
Das war nun das zweite Mal in dieser Saison, dass ich ein Schigebiet besucht habe, in dem ich bisher noch nie war. Mit den Gaaler Liften kenne ich nun alle Sessellift-Schigebiete die ich von meinem Wiener Wohnort innerhalb von zwei Stunden Fahrzeit erreichen kann.
Gleich einmal der erste Blick vom Parkplatz zur Piste.

In diesem Schigebiet gibt es den Schlepplift Mirtler und die Doppelsesselbahn Hölzlberg, die ihre Talstationen am selben Punkt haben, wobei der Sessellift doppelt so lange ist, wie der Schlepplift. In unmittelbarer Nähe dieser Talstationen befindet sich auch noch ein Seillift, den ich allerdings nicht gefahren bin.
Um 9:00 Uhr hat der Mirtlerlift den Betrieb aufgenommen. Bergfahrt mit diesem Lift.


Laut Homepage und Aushang an der Kassa war angegeben, dass Samstag und Sonntag beide Lifte von 9:00 bis 16:00 Uhr in Betrieb sind, Montag bis Freitag die DSB nur von 10:00 bis 15:00 Uhr fährt. Obwohl Samstag war, verkehrte die DSB mit Werktags-Betriebszeiten, es war wohl viel zu wenig los, um die längere Betriebszeit anzubieten. So blieb ich also eine Stunde am Mirtlerlift, der zwei Pisten bedient, die blaue Mirtlerpiste links und die Rennpiste rechts.

Um 10:00 nahm dann endlich die DSB Hölzlberg den Betrieb auf.

Hier haben wir die Rennpiste, die auch noch vom Schlepplift bedient wird.

Danach kreuzt die DSB die Schiautobahn (so heißt der Schiweg den die DSB bedient) an jener Stelle, wo auch die schwarze Riedlabfahrt einmündet.

Später kommt noch ein Kreuzungspunkt DSB-Schiautobahn-Riedlabfahrt.

Bald ist die Bergstation erreicht.


Zunächst wähle ich die Fispiste für die Talfahrt. Dazu muss man das erste Stück der Schiautobahn fahren.

Dort wo der Schiweg die erste Kehre macht beginnt der Fishang. Blick von oben hinab.

Blick nach halber Strecke zurück.

Selber Standort – Blick hinunter. Man sieht links das Ende der Schiautobahn, die hier in die Fispiste einmündet und sich dann zur Mirtlerabfahrt vereinen.

Die komplette Schiautobahn bin ich auch gefahren. Auf diesem Schiweg sind zahlreiche Verkehrszeichen. Manche sind durchaus sinnvoll, wie jene an der Kreuzung mit der Riedlabfahrt.

Bei anderen Verkehrszeichen zweifle ich die Sinnhaftigkeit an.

Da in Gaal auch Nachtbetrieb angeboten wird, sind entlang der Schiautobahn zahlreiche Flutlichtmasten. Einer dieser Masten ist mir besonders aufgefallen.

Hier handelt es sich um eine ehemalige Portalstütze eines Schleppliftes. Wenn man genau schaut, dann erkennt man auch noch das zweite Fundament.
Tatsächlich erkennt man eine Schneise, wenn man durch das Portal schaut.

Auch bergwärts lässt sich die Trasse erahnen.

Später habe ich direkt bei der DSB-Bergstation die Riedlpiste hinabfotografiert. Ganz links sieht man am Bild die alte Schlepplift-Schneise.

Doch nun nach diesem LSAP-Intermezzo zurück zur Schiautobahn. Wir kreuzen die Riedlabfahrt. Blick hinunter.

Hier zweigt die Schlurtabfahrt von der Autobahn ab.

Nach einer Kehre kreuzt man die Schlurtabfahrt wieder. Blick hinauf…

…und hinunter.

Dann kommt man zu dem Punkt, wo die Riedlabfahrt einmündet.

Laut Pistenplan geht die Riedlabfahrt hier weiter. Der Plan ist übrigens aktuell…

Damit komme ich zwischendurch zum Lift- und Pistenstatus:
Es waren lt. Homepage außer der Schlurtabfahrt alle Lifte und Pisten geöffnet. Tatsächlich war leider auch die Riedlabfahrt geschlossen. Wartezeiten gab es keine. Ich vermute, dass im gesamten Schigebiet maximal 30 Personen unterwegs waren.
Pistenzustand: In der ersten Betriebsstunde waren die Pisten pickelhart aber griffig. Die Mirtlerabfahrt wurde dann weicher und im Tagesverlauf tiefer. Die Schiautobahn wurde weicher und daher klebrig-bremsig. Die Rennpiste und die Fispiste waren den ganzen Tag traumhaft zu fahren. Sie blieben lange Zeit pulvrig und wurden nur leicht weich. Auf Grund des geringen Besucherandrangs wurden diese Hänge nicht tief. Die Abfahrten dort zählten zu den Besten dieser Saison. Daher verzeihe ich auch den Verantwortlichen für die Öffentlichkeitsarbeit die falschen Angaben beim Pistenstatus und den Betriebszeiten.
Nun noch einige Bilder vom Talstationsbereich.






Ich habe bisher noch kein Wort übers Wetter verloren. Wie man auf den Bildern sieht, war es den ganzen Tag bewölkt. Die fünf Stunden Sonne, die Bergfex prognostiziert hatte, waren fünf Minuten. Im unteren baumfreien Bereich war am Nachmittag Wind spürbar. Bei Temperaturen um +5°C blieb es niederschlagsfrei.
Abschließend noch ein Bild, das eigentlich zum Beginn des Berichtes gehört hätte. Eine frische (Fis-)Piste.

Das Bild soll an dieser Stelle nochmals ausdrücken, dass der Pistenzustand von Betriebsbeginn bis Betriebsschluss sehr gut war.
Fazit:
Es hat sich ausgezahlt, dieses Schigebiet zu erforschen. Mit geöffneter Riedl- und Schlurtabfahrt wäre es ein großartiges abwechslungsreicheres Gebiet, das dann durchaus wieder besucht werden möchte.