Grüne Ansätze fürs 'weisse Gold'

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miki
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Grüne Ansätze fürs 'weisse Gold'

Beitrag von miki »

Recht guter Beitrag über Entwicklungen in Sachen Beschneiung heute auf ORF:
http://orf.at/stories/2374507/2374490/

U. A. habe ich nach längerer Zeit wieder was zum Thema 'Pulverschnee aus einer künstlichen Wolke' (es handelt sich dabei doch das Ding das vergangene Saison in Gurgl getestet wurde? Ich habe schon gedacht das ganze ist wieder in Vergessenheit geraten ...). Wäre da nicht der Absatz:
Die Pisten sind im Sommer daher oft braun statt grün. Umweltschützer sagen, es entstünden tote Landstriche rund um die Pistenflächen.
... wäre es aus meiner Sicht sogar ein sehr guter Beitrag. Weil nach meinen Erfahrungen fallen beschneite / (übermässig)begrünte / (übermässig)gedüngte Pisten im Sommer eher durch unnatürlich grüne und nicht durch braune Farbe in der Landschaft auf 8O . Aber Moment mal, wenn man es genau liest, steht im zweiten Satz 'tote Lanstriche rund um die Pistenflächen'. Also die Pistenflächen sind gar nicht tot, sondern die Flächen rundherum? Ja wenn das so ist, dann ist es der beste Beweis dass Bescheiung nur Vorteile hat :twisted: ??
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Re: Grüne Ansätze fürs 'weisse Gold'

Beitrag von Harzwinter »

Na ja, die Kernaussage der Umweltschützer ist schon "Die Pisten sind im Sommer daher oft braun statt grün". Es entstehen aus ihrer Sicht also tote Flächen übergreifend in den Skigebieten, das ist gemeint.

Damit mögen sie in den ersten 2-3 Jahren nach neu erfolgten Pistenbaumaßnahmen durchaus Recht haben. Spätestens danach ist meine Erfahrung aus jahrelangem sommerlichem Bergwandern aber die selbe wie die von Miki - die Pistenfläche selbst ist im Vergleich zum benachbarten, naturbelassenen Gelände eher übermäßig begrünt (Golfraseneffekt). Wenn nicht, ist etwas schiefgelaufen. Und die Vegetation auf "alten" Pistenflächen lässt sich nach meiner Erfahrung kaum von der ihrer Umgebung unterscheiden. Manchmal fällt dort das Höhenwachstum der Pflanzen wegen der längeren Schneebedeckung und wegen der Verdichtung durch die Pistenraupe geringer aus.

Die Umweltverbände sollten also schon genau hinschauen, bevor sie mit so einer allgemeinen Aussage an die Öffentlichkeit gehen. Aber das ist ja gar nicht gewollt.
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Fab
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Re: Grüne Ansätze fürs 'weisse Gold'

Beitrag von Fab »

Braun statt grün ist leicht zu durchschauende grüne Meinungsmache.

Hab mal zum Thema einen TV-Film aus Lech gesehen. Da mehrere Offizielle von dort zu hören u. zu sehen waren hat man sicher alles ins beste Licht gerückt. Andererseits hab ich Augen im Kopf - die "Pisten" waren schöne Almwiesen in Saft u. Kraft. Ein Unterschied zur nichtbeschneiten Umgebung war zu erkennen, wenn man aufmerksam gemacht wird - und in dem Film wurde anerkennensweise darauf aufmerksam gemacht.

Der Herr von der Beschneiung erklärte dies mit der verspätet einsetzenden Vegetationsperiode. Kunstschnee ist dichter, hält also länger.
Grad speziell im südorientierten Gelände hat dies zur Folge, dass im Winter kunstbeschneites Gelände im durchaus heissen Berg-Frühsommer (der Boden ein Südhanges im richtigen Winkel zur Sonne kann schon mal 70°C + X erreichen! ) schlicht besser mit Feuchtigkeit versorgt ist.

Früher wurden auch nach Pistenarbeiten "falsche" Rasensamenmischungen ausgebracht.
Bei Wandertouren im Zermatt hab ich beobachtet, dass dort die Rasensoden abgetragen und später wieder aufgebracht wurden. Zudem
hat man auch alpine Samenmischungen fürs trockene inneralpine Klima eingesetzt.
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extremecarver
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Re: Grüne Ansätze fürs 'weisse Gold'

Beitrag von extremecarver »

Grad dort wo Flusswasser hochgepumpt wurde - waren die Pisten eher grüner und mit mehr Blumen als normal - ganz einfach durch sehr viel Dünger der so ausgebracht wurde...
Wobei - teils wird halt so gewalzt - dass man sich schon fragen muss ob das noch gut ist. Etwa in Saalbach/Fieberbrunn - da wurden die Pisten bei 10cm Naturschnee drauf gewalzt - wohl um möglichst ebene Fläche als Untergrund zu bekommen - man sah gut dass da an vielen Stellen halt ordentlich Grasnarbe aufgerissen wurde dadurch. Durch den vielen Kunstschnee dürfte die Wiesenqualität eher höher werden - da nicht so oft auf Boden durchgewalzt wird (außer beim erstmaligen verteilen.
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Fab
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Re: Grüne Ansätze fürs 'weisse Gold'

Beitrag von Fab »

...die Wiesenqualität eher höher werden ...........und mit mehr Blumen als normal..........
Weiß nicht was du damit meinst - vielleicht das Gewicht des geschnittenen Grases pro m2 bei der Heuernte? - jedenfalls sicher nicht mit mehr Blumen.
Düngung bedeutet immer Verarmung der Artenvielfalt - ganz wurscht ob im Flachland oder auf den Bergen.
Denn Blütenpflanzen sind auf Magerboden ausgerichtet.
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extremecarver
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Re: Grüne Ansätze fürs 'weisse Gold'

Beitrag von extremecarver »

Hmm bin mir nicht mehr sicher. Aber kann es nicht sein dass es halt 1-2 Blumentypen deutlich favorisiert - während der Großteil eingeht? Es kommt einem dann halt trotzdem blumiger vor. Vergleich war halt beschneite vs unbeschneite Piste - nicht beschneite Piste vs Wiesengelände ohne Piste.
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Re: Grüne Ansätze fürs 'weisse Gold'

Beitrag von Andik »

Also was mir aus Gesprächen mit Bauern(bin selbst einer) aus dem Salzburger Land bekannt ist, dass der Trockenmassenertrag (Tonnen pro ha) in trocken Frühjahren deutlich besser ist(bis zu 30%).


Die Nachteile anderseits sind ein schlechters Befahren im Frühjahr bzw. der Artenverlust durch die Wiederbegrünung und den Düngereintrag über bereits erwähntes Flusswasser.

Also die die ich kenne sind nicht unbedingt traurig über die Beschneiung.

Lg
Andik
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