
Der letzte Teil unserer Ardennen/Eifel-Safari führte uns über die deutsche Grenze nach Monschau Rohren. Eigentlich zunächst als Beginn unserer Tour angedacht, stellten wir den Zeitplan wegen der Öffnungszeiten um. Am Mont des Brumes sollte es schon um 9 Uhr losgehen. Hier in Monschau aber erst um 10 Uhr. Also sollte Monschau den Abschluss machen.
Bekannter ist der Lift wahrscheinlich durch seine Sommerrodelbahn die durch den Lift bedient wird. Jedenfalls wird sie auf unverhältnismäßig mehr Betriebstage im Sommer kommen, als dies unter Skibetrieb der Fall ist. So war der große Lift am Samstag auch erst das zweite mal diesen Winter geöffnet, was ich dann auch unbedingt ausnutzen wollte. Wenn ihr diesen Bericht lest, wird es das mit der Herrlichkeit wahrscheinlich schon gewesen sein.
Bei dem Lift handelt es sich um einen Leitner Kurzbügler der laut Liftwart auf Nachfrage aus dem Jahr „asbach“ stammt. Immerhin der erste Lift des Tages in dem wir uns unterhalten konnten. Von dem ehemaligen Verbot für Snowboarder konnte ich übrigens keine Anzeichen mehr finden. Ein paar Snowboarder waren auf den Hängen und ein Verbotsschild habe ich auch nirgends gesehen. Für halbwegs sichere Snowboarder sollte der Lift auch kein Problem darstellen.
Das Skigelände in Monschau ist sehr abwechslungsreich. Man hat die Wahl zwischen drei relativ langen und durchaus sehr anspruchsvollen Abfahrten wie man sie in den Mittelgebirgen nicht so häufig findet. Vom Potenzial des Geländes hat es mir hier am besten gefallen.
Dafür waren die Schneeverhältnisse in den steilen Abschnitten aber die schlechtesten des Tages. Auf allen drei Hauptabfahrten kam viel Dreck, Grünzeug und Heu heraus. Letzteres verbreitete bei jedem Schwung wenigstens einen angenehmen Landgeruch. Die Probleme in den Steilhängen rühren meiner Meinung nach aber auch einer vernachlässigten Hangpflege im Herbst her. Ein ordentlicher Schnitt für die Wiesen hätte hier vielleicht Wunder gewirkt.
Nach einer kleinen Verstärkung in der gut besuchten Hütte machten wir noch ein paar Fahrten ehe wir uns gegen 16 Uhr auf den Heimweg machten. Gerade die letzten Stunden an den steilen und aufgeworfenen Hängen in Monschau zwangen meine Oberschenkel in die Knie.
Platt aber glücklich über einen gelungen Skitag.
Teil 1: Mont des Brumes
Teil 2: Ovifat

Abfahrt 4 sind wir nicht gefahren. Dafür lag aber wahrscheinlich auch zu wenig Schnee. Den Rest, inklusive der Route 5, war mehr oder weniger fahrbar.

Erster Blick auf den Antrieb des Leitner Schleppers. Auch das Wetter hielt sich noch. Waren für den Nachmittag doch dicke Wolken angekündigt. Die Kondensstreifen kündigten diese aber bereits an.

Die Laubbäume die hier dominieren strahlen irgendwie eine gewisse Ruhe aus.

Blaue Piste 1 am Übungslift der links im Bild ist. Der Ausblick von hier ist auch herrlich.

Hier am Seillift war teilweise mehr los als am großen Lift. Ein ähnliches Phänomen wie am Mont des Brumes?

Die schwarze Abfahrt von unten.

Und der Seitenblick. Ordentliche Hangneigung.

Talstation anno „Asbach“.

Hier der Beweis. Auch Snowboarder werden befördert.


Nun wollten wir uns einmal an der roten Abfahrt versuchen. Also auf der anderen Seite aussteigen.

Hier im oberen Bereich der roten Abfahrt müssen früher noch zwei Seillifte gestanden haben die in zwei Sektionen nach oben führten. Das Häuschen des oberen Liftes ist in der Bildmitte jedenfalls zu sehen.


Mittig wird’s dann etwas anspruchsvoller.

Nette Trassierung der Piste. Man kann aber auch gut die bescheidenen Pistenverhältnisse erkennen.

Mittelteil von unten. Ganz rechts ist noch ein Stück der Sommerrodelbahn zu erkennen.

Die Licht-Schatten-Wechsel durch die Laubbäume gefallen mir irgendwie. Gibt einem ein Allee-Gefühl.

Wenn damit die Pistenpräparierung übernommen wird...

Natürlich wollten wir auch noch die Skiroute austesten. Dafür muss man sich unterhalb des verbliebenen Seilliftes etwas rechts halten und man erreicht eine schön steile weitere Schneise. Hier war das Gras meiner Meinung nach aber noch ein wenig höher als auf den Hauptpisten.

Blick von der Skiroute gen Berg.

Mit diesem Bild aus dem Mittelteil der Skiroute möchte ich mich verabschieden.