ich habe mich auch mal dazu aufgerafft, einen Bericht zu schreiben
Der Bericht ist von letztem Wochenende und damit noch recht aktuell.
Ich freue mich auf Feedback: )
Tag 1: 9.12.2016
Mein erster Tag im Skigebiet von Kaprun beginnt. Natürlich schwingen auch Jahre nach der Katastrophe im Jahr 2000 noch Gedanken an das Unglück mit - in der Kabine bei der Bergfahrt wird auch darüber geredet. Da das allerdings schon genug ausführlich an vielen Stellen besprochen worden ist, lasse ich dieses Thema in diesem Bericht außen vor.
Zur Info: Ich beschrifte meine Bilder oberhalb, d.h. zuerst Text, dann Bild!
Es geht los mit der Anreise per Skibus aus Kaprun:

Auffahrt mit dem Gletscherjet 1 - eine Funitel, die kräftig Höhenmeter macht:

Es geht direkt weiter mit dem Gletscherjet 2. Am Alpincenter angekommen, ergibt sich schonmal eine schöne Aussicht - ein guter Start in den ersten Skitag der Saison.

Wir beginnen mit einer Bergfahrt am Gletscherjet 3. Zunächst mit einem Sessel, später gehe ich dann auf die Mittelstation ein.

Danach geht es zur Kristallbahn. Eine Bahn, die uns in den nächsten Tagen immer wieder verfolgt - schließlich auch mit gut 1,7 km eine der längsten Anlagen des Gebiets.


Eine der Wiederholungsfahrten:

Mit Aussicht auf die Bergstation des Gletscherjet 2 ...

... und etwas später auf das gesamte obere Gebiet



Es folgt eine Bergfahrt bis ganz oben mit dem Gletscherjet 3+4.

Die schönste Stütze des Gebiets - die gefällt mir sogar besser als die berühmte Schwarze Schneid II in Sölden.

Nach einem kurzen Navigationsfehler (falschen Schlepplift erwischt

... ziemlich windig

Dahin wollten wir eigentlich


Jetzt am richtigen Lift - Ziel ist natürlich die schwarze Piste, die er erschließt



Die Sonne stand schon sehr tief - dabei war es noch der späte Vormittag

Coole Aussicht von oben

Zoom zur Mittelstation des Gletscherjet 3+4

Leider habe ich keine Fotos/Videos der Mittelstation gemacht, das ist mir erst bei der Abreise aufgefallen. Die Anlage ist derzeit wohl die interessanteste Kombibahn mit angeschlossener MGD überhaupt - in der unteren Sektion fahren Sessel und Kabinen gemischt, natürlich mit getrenntem Zustiegsbereich mit zwei Schnellschaltweichen in der Talstation. In der Mittelstation drehen die Sessel um (wiederum 2 Schnellschaltweichen), die Kabinen fahren weiter. Auf der Sektion 2 (Gletscherjet 4) verengt sich die Spurweite, gleichzeitig erhöht sich die Fahrgeschwindigkeit um 20 % (von max. 5 m/s auf 6 m/s). Zusätzlich dreht jede zweite Kabine auf der oberen Sektion um.
Interessant sind auch noch die Türschließer - am Berg hat im Einstiegsbereich für die Talfahrt nur noch jede zweite Kabine offene Türen; nämlich genau die, die bis ganz nach unten fahren. Bei den anderen Kabinen werden in der Mittelstation die Kabinen auch erst im Zustiegsbereich auf der anderen Seite geöffnet.
In Summe gesehen: Ein geniales System, bei dem man mit dem Zuschauen ziemlich beschäftigt ist
Außerdem gibt es übrigens zwei getrennte Bahnhofszufahrten (je eine pro Sektion) und einen Kabinenumlauf für die untere Sektion, sodass die Bahnen auch getrennt betrieben werden können.
Zurück zum Bericht - und nun zur neuesten Anlage im Gebiet: Die Schmiedingerbahn ("Salzburgs höchste Sesselbahn"), die erst dieses Jahr gebaut wurde.


Dabei ergeben sich ganz interessante Perspektiven:


Allerdings ist die Bahn mit 720 m Streckenlänge ziemlich kurz, zumindest für meinen Geschmack. Darauf kommen 245 Höhenmeter - für mich als Fan des Schattberges in SHLF ist das leider zu wenig.


