Da die Mythenregion durch mehrere Berichte schon gründlich dokumentiert ist, habe ich in aller Wahrscheinlichkeit nichts Neues zum kollektiven Wissen über dieses Gebiet beizutragen. Trotzdem poste ich die Eindrücke eines Nicht-Europäers, der in meinem früheren Hochstucklibericht gefragt wurde:
Na ja, „besser” und „interessanter” sind, was Skigebiete betrifft, natürlich subjektive Begriffe, die alle Nase lang debattiert werden können. Als Abwechslungs-Junkie macht es natürlich Spaß, renommierte “erstrangige” Skigebiete zu besuchen, die mit modernsten Anlagen ausgerüstet sind und anspruchsvolles/ausgedehntes Gelände anbieten. Andererseits ist es auch erholsam abgelegene Old-School-Gebiete zu entdecken -- die hauptsächlich von Einheimischen besucht werden und nicht von Horden urlaubmachenden Engländern oder Russen.philippe ch hat geschrieben:Von Amerika in die Zentralschweiz zu fliegen um Ski zu fahren. Da gibt es in Europa besseres, interessanteres und du kommst zu ins in die Innerschweiz?
Bis letzten Sommer hatte ich keine Ahnung, daß es das Mythengebiet überhaupt gibt. Das erste Mal, als ich die einladenden Fotos gesehen habe, erinnerte es mich ein wenig an meine Heimat (die Finger Lakes Seenplatte im Bundestaat New York), aber umgeben von großen schneebedeckten Bergen statt sanfter Hügel. Drei meiner Lieblingsdinge: Seen, Bergen, Skifahren. So habe ich mir vorgenommen, dorthin zu reisen.
Nach einem sonnigen Tag in Stoos hat die Wettervorhersage 5-8cm Schnee angekündigt. Früh morgens am 8 März lag aber stattdessen schon 25cm Schnee auf dem Boden in Handgruobi, wo ich die nächsten fünf Tage in einem gemütlichen Bergasthaus nur einige Schritte von dem Schlepplift übernachtete.
9:00: sieben Autos auf dem Parkplatz
Obwohl das Gelände im Allgemeinen nicht sehr steil ist, war es für meine Zwecke genügend. Die natürlichen, abwechslungsreichen Pisten, ohne unnötige Infrastruktur, sowie die Tatsache, daß ich mit neun verschiedenen Schleppliftens gefahren bin –- so viele habe ich in meinem Leben auf einmal noch nie gesehen -- haben mich positiv beeindruckt.
Privates Skigebiet: anscheinend hat der Sturmtag die Tagesgäste abgeschreckt.
Den ganzen Tag hat es nicht aufgehört zu schneien. Häufig war es wegen Nebel und Schneetreiben schwierig etwas zu sehen. Daher wagte ich mich nicht weiter als Holzegg zu fahren.
Meine einzige Bergfahrt mit der Gondel an diesem Tage:
Stägleren: ein kurzer aber schöner Hang --
Obwohl der Niederschlag zwar kein Champagne Powder war, habe ich meine ersten “White Room” Erlebnisse seit ein paar Jahren: ganz schön vom Schnee verschlungen
Skilift Kulm in der Ibergeregg: cute
Vom schweizerischen Tourismusbüro für den Übersee-Besucher inszeniert?
Gott sei Dank war die Wettervorhersage für den nächsten Tag äußerst gut. Ich freute mich darauf, die berühmte Mythenlandschaft zu beäugen.