wir uns dort vergnügen könnten.
Daher ging die Reise weiter zum Stuhleck. Dort war windbedingt zwar die 6KSB Steinbachalm geschlossen, aber wenigstens war es an der Talstation im Gegensatz zur Passhöhe windstill.
Der große Nachteil:
Eine Drei-Stunden-Karte kostet am Stuhleck 34,- Euro und ist damit mehr als doppelt so teuer, als eine Drei-Stunden-Karte am Hirschenkogel (16,- Euro). Abgesehen davon bestand natürlich auch am Stuhleck die Gefahr von weiteren windbedingten Liftabschaltungen.
Die Lösung lautete daher: Kauf einer Drei-Stunden-Karte um 18,- Euro für die Schlepplifte Schieferwiese.
Bergfahrt mit dem rechten Lift. (Der linke Lift nahm den Betrieb erst um 10:00 Uhr auf)

Auf der talseitig gesehen rechten Piste: Blick zur Bergstation.

Ein wenig unterhalb – Blick talwärts gerichtet.

Dann zur Piste links der Lifte. Blick Richtung Spital am Semmering.

Etwas unterhalb neben der Wisbi-Strecke.

Eine weitere Abfahrtsvariante war die Stuhleck-Standardabfahrt (1b)

Blick zurück auf die 1b. Sah eigentlich sehr schön aus und es kam der Gedanke, ob wir nicht doch besser in eine Karte für das gesamte Schigebiet investieren hätten sollen.

Da man auf diesem Bild gerade so schön die Sonne hinter den hohen Wolken sieht komme ich zu den Wetterdaten:
Bei Temperaturen zwischen +2° und +6°C kämpfte die Sonne vergeblich gegen hohe Wolken. Es blieb niederschlagsfrei und vom stürmischen Wind merkte man auf der Schieferwiese nichts.
Lift- und Pistenstatus: Lt. Homepage waren (abgesehen von der 6KSB Steinbachalm mit den beiden Pisten 10 und 11 wegen Sturmsperre) alle Lifte und Pisten geöffnet. Tatsächlich war aber auch der Schiweg Nr. 9 zwischen Schieferwiese und Familienlift gesperrt. (Schneemangel)
Wartezeiten hatte ich an der Schieferwiese keine (max. 5FBM)
Pistenzustand: Hier kann ich nur von den 6 (!) Pistenvarianten berichten, die von den Schieferwiesenliften bedient werden. Grundsätzlich war man auf harten griffigen Kunstschneebändern unterwegs. Einzelne Eisplatten kamen zum Vorschein. Gegen Mittag veränderte sich vor allem die talseitig gesehen rechte 2 negativ. Die Eisplatten wurden dort großflächiger, dazwischen bildeten sich Weichschneehügel.
Am Schiweg 8 (Schieferwiese-Promibahn) musste man sehr auf Steine achten.
Da wir gerade bei diesem Schiweg sind: Blick auf die Kaltenbach-Fis, die heuer wohl noch nie in der vollen Breite geöffnet war.

Noch ein letzter Blick von der Talstation auf die Schieferwiese.

Fazit: Wenn man die Schieferwiese als Einzelanlage betrachtet, kann man dort für drei Stunden schön und abwechslungsreich Schifahren. Diese Sichtweise hatte ich in den letzten Jahren, als ich immer eine überregionale Saisonkarte hatte, nie.