Nach der Mittagspause im Alpincenter geht es weiter mit einer Bergfahrt in der Gipfelbahn - das Wetter hat sich schon ein wenig verschlechtert

Die ehemals höchste Seilbahnstütze der Welt (sie wirkt aber für mein Empfinden irgendwie ziemlich klein, verglichen mit den Stützen z.B. der Pardatschgratbahn)


An der Bergstation habe ich dann erstmals meine Bridgekamera rausgeholt und ihren Zoom ein bisschen ausgespielt:
Stütze

Talstation Gipfelbahn

Sieht einfach von überall aus gut aus

Alpincenter

Kristallbahn-Bergstation

Skigebiet Schmittenhöhe (Zell am See)

SHLF (Schönleitenbahn)

Gipfelbahn bzw. die SSB




Panorama

Danach geht es mit der SSB runter - und es ergibt sich eine geniale Perspektive für das Fotografieren des Gletscherjet 4


eine der wenigen abgelegenen Ecken des Gebietes (unterhalb der Kuppe)

Es wird etwas düster

... gefällt mir immer noch

Da es immer dunkler wird und sich im Südwesten auch schon Wolken aufgezogen haben, kommen wir schon kurz nach 14:15 Uhr auf den Gedanken, die letzte Fahrt einzuleiten


... doch der Skifahrerwille siegt (vorerst)

Wieder in der Kristallbahn

Mittlerweile musste ich dann sogar schon auf die Schlechtwetterbrille wechseln, weil mit der Sonnenbrille alles zu düster aussah.
Gegen 15:00 folgte dann doch schon die Talfahrt (man beachte das Gehänge am Mittelgleis

Die interessante Umladestation der Panoramabahn

und die Garagierhalle des Gletscherjet 1

Fazit:
Ein wunderschöner Auftakt in den ersten Skitag. Leider verschlechterte sich das Wetter über die Mittagspause massiv, sodass die Stimmung im Gebiet stark gedrückt wurde. Aufgrund der Lage (Nordhänge) führte der tiefe Sonnenstand im Dezember dazu, dass der Tag etwas deprimierend endete. Die frühe Talfahrt spricht dafür.
Tag 2: 10.12.2016
Der Tag fängt ähnlich, aber rund 10 Minuten später an. Die Aussicht vom Alpincenter ist wieder genauso genial wie am Beginn des Vortags
Langwiedbahn

und Blick rundum



Erste Bahn: Natürlich die Kristallbahn, wie sollte es auch anders sein

Die Piste hier rechts im Bild war dieses Mal geöffnet und wurde schnell zu einer der Favoriten im Gebiet.

Trotzdem nochmal auf der rechten

Schon sehr früh ging es zur "Black Mamba" - die sind wir am Vortag erst ziemlich spät gefahren, wo sie schon lange im Schatten war und daher sehr eisig.


Auf der Bergfahrt mit der Langwiedbahn - die Talfahrt an der Mamba war zu rasant für Fotos

Nach einigen Wiederholungsfahrten geht es wieder zur anderen schwarzen Piste des Gebietes - diesmal jedoch etwas abseits auf dem buckeligen Teil


Ich musste einfach mit dem Zweiersessellift fahren - es ging nicht anders

Das klassische CLF-Bild

Der Lift bietet ganz coole Standorte für Fotos

Und die Trassenkreuzung mit dem Gletscherjet 3 passt super rein




bald da

An der Bergstation hatte ich kurz Zeit für einige Fotos


Helikoptereinsatz - als er gelandet ist, waren wir noch drüben

Jetzt zu den Kitzliften - an denen war eigentlich immer sehr viel los



Die beiden Fotos erklären wohl auch, warum das meine Lieblingsstütze ist


Nachdem die Schmiedingerbahn mittlerweile schon einige Abschaltungen hatte, habe ich da mal vorbeigeschaut

Kurzfristig wurde sie auch geschlossen, allerdings später wieder mit 2,5 m/s geöffnet.
Wieder diese Stütze

Nach den vielen Fotos hatte ich erstmal keinen Bock, noch mehr zu fotografieren.
Am Alpincenter habe ich nach der Mittagspause aber dann die Bridgekamera rausgeholt und paar Zooms geschossen - eines davon kennen die fleißigen Rätsler auch schon
Die beiden Stützen fand ich auch immer wieder cool



