Die Antwort: Meine Mutter lud die ganze Familie inkl. aller Enkel zu ihrem 75. Geburtstag für sechs Tage in ihr Lieblingshotel in Schruns ein. Da sagt man natürlich nicht nein und nimmt vollere Pisten in Kauf.
31.3.16: Ischgl - Die Flucht vor Föhn und Hitze
Die angekündigten 23° in den Föhntälern und der stürmische Föhn machten uns Sorgen. Wir kennen das Montafon nicht allzu gut, meinen aber, dass es durchaus föhnanfällig ist, währenddessen ich Ischgl bei Föhn als zuverlässig kenne. Zudem ist das Skigebiet von Ischgl rund 500m höher gelegen und daher natürlich besser bei solchen Temperaturen. Drum sind wir aus der Schweiz kommend heute direkt nach Ischgl gefahren und erst nach dem Skitag zurück ins Hotel in Schruns. Wie es im Montafon heute nun wirklich war, weiss ich nicht, aber die Wahl nach Ischgl zu fahren war wettermässig in jedem Fall top. Erstaunlich, während viele Windmesstationen während unserer Anreise schon über 90 km/h meldeten, zeigte der Windmesser am Palinkopf gerade mal deren 30 an. So war der Wind denn auch ganztags kein Problem. Kaum Wind, selbst auf Idjoch, Greitspitze und Palinkopf nur ein laues Lüftlein. Auf der Alp Bella assen wir auf der Terrasse bei Windstille zu Mittag. Nur PVG lief nicht, ist der dort dort besonders föhnexponiert?
Und auch die Temperaturen hielten sich in Grenzen. Auf den höheren nordseitigen Pisten blieb es sogar ganztags pulvrig.
Gestern in Laax hatte es keine 3000 Leute im ganzen Gebiet. Hier waren so viele gefühlt an jedem einzelnen Lift
An einigen Liften gab es doch deutliche Wartezeiten, aber wie immer ist das immer nur eine Phase am späteren Vormittag und Ischgls Kapazitäten sind halt schon enorm, sodass dies über den ganzen Tag nicht gross störend war.
Die Pisten waren am Morgen erstaunlich gut. Ich hätte sie aufgrund der vergangenen bereits schon warmen Tage härter erwartet. Die südexponierten Abschnitte firnten natürlich rasch angenehm auf, die nordseitigen wie gesagt blieben teils pulvrig. Nicht zu verhindern war natürlich, dass sich bei solch vielen Gästen und sulzigen Pisten sehr schnell hohe Buckel bildeten. Die Talabfahrt nach Ischgl brachten den 7jährigen ski-chrigel junior dann doch an seine Grenzen. Kein Wunder, wenn die Buckel fast grösser sind wie er selber
Das Wetter war bis 14 Uhr Klasse, danach überzog es den Himmel, was natürlich gar nicht so schlecht für den Schnee war.
Am Pardatschgrat:
Auf der Idalp ziemlich viel los:
Herrlich leer hingegen an der Nachtweidebahn:
Knotenpunkt Flimjoch/Idochbahnen:
Dass diese Wächte am Idjoch nicht abgetragen werden muss? Hoffentlich bricht die nie ab, wenn sich Skifahrer darunter befinden
Im Laufe des Vormittags zeigten sich einige Cirrenfelder...
...die dann während der Fahrt auf der 80 nach Samnaun mal kurzzeitig recht dicht wurden. Die Schieberei bis zur Luftseilbahn ist natürlich im Frühling ziemlich mühsam, doch mein Sohnemann meinte, es hätte sich trotzdem gelohnt, damit er endlich mal die Doppelstockbahn fahren konnte. Nun gut, er musste ja auch nicht mich schieben, sondern umgekehrt, was dann in einem ziemlich verschwitzten T-Shirt endete.
Um 14 Uhr zog es wie gesagt zu. Blick zum Ameisenhaufen auf der Idalp.
Der Prennerhang war dann die Abschlussherausforderung für viele:
In jedem Fall hat uns der Tag gut gefallen und wir waren froh, den Weg nach Ischgl auf uns genommen zu haben. Um dem Föhn und dem Andreas-Gaballier-Konzert auf der Silvretta Nova entfliehen zu können, werden wir dies vermutlich am Samstag gleich nochmal tun. Nun sind wir aber zuerst gespannt, wie die Verhältnisse und der Andrang morgen im Montafon sind.
Edit: Datumszahlenverdreher korrigiert
Edit: Titel um "Arlberg" erweitert