Als die Bahnen dann mit dem Garagieren anfingen, habe ich die kleine Kamera bei der Bergfahrt mit dem Gletscherjet 3+4 aber wieder aktiviert

Minuten nach diesem Foto garagiert auch die 6-CLD/B bereits

Das letzte sonnige Fleckchen des Gebiets

Der letzte Sessel hat die Bergstation der Schmiedingerbahn schon verlassen

Diese Momente waren einfach wunderschön




Es folgte nun die letzte Talfahrt, nachdem wir zuvor schon einmal von ganz oben über die Black Mamba bis zur Talstation der Langwiedbahn gefahren sind - die haben wir um 2 Minuten noch erwischt. Der Gletscherjet 3+4 hat dann auch 5 Minuten nach unserer Bergfahrt geschlossen. Daher hatten wir jetzt viel Zeit - der letzte Zubringer schließt erst um 16.30
Die Bahn hatte einige Abschaltungen, fing aber noch nicht mit dem Garagieren an

Ganz im Gegensatz dazu die Kristallbahn - mit dem Station unbesetzt-Scheinwerfer

Auch die Langwiedbahn garagiert mittlerweile vor einem wunderschönen Hintergrund

Der Skitag endet

Fazit: Ein wunderschöner Skitag, der kaum hätte besser sein können. Das Wetter hielt sich bis zum Schluss sehr gut. Die Pisten waren zwar hart, aber fahrbar und nicht so vereist wie am Vortag. Die Black Mamba war eindeutig Tagessieger und sorgte auch für die "Action", die dem Vortag gefehlt hatte.
Der etwas deprimierende Eindruck des Vortages war auf jeden Fall ausgebügelt.
Tag 3: 11.12.2016
Diesmal Anreise per Auto, da das leider schon der letzte Tag ist und die Heimfahrt naht. Die Panoramabahn ist näher am Parkplatz und damit die erste Wahl



Bereits im Tal ist mir die extrem große Umlenkscheibe aufgefallen. Bei der Bergfahrt entpuppt sich die Bahn als kuriose Spezialanlage und zeigt ihre Besonderheiten - hier die breite Seilspur

In der Bergstation gibt es 2 Umlenkscheiben - das habe ich vorher auch noch nie bei einer MGD gesehen


Der Tag fängt gut an!

Und es geht auf die Black Mamba

Die ist dieses Mal wieder wunderschön, und noch besser als am Vortag, da sich noch weniger eisige Stellen zeigen

Nach einigen Fahrten geht es wieder hoch hinaus



Die Bahn kennt ihr mittlerweile

An diesem Tag habe ich die Kamera weniger verwendet - ich wollte einfach etwas mehr Skifahren.
Nach der Mittagspause hat sich das Wetter schon deutlich verschlechtert und wieder die Schlechtwetterbrille erfordert.
Der Tag endete somit an der besten Stelle - und die bleibt in Erinnerung.


Es folgte die letzte Abfahrt auf der roten Piste zur Panoramabahn-Bergstation.
Ein schönes Wochenende geht zu Ende


noch ein letztes Mal die Umladestelle mit der Talstation der ehemaligen Pendelbahn-Sektion 2 (heute nur noch Lastenbahn)

Schön war's!

Fazit:
Zwar ein kurzer, aber sehr schöner Tag zum Abschluss. Frühs war die Black Mamba wieder sehr geil, später ließ das allerdings etwas nach.
Zum Gebiet:
Aufgrund der Höhenlage gab es tollen Schnee, was an anderen Stellen in den Alpen und in Österreich nicht selbstverständlich ist.
Auf mich wirkte das Gebiet jedoch etwas klein. Zwar gibt es viele Anlagen, aber die meisten erschließen doch wieder sehr ähnliche Pisten oder sind leider nicht besonders lang. Die einzigen drei Ausnahmen sind die Langwiedbahn, der Gletscherjet 3+4 und die Kristallbahn.
Das Gebiet hat ohne Zweifel wunderschöne Seiten, aber mehr als 3 Tage am Stück möchte ich dort nicht verbringen.
Abschließend muss ich sagen - es war ein wunderschöner Start in die Saison!